Ferrari 195

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Der Ferrari 195 ist ein 1950 bis 1952 in verschiedenen Ausführungen gebautes Modell des italienischen Automobilherstellers Ferrari. Die Bezeichnung geht auf den gerundeten Inhalt eines einzelnen Zylinders zurück.

Beim 195 handelte es sich um den Nachfolger des Ferrari 166 mit dessen von 2,0 auf 2,3 Liter vergrößertem V12-Motor mit einer obenliegenden Nockenwelle (Bohrung×Hub 65×58,8 mm, Hubraum 2341 cm³). Wie der Vorgänger besaß der 195 einen Kastenrahmen, vordere Doppeldreieckslenker und eine hintere Starrachse.

195 Sport (1950)[Bearbeiten]

Der 195 Sport war die für den GT-Rennsport gedachte Variante der 195-Baureihe. Durch die Vergrößerung des Bohrmaßes wuchs der Hubraum des SOHC-V12 von 1995 auf 2341 und die Leistung auf 125 kW (170 PS) bei 7200/min. Gegenüber dem 166MM wurde der Radstand um 50 auf 2250 mm verlängert. Bekannt ist ein 195 Sport mit einer Fließheck-Coupékarosserie von Touring; verlässlichen Schätzungen zufolge wurden maximal drei Exemplare hergestellt.

Ferrari 195 Inter Ghia, Entwurf Boano

195 Inter (1950–1952)[Bearbeiten]

Wie beim 166, so stellte auch beim 195 der Ende 1950 vorgestellte Inter die für den zivilen Gebrauch bestimmte Variante.

Mit drei Doppelvergasern leistete der 2,3-Liter-V12 mit einer obenliegenden Nockenwelle pro Zylinderbank 99 kW (135 PS) bei 7000/min.

Auf einem Radstand von zumeist 2500 mm entstanden sieben Vignale-Coupés nach Entwürfen von Giovanni Michelotti, zehn Ghia-Coupés nach einem Entwurf von Felice Mario Boano, drei Coupés mit Touring-Karosserie und eine nicht bekannte Zahl von Aufbauten bei dem Schweizer Karossier Ghia-Aigle, ebenfalls nach Michelotti-Entwurf.

Nachfolger des 195 war der Ferrari 212.

Literatur[Bearbeiten]

  • Godfrey Eaton: The Complete Ferrari. Edited by Geoff Willoughby. Cadogan Books, London 1985, ISBN 0-947754-10-5, S. 35–37 und 350.