Feuerkäfer

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Dieser Artikel behandelt die als Feuerkäfer bezeichnete Familie Pyrochroidae, für weitere Bedeutungen des Begriffs siehe Feuerkäfer (Begriffsklärung)
Feuerkäfer
Scharlachroter Feuerkäfer (Pyrochroa coccinea)

Scharlachroter Feuerkäfer (Pyrochroa coccinea)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Teilordnung: Cucujiformia
Überfamilie: Tenebrionoidea
Familie: Feuerkäfer
Wissenschaftlicher Name
Pyrochroidae
Latreille, 1807
Larve des Scharlachroten Feuerkäfers (Pyrochroa coccinea)
Rotköpfiger Feuerkäfer

Die Feuerkäfer oder Kardinäle (Pyrochroidae) sind eine Familie der Käfer, zu der weltweit etwa 140 Arten gehören. In Europa kommen acht Arten vor,[1] drei von ihnen sind auch in Mitteleuropa vertreten. Ihren Namen verdankt diese Käferfamilie der auffälligen Rotfärbung vieler ihrer Arten. Im Volksmund wird die Bezeichnung Feuerkäfer oft fälschlicherweise für die Feuerwanze gebraucht.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Feuerkäfer werden 3 bis 20 Millimeter lang und haben einen flachen und langgestreckten, aber trotzdem breiten Körper. Er ist meist auffällig rot bis ziegelrot gefärbt, die Körperoberseite ist dabei fein behaart. Der Kopf der Tiere ist groß und flach und an der Basis eingeschnürt, die Schläfen sind deutlich erkennbar. Der Halsschild ist etwas schmaler als die Deckflügel und hat eine abgerundete Form. Auf ihm kann man Eindrücke und eine feine Mittelfurche erkennen. Die Deckflügel sind hinten verbreitert und weisen bei manchen Arten Längsrillen auf. Die Fühler sind kurz bis etwa körperlang, haben elf Glieder und sind bei den Männchen ab dem dritten Glied gekämmt, bei den Weibchen komplett gesägt. Die Beine haben vorne und in der Mitte fünf, hinten vier Tarsenglieder. Das vorletzte Tarsenglied ist herzförmig.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Tiere leben in Laubwäldern und am Waldrand. Man findet sie vor allem auf Blüten und Totholz. In Mitteleuropa fliegen sie von Mai bis Juni.

Lebensweise[Bearbeiten]

Die Imagines ernähren sich bevorzugt von süßen Säften, beispielsweise von Honigtau von Blattläusen oder Baumsäften, sie fressen aber selten. Die Larven, die eine stark abgeflachte Körperform haben, leben unter Rinde entweder in selbst angelegten, oder fremden Gängen. Viele Arten leben räuberisch von anderen Insekten bzw. deren Larven, die meisten ernähren sich aber, anders als in vielen Quellen behauptet, von Pilzen. Ihre Entwicklung dauert zwei bis drei Jahre, die Verpuppung erfolgt in einer Puppenwiege zwischen dem Holz und der Rinde. Da Feuerkäferlarven unter anderem Borkenkäferlarven vertilgen, gelten sie als Nützlinge.

Manche Arten können durch Cantharidin angelockt werden, einige fliegen nachts ans Licht, oder lassen sich durch vergorene Früchte locken.

Arten (Mitteleuropa)[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPyrochroidae. Fauna Europaea, abgerufen am 12.05.2007.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jiři Zahradník, Irmgard Jung, Dieter Jung et al.: Käfer Mittel- und Nordwesteuropas. Parey, Berlin 1985, ISBN 3-490-27118-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Feuerkäfer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien