Ferrari F92A

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Jean Alesi im F92A beim Großen Preis von Monaco 1992

Der Ferrari F92A war ein Formel-1-Rennwagen, den die Scuderia Ferrari 1992 in der Formel-1-Weltmeisterschaft einsetzte.

Mit dem F92A führte Ferrari bei seinen Formel-1-Rennwagen ein neues Nummernsystem ein. Bezugnehmend auf den neuen V12-Motor, den A1A-92, erhielt der Wagen die Typisierung 92A. Der Motor war leichter und kompakter als seine Vorgängermodelle. Der Wagen wurde von Steve Nichols und dem französischen Aerodynamiker Jean-Claude Migeot entwickelt. Bekannt wurde der F92A durch seine beiden Unterböden. Beim Fahren wurde die aufgewirbelte Luft zwischen dem eigentlichen Unterboden und dem 15 cm darüber liegenden Cockpitboden geleitet. Von dort strömte die Luft an beide hinteren Diffusoren. Was im Windkanal bestens funktionierte wurde zum Problem auf der Fahrbahn. Vor allem auf welligen Strecken war der Wagen schwer zu beherrschen. Migeot entwickelte auch eine neue Frontpartie. Links und rechts waren zwei Lufteinlässe soweit nach vorne gezogen, dass die Luft an der Karosserie vorbeiströmte und das Heck nach unten drückte, ohne dabei die Funktion des Heckflügels zu beeinträchtigen.

Im Sommer wurde ein neues Getriebe in das Fahrzeug eingebaut. Der neue Motor, der weit elastischer war als sein Vorgänger, hatte einen siebten Gang obsolet gemacht. Das neue 6-Gang-Getriebe wurde quer eingebaut. Trotz aller Innovationen war der F92A ein Fehlschlag. Nach dem Abgang von Alain Prost, der ein Jahr Auszeit nahm, bevor er zu Williams ging, kam der Italiener Ivan Capelli ins Team. Der Mailänder konnte die Erwartungen nicht erfüllen und wurde noch vor Ablauf der Saison durch Testfahrer Nicola Larini ersetzt. Jean Alesi konnte mit dem Wagen in Spanien und Kanada zwar zwei dritte Plätze einfahren, insgesamt verlief die Saison für die Scuderia aber mehr als ernüchternd. Am Ende des Jahres reichte es mit 21 Punkten nur für den vierten Rang im Konstrukteurspokal; allerdings mit 143 Punkten Rückstand auf das siegreiche Williams-Team.

Literatur und Quellen[Bearbeiten]