Ferrari 125

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ferrari 125 S

Der Ferrari 125 ist ein in verschiedenen Versionen in den Jahren 1947 und 1948 bis 1950 gebautes Automobil von Ferrari. Die Bezeichnung geht auf den gerundeten Inhalt eines einzelnen Zylinders zurück.

Der 125 war das erste unter eigenem Namen von Ferrari hergestellte Automobil.

125C (125 Sport, 1947)[Bearbeiten]

Anfang 1947 lancierte Ferrari als erstes Modell des jungen Unternehmens den 125C (für Competizione, auch 125 Sport genannt) mit einem von dem früheren Alfa Romeo-Ingenieur Gioacchino Colombo konstruierten V12-Motor von 1,5 Litern Hubraum, offiziell 54–87 kW (72–118 PS) stark, mit einem Gabelwinkel von 60°, einer obenliegenden Nockenwelle pro Zylinderbank und Einfachzündung. Der Radstand betrug 2420 mm, an der Vorderachse kamen Doppelquerlenker und eine Querblattfeder zum Einsatz, hinten eine Starrachse mit halbelliptischen Blattfedern.

Gebaut wurden zwei Exemplare, eines mit breiter Spider-Karosserie der Carrozzeria Touring, das andere mit freistehenden Kotflügeln und schmaler Rennsportkarosserie. Beide Wagen existieren heute nicht mehr, allerdings baute Ferrari in den späten 1980er-Jahren eine Replika.

Die Autos nahmen 1947 an einigen Rennen teil, ohne dabei besondere Erfolge feiern zu können. Zur Leistungserhöhung nahm das Werk daraufhin eine Hubraumerhöhung vor und nannte das Nachfolgemodell Ferrari 159.

125GP (1948/49)[Bearbeiten]

Im September 1948 fand der 1,5-Liter-Motor aus dem 125C in modifizierter Form erneut Verwendung. Er trieb den Monoposto 125GP an, der an den Vorläuferrennen der ab 1950 ausgetragenen Formel 1 teilnahm. Mit einem Roots-Kompressor ausgerüstet, leistete die Maschine hier 169 kW(230 PS). Der Einsitzer ruhte auf einem Längsträgerrahmen mit einem Radstand von 2160 mm und besaß eine hintere Pendelachse mit Torsionsstäben oder Querblattfeder.

125F1 (1949/50)[Bearbeiten]

Beim 125F1 handelte es sich um eine modifizierte Version des 125GP mit zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinderbank und längerem Radstand von 2380 mm, vorgestellt vor dem Großen Preis von Italien in Monza im September 1949. In dieser Form leistete der Motor 191 kW (260 PS).

Literatur[Bearbeiten]

  • Godfrey Eaton: The Complete Ferrari. Edited by Geoff Willoughby. Cadogan Books, London 1985, ISBN 0-947754-10-5, S. 22f., 246–248, 350.