Fernsehformat

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Unter Fernsehformat (bzw. Formatfernsehen) versteht man in der Medienwissenschaft „die spezifische kommerzielle Ausgestaltung und lizenzgebundene Festlegung“ von Fernsehproduktionen.[1] Umgangssprachlich wird der Begriff „Format“ mit Gattung bzw. Genre gleichgesetzt.

Während die Gattung, wie beispielsweise der Krimi, offen für Veränderungen ist, steht beim Format allerdings die strikte Einhaltung des vertraglich festgelegten Konzepts im Vordergrund. Ein bekanntes Beispiel für ein Fernsehformat ist die aus den USA übernommene Spielshow Glücksrad. Die Rate-Show Wer wird Millionär? wird weltweit als Fernsehformat vermarktet und ist in Abläufen und Details weitestgehend festgelegt, so dass sie – darin Fastfood-Ketten ähnlich – überall wiedererkennbar ist. In dem Kinoerfolg Slumdog Millionär ließ sich das ausgezeichnet studieren.

Siehe auch: Hörfunkformat

Nicht-Medienwissenschaftler verstehen unter Fernsehformat die unterschiedlichen Seitenverhältnisse bei Fernsehern, siehe Bildschirmdiagonale

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Knut Hickethier: Einführung in die Medienwissenschaft. Stuttgart: Metzler, 2003. S. 152 f.