Fiedelbohrer

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Der Fiedelbohrer (auch Geigenbohrer oder Rollenbohrer genannt) ist ein sehr altes historisches Werkzeug. Diese Bohreinheit ist seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. bekannt und wurde bis in das 20. Jahrhundert hinein bei der für das Bohren in verschiedenen Werkstoffen (u.a. Holz und Metall bei der Schmuckherstellung) verwendet.

Die ersten Bohrer dieser Art, die bei Ausgrabungen gefunden wurden, bestanden aus einem gekrümmten Holz in Bogenform, das mit einem Stück Sehne an den Enden wie beim Pfeilbogen ('Fiedel') verbunden ist. Am Ende eines Schafts, um den die Fiedel geschlungen wird, befindet sich eine verankerte Stein-, Kupfer- oder Bronzespitze, die als Bohrwerkzeug dient. Durch die Hin- und Herbewegung des Bogens wird der Stab in eine schnelle Drehbewegung versetzt. Der Schaft selber ist verhältnismäßig schwer oder mit zusätzlichen runden Gewichten beschwert, um zum einen den Vorschub zu gewährleisten, zum anderen durch die größere Masse eine höhere Laufruhe zu erzielen.

Die älteste Darstellung eines Fiedelbohrers befindet sich auf einem Relief um 2500 v. Chr. in der Grabkammer des Ti in Ägypten.

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