Fernando Inciarte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fernando Inciarte Armiñán

Fernando Inciarte Armiñán (* 30. Mai 1929 in Madrid; † 9. Juni 2000 in Pamplona) war Professor für Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Biographie[Bearbeiten]

Inciarte ist in Madrid, Spanien geboren und kam 1952 nach Deutschland. Promotion 1952 in Rom und 1956 in Köln. Habilitation 1968 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von 1975 bis zu seiner Emeritierung 1994 war er ordentlicher Professor für Philosophie an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster. Umfangreiche Lehr- und Vortragstätigkeit an europäischen sowie nord- und südamerikanischen Universitäten. Er war auch außerplanmäßiger Professor der spanischen Universität Navarra (Pamplona), wo er besonders an Doktorandenkolloquien teilgenommen hat. Inciarte hatte eine tiefe Kenntnis der Philosophie des Aristoteles, Heideggers, der Phänomenologie und der angelsächsischen Sprachphilosophie.

Die Herausgabe der Schriften Inciartes, die teilweise unveröffentlicht sind und in denen er sein philosophisches System darlegt, wird von der Universität Navarra ausgeführt (vgl. Liberalismo y Republicanismo, s. 10, 13).

Obwohl Inciarte die Kritiken gegenüber der traditionellen Metaphysik beachtet und in einigen Punkten den Kritiken - des logischen Positivismus oder der Psychoanalyse - zustimmt, denkt er, das bedeute nicht das Ende der Ersten Philosophie, sondern die Möglichkeit zum Ausschließen ihrer rationalistischen und objektivistischen "Schrägen" (vgl. Liberalismo y Republicanismo, 11).

Inciarte war Mitglied des Opus Dei.[1]

Zitate[Bearbeiten]

„Da es weder eine Gesamtheit seines Seins noch irgendeine Gesamtheit ist, ist das Universum und ist gleichzeitig nicht; d.h. es ist nicht nur etwas wirkliches, sondern auch fiktives.“

Fernando Inciarte: Breve Teoría de la España Moderna (Selbstinterview), S. 151.[2]

„Die Dinge sind in der Zeit nicht wie die Schuhe in ihrer Kiste. Die Dinge selbst bestehen großenteils aus Zeit... mehr oder weniger wie anderen sagen, dass sie aus dem Stoff, oder aus der Materie der Träume bestehen.“

Fernando Inciarte: Breve Teoría de La España Moderna (Selbstinterview), S. 155.[3]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Die Reflexionsbestimmung im dialektischen Denken, Köln 1957
  • Forma Formarum, Freiburg-München 1970
  • Transzendentale Einbildungskraft, Bonn 1970
  • Eindeutigkeit und Variation: Die Wahrung der Phänomene und das Problem des Reduktionismus, Freiburg-München 1973
  • El reto del positivismo lógico, Rialp, 1974, ISBN 84-321-1666-1
  • Breve Teoría de La España Moderna, Eunsa, Pamplona, 2001, ISBN 84-313-1915-1
  • Liberalismo y republicanismo. Ensayos de filosofía política, Eunsa, Pamplona, 2001, ISBN 84-313-1924-0
  • First Principles, Substance and Action, Hildesheim 2005
  • La imaginación transcendental en la vida, en el arte y en la filosofía, Eunsa, Pamplona 2012, ISBN 978-84-313-2867-2

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alejandro Llano: Einführung zu Fernando Inciarte: Liberalismo y Republicanismo. Eunsa, Pamplona, 2001, ISBN 84-313-1924-0

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Studentische Kulturgemeinschaft - Die Geschichte des Vereins
  2. Breve Teoría de La España Moderna Eunsa, Pamplona, 2001, ISBN 84-313-1915-1
  3. Breve Teoría de La España Moderna Eunsa, Pamplona, 2001, ISBN 84-313-1915-1