Ferrari 312B

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Ferrari 312B

Der Ferrari 312B war ein Formel-1-Wagen, den die Scuderia Ferrari 1970 und 1971 baute und einsetzte.

Der Ferrari 312B beendete 1970 eine lange sieglose Periode der Scuderia in der Formel 1. 1969 stieg der italienische Autokonzern Fiat bei Ferrari ein und schaffte neue Strukturen. Vor allem die neue finanzielle Sicherheit sorgte für Ruhe im Rennstall. Der 312B bekam ein völlig neues Fahrwerk und einen neuen Motor. Der Zwölfzylinder-Boxermotor leistete bei 2991 cm³ 460 PS. Das Triebwerk wurde in einer rückwärtigen Verlängerung des Fahrgestells aus Leichtmetallblechen und Rohren montiert.

Obwohl der Wagen von Beginn an konkurrenzfähig war, stellten sich Erfolge erst ab Mitte der Saison 1970 ein. Jacky Ickx gewann den Großen Preis von Österreich und am Ende des Jahres noch die Rennen in Kanada und Mexiko, wurde aber am Saisonende in der Gesamtwertung hinter Jochen Rindt Zweiter. Der österreichische Lotus-Pilot war beim Training zum Großen Preis von Italien in Monza in seinem Lotus 72 tödlich verunglückt und wurde posthum Weltmeister. Das Rennen gewann Clay Regazzoni im 312B.

Mario Andretti gewann 1971 mit dem 312B noch den Großen Preis von Südafrika, dann brachte die Scuderia ab dem Rennen in Monaco das Nachfolgemodell, den 312B2, an die Rennstrecken.

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • Mike Lang: Grand Prix! Race-by-race account of Formula 1. Haynes Publishing Group, Sparkford 1982, ISBN 0-85429-321-3.
  • David Hodges: Rennwagen von A bis Z nach 1945. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1994, ISBN 3-613-01477-7.
  • Pino Casamassima: Storia della Scuderia Ferrari. Nada Editore, Vimodrome 1998, ISBN 88-7911-179-5.
  • Leonardo Acerbi: 60 Jahre Ferrari. Heel, Königswinter 2007, ISBN 978-3-89880-815-6.