Fiat Punto

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fiat Punto
Produktionszeitraum: seit 1993
Klasse: Kleinwagen
Karosserieversionen: Kombilimousine, Cabriolet
Vorgängermodell: Fiat Uno
Nachfolgemodell: keines

Der Fiat Punto ist ein Kleinwagen von Fiat. Er ist der Nachfolger des Fiat Uno und kam im November 1993 auf den Markt. Seit September 2005 wird er in der dritten Modellgeneration verkauft.

Der Punto besitzt einen quer eingebauten Frontmotor und Frontantrieb.

Punto (Typ 176, 1993–2000)[Bearbeiten]

1. Generation
Fiat Punto Fünftürer (1993–1997)

Fiat Punto Fünftürer (1993–1997)

Produktionszeitraum: 1993–2000
Karosserieversionen: Kombilimousine, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
1,1–1,6 Liter
(40–98 kW)
Dieselmotoren:
1,7 Liter
(42–52 kW)
Länge: 3760 mm
Breite: 1625 mm
Höhe: 1460 mm
Radstand: 2450 mm
Leergewicht: 842–1070 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (1997)[1] Crashtest-Stern 2.svg

Die erste Generation wurde im Mai 1993 als drei- sowie fünftüriges Steilheck in Turin vorgestellt und kam im November desselben Jahres in den Handel.

Im April 1994 erschien zusätzlich noch ein Cabriolet, was auch dazu beitrug, dass er 1996 zum meistverkauften Auto in Europa avancierte. Der Punto gewann auch den Titel „Auto des Jahres 1995“. Das Cabriolet war mit 1,2 Liter-Motor mit 59, 60, 86 PS sowie einen 1,6 Liter Motor mit 65 kW/88 PS erhältlich.

Die Räder sind vorn an Querlenkern mit MacPherson-Federbeinen und hinten an gezogenen Schwingarmen (Längslenker) mit Schraubenfedern und Teleskopstoßdämpfern[2] aufgehängt.

Das Design stammt von Giorgetto Giugiaro. Der Punto war der erste Kleinwagen von Fiat mit einer Verzinkung wichtiger Karosserieteile. Anfangs wurden folgende Ottomotoren angeboten: 40 kW (54 PS), 43 kW (58 PS, später 44 kW (60 PS)), 54 kW (73 PS), 65 kW (88 PS, später 63 kW (86 PS)) und 98 kW (133 PS, später 96 kW (130 PS))[3]. Letztere Version war der Punto GT mit einem 1,4-Liter-Motor mit Turbolader. Außerdem gab es das Fahrzeug mit einem Dieselmotor mit 52 kW (71 PS, später 42 kW (57 PS), 46 kW (63 PS) und 51 kW (69 PS)).

Ausstattungsvarianten in Deutschland
  • S
  • SX
  • ELX
  • Sporting
  • GT

1995 gab es auch noch die Ausstattungsvarianten „ED“, „EL“ und „HSD“. Letztere hatte für damalige Verhältnisse mit Fahrerairbag (ab 1996 Doppelairbag), ABS und vier Kopfstützen eine besonders gute Sicherheitsausstattung.

Die Variante „ED“ („ED“ stand für Economy Drive) mit 55-PS-Motor hatte dieselbe Ausstattung wie „S“, jedoch mit 5-Gang-Getriebe mit anderer Abstufung, wodurch die maximale Höchstgeschwindigkeit etwas niedriger war.

Die Variante „6-Speed“ gab es ab 05/1995 nur für den 1,1-l-Motor und hatte ein Sechsganggetriebe. Der Punto Selecta hatte ein stufenloses ECVT-Automatikgetriebe und war ab 03/1994 nur für den Punto 60 erhältlich.

Des Weiteren gab es noch einige Sondermodelle wie Cult, Sole, Team, Stile oder Start.

Modellpflege[Bearbeiten]

Fiat Punto Dreitürer (1997–1999)

Im April 1997 folgte eine leichte Modellpflege, die unter anderem geänderte Farben und Sitzbezüge, ein etwas dunkleres Armaturenbrett und geänderte Stoßfänger umfasste. Außerdem wurde der 1,6-Liter-Motor mit 88 PS durch einen 1,2-Liter-Vierventilmotor mit 86 PS ersetzt.

Im August 1999 wurde die Produktion des Punto eingestellt. Das Cabriolet lief noch bis Juni 2000 vom Band.

Technische Daten[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

  • Radaufhängung vorn: Querlenker, MacPherson-Federbein, Stabilisator.
  • Radaufhängung hinten: Schwingen, (Längslenker), Teleskopstoßdämpfer, Schraubenfedern, Stabilisator.
  • Lenkung: Zahnstangenlenkung
  • Bremsen: Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet und ABS (GT) bzw. Scheibenbremsen vorn und Trommelbremsen hinten; ABS Serie bei 75, 85 16V und 90.
  • Karosserie: Selbsttragende Stahlblechkarosserie, teilverzinkt

Motoren[Bearbeiten]

Ottomotoren
Modell Hubraum
cm³
Max. Leistung Max. Drehmoment Motorkennung 0-100 km/h Vmax Bauzeitraum Bemerkungen
55 1108 40 kW (54 PS) bei 5500/min 85 Nm bei 3500/min 176A6000 17,0 (16,0) s 150 km/h 05.1993–08.1996 ab 05.1995 auch mit 6-Gang-Getriebe erhältlich
86 Nm bei 3250/min 176B2000 16,5 (16,0) s 150 km/h 09.1996–08.1999 auch mit 6-Gang-Getriebe erhältlich
60 1242 43 kW (58 PS) bei 5500/min 96 Nm bei 3000/min 176A7000 14,5 s 160 km/h 01.1994–06.1995 auch als Cabrio erhältlich
44 kW (60 PS) bei 5500/min 96 Nm bei 3000/min 176B4000 14,5 (17,0) s 160 (150) km/h 06.1995–06.2000 auch mit Automatik, auch als Cabrio erhältlich
75 1242 54 kW (73 PS) bei 6000/min 106 Nm bei 4000/min 176A8000 12,0 s 170 km/h 10.1993–08.1999
85 16V 1242 63 kW (86 PS) bei 6000/min 113 Nm bei 4500/min 176B9000 11,4 s 175 km/h 04.1997–06.2000 auch als Cabrio erhältlich
90 1581 65 kW (88 PS) bei 5750/min 127 Nm bei 2750/min 176A9000 11,0 s 178 km/h 01.1994–04.1997 auch als Cabrio erhältlich
GT 1372 96 kW (130 PS) bei 5600/min 200 Nm bei 3000/min 176B6000 7,9 s 200 km/h 04.1997–09.1999 mit Turbolader
98 kW (133 PS) bei 5750/min 204 Nm bei 3000/min 176A4000 8,0 s 200 km/h 01.1994–04.1997 mit Turbolader
Dieselmotoren
Modell Hubraum
cm³
Max. Leistung Max. Drehmoment Motorkennung 0-100 km/h Vmax Bauzeitraum Bemerkungen
D 1698 42 kW (57 PS) bei 4500/min 98 Nm bei 2500/min 176B3000 20,0 s 150 km/h 04.1994–09.1997
TD 60 1698 46 kW (63 PS) bei 4500/min 118 Nm bei 2500/min 176B7000 16,8 s 155 km/h 09.1996–09.1999
TD 70 1698 52 kW (71 PS) bei 4500/min 134 Nm bei 2500/min 176A5000 14,8 s 163 km/h 01.1994–09.1997
51 kW (69 PS) bei 4500/min 134 Nm bei 2500/min 176A3000 15,5 s 163 km/h 01.1994–09.1999 mit Oxi-Kat
  • Alle Motoren sind Reihenvierzylinder.
  • Die Verfügbarkeit der Motoren war von Modell, Ausstattung und Markt abhängig.

Punto (Typ 188, 1999–2007)[Bearbeiten]

2. Generation
Fiat Punto Dreitürer (1999–2003)

Fiat Punto Dreitürer (1999–2003)

Produktionszeitraum: 1999–2007
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,2–1,8 Liter
(38–96 kW)
Dieselmotoren:
1,3–1,9 Liter
(44–74 kW)
Länge: 3800–3835 mm
Breite: 1660 mm
Höhe: 1480 mm
Radstand: 2460 mm
Leergewicht: 860–1055 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2000)[4] Crashtest-Stern 4.svg

Zum 100. Geburtstag von Fiat wurde im Mai 1999 die zweite Modellgeneration des Fiat Punto vorgestellt, die im September 1999 auf den Markt kam.

Dieser Punto ist im Gegensatz zum Vorgänger nur als Drei- und Fünftürer erhältlich. Technische Besonderheit ist die elektrisch unterstützte Lenkung. Im „City“-Modus benötigt man sehr wenig Kraft zum Lenken. So lässt sich sehr leicht einparken. Ab 50 km/h wird dann automatisch wieder die „Standardunterstützung“ eingestellt, d.h. man benötigt wieder etwas mehr Kraft zum Lenken.

Der Fiat Punto Rallye wurde für Autorennen entwickelt und rennfertig an den Kunden ausgeliefert. Lediglich die Fahrwerksabstimmung musste noch vorgenommen werden. 2001 wurde die „Abarth“-Version mit einem 1.8-16V-Motor und niedrigerem Gewicht vorgestellt.

Ausstattungsvarianten in Deutschland
  • S (60 PS-Benziner)
  • SX (60 PS-Benziner / 80 PS-Diesel)
  • ELX (80 PS, Benziner und Diesel)
  • HLX (80 PS-Benziner)
  • Emotion (85 und 100 PS-Diesel)
  • Sporting (80 und 95 PS-Benziner)
  • HGT (131 PS-Benziner)

Im März 2003 rollte der fünfmillionste Wagen für den europäischen Markt vom Band. Im Juni 2005 betrug die Anzahl der bis dahin produzierten Puntos sechs Millionen.

Modellpflege[Bearbeiten]

Im Juni 2003 erhielt der Punto ein Facelift. Dabei wurde die Frontpartie neu gestaltet und das Heck geringfügig überarbeitet. Die Ausstattungsvarianten wurden mit der Überarbeitung in Active, Dynamic, Emotion, Sporting und Abarth für das Spitzenmodell (131 PS) umbenannt. Kurzzeitig gab es auch die Varianten Class, GO, Sole, Sound und Start.

Die zweite Modellgeneration blieb in mehreren Ländern in der fünftürigen Variante als günstiges Einstiegsmodell Punto Start bis Ende 2007 im Programm und wird für andere, vor allem osteuropäische Märkte bei Zastava als Zastava 10 produziert und teilweise auch weiterhin als Fiat verkauft (z. B. in Ungarn). In Italien und Österreich wurde die alte Generation des Punto unter der Bezeichnung Punto Classic bis Ende 2009 weiterhin verkauft.

In Ägypten dagegen wurde der Wechsel nicht vollzogen und der Punto wird seither noch in der alten Version von 1999 bei der El-Mashreq Company weiterhin montiert.[5]

Technische Daten[Bearbeiten]

Ottomotoren
Modell Hubraum
cm³
Max. Leistung Max. Drehmoment Motorkennung 0-100 km/h Vmax Bauzeitraum Bemerkungen
1.2 8V 1242 44 kW (60 PS) bei 5000/min 102 Nm bei 2500/min 188A4000 14,3 s 155 km/h 09.1999–08.2005 als Classic bis 12.2007
1.2 8V Natural Power 1242 44 kW (60 PS) bei 5000/min
(38 kW (52 PS) bei 5000/min)
102 Nm bei 2500/min
(88 Nm bei 3000/min)
188A4000 17,0 (19,0) s 151 (145) km/h 09.2003–08.2005 nur im Fünftürer; im Gasbetrieb reduzierte Leistung
als Classic bis 12.2007
1.2 16V 1242 59 kW (80 PS) bei 5000/min 114 Nm bei 4000/min 188A5000 11,4 s 172 km/h 09.1999–08.2005
1.4 16V 1368 70 kW (95 PS) bei 5800/min 128 Nm bei 4500/min 843A1000 9,9 s 178 km/h 09.2003–08.2005
1.8 16V 1747 96 kW (130 PS) bei 6300/min 164 Nm bei 4300/min 188A6000 8,6 s 205 km/h 09.1999–08.2005 nur als HGT/Abarth
nicht für E10-Kraftstoff geeignet[6]
Dieselmotoren
Modell Hubraum
cm³
Max. Leistung Max. Drehmoment Motorkennung 0-100 km/h Vmax Bauzeitraum Bemerkungen
1.3 JTD Multijet 16V 1248 51 kW (69 PS) bei 4000/min 180 Nm bei 1750/min 188A9000 13,4 s 164 km/h 06.2003–08.2005 als Classic bis 12.2007
1.9 D 8V 1910 44 kW (60 PS) bei 4500/min 118 Nm bei 2250/min 188A3000 15,0 s 155 km/h 09.1999–06.2003 nicht auf dem deutschen Markt
1.9 JTD 8V 1910 59 kW (80 PS) bei 3000/min 196 Nm bei 1500/min 188A2000 12,2 s 170 km/h 09.1999–10.2001
1.9 JTD 8V 1910 63 kW (85 PS) bei 3500/min 196 Nm bei 1500/min 188A7000 12,2 s 173 km/h 10.2001–06.2003
1.9 JTD Multijet 8V 1910 74 kW (100 PS) bei 4000/min 260 Nm bei 1750/min 188B2000 9,6 s 185 km/h 06.2003–08.2005
  • Alle Motoren sind Reihenvierzylinder.
  • Die Verfügbarkeit der Motoren war von Modell, Ausstattung und Markt abhängig.

Punto (Typ 199, seit 2005)[Bearbeiten]

3. Generation
Fiat Grande Punto Dreitürer (2005–2009)

Fiat Grande Punto Dreitürer (2005–2009)

Produktionszeitraum: seit 2005
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,2–1,4 Liter
(48–132 kW)
Dieselmotoren:
1,3–1,9 Liter
(55–96 kW)
Länge: 4030–4065 mm
Breite: 1687 mm
Höhe: 1490 mm
Radstand: 2510 mm
Leergewicht: 1040–1280 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2005)[7] Crashtest-Stern 5.svg
CO2-Emission: 108–149 g/km
Kraftstoffverbrauch kombiniert (EG-Norm): 4,1–6,0 l/100 km

Grande Punto (2005–2009)[Bearbeiten]

Im Spätsommer 2005 kam der Grande Punto zunächst als Dreitürer auf den Markt, im Frühjahr 2006 folgte der Fünftürer.

Die dritte Modellgeneration ist um ca. 20 cm länger und ca. 2 cm breiter als das Vorgängermodell (daher das „Grande“). Auch bezüglich der Verarbeitungsqualität sind Fortschritte gemacht worden. Mit fünf Sternen im Euro-NCAP-Test gehört der neue Punto zu den sichersten Vertretern seiner Klasse.

Der Grande Punto war im ersten Quartal 2006 das meistverkaufte Auto in Westeuropa, ein Ergebnis, das seit fast zehn Jahren von keinem italienischen Modell mehr erreicht wurde. Der Verkaufserfolg des Grande Punto ist wichtig für die finanzielle Entwicklung des Fiat-Konzerns.

Ein Schwestermodell des Grande Punto soll 2012 auf dem chinesischen Markt unter dem Namen Fiat C-Medium etabliert werden. Hersteller dessen wird die GAC Fiat Automobiles Co., Ltd. in Changsha sein.

Ausstattungsvarianten in Deutschland

In Deutschland werden sieben Ausstattungslinien angeboten: Go, Active, Dynamic, Linea Sportiva Speed, Linea Sportive Racing, Linea Sportiva Sport und Emotion:

  • Active: elektrische Fensterheber vorne, Fahrer- und Beifahrerairbags
  • Dynamic: zusätzlich zu der „Active“-Ausstattung: Seitenairbags vorne, asymmetrisch umklappbare Rücksitzbank, höhenverstellbarer Fahrersitz, Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung, Klimaanlage manuell
  • Emotion: zusätzlich zu der „Dynamic“-Ausstattung: Kopfairbags vorn und hinten, ESP mit Bremsassistent und Berganfahrtshilfe hill holder,Nebelscheinwerfer, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Blaupunkt-RDS-Autoradio mit CD-Player und sechs Lautsprechern, Radiobedienelemente am Lenkrad
  • Sport: zusätzlich zu der „Emotion“-Ausstattung (ohne Zwei-Zonen-Klimaanlage): ESP mit Bremsassistent und Berganfahrtshilfe, Heckspoiler und Seitenschweller, vier Sitze (3-Türer, fünf Sitzplätze beim Fünftürer) in sportivem Design, Sportfahrwerk, Autoradio mit CD- und MP3-Player sowie sechs Lautsprechern

In Österreich ist außerdem die Ausstattungslinie Gran Luce erhältlich, die mit einem Panoramaglasdach und einer Klimaautomatik aufwartet, sowie die sportlich ausgerichtete Linea Sportiva mit u. a. Sportfahrwerk und Leichtmetallfelgen.

Gegen Aufpreis sind weitere Extras erhältlich, wie beispielsweise die zusammen mit Microsoft entwickelte „Blue + Me“-Funkfreisprechanlage, das Komfortpaket mit Mittelarmlehne und elektrischer Lordosenstütze, das zusammen mit einem amerikanischen Unternehmen entwickelte Interscope-HiFi-System, getönte Scheiben, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und vieles mehr. Für alle Selbstzünder (Dieselmotoren) ist gegen einen Aufpreis ein Partikelfilter lieferbar.

Der Opel Corsa D und der „Grande Punto“ teilen sich die Punto3-ZFA199-Plattform, die gemeinsam mit Fiat entwickelt wurde, daher sind etwa 30 % der Teile und technischen Komponenten identisch.

Seit Mai 2008 erweitert der Abarth Grande Punto mit einem 1,4-l-T-Jet-Motor mit 114 kW (155 PS)[8][9] bzw. 132 kW (180 PS) als Supersport die Modellpalette. Für den Abarth Grande Punto 114 kW (155 PS) ist zusätzlich das Performance Kit „esseesse“ erhältlich, welches die Motorleistung auf 132 kW (180 PS)[10] steigert. Diese Abarth-Modelle sollen mit besonders sportlichem Aussehen und anderen Ausstattungen vor allem dem VW Polo GTI und Polo GTI Cup Edition Konkurrenz machen.

Aktuell startet Fiat mit dem Grande Punto S2000 Abarth auch werksseitig in der Intercontinental Rally Challenge, die man 2006 mit dem Piloten Giandomenico Basso gewinnen konnte.

Punto Evo (2009–2011)[Bearbeiten]

Ab dem 24. Oktober 2009 wurde der Punto Evo sowohl als Drei- als auch als Fünftürer verkauft. Die neue Version besitzt neben optischen Veränderungen unter anderem neue sogenannte MultiAir-Motoren, die ab Januar 2010 bestellbar war. Mitte 2010 folgte noch die Abarth-Variante mit nun 120 kW (163 PS). Seit Anfang Januar 2011 heißt das Fahrzeug wieder schlicht Punto.

Fiat Punto Evo Dreitürer (2009–2011)

Antrieb und Ausstattung weisen gegenüber dem Vorgänger Grande Punto einige Veränderungen auf. Dazu gehören neben der „MultiAir“-Motorentechnologie auch die Sicherheitsausstattung mit serienmäßig nun sieben Airbags inklusive Knie-Airbag sowie das elektronische Stabilitätsprogramm ESP mit Berganfahrhilfe.

Sicherheit
Mit fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest gehört er zu den sichersten Vertretern seiner Klasse. Sechs Airbags sind serienmäßig ab Version Dynamic, es sind Fahrer- und Beifahrerairbag, zwei Kopfairbags sowie zwei Seitenairbags vorne, optional ist der Knie-Airbag für den Fahrer. Außerdem ist der Punto Evo mit einem Antiblockiersystem mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBD), elektronischem Stabilitätsprogramm (ESP) mit Antriebsschlupfregelung (ASR) sowie Berganfahrhilfe ausgestattet.

Umweltschutz
Beim Fiat Punto Evo mit den Multiair-Motoren (Benziner) sind CO2-Abgase und Schadstoffemissionen gegenüber den herkömmlichen Motoren reduziert. Diese erfüllen die Euro-5-Abgasnorm.

Start-Stopp-Automatik
Alle Turbodiesel-Triebwerke sowie Euro-5-Benzinmotoren sind serienmäßig mit einer Start-Stopp-Automatik ausgestattet. Dieses System schaltet den Motor beim Einlegen des Leerlaufs und Loslassen der Kupplung automatisch aus, und wieder an, wenn das Kupplungspedal getreten und eingekuppelt wird.

Eco:DriveTM
Das Anwendungsprogramm eco:DriveTM, liefert in Echtzeit Informationen zum Fahrstil und macht Vorschläge, wie man in der aktuellen Fahrsituation umweltfreundlicher fahren und gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch durch optimiertes Schalten, Beschleunigen und Abbremsen optimieren kann – eine energiesparende Fahrweise. Dieses System gab es bereits im Vorgängermodell.

Karosseriedesign
Im Vergleich zum Fiat Grande Punto wurde die Karosserie des Fiat Punto Evo von den Designern des Centro Stile Fiat im Bereich der Kunststoffteile überarbeitet. Auffällige Merkmale sind die auffallend herausgearbeitete Fahrzeugfront, die von charakteristischen Scheinwerfern mit integriertem Tagfahrlicht bestimmt wird, und das markante Design des Hecks. Der überarbeitete Stoßfänger bietet zusätzliche Sicherheit im Verkehr. Zierleisten an der Seite betonen laut Fiat die dynamische Linienführung. Hinten setzen Heckleuchten in L-Form Akzente.

Innenausstattung
Wie die Karosserie wurde auch der Innenraum des Fiat Punto Evo völlig neu gestaltet. Die Mittelkonsole ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Das obere Segment enthält das Modul für die Audioanlage inklusive mittig positioniertem LC-Display, Belüftungsdüsen und Staufach. Am unteren Teil befinden sich die Bedienungseinrichtungen der Belüftungs- und Klimaanlage. Optional ist auch das neu entwickelte Blue&Me TomTom erhältlich, das Satellitennavigation, Freisprechanlage und Entertainmentfunktionen in einem Gerät vereint. Eine Neuheit ist die erstmals in einem Fahrzeug der Marke Fiat eingesetzte Ambient-Beleuchtung. Die Mittelkonsole wird dabei von einem indirekten Licht beleuchtet.

Der Punto Evo wurde in Deutschland in vier Ausstattungsvarianten angeboten:

  • Active: vier Airbags, Antiblockiersystem für die Bremsen (ABS), elektronische Bremskraftverteilung (EBD), elektronisches Fahrstabilitätsprogramm (ESP) mit Antriebsschlupfregelung (ASR) und Anfahrhilfe am Berg (Hill Holder), elektrisch unterstützte Servolenkung Dualdrive, Wärmeschutzverglasung, höhen- und axialverstellbares Lenkrad, höhenverstellbarer Fahrersitz, elektrisch verstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne, Zentralverriegelung sowie Tagfahrlicht
  • Dynamic (zusätzlich zur Ausstattung Active): sechs Airbags, manuelle Klimaanlage, im Verhältnis 60:40 umklappbare Rücksitzbank, RDS-Autoradio mit CD- und MP3-Player, Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung sowie in Wagenfarbe lackierte Außenspiegel und Türgriffe
  • Racing (zusätzlich zur Ausstattung Dynamic): Nebelscheinwerfer mit integrierter Abbiegelicht-Funktion, Lederlenkrad, Infotainmentsystem Blue&Me, beheizbare Außenspiegel, 16"-Leichtmetallfelgen, getönte Scheiben hinten, verchromte Einstiegsleisten und abgedunkelte Scheinwerfergläser
  • Sport (zusätzlich zur Ausstattung Racing): Ambiente-Beleuchtung des Innenraums, 17"-Leichtmetallfelgen, Dachspoiler und Seitenschweller in Wagenfarbe und verchromte Außenspiegelgehäuse[11]

Die Preise haben sich gegenüber der Vorgängerversion erhöht, da verschiedene Ausstattungsmerkmale aufgrund der prinzipiellen Ausrüstung mit dem ESP weggefallen sind und nun aufpreispflichtig waren. Die Preise für Sonderausstattungen wurden ebenfalls angehoben, so sind beispielsweise die Aufpreise für Sonderfarben gestiegen.

Punto (seit 2012)[Bearbeiten]

Anfang Januar 2012 wurde eine kleine Modellpflege durchgeführt. Dabei entfiel die Chromleiste an der Front. Neben einem neuen 85 PS starken Turbo-Benziner wird ein gleich starker Selbstzünder-Diesel angeboten, dessen Verbrauch mit 3,5 l auf 100 km angegeben wird.

Seit der Überarbeitung gibt es nur noch drei Ausstattungen: Pop, Easy und Sport. Jede Ausstattungsvariante kostet 1000 Euro Aufpreis.[12]

Motoren[Bearbeiten]

Die Motoren sind mit der neu entwickelten MultiAir-Technik ausgestattet, die eine Steigerung der Maxima von Leistung und Drehmoment bei reduziertem Durchschnittsverbrauch möglich machen soll. So bietet zum Beispiel der 1.4-16V-MultiAir-Motor des Fiat Punto Evo 12 Prozent mehr Leistung und ein um rund 15 Prozent gesteigertes maximales Drehmoment. Die Einlassventile werden nunmehr über ein elektronisch gesteuertes hydraulisches System betätigt. Dadurch sind Zeitpunkt, Dauer und Anzahl der Ventilöffnungen variabel, wodurch die Drosselklappe im Ansaugtrakt nicht mehr benötigt wird. Die Drosselverluste, die vor allem bei nicht vollständig geöffneter Drosselklappe die Effizienz des Motors beeinträchtigen, sollen dadurch vermindert werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fiat Punto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Crashtest des Punto Typ 176, 1997 (abgerufen am 25. Juli 2014, englisch)
  2. Erläuterung mit Bildern der Hinterradaufhängung auf www.motor-talk.de (PDF)
  3. auto motor sport, Heft 18 vom 27. August 1993
  4. Crashtest des Punto Typ 188, 2000 (abgerufen am 25. Juli 2014, englisch)
  5. http://www.seoudi.com/newmash/bunto.htm
  6. E10 (abgerufen am 26. Juli 2014)
  7. Crashtest des Grande Punto/Punto Typ 199, 2005 (abgerufen am 25. Juli 2014, englisch)
  8. Spiegel online
  9. Auto Bild
  10. Abarth Grande Punto Esseesse Kit
  11. [1]
  12. Testberichte und Videos auf www.motorvision.de