Ferreira do Alentejo

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Ferreira do Alentejo
Wappen Karte
Wappen von Ferreira do Alentejo
Ferreira do Alentejo (Portugal)
Ferreira do Alentejo
Basisdaten
Region: Alentejo
Unterregion: Baixo Alentejo
Distrikt: Beja
Concelho: Ferreira do Alentejo
Koordinaten: 38° 3′ N, 8° 7′ W38.057756111111-8.11645Koordinaten: 38° 3′ N, 8° 7′ W
Einwohner: 4716 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 223,82 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner pro km²
Kreis Ferreira do Alentejo
Flagge Karte
Flagge von Ferreira do Alentejo Position des Kreises Ferreira do Alentejo
Einwohner: 8265 (Stand: 30. Juni 2011)[3]
Fläche: 648,38 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 6
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Ferreira do Alentejo
Pçª Comendador Inf.Passanha, 5
7900-571 Ferreira do Alentejo
Präsident der Câmara Municipal: Aníbal Sousa Reis Coelho da Costa (PS)
Webpräsenz: www.cm-ferreira-alentejo.pt



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Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Straße ist leer

Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Verwaltungsort ist leer Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Webseite ist leer Ferreira do Alentejo ist eine Kleinstadt (Vila) und ein Kreis (Concelho) in Portugal mit 4716 Einwohnern (Stand 30. Juni 2011).

Die ungewöhnliche Capela do Calvário

Geschichte[Bearbeiten]

Funde und Ausgrabungen belegen die Besiedlung des Ortes seit über 4000 Jahren. Später hinterließen die Römer zahlreiche Spuren, darunter Brücken (etwa in Alfundão), religiöse Kultstätten, und Wohngebäude, insbesondere die Villa rustica von Monte da Chaminé.[4] Nach dem Untergang der römischen Provinz Lusitania war der Ort Teil des Westgotenreichs, um nach dem Einfall der Mauren Anfang des 8. Jahrhunderts Teil des arabischen al-Andalus zu werden. Weitergehende Dokumente mit genaueren Daten sind jedoch nicht existent.

Im Zuge der Reconquista wurde der Ort 1233 den Arabern abgenommen und 1234 dem Santiagoorden vermacht. Unter Nutzung der zuvor bestehenden Befestigungen errichtete der Orden hier eine Burg. Auf den zwischenzeitlich verfallenden Ruinen der Burg errichtete die Gemeindeverwaltung im Jahr 1834 den Gemeindefriedhof, so dass heute keine Reste dieser Burg mehr zu sehen sind.

Die Befestigungsanlagen von Ferreira, Grafik von Alain Manesson Mallet (1684)

Im Jahr 1516 erhielt Ferreira Stadtrechte (Foral) durch König Manuel I., und der Ort nahm einigen Aufschwung. In dem Zusammenhang ließen sich einige Adelsfamilien hier nieder (Lacerdas, Sousas, Vilhenas und Passanhas). 1627 wurde Ferreira Sitz eines damaligen Verwaltungsbezirks (Comarca, vergleichbar einem heutigen Regierungsbezirk). Später wurde es den Vorläufern des heutigen Distriktes Beja unterstellt, jedoch blieb Ferreira do Alentejo durch alle Verwaltungsreformen hindurch bis heute ein eigenständiger Kreis.[5]

Das Wappen und die Legende zum Ortsnamen[Bearbeiten]

Die volkstümliche Überlieferung erzählt von einer Episode, die mit dem Einfall von Sueben und Goten in den römischen Ort Siga Ende des 4., Anfang des 5. Jahrhunderts beginnt. Die Bewohner sollen Widerstand geleistet und die Angreifer vertrieben haben. Bei der Verteidigung habe insbesondere der furchtlose und massive Einsatz der Frau des Schmiedes (Portugiesisch: Ferreiro), also die Ferreira (weibliche Form), die Entscheidung erzwungen. Der Ortsname Siga wurde in der Folge durch Ferreira ersetzt, so die Legende. Den Zusatz do Alentejo erhielt der Ort im Lauf der Zeit in Abgrenzung zu gleichnamigen anderen Orten, beispielsweise Ferreira do Zêzere (dt.: Ferreira am Zêzere) oder Ferreira-a-Nova (dt.: Ferreira-die-Neuere).[6]

Das Wappen zeigt jene Frau des Schmiedes, dazu das Emblem des Santiagoordens und die von ihm errichtete Burg. Darüber sind Korn-Garben zu sehen, die Bezug nehmen auf die überregional bedeutende Weizenproduktion des Kreises.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Unter den verschiedenen Baudenkmälern in Ferreira do Alentejo sind u.a. ehemalige offizielle Gebäude, Herrenhäuser, und Sakralbauten, etwa die charakteristische Capela do Calvário (auch Capela de Santa Maria Madalena) aus dem 17. Jahrhundert, die Kirche Igreja da Misericórdia mit dem sehenswerten manuelinischen Portal,[7] oder die auf das 14. Jahrhundert zurückgehende, Anfang des 18. Jahrhunderts umfassend umgestaltete, barocke Gemeindekirche Igreja Paroquial de Ferreira do Alentejo (auch Igreja de Nossa Senhora da Assunção).[8] Auch der historische Ortskern von Ferreira do Alentejo als Ganzes steht unter Denkmalschutz.[9]

Landschaft im Kreis Ferreira do Alentejo

Die 1988 von der Stadt Ferreira do Alentejo erworbene, traditionelle Möbelmanufaktur Mobitral bietet Besichtigungen an und zeigt regionale Möbeltraditionen des Alentejo.[10] Das städtische Museum Museu Minicipal ist in einem Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert untergebracht und beherbergt u.a. eine Kunstgalerie mit wechselnden Kunstausstellungen.[11]

Am dritten Sonntag eines jeden Septembers findet im Ort der jährliche Markt mit Ortsfest statt.

Verwaltung[Bearbeiten]

Kreis[Bearbeiten]

Ferreira do Alentejo ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Alcácer do Sal, Alvito, Cuba, Beja, Aljustrel, Santiago do Cacém sowie Grândola.

Am Stausee Barragem de Odivelas

Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Ferreira do Alentejo:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Ferreira do Alentejo (1801 – 2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2004 2011
2 089 4 737 8 401 12 472 14 894 11 244 10 075 9 010 8 505 8 255

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter von Ferreira do Alentejo[Bearbeiten]


Der bekannte korsische Ethnologe Michel Giacometti wurde 1990 in der Gemeinde Peroguarda begraben.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ferreira do Alentejo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  4. www.monumentos.pt, abgerufen am 5. Februar 2013
  5. www.verportugal.net, abgerufen am 5. Februar 2013
  6. João Fonseca: Dicionário do Nome das Terras. 2.Auflage, Casa das Letras, Cruz Quebrada 2007, S.111 (ISBN 978-9724617305)
  7. www.monumentos.pt, abgerufen am 5. Februar 2013
  8. dito
  9. dito
  10. www.mobitral.com, abgerufen am 5. Februar 2013
  11. Museums-Website, abgerufen am 5. Februar 2013