Fetești

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt Fetești im Kreis Ialomița, Rumänien. Für weitere Orte siehe Fetești (Begriffsklärung).
Fetești
Wappen von Fetești
Fetești (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Große Walachei
Kreis: Ialomița
Koordinaten: 44° 23′ N, 27° 50′ O44.37777777777827.83944444444420Koordinaten: 44° 22′ 40″ N, 27° 50′ 22″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 20 m
Fläche: 101,22 km²
Einwohner: 30.217 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 299 Einwohner je km²
Postleitzahl: 925100
Telefonvorwahl: (+40) 02 43
Kfz-Kennzeichen: IL
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Munizipium
Gliederung: 3 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Buliga, Fetești-Gară, Vlașca
Bürgermeister: Gheorghe Catrinoiu (PNL)
Postanschrift: Str. Călărași, nr. 554
loc. Fetești, jud. Ialomița, RO–925100
Webpräsenz:

Fetești ist eine Stadt im Kreis Ialomița, in der Walachischen Tiefebene, in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Fetești - Rumänien

Die Stadt Fetești liegt im südlichen Teil des Bărăgan – dem sogenannten Bărăganul Ialomiței –, am linken Ufer des Brațul Borcea, einem Nebenarm der Donau. Im Südosten des Kreises Ialomița gelegen, ist die Stadt an die rumänische Autobahn A2 zwischen Bukarest und Constanța angebunden und befindet sich somit 61 Kilometer von der Kreishauptstadt Slobozia entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort, früher ein rumänisches Hörigendorf, wurde erstmals 1528 urkundlich vom Fürsten Radu de la Afumați als Marktgemeinde erwähnt. 1868 wurde er zur Gemeinde und (nach unterschiedlichen Angaben) 1934[2] oder 1965[3] zur Stadt ernannt. 1995 erhält Fetești den Status eines Munizipiums (Municipiu).

Die Bezeichnung des Ortes leitet – sich der Sage nach – von „satul cu fete“ („das Dorf mit den Mädels“) ab mit der Begründung: „Die Schäfer des Bărăgans kamen zu diesem Ort, um ihre zukünftige Frau zu finden“.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Im Jahr 2002 wurden in der Stadt (nach unterschiedlichen Angaben) 33.294[4] oder 34.594[2] Einwohner registriert; am 1. Januar 2009 wurden – nach der Volkszählung von 2002 – auf dem Gebiet des Munizipiums ca. 3 % mehr Menschen gezählt.

Verkehr[Bearbeiten]

Außer der rumänischen Autobahn A2, befindet sich Fetești an der Nationalstraße (Drum național) DN 3B, einer Verbindungsstraße der Stadt Călărași (Kr. Călărași) – südwestlich von Fetești – mit der Europastraße 60 (51 km), nördlich von Fetești gelegen. Die Stadt ist auch Eisenbahnknoten der Bahnstrecken București–Constanța–Mangalia und Buzău–Fetești. Es gibt einen Flugplatz, den die Rumänischen Luftstreitkräfte als Fliegerhorst 86 nutzen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Anghel-Saligny-Brücke – auch Brücke König Carol I genannt –, wurde vom Architekten Anghel Saligny für die Eisenbahnstrecke von Fetești nach Cernavodă über die Donau und deren Borcea-Arm errichtet. An der 4087,95 Meter langen Fachwerkbrücke wurde fünf Jahre lang gebaut, bis diese am 26. November 1890 von König Carl I. eingeweiht wurde.[5]
  • Die Balta Ialomiței ist eine sumpfige Insel am Unterlauf der Donau zwischen dieser und dem Borcea-Arm.

Bilder[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Fetești geboren:

  • Ion Mihăilescu (* 1916), Fußballspieler
  • Ion Vlad (1920–1992), Bildhauer, seit 1965 aus Rumänien nach Paris ausgewandert.[6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fetești – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. a b Strategia de Dezvoltare a Municipiului Fetești 2010–2020 (PDF; 8,0 MB) „Strategische Entwicklung Feteștis, 2010–2020“ (28. Juli 2010), abgerufen am 9. August 2010 (rumänisch)
  3. a b Geschichte des Ortes auf der Website des Munizipiums Fetești, abgerufen am 9. August 2010 (rumänisch)
  4. Volkszählung 2002
  5. http://www.cfr.ro/CFR_new/Eng/poduri.htm (Version vom 2. April 2012 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt bei web.archive.org (englisch)
  6. Ion Vlad, bei www.romaniaculturala.ro (rumänisch)