Fettes Brot

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Fettes Brot
Fettes Brot 2006 in Köln
Fettes Brot 2006 in Köln
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hip-Hop
Gründung 1992
Website http://www.fettesbrot.de
Aktuelle Besetzung
Dokter Renz (Martin Vandreier)
MC
König Boris (Boris Lauterbach)
MC
Björn Beton (Björn Warns)
Ehemalige Mitglieder
MC
Mighty (Kok Göttmann)
MC
Matula (Tobi Tobsen)
Tour-Mitglieder
DJ Rabauke (Thomas Jensen) (1994–1998)
DJ exel. Pauly (Markus Pauli)

Fettes Brot ist eine deutsche Hip-Hop-Gruppe aus Hamburg. Ursprünglich stammen die Bandmitglieder aus Halstenbek, Schenefeld und Pinneberg im Kreis Pinneberg.[1]

Mitglieder[Bearbeiten]

  • Dokter Renz / Doc Renz – Martin Vandreier, geb. Schrader (* 23. Juli 1974 in Hamburg), weitere Künstlernamen: Speedy Konsalik, Rektor Donz
  • König Boris – Boris Lauterbach (* 18. Juni 1974 in Hamburg), weitere Künstlernamen: Kay Bee Baby, Mister Orient, Long Leg Lauterbach, Rock’n’Roll Coseng, Der Typ, der den Müll nicht runterbringt, Saufekanzler sowie Der König tanzt
  • Björn Beton – Björn Warns (* 20. Mai 1973 in Pinneberg), weitere Künstlernamen: Schiffmeister, Das Ding der Unmöglichkeit und Flash Müller

Zeitleiste: Bandmitglieder[Bearbeiten]

Biografie[Bearbeiten]

Fettes Brot v.l.n.r.: Dokter Renz, König Boris, Björn Beton (November 2008)
Fettes Brot bei Rock am Ring 2013

Poets Of Peeze und Bandgründung (1992–1994)[Bearbeiten]

Als sich 1992 die englisch rappende Hip-Hop-Band Poets Of Peeze auflöste, gründeten die drei Mitglieder Dokter Renz, Mighty und Tobi Tobsen zusammen mit König Boris und Schiffmeister in Pinneberg eine neue Band. Der ursprünglich anvisierte Bandname Boris & The Callboys[2] wurde wieder fallengelassen zugunsten des Namens Fettes Brot.

Die Brüder Schmidt (Mighty & Tobi Tobsen) verließen die Formation kurz nach der Gründung wieder, um andere Wege zu verfolgen, so dass die erste Platte von Fettes Brot, die EP Mitschnacker, über Yo Mama Records als Trio veröffentlicht wurde. Zuvor waren bereits im Jahr 1993 die Titel „Schwarzbrot – Weißbrot“ und „Schule der Gewalt“ auf dem schleswig-holsteinischen Sampler „Endzeit 93“ des Independent-Labels Wilde Welt Records erschienen. Schiffmeister war von 1994 bis 1995 Moderator beim ersten deutschen Hip-Hop-Fernsehmagazin Freestyle, das bei VIVA lief.

Das Indie-Hip-Hop-Label MZEE veröffentlichte 1995 den Hip-Hop-Sampler Die Klasse von ’95 mit diversen Acts aus Deutschland. Sie veröffentlichen auch eine gemeinsame Single Die krasse Klasse / Hip Hop und Rap und gingen in Deutschland auf Tour. Bis dahin waren sie nur in Jugendzentren und auf Jams aufgetreten.

Nordisch by Nature und Jein (1995–1997)[Bearbeiten]

Der kommerzielle Erfolg stellte sich mit der zur Hymne ausgearteten Single Nordisch by Nature und dem dazugehörigen Album Auf einem Auge blöd ein. Vom Erfolg überrascht und aufgrund der Gefahr, auf Dauer alleine mit diesem Song identifiziert zu werden, entschied sich die Band dazu, die Single nach fast einem Jahr vom Markt zu nehmen. Das Trio war technisch gereift und präsentierte sich auf ihrem ersten Album vielseitig und betont humorvoll. Die Gewohnheit der drei Rapper, Geschichten zu erzählen und innerhalb der Strophen die Zeilen untereinander aufzuteilen, ließ sich hier bereits erkennen.

Ein Jahr danach, 1996, konnte Fettes Brot mit ihrem Lied Jein, dessen Refrain fragte „Soll ich's wirklich machen oder lass ich's lieber sein?“, im deutschsprachigen Raum dann endgültig einen festen Platz einnehmen. Weitere Singles des Nachfolgeralbums „Außen Top Hits, innen Geschmack“ erwiesen sich ebenfalls als erfolgreich. Dendemann (damals noch bei den Armen Rittern) hatte hier seine ersten kleinen Auftritte; die Zusammenarbeit bei dem Lied Wildwechsel, gemeinsam mit u. a. Max Herre, Blumentopf, Spax und Der Tobi & das Bo wurde zu einem der bekanntesten Lieder. Die Band war zu dieser Zeit auch anderweitig aktiv, da sie von 1996 bis 1998 unter anderem eine eigene wöchentliche Radiosendung namens Forellentee bei Radio Fritz moderierten.

Die drei ??? und James Last (1998–2000)[Bearbeiten]

Teilweise wurde es musikalisch etwas ruhiger um Fettes Brot. Die drei Künstler probierten neuartige Dinge wie beispielsweise eine Hörspielproduktion aus. 1998 wirkten Fettes Brot in der Hörspielserie Die drei ??? (Folge 79: Im Bann des Voodoo) mit.

Zurückgezogen in ein geheimes „Trainingslager“ produzierten Fettes Brot in der Nähe von Hamburg ein neues musikalisches Werk, welches den Namen Fettes Brot lässt grüssen trug und Anfang Oktober 1998 veröffentlicht wurde. Mit diesem Album beschritt das Trio erstmals neue Wege mit nicht am Hip-Hop orientierten Musikstücken, woran von einigen Seiten Kritik geäußert wurde. Viele Wege führen nach Rom oder Lieblingslied waren erfolgreiche Single-Auskopplungen, ein großer Hit wie bei den beiden Vorgängeralben blieb aber aus.

In Kooperation mit James Last komponierten sie Ruf mich an. Danach (1999) verabschiedeten sich die Drei in eine kreative Pause. In dieser Pause verließ sie auch ihr langjähriger DJ Rabauke, um sich seiner eigenen Band Eins Zwo zu widmen. Einige Monate später nahmen sie DJ exel. Pauly als ihren neuen DJ in die Band auf. Den Fans wurde 2000 das Warten erleichtert, und sie veröffentlichten mit Fettes Brot für die Welt eine Zusammenstellung der B-Seiten, Remixe und exklusiven Produktionen. Die Beginner sowie Smudo von den Fantastischen Vier nahmen je ein Lied von Fettes Brot neu auf. Mit der Vorab-Single Da draußen kehrten sie erfolgreich zu ihren Wurzeln, dem Rap, zurück.

Schwule Mädchen und Amnesie (2001–2003)[Bearbeiten]

Im Herbst 2001 erschien das vierte reguläre Album von Fettes Brot. Die Drei markierten einen kleinen Neuanfang mit dem Albumtitel Demotape und der Präsentation neuer alternativer Pseudonyme. Spätestens mit den Singles Schwule Mädchen und The Grosser ist eine klare musikalische Kategorisierung von Fettes Brot nicht mehr möglich. Daneben präsentierten sie aber in Zusammenarbeit mit Skunk Funk die pure Hip-Hop-Single Fast 30.

Im Herbst 2002 veröffentlichten sie zum zehnjährigen Bandjubiläum die Greatest-Hits-Kompilation Amnesie - 16 Singles und Videos gegen das Vergessen mit DVD, auf der ein Kurzfilm mit den Broten zu finden ist, sowie die komplette Bandgeschichte in Wort und Bild (alle Singles, Backstage-Material, Making-ofs, etc.). Außerdem erschienen drei weitere Singles: 2002 die Single Welthit, die auch auf ihrer Best-of-CD zu finden ist. Das 2003 erschienene Rio-Reiser-Cover Ich bin müde schaffte es in die TV-Rotation. Mit dem als legaler MP3-Download erhältlichen Collabo-Track Tanzverbot (limitiert auch auf CD/Vinyl erschienen) schimpften sie im Zuge der Hamburger Bambule-Proteste zusammen mit Bela B. auf den damaligen Hamburger Innensenator Ronald Schill. In dieser Zeit waren sie einige Male auf Tour im Ausland für das Goethe-Institut unterwegs. Im Dezember 2003 ging ein langjähriger Traum in Erfüllung, als Vorband der Ärzte gingen sie gemeinsam auf Tour.

Am Wasser gebaut und eigenes Label (2004–2006)[Bearbeiten]

2004 gründeten sie ihr eigenes Label die „Fettes Brot Schallplatten GmbH“.

Bei ihrem „Comeback“ 2005 erreichten Fettes Brot beim Bundesvision Song Contest mit dem Song Emanuela den 2. Platz. Wenige Tage später am Valentinstag erschien die Single Emanuela dann auch offiziell und stieg in den deutschen Singlecharts bis auf Platz 3, in Österreich schaffte man es auf Platz 1. Am 21. März 2005 erschien ihr bisher erfolgreichstes Album Am Wasser gebaut. Es wurde nicht mehr soviel gerappt, das Album war insgesamt soullastiger als seine Vorgänger.

Die zweite Singleauskopplung aus Am Wasser gebaut wurde An Tagen wie diesen, welche in Zusammenarbeit mit Pascal Finkenauer entstand. Das dazugehörige Video, in welchem auch Finkenauer und DJ exel. Pauly mitspielen, soll „den Alltag der Jungs widerspiegeln“; allerdings fahren in dem Video Panzer statt Autos durch die Straßen, womit ein „Eindringen von Krieg in den friedlichen Alltag in der Bundesrepublik durch die Medien“ dargestellt werden soll und dass man auch „Teil einer gewaltbereiten Welt“ ist.

Am 6. Oktober 2005 wurden die drei Rapper zum ersten Mal zweifach mit dem Comet ausgezeichnet: In den Kategorien „Beste Band“ und „Bester Song“ (Emanuela). Nominiert waren sie unter anderem auch für das „Beste Video“ und „Erfolgreichster Download“ (Emanuela).

Den Abschluss der großen „Am Wasser gebaut“-Tour feierten Fettes Brot am 22. Dezember 2005 in der ausverkauften Color Line Arena in Hamburg vor über 14.500 Zuschauern (das größte Konzert ihrer Karriere). Das Konzert wurde live von MTV und zahlreichen Radiosendern (u. a. Fritz, 1Live) übertragen.

Die dritte Single wurde Soll das alles sein und erschien Anfang 2006. Das Video wurde in England gedreht. Ebenso Anfang 2006 erhielten sie einen Echo. Im selben Jahr erschien noch die Single Fussball ist immer noch wichtig mit den Gastsängern Bela B., Carsten Friedrichs (von der Band „Superpunk“) und Marcus Wiebusch (von „Kettcar“).

Bette Frost und Strom und Drang (2006–2009)[Bearbeiten]

2006 tourten Fettes Brot mit einer elfköpfigen Band bei der unter anderem Pascal Finkenauer Gitarre spielte, quer durch den deutschsprachigen Raum. Danach legten sie 2007 nach zwei Jahren unermüdlichen Tourens eine längere Auftrittspause ein, um das neue Album aufzunehmen. Im Dezember 2007 gingen sie mit Band unter dem Anagramm Bette Frost (seit Anfang 2007 das MySpace-Pseudonym der Band[3]) auf Inkognito-Clubtour und stellten auf neun exklusiven Konzerten live das neue Album Strom und Drang vor. Am 15. Februar 2008 erschien daraus die Vorab-Single Bettina, zieh dir bitte etwas an, gefolgt vom dazugehörigen Album am 14. März 2008. Als zweite Single wurde Erdbeben am 6. Juni 2008 veröffentlicht. Die dritte Single Ich lass dich nicht los erschien Ende September. Ende Februar erschien mit Das allererste Mal sogar die vierte Single des Albums, allerdings erst einmal nur digital.

Fettes und Brot (2009–2010)[Bearbeiten]

Nach einer Festivaltour im Jahr 2009 begaben sich Fettes Brot wieder ins Studio, diesmal allerdings nicht, um ein neues Album aufzunehmen, sondern um die Songs für ein geplantes Livealbum auszuwählen. Am 26. Februar 2010 erschienen mit Fettes und Brot gleich zwei eigenständige Livealben an einem Tag, die in den Charts bis auf Platz 4 und 6 gelangten. Bereits zwei Wochen vor der Veröffentlichung erschienen die beiden Vorab-Singles Jein und Kontrolle.

Auf einer zweiteiligen Tour im Mai und Dezember durch den deutschsprachigen Raum nahmen sie die Bands Die Orsons und Kraftklub als Support mit. Im Juli erschien mit Falsche Entscheidung die dritte Single. Die beiden limitierten Livealben wurden im Oktober als ein Best-Of Live Album unter dem Namen Fettes/Brot veröffentlicht. Außerdem gab die Band im November 2010 ein Konzert in Amsterdam (Niederlande). Grund hierfür war die Veröffentlichung der vierten und damit letzten Single Amsterdam, anlässlich derer 500 Fans aus ganz Deutschland per Gewinnspiel im Internet und Radio exklusive Tickets gewinnen konnten.

Ende des Jahres bekamen sie den Hamburger Musikpreis HANS für Herausragende Künstlerentwicklung sowie die 1Live Krone in den Kategorien Bester Live-Act und Beste Band. Unter dem Namen Fettes / Brot - Karaoke Im Akkord wurde im Dezember ein Songbook mit Bildern sowie allen Texten und Akkorden ihrer beiden Livealben veröffentlicht.

Bandpause und Solokarriere (2011–2012)[Bearbeiten]

Die Band gab Ende 2010 bekannt, eine Livepause auf unbestimmte Zeit einzulegen, da sich die Mitglieder erst einmal auf andere Projekte konzentrieren wollen. Eines davon, das Soloprojekt Der König tanzt, wurde von König Boris mit der Veröffentlichung des Lieds „Alles dreht sich“ und des zugehörigen Videos am 2. März 2012 gestartet.[4] Björn Beton ist als DJ und Teil des Duos The Botaniks tätig.[5]

Comeback (2012–heute)[Bearbeiten]

Oktober 2012 gab die Band die ersten Live-Termine nach der Pause bekannt. Am 18. November 2012 spielte sie ein DJ-Set unter dem Pseudonym Schwule Mädchen Soundsystem als Support für Der König tanzt, 2013 spielte sie bei Rock am Ring und Rock im Park. Am 1. November 2013 wurde das siebte Studioalbum mit dem Namen 3 is ne Party veröffentlicht, das sie auf Club-Konzerten in Hamburg und Berlin sowie am 6. Dezember im Bonner Basecamp präsentierten.[6] Ihre gleichnamige Tour begann am 28. Dezember 2013 in Köln.

Pseudonyme[Bearbeiten]

Sven, Sven und Sven[Bearbeiten]

Nachdem die Band 1996 bei der "Spiel mir das Lied vom Brot-Tour" in vielen großen Hallen gespielt hatte, wollten die drei wieder in kleinen Clubs spielen. Unter den Namen "Sven, Sven & Sven" tourten sie im November 1996 inkognito durch diverse Städte im deutschsprachigen Raum.

Schwule Mädchen Soundsystem[Bearbeiten]

Dieses Pseudonym nehmen Fettes Brot seit 2001 an, wenn sie auf Partys hinter den Plattenspielern stehen, um Musik aufzulegen, beispielsweise bei After Show Partys, Benefizveranstaltungen (Viva con Agua) oder in verschiedenen Clubs in Hamburg.

D.O.C.H.![Bearbeiten]

Fettes Brot veröffentlichten 2006 unter dem Pseudonym D.O.C.H.! Punk-Songs. Deren Anfänge wurden von einem großen PR-Gag begleitet: Bereits im Januar 2006 kündigten Fettes Brot an, mit ihrem Label die „Power-Pop“-Band D.O.C.H.! unter Vertrag zu nehmen. Es handele sich dabei um drei 17-jährige Berliner mit Namen Boy, Paolo und Typ. Es folgten Meldungen über eine erste Single-Veröffentlichung und eine Ungarn-Tour im April sowie über die Veröffentlichung des Albums im September. Als die Single „Was in der Zeitung steht“ erstmals in Radio und Musik-Fernsehen gespielt wurde, stellte sich heraus, dass es sich dabei um dasselbe Lied handelt, das bereits auf der Maxi-CD „An Tagen wie diesen“ von Fettes Brot als B-Seite zu hören war. Nebenbei war der Song auch auf dem Soundtrack zum PC- und Konsolenspiel FIFA 07 vertreten. In beiden Fällen wird es von Dokter Renz gesungen. Auch die Website der Gruppe[7] sowie die dortigen Fotos erwiesen sich als Fälschung, als diese auf anderen Internet-Seiten wiedererkannt wurden. Bei einem Auftritt in der MTV-Sendung TRL am 9. Mai 2006 behaupteten die drei vermeintlichen D.O.C.H.!-Protagonisten dennoch standhaft, Fettes Brot habe den Song von ihnen gestohlen, und er sei definitiv von ihnen geschrieben worden.

Kurz vor der angeblichen Veröffentlichung des Albums wurde auf der offiziellen Webseite von D.O.C.H.! und Fettes Brot eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der bestätigt wurde, dass es sich bei D.O.C.H.! um eine Fälschung handelt. Das angekündigte Album ist nie erschienen.

Bette Frost[Bearbeiten]

Im Oktober 2007 kündigte die Band nach zehnmonatiger Livepause eine Tour für den Dezember an, um ihr neues Album "Strom und Drang" (VÖ 03/2008) dem Livepublikum vorzustellen. Da es sich um eine kleine Clubtour handelte, gingen sie unter dem Namen Bette Frost (Anagramm von Fettes Brot) in neun Städten auf Tour. [8]

Schreck Pistols[Bearbeiten]

Bei einem Konzert in der Colorline Arena 2008 in Hamburg spielten die Drei mit ihrem Manager Rafael Mans unter dem Namen Schreck Pistols als eigene Vorband verschiedene Coversongs. Die Band spielte 2009 auf zwei Benefizveranstaltungen in Hamburg und Berlin. [9]

Brote Flora[Bearbeiten]

Im November 2013 spielte Fettes Brot im autonomen Zentrum Rote Flora, um es zu unterstützen. Der Eigentümer Kretschmer sprach der Band ein Hausverbot aus.[10][11][12] Kretschmer hatte der Band zuvor angeboten, die Räumlichkeiten „gegen eine Nutzungsgebühr“ von 5000 Euro in Anspruch zu nehmen, was die Band jedoch ablehnte.[13] Am 2. November 2013 reichte Kretschmer eine Anzeige wegen „der drohenden Straftat eines Hausfriedensbruchs“ ein.[14] Zum Konzert am 3. November 2013, das mit einer Videoprojezierung auf die Wand des Nachbargebäudes auch draußen übertragen wurde, kamen 2000 Menschen.[15] Am selben Tag reichte Kretschmer eine Anzeige gegen die Band wegen „schweren Hausfriedensbruchs“ ein.[16]

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Fettes Brot/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen [17] Anmerkung
DeutschlandDeutschland OsterreichÖsterreich SchweizSchweiz
1995 Auf einem Auge blöd 29
(26 Wo.)
22
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. April 1994
1996 Außen Top Hits, innen Geschmack 10
(15 Wo.)
21
(7 Wo.)
14
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 1996
1998 Fettes Brot lässt grüssen 9
(15 Wo.)
30
(4 Wo.)
27
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Oktober 1998
2001 Demotape 11
(38 Wo.)
28
(7 Wo.)
49
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Oktober 2001
2005 Am Wasser gebaut 4
(38 Wo.)
9
(15 Wo.)
23
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. März 2005
Verkäufe: + 100.000
2008 Strom und Drang 3
(24 Wo.)
9
(10 Wo.)
14
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. März 2008
2013 3 is ne Party 3
(… Wo.)
20
(5 Wo.)
19
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. November 2013

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1LIVE Krone
    • 2000: Bestes Album (Fettes Brot für die Welt)
    • 2005: Beste Single (Emanuela)
    • 2008: Beste Single (Bettina)
    • 2010: Bester Live-Act
    • 2010: Beste Band
  • Bravo Otto
    • 2001: Hip-Hop National in Silber
    • 2002: Hip-Hop National in Bronze
    • 2005: Hip-Hop National in Gold
  • Comet
    • 2005: Beste Band
    • 2005: Bester Song (Emanuela)
  • ECHO
    • 1996: Erfolgreichste deutsche Nachwuchsband
    • 2006: Hip-Hop/R&B National
  • GQ
    • 2005: Man of the Year 2005 als Beste Musiker

Literatur[Bearbeiten]

  • Fettes Brot: Fettes / Brot - Karaoke Im Akkord Bosworth Musikverlag, 2010, ISBN 3-86543-596-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fettes Brot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.fettesbrot.de/fb/?p=960
  2. OK Pur September 1993
  3. http://www.myspace.com/bettefrost
  4. http://www.derkoenigtanzt.com/
  5. http://www.thebotaniks.com/
  6. Fettes Brot feierten mit 200 Gästen eine Party general-anzeiger-bonn.de vom 7. Dezember 2013
  7. http://www.doch-online.de/
  8. http://www.definition-von-fett.de/10-2007/bette-frost-auf-tour/
  9. http://www.fettes-brot-ist-doof.de/2008/12/06/fettes_brot_colina/
  10. Fettes Brot: Der Auftritt in der Flora ist ein Statement mopo.de vom 29. Oktober 2013
  11. Rote-Flora-Eigentümer droht „Fettes Brot“ mit Anzeige abendblatt.de vom 1. November 2013
  12. 'Eigentümer droht mit Polizei taz.de vom 1. November 2013
  13. "Rote Flora"-Eigentümer erteilt "Fettes Brot" Hausverbot! mopo.de vom 1. November 2013
  14. stern.de: Wirbel um geplantes Fettes-Brot-Konzert in „Roter Flora“
  15. Trotz Hausverbots: 2000 Besucher bei Fettes Brot-Konzert abendblatt.de vom 3. November 2013
  16. Strafanzeige gegen „Fettes Brot“', mopo.de vom 6. November 2013
  17. Chartquellen: DE AT CH
  18. RSH-Gold Verleihung 1996