Festo Kivengere

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Festo Kivengere (* 1919 in Rukungiri, Uganda; † 1988) war ein Bischof der anglikanischen Kirche von Uganda und bedeutender Evangelist. Er war internationaler Sprecher der Kirche von Uganda.[1] Festo Kivengere wurde der Billy Graham Afrikas genannt.

Biografie[Bearbeiten]

Festo Kivengere ging in Kyamakanda zur Schule, bevor er die Kigezi High School besuchte. Zu dieser Zeit wandte er sich zunehmend dem Christentum zu und war aktives Mitglied evangelistischer Gruppen. Später ging er auf die Mbarara High School und das Bishop Tucker College in Mukono, in der er als Grundschul-Lehrer ausgebildet wurde.

Zwischenzeitlich glitt Kivengere von seinem Glauben ab und wurde alkoholabhängig und Kettenraucher.

Im Jahr 1946, hörte er, dass die Church Missionary Society (CMS), nach Menschen suchte, die als Missionarslehrer arbeiten wollten. Kivingere antwortete auf den Aufruf und wurde für vier Tage nach Dodoma geschickt. Die Reise beging er zusammen mit seiner Frau und seiner ersten Tochter.

In den 1970er-Jahren erreichte er auch in Deutschland Tausende mit seiner Botschaft.
Im Jahr 1975 trat er auf der großen von Billy Graham organisierten internationalen Jugendkonferenz Eurofest '75 in Brüssel auf.

Der für seine Brutalität bekannte Diktator Ugandas Idi Amin verfolgte ihn, so dass Kivengere das Land 1977 verlassen musste. Er schrieb das Buch Ich liebe Idi Amin, das sehr viel Aufsehen erregte. Festo Kivengere war davon überzeugt, dass die Liebe des Gekreuzigten auch dem Massenmörder Idi Amin gelte. Er erklärte: „Am Kreuz sagte Jesus: ‚Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.‘ So böse wie Idi Amin war, wie kann ich ihm gegenüber weniger tun?“ (Original Wortlaut: “On the cross, Jesus said, ‘Father, forgive them, because they don’t know what they are doing.’ As evil as Idi Amin was, how can I do less toward him?”)[2]

Nach der Flucht Amin's kehrte er nach Uganda zurück und predigte er vor allem Vergebung und Versöhnung und erreichte viele Menschen mit dem christlichen Glauben. Kivengere starb im Jahr 1988 an Leukämie.

Trivia[Bearbeiten]

Festo Kivengere hatte vier Töchter. Er nannte sie Peace (Frieden), Joy (Freude), Hope (Hoffnung) und Charity (Karitas).[3]

Publikationen (Deutsch)[Bearbeiten]

  • Ich liebe Idi Amin – Uganda heute: Triumph der Liebe mitten in Leiden und Verfolgung. Hänssler-Verlag, Neuhausen-Stuttgart
  • Wenn Gott handelt. Telos Verlag, Bad Liebenzell 1976, ISBN 3-85666-009-4 (formal falsche ISBN)
  • Liebe die den Haß besiegt. Brockhaus 1978, ISBN 3-417-20270-1, Tb. Bd. 270 1 110S.
  • Erneuerte Gemeinden: Berichte und Ansprachen von Bischof Festo Kivengere. Telos-Verlagsgruppe, Ulm 1975, 128 S., Paperback
  • Mein Leben soll sein Spiegel sein. R. Brockhaus Verlag, Wuppertal 1982, Paperback; 79 Seiten
  • Jesu Gnade genügt. Bibelarbeiten über den Epheserbrief. Phono- und Schriftenmission des Missionstrupps Frohe Botschaft, Grossalmerode 1976, Paperback; 116 Seiten

Quellen[Bearbeiten]

  1. Artikel über Festo Kivengere
  2. Festo Kivengere – Africa’s Apostle of Love
  3. Festo Kivengere’s ministry celebrated bei CMS

Weblinks[Bearbeiten]