Fernspäher

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Fernspäher sind die infanteristischen Aufklärer im deutschen Heer. Die englische Bezeichnung für die Fernspähaufklärung ist Long Range Surveillance (LRS) oder Long Range Reconnaissance (LRR), für den Fernspähtrupp Long Range Reconnaissance Patrol (LRRP).

Barettabzeichen der eingegliederten Fernspähtruppe

Fernspähkräfte dienen zur Gewinnung und Dokumentation von Informationen von besonderer Bedeutung in der Tiefe des Feindraumes sowie zur direkten Unterstützung anderer Spezialkräfte. Der Einsatz dieser Kräfte kann über einen längeren Zeitraum in allen Klimazonen nach Verbringung über Land, Luft oder bedingt auch See erfolgen. Der Fernspähtrupp klärt dabei auf sich gestellt tief hinter den feindlichen Linien Feindkräfte auf. In Deutschland sind die Fernspäher Teil der Heeresaufklärungstruppe und seit März 2008 keine eigenständige Truppengattung mehr. Sie gehen mit der Auflösung sowohl in das KSK als auch in der Luftlandeaufklärungskompanie 310 auf. Sie fungieren als spezialisierte Kräfte des Heeres mit erweiterter Grundbefähigung (Abkürzung SpezlKrH EGB) und gehören damit zum Einsatzverbund der Spezialkräfte.

Die Barettfarbe bordeauxrot blieb den Fernspähern und den Luftlandeaufklärern erhalten, und änderte sich aufgrund der Unterstellung unter die damalige Division Spezielle Operationen (DSO) nicht zu schwarz. Damit wird die Zugehörigkeit zur Division Schnelle Kräfte umbenannten DSO und die Luftlandefähigkeit sowie die traditionelle Herkunft sichtbar unterstrichen, da dies traditionell die Barettfarbe aller Luftlandetruppenteile ist. Als Waffenfarbe trägt sie das goldgelb der Heeresaufklärer.

Am 26. Oktober 2011 stellte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) im Bundeskabinett das Stationierungskonzept 2011 vor, nach dem die Fernspählehrkompanie 200 aufgelöst wird.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

ehemaliges Kompaniegebäude der Fernspähkompanie 300 in Herbornseelbach

Die Fernspähtruppe wurde im Jahre 1962 aufgestellt. Sie hatte sowohl in der Bundeswehr als auch in der Wehrmacht keine vergleichbare Tradition. Grund für die Aufstellung war die unzureichende Möglichkeit der Dauerbeobachtung in feindbesetztem Gebiet durch andere Aufklärungskräfte. So erhielt Major Konrad Rittmeyer, ein kriegserfahrener Panzeraufklärer, am 16. November 1961 vom Heeresamt den Auftrag eine Truppe aufzustellen, deren Soldaten als Einzelkämpfer und Fallschirmspringer ausgebildet sein mussten und ledig waren. 1962 begann Major Rittmeyer mit der Ausbildung des Ausbildungskaders. Nach zehn Monaten war der Kader einsatzfähig und die Lehrgruppe R wurde in Fernspählehrkompanie 200 umbenannt. Kurze Zeit später waren auch die Kader für die beiden neugegründeten Fernspähkompanien 100 und 300 gebildet. Der Standort dieser Lehrgruppe R (für Rittmeyer) war zu Beginn die Luftlande- und Lufttransportschule in Altenstadt/Schongau in Oberbayern. Die zukünftigen Fernspähsoldaten waren Fallschirmjäger, Gebirgsjäger sowie einige Grenadiere. Zu diesem Zeitpunkt waren sie der Panzeraufklärungstruppe zugeordnet. Erst im April 1976 erfolgte nach vielen Wechseln (zwischenzeitlich zur Infanterie) die systematische Zuordnung zu den Führungstruppen, während die truppendienstliche Unterstellung in jedem der drei Korps des Feldheeres unterschiedlich gehandhabt wurde. Von der Verbundenheit mit der Panzeraufklärungstruppe kündet heute noch die gemeinsame goldgelbe Waffenfarbe und die gekreuzten Lanzen im Barettabzeichen. Das Zugehörigkeitsgefühl der Fernspäher zu den Luftlandetruppen fand ihren Ausdruck durch das bordeauxrote Barett mit dem stürzenden Adler der Fallschirmjägertruppe, der als Besonderheit der Fernspäher einen Blitz in den Fängen hielt.

Das Fernspähausbildungszentrum 900 in Neuhausen ob Eck und die spätere Internationale Fernspähschule in Weingarten – das heutige Ausbildungszentrum Spezielle Operationen – wurde 1973 durch Personal der drei Fernspähkompanien ins Leben gerufen. Der Grundgedanke der NATO-Schule war die Vereinheitlichung von Ausbildung und Ausrüstung der NATO-Fernspäheinheiten. In der alten Struktur der Bundeswehr hatte jedes der drei deutschen Korps eine Fernspäh­kompanie: FeSpähKp 100 in Braunschweig/Celle, FeSpähLehrKp 200 in Weingarten/Pfullendorf sowie FeSpähKp 300 in Fritzlar und Herborn-Seelbach. Wehrpflichtige wurden in diesen Kompanien nur in der Kompanieführungsgruppe und im Fernmeldezug eingesetzt, aber auch diese erhielten an der damaligen Internationalen Fernspähschule ihre Grund- und Spezialgrundausbildung insbesondere im Zahlen-Tastfunk, vor allem im Hören. Im Zuge einer Umstrukturierung im Heer 1996 wurden die Fernspähkompanien 100 und 300 aufgelöst; erstere nach 34 Jahren wechselvoller und ereignisreicher Geschichte. Viele dieser Fernspäher stellten die ersten Soldaten des im selben Jahr aufgestellten Kommando Spezialkräfte (KSK).

Im Rahmen der Transformation der Streitkräfte wird aus der Panzeraufklärungstruppe (mit Drohnenaufklärungskräften) zusammen mit Fernspähern, Feldnachrichtentruppe und Drohnenaufklärern der Artillerie die neue Truppengattung Heeresaufklärungstruppe. Eingegliedert werden außerdem die Luftlandeaufklärungskompanien. Die besonderen Fähigkeiten der Fernspäher und der anderen Aufklärungsträger bleiben aber innerhalb der Heeresaufklärungstruppe erhalten. Die Heeresaufklärungstruppe wirkt durch bodengebundene und luftgestützte Lageaufklärung und ist zukünftig ein wesentlicher Träger der Nachrichtengewinnung und Aufklärung im Heer. Die Ausbildung der Fernspäher wurde in Teilen an das Ausbildungszentrum Heeresaufklärungstruppe in Munster verlagert.

Die Kräfte der Fernspähaufklärung decken die Fähigkeit zum Gewinnen von Schlüsselinformationen in der Tiefe des Raumes autark, isoliert und unter Vermeidung von Kampf ab, ohne dabei an eine Plattform gebunden zu sein. Gegliedert in zwei Züge in der Luftlandeaufklärungskompanie 310 der Division Schnelle Kräfte sind sie befähigt, Spezielle Operationen und Spezialoperationen direkt taktisch zu unterstützen.[2]

Einsätze[Bearbeiten]

Einsätze der Fernspäher unterliegen – wie die der Kampfschwimmer und des KSK – strenger Geheimhaltung, um die Auftragserfüllung nicht zu gefährden. Bekannt geworden sind Einsätze in Bosnien, im Kosovo, in Afghanistan und im Kongo.

Auftrag und Verbringung[Bearbeiten]

Das Einsatzgebiet eines Fernspähtrupps kann über 150 km vor der eigenen Truppe im feindlichen Hinterland liegen. Die Verbringung mit Transportmitteln in das Einsatzgebiet kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen:

Der Hauptauftrag ist das Gewinnen von Schlüsselerkenntnissen in Krisen- und Konfliktgebieten für die operative Führungsebene. Fernspähtrupps werden dazu einem Korps, seltener einer Division, unterstellt. Die Fernspäher sind bei ihrer Auftragserfüllung unabhängig und vermeiden den Kampf. Der wichtigste Einsatzgrundsatz ist unerkannte Infiltration und Exfiltration aus dem Einsatzgebiet für die „Augen des Heeres“ nach dem Wahlspruch der Fernspäher: oculus exercitus. Am Einsatzort wird eine Beobachtungsstelle eingerichtet, von dem aus Aufklärungsergebnisse über einen längeren Zeitraum gewonnen werden.

Im Einsatzraum befindet sich der Fernspähtrupp ohne Unterbrechung im Einsatz. Bewegungen führt er grundsätzlich nachts durch und kann dafür unter gefechtsmäßigen Bedingungen, abseits von Straßen und Wegen, für einen Kilometer eine Stunde benötigen. Sie beobachten und melden mit moderner optronischer Beobachtungs- und Fernmeldetechnik und geben der Führung so frühzeitig laufend Lageerkenntnisse über die Absichten des Gegners, insbesondere von Hochwertzielen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk eines vier Mann starken Fernspähtrupps darauf, unentdeckt zu bleiben.

Auch das Forward Air Controlling (FAC) – das Lenken von Lufteinsätzen per Funk oder Laser-Zielbeleuchter vom Boden aus – gehört heutzutage zu den Fernspähaufträgen.


Die Beobachtungsstelle im „klassischen“ Fernspäheinsatz bietet vier Fernspähern Platz und dient als Schlaf-, Funk-, Beobachtungs- und Verpflegungspunkt. Für den Bau und die Tarnung mit Wegtransport der ausgehobenen Erde benötigt ein Trupp zwei volle Nächte. Der Beobachtungsbunker (Fuchsloch) ist i. d. R. 130–140 cm tief und hat eine Grundfläche von neun Quadratmetern. Durch eine Luke – auch Viewport genannt – wird beobachtet. Im Ernstfall kann ein Trupp bis zu 14 Tage in diesem Bunker ausharren.

Diese Vorgehensweise ist heutzutage jedoch nicht mehr die Regel, häufiger wird heutzutage aus einem offenen Versteck beobachtet, das ein einfacheres Wechseln ermöglicht. Unmittelbar mit Aufbau der Beobachtungsstelle wird Funkverbindung mit dem Gefechtsstand der Fernspähkompanie aufgenommen, um Aufklärungsergebnisse weiterzugeben. Das Funkgerät wird von zwei Soldaten des Spähtrupps im Schichtbetrieb bedient, während Truppführer und Stellvertreter sich bei der Beobachtung abwechseln. Entsprechend der Lage wird direkt vom Versteck aus beobachtet oder durch einen abgesetzten Beobachter, der gleichzeitig den Trupp sichert.

Der Fernmeldeverkehr wurde insbesondere im Weitverkehr mit einem 100 W Sprech- und Morsefunkgerät mit Burst im Morsefunk durchgeführt, bei dem Buchstaben in Zahlen verschlüsselt wurden. Dieser macht wesentlich weniger Sendeleistung erfordert als Sprechfunk und macht eine vollständige Ausbildung im Morsefunk nicht erforderlich.

Die Exfiltration mit der Rückführung zu den eigenen Kräften nimmt meist genauso viel Zeit in Anspruch wie die Infiltration mit der Verbringung und wird mit derselben Sorgfalt und Vorsicht durchgeführt.

Aufträge im Kommandoeinsatz, Handstreich oder Hinterhalt, und das gezielte Ausschalten von Hochwertzielen sind nicht Teil der Einsatzaufgaben der Fernspäher. Diese Aufgabe wird vom Kommando Spezialkräfte oder durch Jagdkommandos im Jagdkampf durchgeführt. Nur in besonderen Einzelfällen führen dies auch Fernspähkräfte durch.

Organisation[Bearbeiten]

Die Fernspählehrkompanie 200 ist die einzige (nicht-gemischte) verbleibende Einheit und ist am Ausbildungszentrum Spezielle Operationen in Pfullendorf stationiert und untersteht unmittelbar der Division Schnelle Kräfte.

Kompanie[Bearbeiten]

Die verbliebene Fernspählehrkompanie 200 gliedert sich bei einer Sollstärke von 226 Soldaten in:

Züge[Bearbeiten]

Die Fernspähzüge beinhalten als Einsatzelement die Spähtrupps mit jeweils vier Mann, die je nach Auftrag verstärkt werden können. Der Fernspähspezialzug wird im Einsatz nach Auftrag und Bedarf auf die Fernspähzüge aufgeteilt und unterstützt durch optische- und optronische Spezialaufklärung und im Fliegerleitverfahren.

Der Zug gliedert sich in:

  • Führungstrupp
  • Analyse- und Auswertungstrupp
  • Führungsunterstützungstrupp
  • 2 Fernspähtrupps zu je 6 Mann [4]

Rekrutierung und Ausbildung[Bearbeiten]

Rekrutierung[Bearbeiten]

Bewerben auf eine Fernspähstelle kann man sich sowohl direkt als auch über einen Wechsel aus anderen Truppengattungen. Für den Einsatz in den Spähzügen kommen ausschließlich länger dienende Zeitsoldaten in Frage. Die Ausbildung zum Fernspähfeldwebel dauert mindestens 36 Monate. Aufgrund des besonderen Auftrages ist die Ausbildung zum Fernspähsoldaten intensiv und fordernd; so werden regelmäßig mehrtägige Durchschlageübungen durchgeführt. Der rigiden Auslese geeigneter Bewerber dient insbesondere der zweiwöchige Eingangstest (grüne Blockausbildung – früher Ü-Lager), den häufig nur eine kleine Zahl an Bewerbern erfüllt.

Ausbildung[Bearbeiten]

Schwerpunkte der Ausbildung sind das Erlernen der unbemerkten In- und Exfiltration des feindlichen Territoriums und eine umfassende Fernmeldeausbildung.

Zum umfangreichen Ausbildungsprogramm gehören der Fallschirmsprung automatisch, früher HALO (Fallschirmspringen) heute HAHO, Reaktionsschießlehrgänge, Nahkampf, Einzelkämpferlehrgang, Lehrgang Überleben spezialisierte Kräfte mit dem Combat Survival Course sowie der Combat Medical Course. Dabei handelt es sich um eine gefechtsmedizinische Ausbildung, die Soldaten befähigt, innerhalb einer autark operierenden Teileinheit die eigene medizinische Versorgung unter Einsatzbedingungen zu gewährleisten.

Die Fernspähzüge sind jeweils auf bestimmte Schwerpunkte spezialisiert. So trainieren die Fernspäher unter anderem den Kampf in urbanem (Orts- und Häuserkampf), in „schwierigem“ Gelände (Gebirgs- und Winterkampf), amphibische Einsätze oder Freifall-Fallschirmsprung-Einsätze. Die Ausbildung wird am Ausbildungszentrum Spezielle Operationen früher Internationale Fernspähschule durchgeführt, an der auch Erfahrungen und Weiterentwicklungen in Taktik und Ausrüstung zwischen den beteiligten Nationen ausgetauscht werden. Teile der Ausbildung werden am Ausbildungszentrum Heeresaufklärungstruppe durchgeführt.

Ausrüstung[Bearbeiten]

Die Ausrüstung der Fernspähtruppe umfasst neben der standardisierten persönlichen Ausrüstung spezielle (schallgedämpfte) Kurz- und Langwaffen wie P12, MP7, MP5SD, MP5k, G36K-AG36, MG4, G22 mit verschiedenen Nachtsichtoptiken, Fernmeldegerät wie verschlüsselungs- und burst-sendefähige HF-Funkgeräte mit PDA, SATCOM wie Iridium und optronische Ausrüstung wie Digitalkamera sowie Videokamera. Die Zusatzausstattung besteht aus einer Einsatzweste, großvolumigem Rucksack, Schlafsack trocken-kalte Klimazone, dehydratisierter Einsatzverpflegung EPa leicht, Wasserkanister, Einsatz-Sanitätsausrüstung mit Infusionen sowie Neoprenanzug, Tarnmittel und Maschendraht als Tarnmittelhalter, Gartenspaten zum Anlegen von Fuchslöchern und weitere Einsatz orientierte Ausrüstung. Insbesondere Wasser und Verpflegung, aber auch das Funkgerät mit Batterien macht einen erheblichen Teil der Traglast aus. Munition und Kampfmittel wie Nebelwurfkörper DM15 kommen hinzu. Das Gewicht der Ausrüstung kann für einen Einsatz zwischen 35–65 kg (Kampfmittelweste: 10 kg; Rucksack: 35–50 kg; Ausrüstung an der Person und Handwaffen: 10 kg) pro Soldat betragen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Fernspäheinheiten anderer Streitkräfte[Bearbeiten]

Innerhalb der NATO ist das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen eine zentrale Ausbildungseinrichtung an der Belgien, Dänemark, Griechenland, Italien, Niederlande, Norwegen, Türkei und die USA mit Ausbildern beteiligt sind. Teilweise sind Fernaufklärungskräfte nicht in eigenständigen Einheiten aufgestellt. Dieser Auftrag zur Tiefenaufklärung wird teilweise durch andere Spezialeinsatzkräfte wie innerhalb des USSOCOM der US Streitkräfte durch Verbände des United States Army Special Forces Command (Airborne) durchgeführt, und nicht von ausschließlich darauf spezialisierten Truppen.

Selbständige Verbände und Einheiten

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Auswirkungen des Stationierungskonzeptes im Bundesland Baden-Württemberg. Bundesministerium der Verteidigung, 26. Oktober 2011, abgerufen am 23. November 2011.
  2. http://www.deutschesheer.de/portal/a/heer/!ut/p/c4/NYzNCsIwEITfaDf1B6k3S1W8etF626ZLE02Tsm714sObCs7AwPANgzfMjvTyPalPkQJesbF-277BMQvQQycOASJZJ9465Qh3crIwxRKePCoPLf8aXuarjsGmyDpn3qrP2QtpEhiTaJjJJJIJ-A4bU9SVWZu_ik9ZHfbHlSk39ak64zgMuy8Ljak2/ Die Neuausrichtung des Heeres PDF Seite 84
  3. Deutsches Heer: Gliederung der Fernspählehrkompanie 200 besucht am 23. Januar 2009.
  4. Christin-Désirée Rudolph: Eyes on Target – Die Fernspäher der Bundeswehr. Motorbuchverlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-02852-4