Fiat (Marke)

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Dieser Artikel behandelt die Marke Fiat, zum gleichnamigen Unternehmen siehe Fiat S.p.A.. Für andere Bedeutungen siehe FIAT.
Fiat Automobiles S.p.A.
Logo der eingetragenen Bild-/Wortmarke
Rechtsform società per azioni
Gründung 1899
Sitz Turin
Branche Automobile
Website www.fiat.com

Fiat ist die angestammte Marke des Unternehmens Fiat S.p.A. und das Akronym von Fabbrica Italiana Automobili Torino („Italienische Automobilfabrik Turin“). Unter dieser Marke vertreibt der Konzern nur noch Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Fiat Professional), wogegen beispielsweise Fiat Industrial andere Marken nutzt. Die Hauptmärkte der Marke Fiat sind Europa, Südamerika, Ozeanien, Nordamerika (ohne USA) sowie Indien und China.

Geschichte[Bearbeiten]

Das historische Fiat-Werk Lingotto
Produktion kurz nach dem Krieg
Der Weltrekordwagen Fiat Mefistofele (1908/1924)
NSU-Fiat 1000 aus deutscher Produktion (1934)

1899–1929: Die Anfangsjahre[Bearbeiten]

Gegründet wurde die Firma Fiat am 11. Juli 1899 von neun Gründungsmitgliedern: Roberto Biscaretti di Ruffia, Carlo Racca, Emanuele Cacherano di Bricherasio, Michele Ceriano, Cesare Goria Gatti, Lodovico Scarfiotti, Alfonso Ferrero di Ventimiglia, Luigi Damevino und unter ihnen Giovanni Agnelli senior, der Großvater von Gianni Agnelli, unter dem Fiat ab 1966 zu einer großen europäischen Marke wurde. Das erste Modell war der 3 1/2 HP, von dem von 1899 bis 1900 zirka 20 Exemplare hergestellt wurden. 1900 wurde daraus der 6/8 HP abgeleitet, aus dem 1901 der 8 HP hervorging. Im Jahre 1903 kam der 12 HP auf den Markt. Im selben Jahr begannen nach den Exporten nach Frankreich und England auch die in die USA, und die Jahresproduktion betrug 134 Exemplare.

Im Jahre 1905 übernahm Fiat die Ansaldi-Werke, gründete Fiat-Ansaldi, aus der schließlich die Brevetti-Fiat-Gesellschaft hervorging. Von 1905 bis 1912 wurde das Modell Brevetti, ein Landaulet mit 3 Litern Hubraum und 20 PS, 1600 mal gebaut. Während in Europa damals der Automobilsport gegenüber der Luftfahrt zurücktreten musste, blieb dieser neue Sport in den USA weiterhin sehr populär. 1911 startete Fiat deshalb mit drei neu entwickelten S 74 beim Großen Preis von Amerika. Der Vierzylinder Doppelblockmotor von über 14 Litern Hubraum entwickelte 190 PS. Die roten Fiats beherrschten das Rennen.

1912 begann mit der Produktion des Zero die Großserienproduktion. Der Zero war eine Voiturette, also ein Kleinwagen unter 2 Liter Hubraum, von dem mehr als 2000 Exemplare in den Karosserieformen Torpedo und Spider hergestellt wurden. 1914 wurde für den GP von Frankreich der S 57/14 entwickelt, der bei 4,5 Liter Hubraum 135 PS entwickelte und noch bis 1921 Erfolge bei Autorennen erzielte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde ab 1919 mit dem Modell 501 die Rationalisierung der Produktion durch Normierung vorangetrieben: Die Menge der Stahlrohre wurde um 70 % reduziert, aus über 1000 verschiedenen Metallrohrtypen wurden 36 und mehrere hundert Kugellager wurden auf 52 herabgesetzt. Sowohl Produktion als auch Transport und Lagerhaltung wurden vereinfacht. Der 501 wurde als Limousine, Spider und Torpedo hergestellt und leistete bei 1500 cm³ 23 PS. Bis Ende 1926 wurde er 45.000 mal gebaut. Er stellte einen Exporterfolg dar und erzielte in seiner Sportversion ab 1920 auch Erfolge bei Sportrennen.

Mit dem Modell 801 erzielte Fiat damals auch Erfolge bei Grand-Prix-Rennen. 1922 wurde der Superfiat vorgestellt, der mit 12 Zylindern, 6800 cm³ Hubraum und sechs Sitzen in den Karosserieformen Torpedo oder Dorsay-Torpedo hergestellt wurde. Im selben Jahr wurde das Autodrom von Monza eingeweiht, zu dem Fiat den Rennwagen 804 entwickelte. Er entsprach der neuen Zweiliter-Rennformel, und gewann mit seinem 6-Zylinder-Motor den GP von Frankreich und den GP von Italien. 1923 wurde daraus der Fiat 805 mit aufgeladenem 8-Zylinder-Motor. 1924 erzielte Ernest Eldridge mit dem Fiat Mefistofele, einem umgebauten Fiat SB4 aus dem Jahre 1908 den absoluten Geschwindigkeitsrekord für Landfahrzeuge mit 234,980 km/h.

Ab 1925 führte Fiat bei seinem neuen Modell 509 eine weitere Neuerung ein, die den Verkauf und damit die Massenmobilisierung weiter steigern sollte: den Kreditverkauf. Gleichzeitig war der 509 mit nur 1 Liter Hubraum der kleinste Wagen, den Fiat bis dato baute. Es gab ihn als Torpedo, Spider, Cabrio und Limousine. 1927 wurde beim GP von Monza der 806 vorgestellt. Er galt als avantgardistisches Fahrzeug, das mit 12 Zylindern und Kompressor bei 1500 cm³ 187 PS bei 8500/min leistete und sofort den GP von Monza gewann. Danach zog sich Fiat vom Automobilsport zurück, da man sich auf die Produktion von Massenfahrzeugen konzentrieren wollte.

Fiat 1500 (1961–1968)
Fiat 124 (1966–1975)
Fiat Ritmo (1978–1988)
Fiat Punto (1993–1999)
Fiat Marea Weekend (1996–2002)

Demgemäß erreichte Fiat 1932 die Rekordproduktion von 22.122 Einheiten, von denen 6578 exportiert wurden. Gleichzeitig wurde der Fiat 508 Balilla vorgestellt, der sich später als größter Massenerfolg herausstellen sollte, den Fiat bis dato auf den Markt gebracht hatte. Aus ihm entwickelte sich später der Fiat 1100, der bis zur Vorstellung des Fiat 128 1969 hergestellt wurde. Er war der gefeierte Wagen für das Volk, „ein Präsent von Fiat an die Italiener“, gebaut als Limousine, Torpedo und Spider, mit anfangs 995 cm³ und einer Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h. Seine Sportversion wurde noch in den 1960er Jahren als SIATA Spring hergestellt und verkauft.

1930–1969: Erste Klassiker[Bearbeiten]

Anfangs der dreißiger Jahre fand eine Revolution im Karosseriedesign statt. Der Fiat 1500 des Jahres 1935 war das erste Fiat-Modell dieser Entwicklung. Er wurde begeistert als Vertreter moderner Zeiten begrüßt, war 446 cm lang, leistete bei 1493 cm³ 45 PS, fuhr 115 km/h schnell und verbrauchte zwölf Liter je 100 km. 1936 folgte ihm der revolutionäre 500, Topolino genannt, dessen Stammbaum bis 1916 zurückreichte, ohne dass je eine Serienproduktion daraus wurde, 1937 folgte die Neuauflage des völlig neu konzipierten Balillas, und 1949 wurde der neue 500C auf den Markt geschickt. 1950 erschien der vollkommen neue Fiat 1400 als Limousine und Cabrio, 1952 der große Bruder Fiat 1900 als Limousine und Coupé. Mit dem Fiat Turbina testete man 1954 den Einsatz von Gasturbinen im Fahrzeugbau.

Der Fiat 850 wurde zu einem riesigen Verkaufserfolg als Limousine, Coupé oder als offener Spider. Überhaupt waren die 1960er-Jahre die Erfolgsjahre des Fiat-Konzerns: Man erwarb 1966 eine Beteiligung an Ferrari, die sich auch bei der Marke Fiat am Jubiläumssportmodell Fiat Dino Coupé und Spider zeigte.

1970–1999: Erfolge und stärkere Konkurrenz[Bearbeiten]

Mit den neuen Modellen 128 und 127 hatte man für 1969 und 1971 Europas Autos des Jahres entwickelt und trotz sich abzeichnender Qualitätsprobleme große Verkaufserfolge. Außerdem erwies sich der 124 seit 1966 als großer Verkaufserfolg. Neben der Produktion in Italien wurde er damals in Lizenz als Murat bei den Tofaş Werken in der Türkei, als Lada 1200 in der Sowjetunion und als Seat 124 bzw. 1430 in Spanien hergestellt.

Daneben baute man Produktionen in Argentinien und Brasilien auf, dazu den Fiat 126 und den Polski Fiat 1500 in Lizenz in Polen. Außerdem beschloss man Kooperationen mit Peugeot, mit Saab, mit Alfa Romeo und Ferrari.

Neben den Großserienmodellen entwickelte man zum hundertjährigen Jubiläum ab 1966 Sondermodelle wie das Fiat Dino Coupé und Spider, 124 Sport Coupé und Sport Spider sowie nicht zuletzt den großen 130 als Limousine und Coupé.

Zu Beginn der 1970er-Jahre produzierte und verkaufte man sowohl weltweit als auch in Europa mehr Automobile als VW und war damit nach diesen Kriterien der größte Automobilkonzern in Europa. Dies stellte man auch in den USA in der Werbung mit dem Slogan „the biggest selling car in europe“ deutlich heraus. Aufgrund der umfangreichen Produktpalette, die so kein anderer Hersteller anbieten konnte, machte man mit dem Slogan Werbung: „Fiat – jede Größe, jede Leistung, von 18 bis 180 PS“.

Ab Mitte der 1970er-Jahre wurde die Konkurrenz besonders auf den europäischen Märkten immer härter, und die damals breite Modellpalette des Herstellers geriet in Bedrängnis. Auf den großen Märkten wie Frankreich und Deutschland standen nationale Alternativen zur Verfügung, wo vorher auf Fiat zurückgegriffen wurde. Schon der 132 konnte den 125 nicht ersetzen, noch weniger der 131 Mirafiori den 124. Der Ritmo reichte in der Kompaktklasse nicht an den Erfolg des 128 heran.

Am 23. September 1986 verkaufte Libyen seinen Anteil von 15 Prozent an Fiat an die Familie Agnelli und an die Deutsche Bank.

In den 1980er-Jahren produzierte Fiat zahlreiche Meilensteine des Automobildesigns, angeführt vom minimalistischen Panda, der mit dem Werbespruch „Die tolle Kiste“ vermarktet wurde. Eine Allradvariante wurde bei Steyr-Puch in Österreich gebaut. Es folgten der Uno, welcher ebenfalls von Giugiaro entworfen worden war und der nicht minder erfolgreiche Tipo. Wenngleich die Wagen eine gute Rostvorsorge hatten, wurde den Modellen häufig das Image der Rostlaube angedichtet.

Fiat führte 1987 als erster Hersteller mit dem 1,9 TD i.d. im Croma einen Dieseldirekteinspritzmotor bei PKW ein. Fiat selbst vermarktete dies nie als Innovation, selbst als andere Hersteller Mitte der 1990er-Jahre folgten.

In den 1990er-Jahren wurde der Fiat Marea als erstes Fahrzeug mit Common-Rail-Dieselmotor überhaupt vorgestellt, erneut wurde diese Innovation innerhalb weniger Jahre bei vielen Marken zum Standard. Der Punto ersetzte den Uno und der Seicento den Cinquecento. Zu jener Zeit war es bei Fiat üblich, dass kein Modell den Namen des Vorgänger erhielt, so erfolgreich das Modell auch gewesen war.

1993 waren mehrere Vorstandsmitglieder von Fiat in einen Korruptionsskandal verwickelt.[1]

Der Tempra sowie die Nachfolger Bravo/Brava und Marea waren nur mäßig erfolgreich. In Nischen behaupteten sich der Multipla und die Barchetta.

Seit 2000[Bearbeiten]

Ein großer Erfolg gelang 2007 mit der Neueinführung des neuen Fiat 500 und des neuen Fiat Panda. Der Fiat Doblò wird auch von Opel als Opel Combo D angeboten. Der Fiat 500e (electric) wurde im April 2013 vorgestellt; Fiat rechnet mit einem Verlust von 10.000 USD pro Auto.[2]

Fiat in Deutschland[Bearbeiten]

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden Fiat-Fahrzeuge nach Deutschland exportiert. Aufgrund des Erfolgs gründete Fiat am 5. Mai 1922 die Tochtergesellschaft Deutsche Fiat Automobil-Verkaufs-Aktiengesellschaft. Sitz der Gesellschaft war für viele Jahre Berlin, ab 1929 wurde durch Übernahme des Heilbronner-NSU-Werks auch Fahrzeuge in Deutschland gebaut, dorthin wurde auch der Sitz von Fiat Deutschland verlegt. Die alte NSU existierte weiter, zur Abgrenzung wurde das Fahrzeugwerk fortan NSU-Fiat genannt. 1958 stellte die alte NSU jedoch erneut Fahrzeuge her, und prozessierte erfolgreich gegen Fiat zwecks Unterbindung der Verwendung des Namens NSU. Fiat vermarktete fortan die Fahrzeuge aus dem Heilbronner Werk unter dem Namen Neckar, als die Etablierung dieser neuen Marke nicht langfristig gelang wurde die Produktion auf Fiat-Fahrzeuge umgestellt, und 1973 ganz aufgegeben. Jedoch blieben wichtige Abteilungen von Fiat in Heilbronn bis heute präsent, erst 2007 wurde die Deutschlandniederlassung nach Frankfurt verlegt.[3]

PKW-Neuzulassungen in Deutschland

Jahr Einheiten Marktanteil
2012 72.755 2,40 %
2011 80.125 2,50 %
2010 78.190 2,68 %
2009 163.953 4,31 %
2008 88.111 2,85 %
2007 73.799 2,34 %
2006 78.072 2,25 %
2005 60.112 1,80 %
2004 63.819 1,95 %

Quelle: Kraftfahrtbundesamt (KBA)

Gegenwart[Bearbeiten]

Fiat Sedici (seit 2006)
Fiat 500 (seit 2007)

Traditionell kooperiert Fiat mit PSA, eine Kooperation mit Ford die in letzter Konsequenz eine Unabhängigkeit des Fiat-Konzerns beendet hätte, wurde weitestgehend beendet. Kooperationen existieren weiterhin mit Tata Motors und mit General Motors (Opel). Für das Schlussquartal 2005 konnte die Autosparte des Konzerns erstmals seit viereinviertel Jahren wieder einen Betriebsgewinn verbuchen. Auch der Absatz der neuen Modelle entwickelt sich vielversprechend. So war der Grande Punto im ersten Quartal 2006 der meistverkaufte Pkw Europas. Außerdem erhielt Fiat für den Sedici 7000 Vorbestellungen innerhalb der ersten 10 Tage, somit verkaufte Fiat auf einen Schlag 2/3 der vorgesehenen 10.000 Einheiten bis Ende 2006. Für den neuen Fiat Bravo (Typ 198) waren 70.000 Einheiten bis Ende Februar 2008 zum Verkauf geplant, im August 2007 wurden jedoch schon über 80.000 verkauft. Der neue Fiat 500 übertraf jegliche Erwartungen, die in das Bestellaufkommen gesetzt wurden. Experten deuten dies als „Zeichen eines Turnarounds“ und als „geglückte Sanierung“.

2006 eröffnete Fiat seine neue Marken- und Erlebniswelt Mirafiori Motor Village.

Die Regierung Serbiens und Vertreter des italienischen Automobilkonzerns Fiat haben am 29. September 2008 einen Joint-Venture-Vertrag unterzeichnet, durch den Fiat 67 Prozent des Zastava-Werks in Kragujevac übernimmt. In die Modernisierung von Zastava sollen fast 1 Mrd. Euro investiert werden. Nach den Plänen von Fiat soll die Produktion des Fiat Punto 188/Zastava 10 unter der neuen Bezeichnung für das Jahr 2009 auf 15.000 Autos gesteigert werden. Für die Zeit nach 2009 existieren zurzeit Pläne, im Zastava-Werk die Produktion oder zumindest eine Teilproduktion des neuen Fiat Topolino (ähnlich dem neuen Ford Ka, nicht zu verwechseln mit dem Fiat 500) zu beginnen.

Im Zuge der strategischen Beteiligung der Fiat Group an der Chrysler Group sollen gemeinsame Plattformen entwickelt und genutzt werden. Synergieeffekte sind für Fiat vor allem durch eine engere Zusammenarbeit mit Dodge zu erwarten. Im dritten Quartal 2011 wurde aus dieser der Fiat Freemont vorgestellt, es folgte der Dodge Dart in den USA.

Modelle der Marke Fiat[Bearbeiten]

Modellübersicht[Bearbeiten]

Lizenzfertigung[Bearbeiten]

In den verschiedensten Ländern wurden und werden Fiat-Modelle in Lizenz und teilweise unter anderen Markenbezeichnungen gebaut. So basiert der russische Lada Nova auf dem Fiat 124 aus dem Jahr 1967, die jugoslawischen Zastavas hatten den Fiat 128 und den Fiat 600 zum Vorbild. In Indien wurde der ehemalige Fiat 1100 als Premier gebaut. In der Türkei werden nach wie vor Weiterentwicklungen des Fiat 131 Mirafiori in verschiedenen Versionen unter der Marke Tofaş gebaut. Diese Fahrzeuge tragen teilweise sogar Plaketten mit dem Hinweis darauf, dass es sich um Lizenzbauten von Fiat handelt. Der ehemalige Polski-Fiat 125 von FSO benutzte den Fiat 125 als technische Basis, der Polski-Fiat 126 war ein Nachbau des Fiat 126 von FSM. Auch die spanischen Seat waren bis zum Beginn der 1980er Jahre ausschließlich Fiat-Nachbauten. Von 1966 bis 1968 wurden in Bulgarien unter der Bezeichnung Pirin-Fiat die Fiat-Modelle 850, 850 Coupé, 124 und 124 Kombi aus Originalteilen gefertigt.[4]

Modellhistorie[Bearbeiten]

Zeitleiste der Fiat-Modelle von 1899 bis 1949
Typ 1890er 1900er 1910er 1920er 1930er 1940er
8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Kleinwagen 3,5 HP 500 A / B (Topolino)
Untere Mittelklasse 6 HP / 10 HP 509 / 509 S 508 (Ballila) Ballila 1100 A / B
Mittelklasse 1 1A / Zero 70 501 / 501 S / 502 / 503 514 / 515 1500
Obere Mittelklasse Brevetti 10-12 HP 2 2B 505 507 518
12 HP / 16-20 HP / 16-24 HP Brevetti tipo 2 (15-25 HP) 520 / 521 522 / 524 527 2800
Oberklasse 20-30 HP 3 3A / 3Ter 510 512 525 / 525 S
24-32 HP / 60 HP 28-40 HP / 30-45 HP / 50 HP 4 / 5 / 6 520 „Superfiat“ 519 / 519 S
Zeitleiste der Fiat-Modelle von 1950 bis heute
Typ 1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3
Kleinstwagen 500 („Topolino“) 500 (110/120) 126 Cinquecento (170) Seicento (187) 500 (150)
600 (100) 770 (100) 133 Panda (141) Panda (169) Panda (319)
Kleinwagen 850 (100 G) 127, 147 Uno (146) Punto I (176) Punto II (188) Punto III (199)
Duna/Elba (146) Palio/Strada/Siena/Albea (178/278)
Kompaktklasse 1100 („Ballila“) 1100/1200 Granluce (103) 128 Ritmo (138) Tipo (160) Bravo/Brava (182) Stilo (192) Bravo (198)
Mittelklasse 1400 (101) 1300 (116) 124 131 Mirafiori Regata (138) Tempra (159) Marea (185) Linea (110)
1900 (105) 1500 (115/118) 125 132 Argenta (132) Croma I (154) Croma II (194)
Obere Mittelklasse 1800/2100/2300/ 2300 S Coupé (112/114) 130
Coupé /
Cabrio /
Roadster
8V (104) Dino (135) Coupé (175)
1100 TV Trasformabile (103) 1200 Trasformabile (103) 1500/1600 Spider (115/118) 124 Spider
850 Spider (100G) X1/9 (128 AS) Barchetta (183)
SUV Sedici (189)
Minivan Idea (350) 500L
Kompaktvan 600 Multipla (100) Multipla (186)
Kleinbus / Van 850 T Familiare (100G) 900 Familiare (100G) Ulysse I (220) Ulysse II (179) Freemont
Kastenwagen Fiorino I (127,147) Fiorino II (146)
Hochdachkombi Qubo (300) / Fiorino III (225)
Doblò (119) Doblò (223)
Kleintransporter 600 T 850 T 900 T Scudo I Scudo II (272)
1100 BLR / ELR / I / T 238
Ducato I (280/290) Ducato II (230/244) Ducato III (250)
241 242
  • Auch als Citroën
  • Gemeinsam mit PSA – als Fiat, Peugeot, Citroën (und ggf. Lancia oder Talbot)
  • Auf gemeinsamer Basis mit Ford
  • Auf gemeinsamer Basis mit Suzuki
  • Baugleich mit Dodge

Interne Modellnummern[Bearbeiten]

Fiat verwendet seit den 1950er-Jahren dreistellige interne Modellnummern, die teilweise mit den Verkaufsbezeichnungen übereinstimmten (Fiat 124–133). Hier einige (wenn auch nicht alle) dieser Nummern. Enthalten sind auch einige Fahrzeuge von Schwester-/Tochtergesellschaften :

Interne Modellnummer Verkaufsbezeichnung Bauzeit Bild
Modell 100 Fiat 600, Fiat 770 1955–1969 Diba seat 600.jpg
Modell 100 G Fiat 850 N / Coupé / Spider / T, Fiat 900 T / E 1964–1981 Fiat 850 Special 1968.jpg Fiat 850 Spyder Heck.jpg
Modell 101 Fiat 1400 1950–1958 Fiat 195X.jpg
Modell 103 Fiat 1100-103, Fiat 1200 1953–1970 MHV Fiat 1100-103.jpg
Modell 104 Fiat 8V 1952–1955 1955FiatV8BerlinettaCoupe.jpg
Modell 105 Fiat 1900, Fiat Campagnola 1952–1958 Fiat 195X.jpg
Modell 110 Fiat Nuova 500 Limousine 1957–1977 Classic Fiat 500.jpg
Modell 112 Fiat 1800, Fiat 2100 1959–1968 1959Fiat2100DeLuxe.jpg
Modell 114 Fiat 2300, Fiat 2300 S Coupé 1961–1968 Fiat 2300 estate ca 1968.jpg
Modell 115 Fiat 1500 / C, Fiat 1500 Cabriolet 1961–1968 Fiat 1500.jpg
Modell 116 Fiat 1300 / C 1961–1966 Fiat1300a.jpg
Modell 118 Fiat 1500 / S / L, Fiat 1600 Cabriolet 1961–1968 Fiat1500 1965.jpg
Modell 120 Fiat Nuova 500 Giardiniera (Kombi) 1960–1972 Fiat 500Giardiniera Kombi1969 2.jpg
Modell 124 Fiat 124, Fiat 124 Coupé, Fiat 124 Spider 124 Limousine: 1966–1975
124 Coupé: 1967–1976
124 Spider: 1966–1985
Fiat 124 Coupe Frankfurt 1971.jpg Fiat 124 sp v sst.jpg
Modell 125 Fiat 125 1967–1972 MHV Fiat 125S 1969 01.jpg
Modell 126 Fiat 126, Fiat 126 BIS 1972–2000 Fiat 126 Napoli.jpg Polski Fiat 126 BIS on Rotmistrza Zbigniewa Dunin-Wąsowicza street in Kraków (2).jpg
Modell 127 Fiat 127 1971–1987 Fiat 127 green.jpg
Modell 128 Fiat 128, Fiat X1/9 128: 1969–1983
X1/9: 1972–1988
Fiat 128 front 20100611.jpg Bertonex191500wiki.jpg
Modell 130 Fiat 130, Fiat 130 Coupé 130 Limousine: 1969–1976
130 Coupé: 1971–1977
Fiat 130 165PS 1976 1.jpg Fiat 130 Coupé 1972.JPG
Modell 131 Fiat 131 1974–1984 Fiat 131 S Mirafiori 1600.jpg
Modell 132 Fiat 132, Fiat Argenta 132: 1972–1981
Argenta: 1981–1986
Fiat 132 first iteration in Germany.jpg Fiat Argenta argenta.jpg
Modell 133 Fiat 133 1975–1976 SEAT133front.jpg
Modell 135 Fiat Dino 1966–1974 Fiat Dino reg 1968 1987 cc.JPG FiatDino2400SpiderRear.jpg
Modell 138 Fiat Ritmo, Fiat Regata Ritmo: 1978–1988
Regata: 1983–1990
Fiat-Strada-Front.jpg Fiat Regata rear 20080326.jpg
Modell 141 Fiat Panda (1. + 2. Serie) 1980–2003, Facelift 1986 Fiat Panda 4x4 Trekking front.JPG
Modell 146 Fiat Uno, Fiat Duna Uno: 1983–1995
Duna: 1987–1992
Fiat Uno front 20070829.jpg Fiat Duna.JPG
Modell 147 Fiat 147 (Brasilien) bzw. Fiat Fiorino 1977–2000 1983 Fiat Fiorino Furgão.jpg
Modell 150 Fiat 500 (2007) seit 2007 Fiat 500 front 20080621.jpg Fiat 500 C rear 20100405.jpg
Modell 154 Fiat Croma I 1985–1996, Facelift 1991 Fiat Croma front 20071102.jpg
Modell 159 Fiat Tempra 1990–1996, Facelift 1993 Fiat Tempra front 20070321resized.jpg
Modell 160 Fiat Tipo 1988–1995, Facelift 1993 Tipo Hatchback 1.9 TD.jpg
Modell 169 Fiat Panda (3. Serie) 2003–2012 Fiat-Panda 2003.jpg
Modell 170 Fiat Cinquecento 1991–1998 Fiat Cinquecento front 20080214.jpg
Modell 175 Fiat Coupé 1994–2000 Fiat Coupé front 20090604.jpg
Modell 176 Fiat Punto I 1993–2000, Facelift 1997 Punto gt.jpg
Modell 178 Fiat Palio, Fiat Siena, Fiat Strada seit 1996 Fiat-palio20084.jpg
Modell 179 Fiat Ulysse II 2002–2011, Facelift 2008 Fiat Ulysse 001.jpg
Modell 182 Fiat Bravo, Fiat Brava 1995–2001, Facelift 1998 Fiat Bravo 1.4 12V.JPG Fiat Brava rear 20080318.jpg
Modell 183 Fiat Barchetta 1995–2005, Facelift 2003 Barchetta003.jpg
Modell 185 Fiat Marea 1996–2002, Facelift 1999 Fiat Marea Weekend rear 20090329.jpg
Modell 186 Fiat Multipla 1999–2010, Facelift 2004 Multipla1.JPG
Modell 187 Fiat Seicento 1998–2009, Facelift 2000 Fiat Seicento front 20080127.jpg
Modell 188 Fiat Punto II 1999–2007, Facelift 2003 Fiat Punto II front 20100509.jpg
Modell 192 Fiat Stilo 2001–2008, Facelift 2004 Fiat Stilo front 20080118.jpg
Modell 194 Fiat Croma II 2005–2010, Facelift 2008 Frontale3quarti FiatCroma.JPG
Modell 198 Fiat Bravo 2007–2014 Fiat Bravo front 20080318.jpg
Modell 199 Fiat Grande Punto, Fiat Punto Evo seit 2005, Facelift 2009 Fiat Grande Punto 20090402 front.JPG Punto EVO.jpg
Modell 220 Fiat Ulysse I, Fiat Scudo Ulysse: 1994–2002, Facelift 1998
Scudo: 1995–2006, Facelift 2004
Fiat Ulysse front 20080108.jpg Fiat Scudo I.JPG
Modell 223 Fiat Doblò (Cargo). Als Pkw: Modell 119 seit 2001 Fiat Doblo Facelift 20090712 front.JPG
Modell 230 Fiat Ducato 2. Serie (Bus, Kastenwagen, Pritschenwagen) 1994–2002 Fiat Ducato II 20090402 front.JPG
Modell 238 Fiat 238 Bus, Pritschenwagen 1966–1982 Fiat 238 E 1.jpg
Modell 242 Fiat 242 Kastenwagen, Pritschenwagen 1975–1987 Citroen C35 1980 right.jpg
Modell 244 Fiat Ducato 2. Serie (Facelift) 2002–2006 Fiat Ducato II Facelift front 20081227.jpg
Modell 250 Fiat Ducato 3. Serie seit 2006 Fiat Ducato MTP07.jpg
Modell 280 Fiat Ducato 1. Serie (Bus, Kasten- u. Pritschenwagen) 1981–1990 It police truck.jpg
Modell 290 Fiat Ducato/Talento 1. Serie (Facelift) 1990–1994 Fiat Ducato I front 20100505.jpg
Modell 326 Fiat Palio II, Fiat Grand Siena seit 2011
Modell 327 Fiat "Novo" Uno seit 2010 2011 Fiat Uno 1.4 Attractive.jpg
Modell 330 Fiat 500L seit 2012 2012 Geneva Motor Show - Fiat 500L.jpg
Modell 334 Fiat 500XL seit 2013
Modell 349 Fiat Panda III seit 2011 2012 Fiat Panda III 1.2.JPG
Modell 350 Fiat Idea seit 2003 Fiat Idea front 20071102.jpg

Fiat-Markenlogos[Bearbeiten]

Nahezu alle Fiat-Logos beinhalten den Jugendstil-Schriftzug mit dem angeschrägten „A“.

Als Adrian Frutiger engagiert wurde, das Corporate Design der Marke neu zu gestalten, entwarf er ein Rautenraster, das sich von den Prospekten bis zu dem Schriftzug der Modelle und dem Markenlogo herunterdeklinieren ließ. Im Sinne der späten 1960er Jahre brach es bewusst mit der Tradition.

Projekte[Bearbeiten]

Phylla[Bearbeiten]

Das Forschungsprojekt Phylla (griechisch für Blatt) wurde ab 2007[5] zusammen mit dem Politecnico di Torino, der Handelskammer Turin, dem Europäischen Design-Institut und dem Biokunststoffproduzent Novamont betrieben[6] und von der Regionalregierung des Piemont mit 1,2 Millionen Euro finanziert.[7] Es sollte im Jahr 2010 in Serienproduktion gehen, hatte jedoch im März 2011 noch Studien-Status.[8]

Das Auto hat eine Länge von 2,99 Meter, ein Gewicht von 750 kg und 4 Sitzplätze.[9] Die Kunststoffe, die für die Karosserie verwendet wurden, sollen vollständig biologisch abbaubar sein.

Als emissionsfreie Antriebe sollen drei Alternativen zur Verfügung stehen:

  • Lithium-Ionen-Batterien (Reichweite: 145 Kilometer) oder
  • Lithium-Polymer-Batterien (Reichweite: 220 Kilometer) evtl.
  • ein Wasserstoffmotor oder eine kleine Brennstoffzelle

Der Strom sollte nicht nur aus der Steckdose, sondern über Photovoltaikzellen erzeugt werden, um pro Tag eine Strecke von 12 bis 18 Kilometern zu erreichen.

Aufgrund der Architektur, die Fahrgastzelle und Fahrgestell als getrennte Einheiten definiert, sollte sich das Auto ohne großen Aufwand als viersitziger Pkw, als Pick-up, Minilieferwagen oder Behindertenfahrzeug produzieren lassen.[10]

P-MOB[Bearbeiten]

Seit Mai 2010 existiert ein Projekt namens P-MOB, an dem neben Fiat unter anderem auch Siemens und die University of Sheffield beteiligt sind.[11] Bis zum Projektende am 30. April 2013 sollte ein Fahrzeug mit integrierten Photovoltaikzellen entwickelt werden.[12][13]

Steuervermeidung[Bearbeiten]

Die Europäische Union überprüft derzeit (Stand: Juni 2014), ob die von Fiat genutzten Steuersparmodelle europäisches Wettbewerbsrecht verletzen. Die Überprüfung soll klären, ob es sich bei den Steuersparmodellen um unerlaubte staatliche Beihilfen handelt.[14]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. New York Times:Web of Scandal: A special report.; Broad Bribery Investigation Is Ensnaring the Elite of Italy
  2. First Fiat EV will lose $10,000 per car, Marchionne says (engl.)
  3. http://www.autohaus.de/90-jahre-fiat-in-deutschland-1099102.html
  4. Michael Dünnebier, Eberhard Kittler: Personenkraftwagen sozialistischer Länder. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1990, ISBN 3-344-00382-8, S. 20.
  5. repubblica.it: Fiat e regione Piemonte insieme per l'auto solare, 7. Dezember 2007, Zugriff am 20. Dezember 2011
  6. fiatspa.com: Phylla, Zugriff am 20. Dezember 2011
  7. gtai.de: Italien setzt auf Elektromobilität, 22. September 2010, Zugriff am 20. Dezember 2011
  8. osz-lotis.de: OSZ Lotis Berlin: Oberstufenzentrum Lotis Berlin - Mit AIRE Plus in Turin, Zugriff am 20. Dezember 2011
  9. enecomitalia.com: Datenblatt (PDF-Datei; 1,04 MB), Zugriff am 20. Dezember 2011
  10. der Spiegel: Fiat-Forschungsauto Phylla
  11. integrare.it: Research, Zugriff am 20. Dezember 2011
  12. eeepro.shef.ac.uk: P-MOB Objectives, Zugriff am 20. Dezember 2011
  13. cordis.europa.eu: P-MOB: Integrated Enabling Technologies for Efficient Electrical Personal Mobility, Zugriff am 20. Dezember 2011
  14. Europäische Kommission, Presseerklärung, State aid: Commission investigates transfer pricing arrangements on corporate taxation of Apple (Ireland) Starbucks (Netherlands) and Fiat Finance and Trade (Luxembourg), 11. Juni 2014