Feuerwehr München

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Feuerwehr München
Wappen von München Amt der Stadt München
Branddirektion / Feuerwache 1
Branddirektion / Feuerwache 1
Berufsfeuerwehr
Gründungsjahr: 1879
Standorte: 10
Mitarbeiter: 1.715 (Stand 2011)
Freiwillige Feuerwehr
Gründungsjahr: 1866
Abteilungen: 21
Aktive Mitglieder: ca. 800
www.feuerwehr.muenchen.de
Fahrzeug (HLF) der Münchner Feuerwehr im Einsatz im Umfeld des Oktoberfestes

Die Feuerwehr München ist eine Öffentlich-rechtliche Feuerwehr, als kommunale Behörde wird sie auch als Branddirektion bezeichnet. Diese ist wiederum Teil (Hauptabteilung IV) des Kreisverwaltungsreferates. Die Feuerwehr München besteht aus einer Berufsfeuerwehr, die zehn Feuerwachen (FW) unterhält und etwa 70.000 Einsätze (davon ca. 70 % im Rettungsdienst) jährlich bewältigt, sowie einer Freiwilligen Feuerwehr, deren ca. 800 Mitglieder in 21 Abteilungen gegliedert sind und etwa 2.600-mal pro Jahr alarmiert werden. Damit ist sie die größte kommunale Feuerwehr Deutschlands.[Anm. 1] Die einzelnen Feuerwachen und Feuerwehrhäuser sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt, um die Hilfsfrist von zehn Minuten überall einhalten zu können.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorläufer

Wie bei den meisten Feuerwehren in Deutschland wurden die ersten Einheiten von Turnvereinen gegründet. 1848 stellte sich eine Turnerschaft als freiwillige Turnerfeuerwehr in den Dienst der Stadt. Aufgrund der politischen Gesamtlage (Revolution 1848) und den damit allgemein vorherrschenden Vorbehalten gegen Vereinen wurde diese 1850 wieder aufgelöst.

Gründung

Nach mehreren Anläufen, insbesondere in den 1860er Jahren, welche vor allem aus finanziellen Gründen scheiterten, wurde am 10. September 1866 auf Wirken von Julius Knorr, J. B. Sartorius und Stadtbaurat Arnold Zenetti die Freiwillige Feuerwehr München gegründet. Ein schweres Brandunglück vom 9. Juli 1866 im Haus Nr. 10 an der Schützenstraße (heute Dachauer Straße 40) und der festgestellte Mangel an notwendigen Schubleitern waren das schwerwiegendste Argument, welches die Stadt zum Handeln zwang. Erster Kommandant war der Baumeister Reinhold Hirschberg. Im damaligen Stadtgebiet standen sieben Feuerwachen zur Verfügung.

Bis 1900

Durch die Eingemeindung von Nachbargemeinden (heutigen Stadtteilen) wuchs München und damit auch die Feuerwehr ständig an. So wurde z. B. 1877 Sendling Teil der Landeshauptstadt. Die bereits vorhanden Feuerwehren wurden als sogenannte Kompanien (Sendling VI. Kompanie) in die Münchner Feuerwehr integriert (siehe auch Abt. Sendling; unten). Bereits 1870 wurde auf Grund der schnell wachsenden Bevölkerung eine ständig besetzte Nachtwache in München eingerichtet und der Freiwilligen Feuerwehr zugeordnet. Acht Jahre später beschloss die Stadt München eine ständig besetzte Wache einzurichten. Somit wurde am 1. Juli 1879 die Berufsfeuerwehr München gegründet, ihre damalige Hauptwache war am Heumarkt (dem späteren St.-Jakobs-Platz) untergebracht.

1900 bis 1945

Gedenkmedaille der VIII. Kompanie der Freiwilligen Feuerwehr München aus dem Jahr 1912; verliehen an verdiente Gründungsmitglieder

Im Jahr 1904 bezog die Berufsfeuerwehr die neue und bis heute bestehende Hauptfeuerwache an der Blumenstraße (Heute "An der Hauptfeuerwache"). Bis Ende 1913 waren alle Pferdegespanne bei der Feuerwehr München abgeschafft und es wurde vollkommen auf Fahrzeuge mit Benzinmotoren umgestiegen. Damit war München die erste Stadt, die ihren Feuerwehr-Fuhrpark vollständig automobilisiert hatte. Im Zuge der Motorisierung wurden die bis dorthin entstandenen 13 Kompanien der Freiwilligen Feuerwehr in 6 Abteilungen zusammengelegt. Bis Ende 1921 hatte die Freiwillige Feuerwehr 471 aktive Mitglieder.

Zwischen den Kriegsjahren wurden weitere Gemeinden um München herum eingemeindet und auch deren Feuerwehren wurden in die Freiwillige Feuerwehr München eingegliedert. Somit entwickelte sich nur eine Freiwillige Feuerwehr in München, die mehrere Standorte unterhielt. Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte die Freiwillige Feuerwehr eine Personalstärke von 1300 Mann.

Nach 1945

Das dichte Netz aus Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr, welches im Innenstadtraum vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden war, wurde durch die Besatzungsmächte aufgelöst z. B. der Löschzug 3 / Kompanie 6 (Löschzug Laim). Erst 1947 gelang auch durch Unterstützung der Berufsfeuerwehr der Wiederaufbau. In dessen Folge wurden einige Abteilung direkt wieder gegründet (mehr oder weniger weitergeführt) andere wie z. B. die Abt. Waldtrudering (1957) wurden erst viel später wieder aufgebaut. Auch entstanden neue Abteilungen wie etwa Sendling (näheres siehe unten) oder die Abteilung Stadtmitte (1967 gegründet als Löschzug Stadtmitte), welche vor dem Krieg existierende Einheiten ersetzten oder neu gliederten.

1972 wurde in München im Zuge der Olympischen Sommerspiele 1972, die stille Alarmierung eingeführt, bis dahin wurde die Freiwillige Feuerwehr mit einer Sirene auf den Dächern der Feuerwehrhäuser alarmiert. Seit den 1990er Jahren wird die Freiwillige Feuerwehr zu allen Notfalleinsätzen (bei denen die gesetzliche Hilfsfrist gilt) gleichzeitig mit der Berufsfeuerwehr alarmiert.

Ende der 1970er Jahre wurde in einer Kooperation zwischen der Berufsfeuerwehr München und dem Feuerwehrfahrzeughersteller Magirus-Deutz eine neuartige Drehleiter-Bauform entwickelt, die sog. niedere Bauart. Das ab 1980 in Serie gebaute und von der Feuerwehr München in 12 Exemplaren bestellte Fahrzeug hatte eine Bauhöhe von lediglich 2,85 Metern und war damit deutlich niedriger als herkömmliche Drehleitern mit Bauhöhen zwischen 3,20 und 3,30 Metern. Damit konnten niedrige Tordurchfahrten und Hinterhöfe erreicht werden, für die herkömmliche Drehleiterfahrzeuge zu hoch waren. Durch eine Fahrzeugbreite von nur 2,40 Metern ergab sich auch eine gute Wendigkeit.

Münchner HLF (Atego 1429)

Ende der 1980er Jahre wurden alle Löschzüge und Halblöschzüge der Freiwilligen Feuerwehr München in Abteilungen umbenannt z. B. von Löschzug Michaeliburg in Abteilung Michaeliburg. Mit der Beschaffung der 21 LF 16/12 wurde zum ersten Mal für die FF ein eigenständiges Fahrzeug beschafft, das auch alleine für einen Erstangriff bei Brand- oder THL-Einsätzen eingesetzt werden konnte. 2010 wurde erstmals in München insgesamt 58 einheitliche Hilfeleistungslöschfahrzeuge 20/16 für die Freiwillige- sowie für die Berufsfeuerwehr beschafft.

Zukünftig

Die teilweise aus den 1970er Jahren stammenden Feuerwachen und Feuerwehrhäuser sollen im Zuge eines weitreichenden Renovierungsprogrammes überholt werden. Außerdem werden dringend benötigte Neubauten[1], wie z. B. die Feuerwache 4 (voraussichtlich 2015) entstehen (siehe auch Feuerwache 4; unten). Aufgrund der schnell wachsenden Gebiete im Münchner Westen und der ungünstigen Lage mehrerer Wachen wird es in München zur Verlegung bzw. dem Neubau von insgesamt 5 Feuerwachen kommen. Da zwei bestehende Wachen auf gesplittet werden sollen, wird es dann voraussichtlich ab 2020 insgesamt 12 Standorte der Berufsfeuerwehr im Stadtgebiet geben.[2]

mehr zur Geschichte hier

Berufsfeuerwehr[Bearbeiten]

Fahrzeugaufschrift

Die Hauptlast der Einsätze übernimmt in München die Berufsfeuerwehr. Diese besteht aus etwa 1800 Beamten. Tagtäglich sind 300 Beamte auf den zehn Feuer- und neun Notarztwachen in 24h Schichten in ständiger Alarmbereitschaft. Sie leisten pro Jahr knapp 4.000 Brandeinsätze, 18.000 technische Hilfeleistungseinsätze und darüber hinaus über 39.000 rettungsdienstliche Einsätze. Hinzu kommen zahlreiche Einsätze und Arbeiten von Spezialgruppen, die sich ebenfalls aus der Berufsfeuerwehr rekrutieren. Diese stammen etwa aus dem Bereich der Wasserrettung, des Umweltschutzes, der Höhenrettung, des Notarztdienstes, des Zivil- und Katastrophenschutzes, sowie der Gefahrenprophylaxe. Außerdem betreibt die Berufsfeuerwehr eine Notfall-Druckkammer und hat jedes ihrer Hilfeleistungslöschfahrzeuge auch für den Einsatz als First Responder-Fahrzeug ausgerüstet.
In München unterhält die Berufsfeuerwehr zehn Feuerwachen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind und in denen auch die Spezialeinheiten untergebracht sind. Neben den Aufgaben des abwehrenden Brandschutzes erfüllen die restlichen ca. 900 Beamte, die nicht im Schichtdienst arbeiten (sog. Tagesdienstbeamte), neben Verwaltungsdienst und Arbeiten in den eigenen Werkstätten, die Aufgaben und Tätigkeiten des vorbeugenden Brandschutzes[3].

Standard-Löschzug[Bearbeiten]

Der Standard-Löschzug[4][5] der Feuerwehr München besteht aus einem Einsatzleitwagen 1, zwei HLF (Münchner Bauart/Spezifikation[6]), einer Drehleiter mit Korb 23/12, sowie einem Rettungswagen. Die Sollstärke des Löschzuges beträgt somit 1/2/15/18 bzw. 16 gemäß AGBF, wenn man die RTW-Besatzung nicht als Feuerwehreinheit ansieht.

Feuerwache 1 – Hauptfeuerwache/Branddirektion[Bearbeiten]

Die Hauptfeuerwache (48.132711.5695) wurde am 11. Juli 1904 als Ersatz des zu kleinen Zentralfeuerhauses, das 25 Jahre lang von der Berufsfeuerwehr verwendet wurde, eingeweiht. Ihr damaliges Aussehen wurde, abgesehen von kleineren Renovierungen, bis heute nicht verändert. Die Hauptfeuerwache ist zugleich Sitz der Branddirektion des Kreisverwaltungsreferates und zudem der Feuerwache (FW) 1. Dieser obliegt die Führung der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr, des Katastrophen- und des Zivilschutzes in der Stadt München. Daneben arbeitet die Branddirektion auch Einsatzpläne und Ausrückordnungen aus, verteilt Einsatzmittel auf die Wachen im Stadtgebiet, leitet die integrierte Leitstelle (ILSt), entscheidet über Einstellungen, Beschaffung von Einsatzmaterial sowie den Unterhalt der Feuerwachen. Weiterhin ist sie im vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz tätig und leistet die Verwaltungsarbeit.

Auf der Hauptfeuerwache ist neben dem Löschzug ein Sonderlöschmittelfahrzeug stationiert. Hier finden sich auch die Führungsfahrzeuge des Inspektionsdienstes, bzw. des Direktionsdienstes sowie des Organisatorischen Leiter und des Einsatzleiter Rettungsdienstes. Auch das Kinder-NEF, und der Neugeborenen-Notarztwagen sind hier untergebracht. Der Wache ist auch ein Notarztwagen zugeordnet, der allerdings nicht an der Feuerwache stationiert ist, sondern im Klinikum Innenstadt (siehe Abschnitt Notarzt-Standorte).

In dem Dienstgebäude befindet sich seit 1979 das öffentliche Feuerwehrmuseum München.

Feuerwache 2 – Sendling[Bearbeiten]

Feuerwache 2

Die Feuerwache 2 (48.100511.5252) wurde im Herbst 1967 in Betrieb genommen, nachdem die alte Feuerwache 2 an der Boschetsrieder Straße zu klein geworden war und den wachsenden Anforderungen nicht mehr gerecht werden konnte. Der Feuerwache sind eine Atemschutz- und eine Schlauchwerkstatt sowie die Feuerwehrschule angegliedert. Insbesondere die Überprüfung und Wartung von Atemschutzgeräten, Schläuchen, Sprungrettungsgeräten, Feuerwehrleinen und Schutzkleidung erfolgt durch diese Feuerwache. Die Feuerwehrschule verfügt über einen eigenen Fuhrpark, eine Übungshalle und eine Brandsimulationsanlage[7] (gasbefeuert).

Zurzeit sind in Sendling neben einem Löschzug, ein Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz, ein Rüstwagen Umwelt, ein Schlauchwagen 2000, ein Tanklöschfahrzeug 24/48, eine Drehleiter 37 sowie zwei Abrollkipper stationiert. Auch die Fahrzeuge der Analytischen Task Force sind hier beheimatet. Der Wache ist auch ein Notarzteinsatzfahrzeug zugeordnet, der allerdings nicht an der Feuerwache stationiert ist, sondern am Klinikum Großhadern.

Feuerwache 3 – Westend[Bearbeiten]

Feuerwache 3

Die Feuerwache in Westend (48.1339911.54324) nahm am 28. Oktober 1983 ihren Dienst auf und ersetzte damit die alten Feuerwachen 3 und 8, die jeweils mit einer Gruppe besetzt waren, als neue Feuerwache 3, in der ein Zug untergebracht ist. Die Feuerwache 3 befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Theresienhöhe und Theresienwiese und bietet räumlich die Möglichkeit ihre Wachmannschaft jederzeit zu verstärken. Daneben verfügt diese Wache über eine große Sporthalle und einen Übungsturm, sowie seit 1997 über die integrierte Leitstelle. Seitdem wird sie als Gruppenwache mit Sonderfahrzeugen geführt. Voraussichtlich 2017 soll die Leitstelle auf die im Bau befindliche neue FW 4 umziehen, so dass die FW 3 langfristig weiter in Richtung Westen (Pasing) "verschoben" werden kann.

Zurzeit sind auf der Feuerwache 3 ein Halbzug (Sollstärke 1/1/10/12), bestehend aus einem Einsatzleitwagen 1, einer Drehleiter mit Korb 23-12, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16 und einem Tanklöschfahrzeug 24/48 untergebracht. Des Weiteren sind hier eine Drehleiter 16/4, ein Sonderlöschmittelfahrzeug, ein Kleinalarmfahrzeug und der Katastrophen-Einsatzleitwagen [8], sowie ein Rettungswagen stationiert. Der Wache ist auch ein Notarzteinsatzfahrzeug zugeordnet, das allerdings nicht an der Feuerwache stationiert ist, sondern an der Chirurgischen Klinik Dr. Rinecker (siehe unten: Notarztdienst). Weiterhin wird ein Notarztwagen zusammen mit der Feuerwache 7 am Krankenhaus Dritter Orden besetzt.

Feuerwache 4 – Schwabing[Bearbeiten]

Die Feuerwache Schwabing (48.155811.57502) wurde 1970 in Betrieb genommen. Das sechsstöckige Gebäude beherbergte bis 1984 die Kleiderwerkstatt, die dann jedoch aus Platzgründen nach Neuperlach verlegt wurde. Seit dem dienen die Räumlichkeiten dem Wachbetrieb oder als Dienstwohnungen der Einsatzbeamten. Aber auch die Einsatzdokumentation ist in Schwabing beheimatet.

In Schwabing ist ebenfalls ein Löschzug, sowie ein Kleinalarmfahrzeug untergebracht. Die Wache besetzt außerdem einen Notarztwagen (NAW) am Krankenhaus Schwabing. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse im derzeitigen Wachgebäude wird momentan ein Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Zentrums für Katastrophenschutz (48.1566711.55596) erstellt. Der Umzug wird voraussichtlich 2015 erfolgen. Bis 2017 soll auch die Integrierte Leitstelle (siehe Abschnitt "Zukunft") von der FW 3 in das neue Gebäude ziehen.[9]

Feuerwache 5 – Ramersdorf[Bearbeiten]

Die Feuerwache 5 (48.1215111.61223) des im Osten München liegenden Ramersdorf wurde im Dezember 1951 eingeweiht und zwei Jahre später um einen Erweiterungsbau ergänzt. In diesem war die Fahrzeugwerkstatt untergebracht, die inzwischen nach Neuperlach verlegt wurde. Ebenfalls 1953 wurde ein Übungstauchbecken gebaut und 1964 wurde eine Atemschutzwerkstatt in Ramersdorf eingerichtet.

Die Feuerwache Ramersdorf ist Sitz der Abteilung Technischer Bauunterhalt und elektrische Anlagen, die Bauarbeiten an den Feuerwachen und Feuerwehrhäusern der Feuerwehr München bewerkstelligen, und der Abteilung Löschwasserversorgung. Diese kontrolliert alle öffentlichen Löschwasserentnahmestellen in München, sowie trockene Löschwasserleitungen in U- und S-Bahnanlagen und größeren Bauwerken.

Sämtliche messtechnischen, medizinischen sowie Atemschutz-Ausrüstungsgegenstände die von der Feuerwehr beschafft werden, sind in Ramersdorf getestet und ausgewählt worden. Außerdem werden hier Notarzt- und Rettungswagen desinfiziert. Eine weitere Besonderheit dieser Feuerwache sind die hier stationierte Überdruck-Behandlungskammer, eine Taucherstaffel die auch über Hubschrauber zum Einsatz gebracht werden kann, da der zur Wache gehörende Sportplatz zugleich als Hubschrauberlandeplatz genutzt wird. Im Rahmen der großangelegten Umstrukturierung bzw. Modernisierung der Feuerwehr München soll in Ramersdorf das zweite Katastrophenschutzzentrum (neben der neuen FW 4) in München entstehen.

Neben dem obligatorischen Löschzug sind in Ramersdorf außerdem auch ein Großraum-Rettungswagen[10], ein Rüstwagen, ein Gerätewagen Wasserrettung, ein Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz, eine Drehleiter mit Korb 12/9[11], ein Infekt-Rettungswagen, diverse Pkw und Lkw für die angegliederten Werkstätten, sowie die Druckkammer untergebracht. Zudem sind hier auch die Kollegen mit der Desinfektorenausbildung stationiert, die auch bei bestimmten Stichworten mit alarmiert werden, sowie für Fragen rund um Hygiene und Infekterkrankungen zuständig sind. Der Wache ist auch ein Notarzteinsatzfahrzeug zugeordnet. Dies befindet sich in Ottobrunn im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr. Das NEF im Krankenhaus Bogenhausen wird im Wechsel mit der Feuerwache 8 besetzt.

Außerdem ist ein Rettungswagen der Aicher Ambulanz Union (tägl. 8.00 - 24.00 Uhr besetzt) auf der Feuerwache 5 stationiert.

Feuerwache 6 – Pasing[Bearbeiten]

Die Feuerwache in Pasing (48.1580711.45307) wurde 1979 in Dienst gestellt. Sie umfasst neben dem Wachgebäude ein Werkstatt- und Lagergebäude. In dieser Feuerwache ist eine Abteilung für den vorbeugenden Brandschutz untergebracht, die regelmäßig Sicherheitsbegehungen durchführt und bei festgestellten Mängeln auch beratend zur Seite steht. Daneben findet in Pasing die gesamte rettungsmedizinische Aus- und Weiterbildung der Feuerwehr München statt, die die Ausbildung zum Rettungshelfer, Rettungssanitäter, Rettungsassistent bis hin zum Lehrrettungsassistenten umfasst, aber auch Erste-Hilfe-Kurse und Ausbildungen am automatisierten externen Defibrillator werden angeboten. Hier arbeitet die Feuerwache auch eng mit der Ludwig-Maximilians-Universität München in der Fortbildung von Medizinstudenten, Notärzten und anderen Rettungsdienstmitarbeitern zusammen. Weiterhin finden sich in Pasing eine der drei Atemschutzwerkstätten, als auch das Sondergerätelager (Lager für Hilfsmittel im Katastrophenfall). Letzteres hält vor allem Feldbetten, Sandsäcke, Pumpen, Lebensmittelbehälter und weiteres Material vor, die in kürzester Zeit zum Einsatz gebracht werden können.

Großraum-Rettungswagen (GRTW) München

Entsprechend finden sich in Pasing neben den "klassischen" Feuerwehrfahrzeugen des Löschzuges vor allem diverse Transport-LKW, wie z. B. ein Abroll- und zwei Absetzkipper, sowie Gabelstapler, Radlader und Feuerwehrkran KW 50. Des Weiteren sind hier ein Rüstwagen, ein Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz, ein Großraum-Rettungswagen, ein Gerätewagen Wasserrettung für die Tauchereinheit, sowie ein Tanklöschfahrzeug 20/40-SL[12] und ein Gerätewagen Großlüfter[13][14] stationiert.

Ergänzt wird der Fuhrpark durch ein Kleinalarmfahrzeug und das Notarzteinsatzfahrzeug der Wache, welches am Krankenhaus Pasing steht. Die Feuerwache 6 hält zudem einen Intensivinkubator zur Verlegung von Neugeborenen mittels RTW vor. Ferner findet auf der Feuerwache 6 die Ausbildung zum Feuerwehrtaucher und Feuerwehrlehrtaucher statt.

Feuerwache 7 – Milbertshofen[Bearbeiten]

Die Feuerwache 7 (48.1870211.5577) wurde im Dezember 1960 als Gruppenwache bezogen und 1964 zur Zugwache erweitert. Damals wurde auch ein Werkstatttrakt eingerichtet, in welchem die Zentralschreinerei untergebracht ist. Diese fertigt Möbel und Einrichtungsgegenstände für die Berufsfeuerwehr und wird sowohl von Beamten des Wachdienstes, als auch anderen Mitarbeitern besetzt.

In der Feuerwache Milbertshofen ist der Löschzug, ein Schlauchwagen 2000, ein Kleinalarmfahrzeug, ein Rüstwagen-Umweltschutz und ein ABC-Erkundungswagen der ATF (Analytische Task Force) beheimatet. Zudem wird ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF Neuherberg) am Standort "Helmholtzzentrum" besetzt. Ein Notarztwagen (NAW Nymphenburg) mit dem Standort "Klinikum Dritter Orden" wird zusammen mit der Feuerwache 3 besetzt. Die Feuerwache 7 beherbergt außerdem eine rund um die Uhr mit einem RTW besetzte Rettungswache des Arbeiter-Samariter-Bundes.

Feuerwache 8 – Föhring[Bearbeiten]

Die Feuerwache 8 (48.175411.64271) nimmt eine Sonderstellung unter den Münchener Feuerwachen ein. Sie wurde 1995 auf einem stadteigenen Grundstück außerhalb der Stadtgrenzen errichtet, um so die angrenzenden Stadtbezirke und besonders auch ein benachbartes Heizkraftwerk schützen zu können. Die Feuerwache 8 ist als Gruppenwache ausgelegt, die auch über einen Übungsturm und einen Sportplatz verfügt. Außerdem ist in dieser Wache die Höhenrettungsgruppe stationiert.

Gegenwärtig sind in der Feuerwache 8 eine erweiterte Löschgruppe (Sollstärke 1/9/10) bestehend aus einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und einer Drehleiter mit Korb 23/12, sowie ein Tanklöschfahrzeug 24/48 und der Gerätewagen Höhenrettung untergebracht. Das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) der Wache 8 steht am Krankenhaus Bogenhausen. Ein Rettungswagen der Firma MKT ist zudem rund um die Uhr an der FW 8 stationiert.

Feuerwache 9 – Neuperlach[Bearbeiten]

Die Feuerwache Neuperlach (48.092111.6566) übernimmt seit 1975 den Brandschutz in dem im Südosten Münchens liegenden Stadtteil Neuperlach. Sie beherbergt eine eigenständige Reparaturwerkstatt, die die Fahrzeuge der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr instand hält, wartet und repariert. Daneben befindet sich in Neuperlach auch eine Kleiderwerkstatt, in der die persönliche Schutzausrüstung des Einsatzpersonals gelagert, geflickt, gewaschen und ausgegeben wird. Auch eine Abteilung des vorbeugenden Brandschutzes ist in Neuperlach vertreten.

Zurzeit verfügt die Feuerwache 9 über eine erweiterte Löschgruppe (Sollstärke 1/9/10) bestehend aus einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und einer Drehleiter mit Korb 23/12 sowie einem Tanklöschfahrzeug 24/48. Des Weiteren befinden sich hier ein Kleinalarmfahrzeug und ein Rettungswagen. Als Sonderfahrzeuge sind zudem ein Feuerwehrkran 50 t, ein Gerätewagen Großlüfter, eine geländegängige Drehleiter und eine Hubrettungsbühne 53[15] in Neuperlach untergebracht. Das Notarzteinsatzfahrzeug steht seit Anfang des Jahres 2010 fest auf der Feuerwache 9.

Feuerwache 10 – Riem[Bearbeiten]

Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens München Riem befindet sich seit März 1998 die Feuerwache 10 (48.1358611.68689). Diese wurde durch die neue Messe und die angrenzende Messestadt Riem erforderlich. Sie verfügt insbesondere auch über einen Übungshof und einen Steigerturm. Auch eine Werkstatt für Motorsägen und Feuerlöscher ist hier vorhanden, die unter anderem die vorgeschriebenen zweijährlichen Überprüfungen durchführt.

In der Feuerwache 10 sind zurzeit ein Halbzug bestehend aus einem Einsatzleitwagen 1, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16, einer Drehleiter mit Korb 23/12, sowie ein Sonderlöschfahrzeug und ein Rettungswagen untergebracht. Seit Juli 2010 ist dort auch ein Notarzteinsatzfahrzeug stationiert. Bei Messebetrieb wird die Wache um einen Einsatzleitwagen und ein weiteres Hilfeleistungslöschfahrzeug verstärkt.

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr nimmt in München eine Unterstützungsfunktion gegenüber der Berufsfeuerwehr ein. So ist sie im Brandschutz, in der technischen Hilfeleistung und besonders auch im erweiterten Katastrophenschutz angesiedelt. Grundsätzlich wird sie bei allen Einsätzen mit Personenschaden hinzu gerufen. Sie ist in 21 Einsatz-Abteilungen gegliedert, wobei 20 in den Randbezirken in den Bereichen (Nord, Ost, Süd und West) und eine in der Stadtmitte stationiert sind. Als Sondereinheiten betreibt sie die IuK-Gruppe [16] die Flughelferstaffel[17], den ABC-Zug und den Verpflegungszug der Feuerwehr München.

Die Freiwillige Feuerwehr ist der Branddirektion angegliedert. Dem Leiter der Berufsfeuerwehr bzw. der Branddirektion (Oberbranddirektor) steht der Stadtbrandrat (Kommandant) zur Seite, der wiederum vom Stadtbrandinspektor und den vier Bereichsführern (Stadtbrandmeister) unterstützt wird. Ihr Kommando (Stadtbrandinspektion) ist in der Feuerwache 3 -Westend beheimatet. Die Freiwillige Feuerwehr München wurde im Jahre 1866 infolge eines schweren Brandes mit Todesopfer gegründet. Sie konnte dabei auf ein Feuerwehrhaus, das bereits 1794 errichtet und von verpflichteten Handwerkern und städtischen Arbeitern zu Brandschutzaufgaben verwendet wurde, zurückgreifen. Im Dezember 1870 wurden weitere Freiwillige Feuerwehren im heutigen Ausrückebereich der Abteilung Stadtmitte eingegliedert. In den 1890er Jahren wurden weitere Ortschaften in das Stadtgebiet München aufgenommen, deren Feuerwehren wurden in die Freiwillige Feuerwehr München eingegliedert.

Abteilung Stadtmitte[Bearbeiten]

Feuerwehrhaus Abt. Stadtmitte (ehem. Polizeifahrschule)

Die Abteilung Stadtmitte (48.1587711.550326) wurde im Jahr 1969 neu als Löschgruppe Mitte gegründet, obgleich auch zuvor schon Feuerwehreinheiten in der Stadtmitte existierten(siehe Geschichte; oben). Sie wurde in der Mitte des Jahres 1971 in den Alarmierungsplan der Berufsfeuerwehr aufgenommen und konnte telefonisch gerufen werden, um dann mit ihren beiden Fahrzeugen auszurücken. Die im darauf folgenden Jahr schon auf über 50 Mann angewachsene Truppe wurde zunehmend mit Funkmeldeempfängern ausgestattet und erhielt ein weiteres Einsatzfahrzeug. Auch bei den Olympischen Spielen beteiligt sie sich an der ständigen Wache.

Mit der Eingliederung des Luftschutzhilfsdienstes 1973 in den erweiterten Katastrophenschutz erhielt die Abteilung Stadtmitte eine neue Unterkunft, das Zentrum für den Katastrophenschutz. Allerdings ist die Abteilung seit einigen Jahren provisorisch in den ehemaligen Gebäuden der Polizeifahrschule an der Dachauer Straße untergebracht. Voraussichtlich 2015 wird sie gemeinsam mit der Feuerwache 4, der integrierten Leitstelle und dem Kommando der FF München in die neue Wache auf dem ehemaligen Gelände des Katastrophenschutzzentrums in die Heßstraße ziehen.

Seit 1984 übernimmt die auf über 80 Mitglieder angewachsene Abteilung den (ersten) ABC-Zug der Stadt München.
Die Abteilung untersteht direkt dem Kommando der Freiwilligen Feuerwehr, ihr Einsatzbereich deckt hauptsächlich das Gebiet innerhalb des Mittleren Rings ab. Da in diesem Bereich auch die FW 1, 3, 4 und 5 liegen wird sie i.A. erst beim Einsatz eines zweiten Löschzuges (2. Abmarsch) alarmiert (siehe hierzu auch Ausrückeordnung).

Zurzeit verfügt die Abteilung Stadtmitte über vier Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge 20/16, einen Gerätewagen Atem- und Strahlenschutz, einen A/C-Erkunder, ein Dekontaminationsfahrzeug Person, ein Wechselladerfahrzeug (WLF) mit zwei Containern; -Dekontamination Zivilpersonen, -Dekon Geräte und einer Schuttmulde. Als Anhänger steht ein E-Saugeranhänger (Industrie Wasser-Staubsauger)[18] bereit. Ein Mehrzweckfahrzeug (MZF) ergänzt den Fahrzeugbestand.

Bereich Nord[Bearbeiten]

Abteilung Feldmoching[Bearbeiten]

Zurzeit besitzt die Abteilung Feldmoching (48.21559911.528971) ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16, ein LF 16/12 und ein LF-Katschutz.

Abteilung Harthof[Bearbeiten]

Löschgruppenfahrzeug 16/12 (Modell München Bj.2003)

Der exakte Zeitpunkt der Gründung der ehemaligen Freiwilligen Feuerwehr Harthof lässt sich nicht mehr Rekonstruieren, wird aber auf das Jahr 1922 datiert. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, der die Struktur der Feuerwehr München zerstörte, führte im Januar 1948 zu einer Neugründung als Löschgruppe Harthof der Feuerwehr München. Diese war zur Unterstützung des Löschzugs in Feldmoching geplant, die 1950 dann auch ihr Feuerwehrhaus erhielt. Ein Jahr später wurde durch die Branddirektion München einem Antrag auf Eigenständigkeit der Löschgruppe stattgegeben. In den Folgejahren wurde die Löschgruppe Harthof weiter ausgebildet und ausgebaut, bis sie 1979 dann als Abteilung anerkannt wurde und ihr heutiges Feuerwehrhaus (48.20442611.555829) erhielt. Heute rückt die Abteilung Harthof auf einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16, einem Löschgruppenfahrzeug 16/12 aus und kann bei Bedarf einen E-Sauger-Anhänger anhängen.

Abteilung Freimann[Bearbeiten]

Die über 35 Männer und Frauen zählende Abteilung Freimann (48.1929511.616938) wurde im Mai 1870 als selbstständige Feuerwehr gegründet und später in die Freiwillige Feuerwehr München eingegliedert. Heute leisten die Kameraden jährlich etwa 200 Einsätze, womit die Abteilung eine der am häufigsten alarmierten bei der Freiwilligen Feuerwehr München ist. Zu ihrem Einsatzgebiet gehören unter anderem ein großes Industriegebiet, die Allianz Arena, ein großes Autobahnteilstück und die U-Bahn. Seit 1995 wird sich bei entsprechender Indikation zeitgleich mit der Berufsfeuerwehr alarmiert. Ihr Fuhrpark besteht momentan aus einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16 einem Löschgruppenfahrzeug 16/12, einem Tanklöschfahrzeug 16/25 und einem Verkehrssicherungsanhänger.

Abteilung Oberföhring[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Oberföhring wurde im Januar 1870 gegründet und im Jahre 1907 mit den Nachbarwehren aus Daglfing, Unterföhring und Ismaning zusammengefasst. Als Oberföhring 1913 in das Stadtgebiet München eingemeindet wurde, wurde die Oberföhringer Feuerwehr als Abteilung 10 in die Feuerwehr München aufgenommen. Ihr erstes motorisiertes Löschfahrzeug und damit die Ebenbürtigkeit mit den anderen Feuerwehreinheiten in München erreichte die Abteilung Oberföhring aber erst 1932. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in die Feuerschutzhilfspolizei eingegliedert oder von der Wehrmacht eingezogen, was das vorläufige Ende dieser Abteilung bedeutete. Der Wiederaufbau dieser Feuerwehreinheit erfolgte unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, noch während der Besatzungszeit.

Nach der Übernahme des Katastrophenschutzes erfolgte in München eine Umstrukturierung der Feuerwehr, so dass die Abteilung Oberföhring seit dem gemeinsam mit den Abteilungen Riem und Trudering die Feuerwehrbereitschaft im Bereich Ost1 bildete. Im Jahr 1979 erhielt die Abteilung Oberföhring ein neues Feuerwehrhaus, in dessen Fahrzeughalle drei Löschfahrzeuge untergebracht werden können.

Nach einer Organisationsänderung innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr München ist die Abteilung Oberföhring seit dem Jahr 2004 dem Bereich Nord zugeordnet.

Der Abteilung Oberföhring gehören zwei Feuerwehrhäuser an. Eines davon in Oberföhring (48.17108811.623176), in welchem ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16 (OF 49-1), ein Löschgruppenfahrzeug 16/12 (OF 40-1) und ein Mehrzweckfahrzeug (OF 11-1) untergebracht sind. Das andere Feuerwehrhaus befindet sich in Englschalking (48.15641511.642111) in welchem ein weiteres Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16 (OF 49-2) und einem LF-Katschutz (OF 41-1) stationiert ist.

Bereich Ost[Bearbeiten]

Abteilung Riem[Bearbeiten]

Das Königliche Bezirksamt München-Land erteilte 1874 an sämtliche Gemeinden den Auftrag, Freiwillige Feuerwehren zu gründen. Daraufhin berief der damalige Ortsvorsteher der Gemeinde Dornach-Riem am 22. November eine Gründungsversammlung im Gasthof Alter Wirt in Riem. Alle Bürger und Bauern der 398 Einwohner großen Gemeinde waren aufgerufen, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Spontan erklärten sich 46 Männer dazu bereit. 1937 Der Ortsteil Riem der Gemeinde Dornach-Riem wurde von der Stadt München eingemeindet. München erhielt dadurch einen Bevölkerungszuwachs von ca. 1000 Einwohnern und einen Flächenzuwachs von 657,29 ha. Nach rund 62 Jahren Gemeinsamkeit und guter Nachbarschaft trennten sich nun die Wege der Freiwilligen Feuerwehr Dornach-Riem. Der im Ortsteil Riem bestehende Zug der Freiwilligen Feuerwehr wurde als Halblöschzug Nr. 19 der Freiwilligen Feuerwehr München zugeteilt und mit einem Sauer-Löschfahrzeug ausgestattet.

Die Abteilung Riem (48.14176211.678593) besitzt zurzeit ein HLF 20/16 und ein LF 16/12.

Abteilung Trudering[Bearbeiten]

In Trudering wurde 1874 die Freiwillige Feuerwehr gegründet und im Jahre 1919 nach dem Ersten Weltkrieg wieder aufgebaut. Zu dieser Zeit gründeten sich auch in den Ortsteilen Waldtrudering und Michaeliburg Löschgruppen, die die Feuerwehr Trudering unterstützen konnten. Bereits 1925 erhielt die Feuerwehr eine Alarmsirene, mit der die Feuerwehrmänner bei Einsätzen alarmiert werden konnten. Ein großer Teil der Kameraden fielen dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer, die Einsatzfahrzeuge wurden beim Einmarsch der Amerikaner zerstört. Dennoch wurde die Feuerwehr im Jahr 1945 wieder aufgebaut, so dass sie wieder für die Sicherheit in ihrem Ausrückebereich sorgen konnte. Auch bei den Olympischen Sommerspielen 1972 wurden der Abteilung Trudering wichtige Aufgaben übertragen. Im Jahre 1982 konnte ein neues Feuerwehrhaus (48.12319411.667582) bezogen werden, so dass die bisher getrennt untergebrachten Fahrzeuge nun an einem Ort verfügbar waren.

Heute verfügt die Abteilung Trudering über ein HLF 20/16, ein Löschgruppenfahrzeug 16/12 und einen Schlauchwagen 2000 mit Truppbesatzung.

Abteilung Michaeliburg[Bearbeiten]

Ende der 1980er Jahre wurde aus dem Halblöschzug der Löschgruppe 17 die Abteilung Michaeliburg (48.11489311.652334) gegründet. Mit 45 aktiven Mitgliedern gehört die Abteilung, zusammen mit Perlach, Riem, Trudering, Waldperlach und Waldtrudering dem Bereich Ost der Münchener Feuerwehren an. Mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug, einem Löschgruppenfahrzeug 16/12 und einem Mehrzweckfahrzeug wird die Abteilung zu durchschnittlich 90 Einsätzen im Jahr gerufen.

Abteilung Perlach[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Perlach (48.09486711.633581) wurde im Jahre 1869 gegründet, 1930 erfolgte dann die Eingemeindung. Im Zuge dessen änderte sich die Bezeichnung von Freiwillige Feuerwehr Perlach nach Freiwillige Feuerwehr München, Abteilung Perlach. Heute verfügt sie über ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16, ein Löschgruppenfahrzeug 16/12, ein Tanklöschfahrzeug 16/25 und einen Verkehrssicherungsanhänger.

Abteilung Waldperlach[Bearbeiten]

Die Abteilung Waldperlach (48.090616611.6608589) wurde am 3. April 1927 unter der Leitung von Dr. Ing. Karl Freiherr von Stockhausen gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Feuerwehr durch sechs der Gründungsmitglieder im Jahr 1949 reorganisiert.

Die Abteilung besitzt zurzeit ein Löschgruppenfahrzeug 16/12, ein Tanklöschfahrzeug 16/25 und das Standard HLF. Seit neuestem verstärkt ein Mehrzweckfahrzeug die Abteilung. Außerdem wurden der Truppe sog. Außenlastbehälter zur Brandbekämpfung aus der Luft (mit Hubschraubern z. B. der Polizeihubschrauberstaffel Bayern) vom Typ SEMAT 900 (2 Behälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 900 l) und SEMAT 5000 (2 Behälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 5000 l) zugeordnet. Die Abteilung unterstützt damit die Flughelferstaffel der Feuerwehr München. Zu der Ausstattung zählt weiterhin eine Wärmebildkamera Evolution 5000 der Firma MSA-Auer.

Das nach 20-jähriger Planung neu erbaute Feuerwehrhaus befindet sich Im Gefilde 4 an der Ecke Putzbrunner Straße, nahe der Feuerwache 9 (Neuperlach). Der Umzug fand im Oktober 2006 statt, offiziell eingeweiht wurde es bei den Feierlichkeiten zum 80-jährigen Gründungsjubiläum im Juli 2007.

Zurzeit beteiligen sich 38 aktive Feuerwehrmänner und -frauen in dieser Abteilung.

Abteilung Waldtrudering[Bearbeiten]

Das genaue Gründungsdatum der Löschgruppe in Waldtrudering ist leider nicht mehr zu ermitteln, da sämtliche Dokumente im Zweiten Weltkrieg vernichtet wurden. Jedoch wird in der Historie der Truderinger Feuerwehr bereits 1921 die Waldtruderinger Löschgruppe erwähnt, die eine wichtige Ergänzung für den Feuerschutz in der damaligen Gemeinde Trudering bedeutete. Im Jahre 1923 erfolgte dann die offizielle Gründung als eigenständige Feuerwehr. Die Waldtruderinger Feuerwehr besaß damals eine Handpumpe, die von der Mannschaft gezogen werden musste. Diese war in einem Schuppen neben dem damaligen Wasserturm untergebracht. 1930 wurde ein alter Spritzenwagen mit motorangetriebener Pumpe angeschafft, der von einem Lastwagen gezogen wurde. Da der Schuppen zu klein wurde, musste er vergrößert werden. Am 1. Dezember 1931 wurde bei der Aufnahme der Freiwilligen Feuerwehr Waldtrudering in den Bayerischen Landes-Feuerwehrverband folgendes im Anmeldeformular vermerkt.

Zahl der Mitglieder:

  • I. technischer Zug (Steiger): 10 Mann
  • II. technischer Zug (Spritzenmänner): 18 Mann
  • Signalisten: 2 Mann
  • Ordnungsmannschaft: 10 Mann

Zahl der Geräte:

Die bei der Eingemeindung des Ortes im April 1932 in Freiwillige Feuerwehr München-Waldtrudering, Halblöschzug 18 umbenannt wurde. Nach dem Krieg bestand kein Interesse in der Neugründung der Feuerwehr, bis 1957 der Vorschlag gemacht wurde, die Feuerwehr neu zu gründen. Die Alarmierung erfolgte damals über Sirene, die Anfang der 1970er Jahre durch die stille Alarmierung abgelöst wurde. Seit 1992 wird diese Feuerwehreinheit gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr alarmiert.

Die Abteilung Waldtrudering (48.1135611.699396) rückt zurzeit mit einem Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug 20/16 (WT 49.1), einem Löschgruppenfahrzeug 16/12 (WT 40.1), einem Rüstwagen (WT 61.1) und einem MZF (WT 11.1) aus. Die Abteilung, welcher zurzeit 43 aktive Mitglieder (davon 6 weibliche Personen) angehören, liegt im Einsatzgebiet der Feuerwachen 9 und 10.

Bereich Süd[Bearbeiten]

Abteilung Forstenried[Bearbeiten]

Die Forstenrieder Feuerwehr besteht aus 29 aktiven Feuerwehrfrauen und -männern (Stand 12/2010). Das Einsatzgebiet erstreckt sich von der Boschetsrieder Straße im Norden bis zum Autobahnring im Süden und von der Drygalski Allee im Osten bis zur Stadtgrenze im Westen. Die Hauptaufgaben im Ausrückebereich sind Technische Hilfeleistung, Vorbeugender und Abwehrender Brandschutz. Bei Großschadenslagen, wie Unwetterschäden oder Großbränden, rückt die Freiwillige Feuerwehr Forstenried jedoch im ganzen Stadtgebiet aus.

Das Feuerwehrhaus (48.08566811.49561) befindet sich in der Forstenrieder Allee 177, der Fuhrpark besteht aus einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16, einem Löschgruppenfahrzeug 16/12 und einem Tanklöschfahrzeug 16/25 mit Verkehrssicherungsanhänger. Der Verpflegungszug, welcher zur Versorgung von Einsatzkräften bei längeren Einsätzen dient, bestehend aus Küchenwagen und Verpflegungsanhänger, sind in der Gmunder Straße im Zentrum für Katastrophenschutz stationiert.

Abteilung Großhadern[Bearbeiten]

In Großhadern ist die Existenz einer organisierten Feuerwehr bereits im Jahre 1859 belegt, sie dürfte damit zu den ältesten Feuerwehren Deutschlands zählen und wurde 1938 zu München eingegliedert, damit ist die Feuerwehr Großhadern, eine der jüngsten Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr München. Heute rückt die Abteilung Großhadern (48.11567411.479046) auf einem Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16, einem Tanklöschfahrzeug 16/25 und einem Mehrzweckfahrzeug aus. Das Ausrückegebiet der Freiwilligen Feuerwehr Großhadern umfasst die Stadtteile: Hadern, Blumenau sowie Teile von Laim und Pasing.

Abteilung Sendling[Bearbeiten]

Einsatzgebiet der Abteilung Sendling

In Sendling wurde im Jahre 1869 infolge eines schweren Brandes eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Diese wurde mit der Eingemeindung Sendlings 1877 in die Feuerwehr München eingegliedert und war somit die erste außerhalb Münchens gegründete Feuerwehr in München. 1889 beschloss man eine weitere Kompanie in der Nähe des Schlachthofes zu gründen, die wie auch die Kompanie aus Thalkirchen bei der Reorganisation der Freiwilligen Feuerwehr in München mit der Feuerwehr in Sendling zusammengefasst wurde. Die Fahrzeuge wurden im Feuerwehrhaus der Sendlinger Feuerwehr untergebracht, während sich die Kameraden im Schlachthofviertel und in Thalkirchen auf Sammelplätzen einfanden, wo sie von der Berufsfeuerwehr abgeholt wurden. Während des Zweiten Weltkrieges wurden dieses Feuerwehrhaus und damit die gesamte Ausrüstung der Feuerwehr bei einem Bombenangriff zerstört. Im Jahre 1972 wurde mit Kameraden der Löschgruppe Großhadern eine Löschgruppe Waldfriedhofviertel aufgebaut, die gemeinsam mit Großhadern ausrücken sollte. Diese Löschgruppe erhielt 1974 ein Löschgruppenfahrzeug und konnte von da ab selbstständig ausrücken. In der Folgezeit wurden dieser Gruppe weitere Fahrzeuge zugeteilt. Erst im November 1980 erhielt diese Abteilung wieder den Namen Sendling, nachdem sie ein neues Feuerwehrhaus (48.12037811.531648) erhalten hatte.

In Sendling sind zurzeit zwei Hilfeleistungslöschfahrzeuge 20/16, zwei Gerätewagen IuK und drei Motorräder als Kradmelder[19] stationiert.

Abteilung Solln[Bearbeiten]

Feuerwehrhaus Solln

Die 1873 gegründete Freiwillige Feuerwehr Solln wurde später in die Feuerwehr München integriert. Heute rückt die Abteilung Solln (48.07561211.519089) mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16 und zwei Löschgruppenfahrzeuge 16/12 aus.

Bereich West[Bearbeiten]

Abteilung Allach[Bearbeiten]

Die Abteilung Allach (48.19367811.459602) besteht seit dem Jahre 1874 und wurde unter dem Namen Freiwillige Feuerwehr Allach gegründet. Im Jahre 1938 erfolgte dann die Eingemeindung Allachs in die Großstadt München und aus der bis dahin über sechzig Jahre selbstständigen Freiwilligen Feuerwehr Allach wurde der Löschzug 27 der Freiwilligen Feuerwehr München.

Am 1. Juni 1946 wurde als erster Löschgruppenführer nach dem Krieg der Allacher Landwirt Trinkl gewählt. Zu dieser Zeit gehörten noch 15 aktive Feuerwehrmänner dem Löschzug Allach an. 1974 feierte die Abteilung Allach ihr 100-jähriges Jubiläum.

Die Abteilung Allach verfügt momentan über ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16, zwei Löschgruppenfahrzeuge LF 16/12 und ein Mehrzweckfahrzeug MZF.

Mehr Informationen finden sie auf http://www.feuerwehr-allach.de

Abteilung Aubing[Bearbeiten]

Erste Berichte über eine "Löschmaschine" in Aubing stammen aus dem Jahr 1856. Als offizielle Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Aubing gilt der 1. Januar 1882. Im Zuge der Eingemeindung Aubing nach München wurde auch die Feuerwehr als Löschgruppe 29 der Freiwilligen Feuerwehr München unterstellt.

Standort der Abteilung Aubing (48.15763711.413818) ist das Feuerwehrhaus in der Ubostraße 11. Der Ausrückebereich umfasst Aubing, Aubing Ost, Westkreuz, Neuaubing und Freiham. Dazu kommen die Moosschwaige, die Aubinger Lohe und A99 mit dem Aubinger Tunnel.

Der Fuhrpark umfasst momentan ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16 und ein Löschgruppenfahrzeuge 16/12. Außerdem wird vom "Verein der Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Aubing" eine historische Pferdespritze unterhalten. Mit dieser wird traditionell in historischen Uniformen am Wiesn-Einzug teilgenommen. Vom Verein wurden auch AED und Wärmebildkamera beschafft. Somit ist das HLF wie bei fast allen Abt. der FF München als First Responder Fahrzeug nutzbar (Voraussetzung: Personal mit Ausbildung zum Rettungsassistenten befindet sich auf dem Fahrzeug).

Die Jugendgruppe der Abteilung ist in den Bereich West integriert.

Abteilung Moosach[Bearbeiten]

Die Abteilung Moosach (48.17705111.520424) der Freiwilligen Feuerwehr München kann inzwischen auf eine mehr als 125-jährige Geschichte zurückblicken. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bestand eine gemeindliche Pflichtfeuerwehr im damaligen Dorfe Moosach bei München. Diese wurde durch die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in Moosach am 8. April 1879 abgelöst, Paul Berthold sen. war erster Kommandant. Im Rahmen der Eingemeindung des Dorfes Moosach im Jahr 1913 wurde die Freiwillige Feuerwehr Moosach in das gemeindliche Feuerwehrwesen der Stadt München als Abteilung 8 eingegliedert. Von 14 zum Ersten Weltkrieg eingezogenen aktiven Mitgliedern kehrten nur vier nach Ende des Krieges zurück. Am 25. Dezember 1925 erhielt die Abteilung als erste Münchner Freiwillige Feuerwehr eine Motorspritze mit dreistufiger Magirus-Hochdruck-Zentrifugalpumpe mit einer Leistung von 800 bis 1000 Liter/Minute.

Am 21. April 1931 wurde bei der Abteilung Moosach das erste automobile Fahrzeug bei der Freiwilligen Feuerwehr München in den aktiven Dienst gestellt. 1933 wurde die Abteilung Moosach aufgelöst und in die allgemeine Feuerschutzpolizei integriert. Im Frühjahr 1945 erfolgte die Neugründung der Abteilung 8 der Freiwilligen Feuerwehr München unter dem Kommandanten Josef Heinrich. Im Jahr 1954 wurde das 75-jährige Gründungsjubiläum mit Fahnenweihe gefeiert. 1972 wurde die sogenannte stille Alarmierung durch Funkalarmempfänger bei der Abteilung Moosach, als erste Abteilung bei der Freiwilligen Feuerwehr München, anlässlich der Olympiade eingeführt. Am 19. März 1979 wurde das jetzige Feuerwehrhaus an die Abteilung Moosach übergeben. Das alte Feuerwehrhaus wurde 1980 abgerissen. Vom 4. bis 6. Mai 1979 wurde das 100-jährige Gründungsfest gefeiert. 1982 wurde in der Abteilung Moosach die erste Jugendgruppe der Münchner Feuerwehr gegründet, die 2007 ihr 25-jähriges Bestehen feierte. 1993 begann Münchens erste Feuerwehrfrau den Dienst in der Abt. Moosach und absolviert erfolgreich ihre Grundausbildung. Am 2. Mai 2004 feierte die Abteilung Moosach ihr 125-jähriges Gründungsfest.

Die Abteilung Moosach verfügt momentan über ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16, ein Löschgruppenfahrzeug 16/12 und ein Mehrzwecktransportfahrzeug.

Abteilung Obermenzing[Bearbeiten]

Die Abteilung Obermenzing (48.16560911.457583) verfügt derzeit über ein Löschgruppenfahrzeug 16/12 und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16.

Abteilung Langwied-Lochhausen[Bearbeiten]

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Langwied-Lochhausen erfolgte 1878, während der Amtszeit des Lochhauser Bürgermeisters Simon Heitmeier. Der erste Kommandant der Langwied-Lochhauser Feuerwehr war Martin Naßl, der auf der konstituierenden Sitzung am 5. März 1878 gewählt wurde. Nach der Eingemeindung Langwied-Lochhausens als 40. Stadtbezirk der Landeshauptstadt München am 1. April 1942 wurde die bis dahin eigenständige Feuerwehr des Ortes als Löschgruppe 30 in die Freiwillige Feuerwehr München eingegliedert.

Heute besteht die Abteilung Langwied-Lochhausen (48.17941211.423225) aus ca. 30 aktiven Feuerwehrdienstleistenden (inkl. Jugendfeuerwehr), die auf einen hochwertigen Fuhrpark und Ausrüstungspool zurückgreifen können.

  • HLF Typ "München*: Mitte 2011 erhielt die Abteilung als eine der letzten dass Standardfahrzeug der Feuerwehr München als Erstausrücker. Die Ausstattung umfasst einen zusätzlichen AED und einer erweiterte medizinische Ausstattung.
  • LF 16/12: Standardfahrzeug der FF München unter anderem zusätzlich ausgestattet mit Wärmebildkamera, AED, Pulsoxymeter.
  • TLF 16/25: Zusätzlich beladen mit E-Sauger sowie optional mit einem Schnelleinsatzboot und dazugehöriger Ausstattung zur Wasser- und Eisrettung. Darüber hinaus wird es als Zugfahrzeug für den VSA (Verkehrssicherungsanhänger) der Abteilung genutzt, welcher für den Bereich A8/A99 zuständig ist.
  • MZF: Der aus Beständen der US-Armee übernommene MB Sprinter wurde durch die Kameraden in kompletter Eigenarbeit zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut. Es dient über die Einsatzunterstützung hinaus auch der Jugendfeuerwehr sowie der Vereinsarbeit.

Zusätzlich zu den genannten Fahrzeugen steht auch ein Mehrzweckanhänger zur Verfügung, der für unterschiedlichste Transporte eingesetzt werden kann.

Abteilung Ludwigsfeld[Bearbeiten]

Die Abteilung Ludwigsfeld (48.20056611.495301) liegt im Bereich West. Zurzeit verfügt Ludwigsfeld Über ein Löschgruppenfahrzeug 16/12 und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16, sowie ein Versorgungs-Lkw, der auch als Fahrschulfahrzeug zur Ausbildung neuer Fahrer innerhalb der FF genutzt wird.

Jugendfeuerwehr[Bearbeiten]

Die Jugendfeuerwehr München wurde 1982 in der Abteilung Moosach der Freiwilligen Feuerwehr München gegründet und feierte im Jahr 2007 ihr 25-jähriges Bestehen. Die Jugendgruppe ist inzwischen ein fester Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr München. Sie ist in 5 Gruppen aufgeteilt, in denen sich 370 Jungen, Mädchen, sowie junge Erwachsene zwischen (mittlerweile) 12 und 27 Jahren aktiv mit dem Thema Feuerwehr auseinandersetzen. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr werden in der Feuerwehrtechnik und Ersten Hilfe ausgebildet, daneben gibt es ein umfangreiches Freizeitprogramm.

Ausbildung[Bearbeiten]

Die Berufsfeuerwehr-Anwärter werden gem. den gültigen Landesbestimmungen[20] bzw. den länderübergreifend Vereinbarungen u. a. die des "Instituts der Feuerwehr Nordreihen-Westfalen" je nach Qualifikationseben (zwei bis vier) ausgebildet. An der Feuerwehrschule auf der FW2 erfolgt hauptsächlich die Ausbildung in den Lehrgängen BI (Grundlehrgang) und BIII (Gruppenführerlehrgang bzw. äquivalente Lehrgänge nach der Verwaltungsreform).[21][22] Die Zugführerlehrgänge (BIV) finden an der staatlichen Feuerwehrschule Geretsried statt.[23]

Die Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr wird durch das sog. TAZ (Trainings- und Ausbildungszentrum) in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr durchgeführt. Bis auf Sonderthematiken werden alle Lehrgänge bis einschließlich der Qualifikationseben Gruppenführer (FIII) in München ausgebildet. Die Grundausbildung der FF München erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 Jahren und dauert verteilt auf verschieden Lehrgänge insgesamt 350 Stunden (vgl. FwDV2 233 Stunden). Sie wird mit der Qualifikation zum Truppführer (FII) und der Beförderung zum Oberfeuerwehrmann/frau abgeschlossen.[24]

Notarztdienst[Bearbeiten]

Der Notarztdienst in Stadt und im Landkreis München wurde 1966 von der Berufsfeuerwehr gegründet und bis heute betrieben (Rettungsdienstzweckverband München). Seitdem stellen neun Krankenhäuser einen Arzt aus den Fachrichtungen Innere Medizin, Chirurgie oder Anästhesie für den Dienst auf den elf Notarztwagen oder Notarzteinsatzfahrzeugen zur Verfügung. Die Münchner Notärzte rücken täglich etwa 80-mal aus.

Notarzt-Standorte[Bearbeiten]

Die Fahrzeuge für den Notarztdienst sind in der Chirurgischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München Innenstadt (Florian NAW Mitte), im Klinikum Großhadern (Florian NEF Großhadern), in der Chirurgischen Klinik Dr. Rinecker (Florian NEF Thalkirchen) in Thalkirchen, im Klinikum Schwabing (Florian NAW Schwabing), auf der Feuerwache 10 (Florian NEF Riem), im Klinikum München Pasing (Florian NEF Pasing), im Klinikum Dritter Orden (Florian NAW Nymphenburg), im Helmholtz Zentrum München (Florian NEF Neuherberg), im Städtischen Krankenhaus Bogenhausen (Florian NEF Bogenhausen), auf der Feuerwache 9 (Florian NEF Neuperlach) und auf der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (Florian NEF Ottobrunn) stationiert. Außerdem ist ein Notarzt auf dem Rettungshubschrauber Christoph 1 (Standort Klinikum Harlaching) stationiert. Auch steht der hauptsächlich für Verlegungen genutzte ITH Christoph München am Klinikum Großhadern, welcher mit einem Notarzt besetzt ist 24h für Notfälle bereit.

Neugeborenen-Notarzt mit Inkubator
Kindernotarzt-Einsatz-Fahrzeug
Solche Defibrillatoren (AEDs) sind auf allen HLF der Berufsfeuerwehr und 20 der LF der Freiwilligen Feuerwehr verlastet

NEF oder NAW[Bearbeiten]

Die meisten deutschen Städte haben auf ein Rendezvous-System umgestellt; das heißt, der Notarzt wird mit einem Pkw, dem Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) zum Einsatzort gebracht.

Trotz der Ergebnisse einer vom Bayerischen Innenministerium in Auftrag gegebenen Studie (TRUST = Trend- und Strukturanalyse des Rettungsdienstes in Bayern)[25][26] und der entsprechenden Empfehlung des Institut für Notfallmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, alle bayerischen NAW in NEF umzuwandeln, wird in München weiterhin neben dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) der Notarztwagen (NAW) eingesetzt.

Da man davon ausgeht, dass in den dicht besiedelten Stadtvierteln der NAW dem Rendezvous-System überlegen ist, sind weiterhin an der Chirurgischen Klinik Innenstadt, dem Klinikum Dritter Orden und am Krankenhaus Schwabing je ein NAW stationiert. Sollte der Notarzt jedoch wesentlich verlängerte Anfahrtszeiten haben, wird zusätzlich ein Rettungswagen oder ein First-Responder-Fahrzeug einer Feuerwache (Münchner HLF) oder einer Hilfsorganisation wie z. B. Bayerisches Rotes Kreuz oder Malteser Hilfsdienst voraus geschickt.

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Aufgrund der aktuellen Auslastung fordert das Innenministerium darüber hinaus eine Reduktion der NEF-/NAW-Vorhaltung vom bisher zehn 24h-Standorten auf neun tagsüber und sieben nachts durchzuführen. Diese Kürzung wurde bis zum jetzigen Zeitpunkt aus politischen Gründen noch nicht umgesetzt.

Sonder-Notärzte[Bearbeiten]

Neben diesen normalen Notärzten hält München zudem einen Kindernotarzt vor, der bei Notfällen mit Kindern im Alter von weniger als 12 Jahren durch die Integrierte Leitstelle zusätzlich alarmiert wird. Der Arzt wird im wöchentlichen Wechsel von einer der vier Kinderkliniken in München gestellt. Daneben existiert auch ein Neugeborenen-Notarzt aus den Reihen der Kinderspezialisten der kardiologischen Intensivstation des Deutschen Herzzentrums. Dieser wird vor allem bei Problem-Geburten alarmiert - also plötzlichen Geburten zu Hause oder bei problematischen Geburten in Kliniken, die keine Neugeborenen-Intensivstation haben. Der Neugeborenen-Notarzt wird dann vom Notarztwagen Florian NAW NND abgeholt, der einen mobilen Inkubator an Bord hat. So kann ein neugeborenes Kind intensivmedizinisch versorgt werden, bis es in eine geeignete Kinderintensivstation gebracht ist.

Außerdem existiert in München ein toxikologischer Notarztdienst, der bei Vergiftungsnotfällen vor Ort mit den beiden Großraumrettungswagen Hilfe leisten kann.

Einbindung der Feuerwehr in den Rettungsdienst[Bearbeiten]

In München übernimmt die Berufsfeuerwehr den Notarztdienst, während die Rettungswagen von den Hilfsorganisationen und privaten Rettungsdiensten besetzt werden. Außerdem wird der ELRD abwechselnd von der BF und den Hilfsorganisationen gestellt[27]. Dies sind neben dem Bayerischen Roten Kreuz auch die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst und der Arbeiter-Samariter-Bund. Die privaten Rettungsdienste, die seit 1998 in die Notfallrettung eingebunden sind, werden vor allem durch die beiden Firmen MKT und Aicher Ambulanz-Union -sie stellen 5 bzw. 6 RTW- vertreten. Daneben besetzen die Firmen IMS und City Ambulanz noch je einen Rettungswagen, wobei letztere inzwischen zur Firma Aicher gehört. Einige der Rettungswagen der Hilfsorganisationen und privaten Rettungsdienste sind auch auf den Feuerwachen der Berufsfeuerwehr stationiert.

An den Feuerwachen sind zusätzlich auch Rettungswagen der Berufsfeuerwehr stationiert, die bei jedem Einsatz mit dem Löschzug ausrücken. In den normalen Rettungsdienst sind sie eigentlich nicht eingebunden, da sie dem Eigenschutz dienen bzw. das Personal im Löschzug ergänzen. Die Besatzung verfügt hierzu im Gegensatz zu den anderen Rettungswagenbesatzungen über eine medizinische und feuerwehrtechnische Ausbildung. Sollte kein Rettungswagen des regulären Rettungsdienstes erreichbar sein, werden sie aber zur Spitzenabdeckung alarmiert. Dasselbe gilt für die Rettungswagen der Werkfeuerwehren (BMW, MTU und TU München in Garching).

Besonderheiten[Bearbeiten]

Höhenrettung[Bearbeiten]

Seit Mai 1996 unterhält die Berufsfeuerwehr München auf der Feuerwache in Föhring eine Höhenrettungsgruppe, von der ständig fünf Kräfte im Dienst sind. Diese gehören dem normalen Feuerwehrdienst an und rücken zu herkömmlichen Feuerwehreinsätzen aus. Etwa 110-mal jährlich müssen sie jedoch auch alarmiert werden, da herkömmliche Rettungsmittel wie Drehleitern, Absturzsicherung oder ähnliches nicht mehr ausreichen. Dabei wird auch eng mit mehreren Flugrettungsdiensten zusammengearbeitet, die bei Bedarf auch mit Rettungshubschraubern unterstützend wirken.

Eine deutschlandweit einmalige Zusammenarbeit besteht zwischen dem Klinikum Bogenhausen und den Höhenrettern, da etwa 50 Notärzte dieses Klinikums in die Höhenrettung eingewiesen wurden. Dadurch ist es auch möglich, Patienten in exponierten Lagen direkt notärztlich zu Versorgen und erst anschließend durch technische Maßnahmen zu retten.

Wasserrettung / Eisrettung[Bearbeiten]

Aufgrund beamtenrechtlicher Bestimmungen haben alle Berufsfeuerwehrleute in Deutschland eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer (mindestens Deutsches Rettungsschwimmabzeichen in Bronze) absolviert. Darüber hinaus befinden sich jedoch auf den Feuerwachen 5 und 6 je eine Tauchergruppe, die mit ihren Gerätewagen Wasserrettung zusätzlich, neben den zuständigen Wachen, ausrücken. Auch findet auf der Feuerwache 6 die Ausbildung zum Feuerwehrtaucher und Feuerwehrlehrtaucher statt.
Um Zeit zu sparen werden zwei Taucher der Feuerwache 5 von einem Rettungshubschrauber abgeholt und direkt zum Einsatzort geflogen. Um noch vor dem Eintreffen der Tauchergruppe effektive Hilfe leisten zu können, sind aber auch alle anderen Feuerwachen und Feuerwehrhäuser mit Wasserrettungsgeräten ausgestattet. Auch zur Eisrettung rücken die entsprechenden Einheiten regelmäßig aus.

Druckkammer[Bearbeiten]

Um verunfallte Taucher behandeln zu können, befindet sich auf der Feuerwache 5 zudem eine stationäre Druckkammer (Zentrum für Hyperbarmedizin), die aber auch zur Behandlung von Rauchgasvergiftungen und anderen Intoxikationen geeignet ist. Die Druckkammer ist eine der wenigen in Deutschland, welche 24h in Bereitschaft ist und bei der entsprechendes medizinisches Fachpersonal z. B. Taucherarzt unmittelbar zur Verfügung steht. Dadurch und durch die entsprechende technische Ausstattung ist in der Druckkammer eine intensivmedizinische Betreuung des Patienten möglich.[28]

Analytische Task Force (ATF)[Bearbeiten]

Seit 2010 besteht auch in München eine gemeinsam von Freiwilliger- und Berufsfeuerwehr[29] betriebene Analytische Task Force.

Flughelferstaffel[Bearbeiten]

Die seit 2008 bestehende Flughelferstaffel[30] kann im Bedarfsfall in Zusammenarbeit mit den Hubschraubern anderer staatl. Organisationen (insbesondere der Polizei) die Waldbrandbekämpfung aus der Luft bzw. den Transport von Gerätschaften und Material mit Lastennetzen (z. B. Sandsäcke) durchführen. Hierzu kann sie Außenlandeplätze einrichten und betreiben (Wettererkundung, Fluginformation/-leitung). Zur Waldbrandbekämpfung stehen zwei 900 l und zwei 5000 l fassende Behälter (siehe Abt. Waldperlache), sowie diverse Zusatzmaterial (z. B. 7000 l Faltbehälter) zur Verfügung.

siehe auch Flughelferstaffel

Integrierte Leitstelle[Bearbeiten]

München betreibt die bayernweit erste integrierte Leitstelle, diese koordiniert die etwa 800 täglichen Einsätze von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Katastrophenschutz in München (Rettungsdienst auch die des Landkreises) und disponiert 540 Fahrzeuge. Hierzu können die Disponenten auf eine feuerwehrtechnische und rettungsdienstliche Ausbildung, als auch mehrjährige Einsatzerfahrung zurückgreifen.

Der Integrierten Leitstelle gehören Führungsräume an, um dem Einsatzstab des Katastrophenschutzes die Koordination von Großeinsätzen zu ermöglichen. Außerdem dient sie landesweit auch als Beratungsstelle im Umgang mit Gefahrstoffen und vermittelt gegebenenfalls weitere Hilfe, wie z. B. TUIS, ATF. Auch ist sie bayernweit für die Koordinierung der Intensivtransporthubschrauber, sowie die Verteilung bzw. Verfügbarkeit von Betten für Schwerst-Brandverletzten zuständig.

Durchschnittlich alle fünfzig Sekunden nimmt die Leitstelle einen Notruf an. Um dieses Aufkommen bewältigen zu können, verfügt die Integrierte Leitstelle über 24 ISDN-Kanäle für den Europanotruf 112 und 16 ISDN-Kanäle für die Nummer 19222. Diese sind von 17 Einsatzplätzen gleichzeitig abfragbar, wobei bei Großeinsätzen und Unwettern zusätzlich noch 10 Telefonarbeitsplätze eingeschaltet werden können. Als Rückfallebene besteht seit Oktober 2005 eine „Not-IlST“, welche in der FW 1 untergebracht ist. Um auch Gehörlosen die Anforderung von Hilfe zu ermöglichen, ist auch das Senden eines Notruf-Faxes möglich. Die Verarbeitung der Einsatzdaten geschieht dabei computergestützt.

Über neun Funkkanäle des 4-Meter-Bandes und 16 2-Meter-Kanäle können nicht nur Einheiten alarmiert, sondern auch mit ihnen kommuniziert werden, zudem existiert ein Funknetz in der U- und S-Bahn, sowie in Sonderbauten (z. B. Hochhäusern sog. Gebäudefunk) somit ist auch hier eine Verständigung mit den Einsatzkräften möglich.

Katastrophenschutz[Bearbeiten]

Katastropheneinsatzleitwagen der Feuerwehr München (ELW 3)

Der Katastrophenschutz München bildet sich aus der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Bayerischen Roten Kreuz, der Johanniter-Unfall-Hilfe, dem Malteser Hilfsdienst e.V., der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk und den Luftrettungsdiensten. Ehrenamtliche Mitglieder dieser Organisationen (mit Ausnahme der DLRG), die im Katastrophenschutz mitwirkten, wurden vom Wehrdienst befreit.

Ein effektives Tätigwerden dieser Einheiten ist besonders auch von einer gut organisierten Führungsstruktur abhängig. Deshalb werden Schadensgebiete in Einsatzabschnitte eingeteilt, die vom örtlichen Einsatzleiter geführt und koordiniert werden. Bei einem Massenanfall von Verletzten wird dieser zusätzlich durch einen leitenden Notarzt und den organisatorischen Leiter (sog. Sanitätseinsatzleitung SanEL) unterstützt. Für die Weitergabe von Informationen und Anweisungen an die einzelnen Einsatzabschnitte ist die Integrierte Leitstelle zuständig.

Siehe hierzu auch: Führungsstruktur im Katastrophenfall

Zentrale Fahrzeughalle für den Münchner Katastrophenschutz ist die Zeppelinhalle (48.0981311.52677) im Stadtteil Sendling. Dort befinden sich auch großräumige Lager der Hilfsorganisationen.

Zivilschutz[Bearbeiten]

Der Zivilschutz zielt besonders auf den Bevölkerungsschutz im Verteidigungsfall ab. Die Organisation erfolgt hierbei parallel zum Katastrophenschutz. Darüber hinaus ist die Feuerwehr München jedoch auch besonders im Bereich der Vorsorge tätig. Hierzu unterhält sie dreißig Schutzanlagen, zu denen auch Großschutzräume, Grundschutzräume und Bunker zählen. Außerdem bietet die Feuerwehrschule in München regelmäßig Unterweisungen für Firmen und Bürger an.

Ein besonderer Tätigkeitsbereich der Zivilschutzvorsorge ist die Trinkwasserversorgung. Diese ist über ein System aus Flach- und Tiefbrunnen im gesamten Stadtgebiet gewährleistet, deren Armaturen aus Sicherheitsgründen getarnt sind.

Stadtfeuerwehrverband München[Bearbeiten]

Der am 20. September 1993 gegründete Stadtfeuerwehrverband München e.V. vereinigt alle Münchner Feuerwehren[Anm. 2] zu einem Interessenverband. Der Vorstand besteht aus dem Leiter der Berufsfeuerwehr (1. Vorsitzender), dem amtierenden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr (1. stellvertretender Vorsitzender) sowie einer weiteren zu wählenden Person (2. stellvertretender Vorsitzender). Erster Vorsitzender des SFV München ist Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble von der Berufsfeuerwehr München.[31] Mitglieder des Stadtfeuerwehrverbandes München sind:

Die einzelne Mitglieder des Stadtfeuerwehrverbandes unterstützen sich im Bedarfsfall gegenseitig bei Einsätzen und führen gemeinsame Übungen durch.[32] Der Stadtfeuerwehrverband führt jährlich ein Symposium durch, bei welchem Fachleute über aktuelle Themen des Brandschutzes und der Technischen Hilfeleistung referieren.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Feuerwehr München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sind als Bundesländer anzusehen
  2. ausschlaggebend ist der Sitz der Feuerwehr (München)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.sueddeutsche.de/muenchen/feuerwehr-muenchen-schneller-groesser-besser-1.153858 Artikel vom 17. Mai 2010 der Süddeutsche Zeitung abgerufen am 13. Februar 2013
  2. http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kreisverwaltungsreferat/Branddirektion-Muenchen/Aktuelles/Berichte-2013/Grundsatzbeschluss.html Neues Standortkonzept BF München, Abgerufen am 18. Oktober 2013
  3. http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kreisverwaltungsreferat/Branddirektion-Muenchen/Einsatzvorbeugung.html Feuerwehr München Abgerufen am 13. Januar 2013
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