Festung von Kruja

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Festung von Kruja
Die Festung von Kruja von Nordwesten gesehen

Die Festung von Kruja von Nordwesten gesehen

Entstehungszeit: 12. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Ruine
Bauweise: Stein, Holz
Ort: Kruja
Geographische Lage 41° 30′ 25,2″ N, 19° 47′ 38,8″ O41.50699722222219.794108333333555Koordinaten: 41° 30′ 25,2″ N, 19° 47′ 38,8″ O
Höhe: 555 m ü. A.
Festung von Kruja (Albanien)
Festung von Kruja

Die Festung von Kruja (albanisch Kalaja e Krujës und Kështjella e Krujës) ist eine Festung (Spornburg) in der mittelalbanischen Stadt Kruja. Sie war das Zentrum der Kämpfe von Skanderbeg und seiner Liga von Lezha im Mittelalter Albaniens gegen das Osmanische Reich.

Die Burg liegt auf einem auf allen Seiten steil abfallenden Felsblock, der von Ost nach West wie das herumliegende Gelände leicht abfällt. Die Fläche der Anlage beträgt 2,25 Hektar, die Umfassungsmauer ist rund 800 Meter lang.[1]

Die Burg ist seit dem 4. oder 5. Jahrhundert bewohnt und wurde ab dem 12. Jahrhundert mit Mauern befestigt.[1] In der Folge sah sie diverse Besitzer, darunter die Thopia und ab 1415 die Osmanen.[2] Im Jahr 1443 übernahm Skanderbeg die Burg kampflos. Die Festung wurde drei Mal – 1450, 1466 und 1467 – von großen osmanischen Heeren belagert, bis sie beim vierten Mal im Jahr 1478, zehn Jahre nach dem Tod Skanderbegs, fiel.[2] Die Türken errichteten danach diverse Häuser im osmanischen Stil.[1]

Heute befindet sich auf dem Burgareal das Skanderbeg-Museum, ein Neubau aus den 1980er Jahren, ein Ethnographisches Museum und einige Restaurants. Nebst Überresten diverser Häuser, einer Kirche und Moscheen sowie dem Wehrturm am oberen Ende gibt es noch ein türkisches Bad und die Dollmatekke der Bektaschi am unteren Ende zu besichtigen. Einige der Häuser im unteren Teil sind noch immer bewohnt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Festung von Kruja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  Baki Dollma: Vende dhe ngjarje historike të Krujës e Kurbinit. „Dajti 2000“, Tirana 2006, ISBN 99943-815-6-3, S. 117 f.
  2. a b  Oliver Jens Schmitt: Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan. Friedrich Pustet, Regensburg 2009.