Fiat M11/39

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Bei Tobruk erbeutete M11/39.

Der Panzerkampfwagen Fiat M11/39 war ursprünglich als Infanterieunterstützungspanzer entwickelt worden. Gebaut im Jahr 1937 war er mit einer 37-mm-Kanone in der Fahrerfront und zwei MGs im Kommandantenturm bewaffnet. Er erhielt einen für die damalige Zeit sehr innovativen Dieselmotor von Fiat. Allerdings sorgten seine schmalen Räder und harten Ketten für miserable Fahreigenschaften.

Eingesetzt wurde der M11/39 vor allem in Afrika als Ersatz für die nicht vorhandenen italienischen mittelschweren Kampfpanzer – eine Rolle, die er schlechter nicht ausfüllen konnte. Gegen die britischen Panzer vom Typ Matilda oder Crusader hatte der M11 so gut wie keine Chance. Bereits im Jahr 1940 war er für den Fronteinsatz völlig ungeeignet.

In der Sowjetunion kam der M11 nicht zum Einsatz, da bereits ein Großteil der Fahrzeuge in Nordafrika vernichtet worden war. Ab 1941 wurde dort der M13/40 zum Einsatz gebracht.

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Produktionszeitraum: 1937–1940
  • Besatzung: 3 Personen
  • Länge: 4,73 Meter
  • Breite: 2,18 Meter
  • Höhe: 2,25 Meter
  • Masse: 10,97 t
  • Überschreitfähigkeit: 2 Meter
  • Kletterfähigkeit: 80 cm
  • Watfähigkeit: 1 Meter
  • Antrieb: flüssigkeitsgekühlter V-8-Motor Fiat SPA 8 T
  • Geschwindigkeit: 39 km/h
  • Fahrbereich: 200 km
  • Bewaffnung:
    • 37-mm-Kanone Vickers Termi L/40 mit 84 Schuss
    • zwei 8-mm-Breda-MGs Modell 38 mit 2800 Schuss
  • Panzerung:
    • Wannenbug: 30 mm
    • Front: 14 mm
    • Fahrerfront: 30 mm
    • Seiten: 14–15 mm
    • Motorabdeckung: 8 mm
    • Boden: 10 mm
    • Turm: 30 mm (Front) / 14 mm (Seiten und Heck) / 7 mm (Decke)

Siehe auch[Bearbeiten]