Ferrari Enzo Ferrari

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ferrari
Ferrari Enzo Ferrari

Ferrari Enzo Ferrari

Enzo Ferrari
Produktionszeitraum: 2002–2004
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Ottomotor:
6,0 Liter (485 kW)
Länge: 4702 mm
Breite: 2035 mm
Höhe: 1147 mm
Radstand: 2650 mm
Leergewicht: 1365 kg
Vorgängermodell: Ferrari F50
Nachfolgemodell: Ferrari LaFerrari

Der Ferrari Enzo Ferrari ist ein zwischen 2002 und 2004 gebauter Supersportwagen des italienischen Herstellers Ferrari. Der zeitweise in puncto Höchstgeschwindigkeit schnellste für die Straße zugelassene Ferrari wurde nach dem Firmengründer Enzo Ferrari benannt. Als direkte und indirekte Vorgänger des Ferrari Enzo Ferrari gelten die Modelle 250 GTO, 288 GTO, F40 und F50.

Allgemeines[Bearbeiten]

Heckansicht des Enzo Ferrari

Dieser Supersportwagen wurde von Pininfarina entworfen und kann mit Fahrzeugen wie dem Saleen S7, McLaren F1, Porsche Carrera GT, Koenigsegg CC8S sowie dem Lamborghini Murciélago LP640 verglichen werden. Der Motor des Enzo wurde auch im MC12 der Tochterfirma Maserati verwendet. Dort leistet der V12-Zylinder 465 kW. Weiterhin gibt es auch eine Sonderrennversion des Enzo namens Ferrari FXX. Im FXX leistet der Motor 588 kW, in der Evolution Version sogar 632 kW. Der FXX ist jedoch in Deutschland nicht für den Straßenverkehr zugelassen.

Der Enzo war ursprünglich als limitierte Produktion von 349 Stück angekündigt worden. Ferrari schickte Einladungen an bestehende Kunden, und alle 349 Autos wurden so verkauft, bevor die Produktion startete. Später, nach zahlreichen Anfragen, beschloss Ferrari 50 weitere Enzos zu bauen, was die Gesamtproduktion weltweit auf 399 Stück brachte, wobei der Listenpreis bei etwa 662.000 Euro lag und der Verkaufspreis sich mit Zubehör bei etwa 700.000 Euro einpendelte. Der Verkauf war nur an ausgewählte Personen möglich, die eine langjährige Beziehung zu Ferrari pflegten.

Produktion[Bearbeiten]

Der auf dem Ferrari Enzo Ferrari basierende „Ferrari P4/5 Pininfarina“ von James Glickenhaus

Beim Bau wurde Formel-1-Technologie verwendet, beispielsweise eine Karosserie aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, F1-ähnlicher sequentieller Gangschaltung, und karbonkeramische Bremsscheiben. Des Weiteren wurden Technologien verbaut, die in der Formel 1 nicht erlaubt sind. Nachdem bei 295 km/h die größte Abtriebskraft erreicht wird, reduziert ein Computer automatisch den Abtrieb bei zunehmender Geschwindigkeit, indem einige Spoilerelemente elektrisch bewegt werden.

Auf der hauseigenen Teststrecke in Fiorano gab Ferrari eine Rundenzeit von 1:22.3 Minuten für den Enzo an; somit rund 5 Sekunden schneller als sein direkter Vorgänger F50.

Im März 2005 gab Ferrari bekannt, dass ein weiterer Enzo gebaut werden würde, was 400 Stück ergab. Der Wagen wurde feierlich Papst Johannes Paul II. am 17. Januar 2005 übergeben, wonach der Papst darum bat, das Auto als Spende für die Caritas zu versteigern. Das Auto wurde von Sotheby’s am 28. Juni 2005 versteigert und kam den Überlebenden des Tsunamis 2004 zugute. Das Auto mit der Fahrgestellnummer 141920 wurde für 1.055.000 Euro verkauft. Der dritte Prototyp wurde ebenfalls mit dem 400. Enzo im Juni 2005 versteigert und brachte 195.500 Euro.

Der amerikanische Milliardär James Glickenhaus ließ sich im Jahre 2006 einen Enzo von Pininfarina zum Ferrari P4/5 umbauen. Drei Prototypen M1, M2, und M3 wurden vorher gebaut. Der Prototyp M3 sah einem Ferrari 348 ähnlich, obwohl die Prototypen im Jahr 2000 gebaut wurden.

2005 legte Ferrari eine Sonderrennserie auf Basis des Enzo auf. 30 Exemplare des 588 kW (800 PS) starken FXX wurden wiederum an ausgewählte Kunden abgegeben (der letzte war für Michael Schumacher). Im Preis von etwa 1,5 Millionen Euro waren ein Sicherheitsfahrtraining und mehrere Testfahrten auf internationalen Rennstrecken enthalten.

Technische Daten[Bearbeiten]

Motor[Bearbeiten]

V12-Motor
  • Hubraum: 5998 cm³
  • Bohrung × Hub: 92,0 mm × 75,2 mm
  • Zylinder: V12
  • Ventile: 48
  • Nockenwellen: 4
  • Leistung kW(PS) bei 1/min: 485(660)/7800
  • Drehmoment bei 1/min: 657 Nm/5500
  • max. Drehzahl 1/min: 8200
  • Literleistung: 110,0 (PS/Liter)
  • Antriebsart: Heck
  • Getriebe: 6-Gang sequenziell

Fahrwerk[Bearbeiten]

  • Bremsen vorn u. hinten: 380,9 mm (innenbelüftet und gelocht)
  • Radgröße: 9Jx19/13Jx19
  • Reifen: Bridgestone Potenza

Maße und Gewichte[Bearbeiten]

  • Spur vorne: 1661 mm
  • Spur hinten: 1651 mm
  • Radstand: 2650 mm
  • Leergewicht: 1365 kg
  • Leistungsgewicht DIN: 2,10 kg/PS
  • Reifen 245/35 ZR 19 vorn, 345/35 ZR 19 hinten (Bridgestone RE050A Potenza Scuderia)

Fahrleistungen[Bearbeiten]

  • Beschleunigung 0–100 km/h: 3,27 s
  • Beschleunigung 0–160 km/h: 6,4 s
  • Beschleunigung 0–200 km/h: 9,5 s
  • Beschleunigung 0–300 km/h: 26,1 s
  • Höchstgeschwindigkeit: 355 km/h[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. auto motor und sport :Die 300-km/h-Elite: Auf die Schnelle Auf: www.auto-motor-und-sport.de. 20. Juni 2008, 05:00 Uhr
    Zitat: „Erst bei 355 km/h siegen die Fahrwiderstände.“

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ferrari Enzo Ferrari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien