Festool

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Festool
Logo der Festool GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1925 / GmbH 1. Januar 2000 / GmbH & Co. KG 10. August 2012 / GmbH seit 7. August 2014
Sitz Wendlingen am Neckar
Mitarbeiter rund 700
Umsatz 180 Mio. Euro (2004)
Branche Werkzeuge
Produkte Elektro- und DruckluftwerkzeugeVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website festool.de

Die Festool GmbH mit Firmensitz in Wendlingen am Neckar ist Hersteller von Elektro- und Druckluftwerkzeugen. Das Unternehmen wurde von Gottlieb Stoll und Albert Fezer 1925 unter dem Namen Fezer & Stoll gegründet.

Unternehmen[Bearbeiten]

Die Werkzeugsparte von Festo wurde 1992 in die Tochtergesellschaft Festo Tooltechnic GmbH & Co. ausgegliedert und zum 1. Januar 2000 aus dem Konzern herausgelöst und in die Festool GmbH überführt.

Der Produktionsstandort, der bereits dreimal zu den Preisträgern des Wettbewerbs „Fabrik des Jahres“ (2002, 2005 und 2008) und „Beste Fabrik“ (2011) gehörte, befindet sich bereits seit 1952 in Neidlingen.

Das Unternehmen hat eine Exportquote von 76 % und ist präsent in 68 Ländern, mit eigenen Tochtergesellschaften in 25 Ländern.[1]

Heute ist Festool zusammen mit Schneider, Tanos und anderen Firmen und Bereichen eine Marke der TTS Tooltechnic Systems AG & Co. KG.

Produkte[Bearbeiten]

Festool produziert ein komplettes Sortiment an Elektro- und Druckluftwerkzeugen für Holzhandwerker, Maler und Kfz-Lackierer – von Akkubohrschraubern über Handkreissägen, Stichsägen, Zug- und Kappsägen, Fräsen, Hobeln, Schleifer und Polierer bis hin zu Spezialsaugern.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde von Albert Fezer und Gottlieb Stoll im Jahr 1925 in Esslingen gegründet. Festo spezialisierte sich auf die Herstellung von Holzbearbeitungsmaschinen und revolutionierte den Markt mit seiner transportablen Kreissäge AS-70 und dem Elektro-Kettenstemmer ZB 140. Diese Maschinen ermöglichten das Arbeiten vor Ort, was bisher nicht möglich war. Stoll übernahm 1933 die Firmenanteile von Fezer und führte das Unternehmen unter dem Namen „Festo Maschinenfabrik Gottlieb Stoll“ weiter. 1951 entwickelte Festo den ersten „Rutscher“ (Schwingschleifer), er erleichtere die Oberflächenbearbeitung erheblich. In den 50er Jahren entstand in Neidlingen ein neuer Produktionsstandort, an dem bis heute produziert wird. In den 60er Jahren entwickelte Festo den ersten Schwingschleifer mit Absaugung, damit reagierte man auf die gesundheitlichen Risiken beim Schleifen von Komponentenspachtel auf Epoxydharz-Basis. 1971 verstarb Gottlieb Stoll und seine Söhne Kurt und Wilfried übernahmen die Firmenleitung. Die Brüder Stoll bauten neben der Elektrowerkzeugsparte den Unternehmenszweig Festo-Pneumatik auf. In den 70er Jahren expandierte das Unternehmen international und in allen europäischen Ländern und weltweit wurden Vertriebsstandorte gegründet. 10 Jahre später, in den 80er Jahren entschied das Unternehmen den Bereich Stationärmaschinen aufzugeben und sich auf handgeführte Elektrowerkzeuge und Systeme zu konzentrieren. Durch Absauggeräte und Absaugsysteme stärkte man das Bewusstsein der Handwerker für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. 1992 wurde aus der Werkzeugsparte der Festo KG die Festo Tooltechnic. 2000 war das Gründungsjahr der Festool GmbH und der Holding TTS Tooltechnic Systems. Mit diesem Schritt wurde die Werkzeugsparte aus dem Festo-Konzern ausgegliedert. Die Verwaltung der Festool GmbH und der neuen TTS Tooltechnic Systems zog von Esslingen nach Wendlingen, wo man das 1998 aufgegebene Firmengelände von Giddings & Lewis übernahm. Im Produktionswerk Neidlingen produzieren rund 300 Mitarbeiter die Festool-Geräte.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Festool – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  2. Haus der Geschichte Baden-Württemberg Dauerausstellung Die Geschichte Südwest-Deutschlands von 1790 bis heute (Stuttgart)