Fiat Regata

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fiat
Fiat Regata (1983–1990)

Fiat Regata (1983–1990)

Regata
Produktionszeitraum: 1983–1990
Klasse: Kompaktklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,6 Liter
(48–74 kW)
Dieselmotoren:
1,7–1,9 Liter
(43–59 kW)
Länge: 4260–4265 mm
Breite: 1651 mm
Höhe: 1412–1450 mm
Radstand: 2450–2455 mm
Leergewicht: 890–1035 kg
Vorgängermodell: Fiat 131 Mirafiori
Nachfolgemodell: Fiat Tempra

Der Fiat Regata (Typ 138) ist ein von August 1983 bis Januar 1990 gebautes Pkw-Modell des italienischen Automobilherstellers Fiat. Der Regata basiert auf der Plattform des Fiat Ritmo, ebenso wie die technisch verwandten Modelle Seat Malaga und Ronda.

Karosserievarianten[Bearbeiten]

Der Fiat Regata wurde zunächst nur als viertürige Limousine mit Stufenheck angeboten. Im September 1984 folgte der fünftürige Kombi, der die bei Fiat übliche Zusatzbezeichnung Weekend trug. Die in geringen Stückzahlen verkaufte Lieferwagenvariante wurde Fiat Marengo genannt.

Der Regata Weekend verfügt über eine zweigeteilte Heckklappe. Der obere Teil war mit der Ladekante abschließend ausgeführt und die untere Klappe samt Ladekante und einem Teil des Stoßfängers konnte heruntergeklappt werden. Zudem konnte die untere Klappe auch während der Fahrt geöffnet bleiben, um den Transport langer Gegenstände zu ermöglichen.

Technisch gesehen ist der Regata eng mit dem im April 1978 vorgestellten Fiat Ritmo verwandt, der das entsprechende Schrägheck-Pendant des Regata ist.

Motorvarianten[Bearbeiten]

Modell Typ Hubraum Leistung Vmax Bauzeit
Ottomotoren
70 1.3 R4, 8V, Vergaser 1280 cm³ 48 kW/65 PS 155 km/h 08.1983–07.1989
70 S 1.3 R4, 8V, Vergaser 1280 cm³ 50 kW/68 PS 155 km/h 08.1983–07.1986
75 S R4, 8V, Vergaser 1498 cm³ 55 kW/75 PS 165 km/h 12.1983–12.1987
75 S i.e. R4, 8V, Benzineinspritzung 1498 cm³ 55 kW/75 PS 170 km/h 05.1985–07.1989
85 S 1.5 R4, 8V, Vergaser 1498 cm³ 58 kW/79 PS 165 km/h 05.1985–12.1987
85 S R4, 8V, Vergaser 1498 cm³ 60 kW/82 PS 165 km/h 08.1983–04.1985
85 S 1.6 R4, 8V, Vergaser 1574 cm³ 60 kW/82 PS 170 km/h 10.1983–01.1990
90 S i.e. R4, 8V, Benzineinspritzung 1574 cm³ 66 kW/90 PS 175 km/h 01.1987–07.1989
100 S R4, 8V, DOHC, Registervergaser 1574 cm³ 74 kW/101 PS 180 km/h 10.1983–01.1990
100 S i.e. R4, 8V, Benzineinspritzung 1574 cm³ 74 kW/100 PS 180 km/h 10.1983–07.1989
Dieselmotoren
D 1.7 R4, 8V 1698 cm³ 44 kW/60 PS 150 km/h 05.1985–03.1989
D 1.7 R4, 8V 1714 cm³ 43 kW/58 PS 150 km/h 08.1983–12.1986
DS 1.9 R4, 8V 1929 cm³ 48 kW/65 PS 155 km/h 04.1984–07.1989
Turbo DS 1.9 R4, 8V, Turbo 1929 cm³ 59 kW/80 PS 170 km/h 05.1986–07.1989

Von Frühjahr 1985 bis Mitte 1987 wurde auch der Regata 70 ES (ES für Energy Saving) angeboten, der durch optische und technische Modifikationen Benzin sparen sollte. Äußerlich unterschied er sich durch Windabweiser an den vorderen Seitenfenstern, spezielle Radkappen, die der Verbesserung der Aerodynamik dienten, und einen grundsätzlich mattschwarzen Gummi-Heckspoiler auf dem Kofferdeckel von den anderen Modellen. Technische Besonderheiten waren die kennfeldgesteuerte, elektronische Zündungsanlage Digiplex und das Start-Stopp-System Citymatic: bei eingeschalteter Funktion konnte der Motor per Knopfdruck ausgeschaltet werden und per Gaspedaldruck wieder gestartet werden.

Fahrwerk[Bearbeiten]

Der Regata verfügt über eine Einzelradaufhängung vorne und hinten. An der Vorderachse kommen Querlenker mit Feder/Dämpferbeinen und Stabilisatoren zum Einsatz. Hinten gibt es trapezförmige Querlenker mit Dämpferbeinen, eine quer zwischen beide Querlenker gespannte Blattfeder sowie Gummistopper gegen Fahrwerksdurchschläge. Spur und Sturz sind vorn und hinten einstellbar.

Das Bremssystem besteht aus einer hydraulischen Zweikreisbremse mit Bremskraftverstärker und Bremskraftbegrenzer an der Hinterachse. Vorne sind Scheibenbremsen mit Einkolbenschwimmsätteln eingebaut und an den Hinterrädern Trommelbremsen.

Sondermodelle[Bearbeiten]

  • Regata Antares (1988) in den Versionen 70C und 85C für den britischen Markt, Dekorstreifen, Schiebedach, Lackierung in „bordeaux red“ oder „mirage grey“
  • Regata Brise (1985), Glashubdach, Dekorstreifen, Radzierblenden mit Segel-Optik, Radio Blaupunkt Mainz
  • Regata Quarzo (1985)
  • Regata Weekend Riviera (1987), Dekorstreifen, Metallic-Lackierung und spezielle Karo-Sitzbezüge

Bestand in Deutschland[Bearbeiten]

Aufgeführt ist der Bestand an Fiat Regata nach Hersteller- (HSN) und Typschlüsselnummern (TSN) in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt. Typen mit weniger als 100 Fahrzeugen werden nicht ausgewiesen. Bis 2007 beinhaltete der Bestand neben der Anzahl der angemeldeten Fahrzeuge auch die Anzahl der vorübergehenden Stilllegungen. Seit 2008 enthält der Bestand lediglich den „fließenden Verkehr“ einschließlich der Saisonkennzeichen.

TSN Modell Leistung (kW) 1.1.2005[1] 1.1.2006[2] 1.1.2008[3] 1.1.2009[4] 1.1.2010[5] 1.1.2011[6] 1.1.2012[7] 1.1.2013[8] 1.1.2014[9]
783 Regata 75, S, i.e. 55 720 514 227 189 164 147 137 124 115
792 Regata 75 Weekend, 75 S 55 121
839 Regata 90 S i.e. 66 128

Nach dem Abschlussbericht des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle wurden 15 Fiat Regata (einschließlich Fiat Ritmo) zugunsten der Umweltprämie zwischen dem 27. Januar 2009 und dem 31. Juli 2010 verschrottet.[10]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fiat Regata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2005 nach Herstellern und Typen mit ausgewählten Merkmalen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes Sonderheft 4 zur Reihe 2, 1. Januar 2005. Kraftfahrt-Bundesamt, Mai 2005, S. 37, archiviert vom Original am 18. März 2006, abgerufen am 3. August 2014 (PDF).
  2. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2006 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraumklassen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes Sonderheft 4 zur Reihe 2, 1. Januar 2006. Kraftfahrt-Bundesamt, Juni 2006, S. 29, archiviert vom Original am 9. Oktober 2006, abgerufen am 3. August 2014 (PDF).
  3. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2008 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraumklassen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2008. Kraftfahrt-Bundesamt, Juni 2008, S. 29, abgerufen am 3. August 2014 (PDF).
  4. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2009 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraum. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2009. Kraftfahrt-Bundesamt, Juli 2009, S. 31, abgerufen am 3. August 2014 (PDF).
  5. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2010 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraum. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2010. Kraftfahrt-Bundesamt, Juli 2010, S. 31, abgerufen am 3. August 2014 (PDF).
  6. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2011 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraum. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2011. Kraftfahrt-Bundesamt, Juli 2011, S. 33, abgerufen am 3. August 2014 (PDF).
  7. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2012 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraum. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2012. Kraftfahrt-Bundesamt, Juli 2012, S. 34, abgerufen am 3. August 2014 (PDF).
  8. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2013 nach Herstellern, Handelsnamen und ausgewählten Merkmalen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2013. Kraftfahrt-Bundesamt, Juli 2013, S. 56, abgerufen am 3. August 2014 (PDF).
  9. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2014 nach Herstellern, Handelsnamen und ausgewählten Merkmalen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2014. Kraftfahrt-Bundesamt, Juli 2014, S. 59, abgerufen am 3. August 2014 (PDF).
  10. Abschlussbericht – Umweltprämie. Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und Kraftfahrt-Bundesamt, 1. November 2010, abgerufen am 3. August 2014 (PDF; 1,6 MB).