Fiersbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Fiersbach
Fiersbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Fiersbach hervorgehoben
50.6983333333337.4955555555556270Koordinaten: 50° 42′ N, 7° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Altenkirchen (Westerwald)
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 3,04 km²
Einwohner: 250 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57635
Vorwahl: 02686
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 031
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 13
57610 Altenkirchen
Webpräsenz: vg-altenkirchen.de
Ortsbürgermeister: Siegfried Krämer
Lage der Ortsgemeinde Fiersbach im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Fiersbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Altenkirchen an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Fiersbach im Westerwald gehören die Ortsteile Dickten und Kriegershof. Nördlich wird Fiersbach von der Bundesstraße 8 tangiert, es liegt etwa 3 km von der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen im Norden entfernt und 6 km nordöstlich von Asbach.

Nachbarorte sind Rettersen im Nordosten, Ersfeld im Osten, Mehren im Südosten und Hirz-Maulsbach im Süden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Herkunft des Ortsnamens ist nicht eindeutig abzuleiten, eine Besiedlung aus der Zeit vor 1000 wird aber angenommen. Erstmals schriftlich wird Fiersbach 1430 erwähnt, als ein Theilingen von Fiersbach Richter des Kirchspiels Mehren war, und erneut 1470 als ein zum Kirchspiel Mehren gehörendes Dorf. Im Mirakelbuch von Kloster Marienthal wird 1488 von einem Cristgyn von Fiersbach erzählt, einem Unfall und seiner wundersamen Heilung durch das Gnadenbild in Marienthal. 1510 wird Fiersbach zum ersten Mal als Honschaft, als kleine Verwaltungseinheit, erwähnt. In der Abgabenliste von 1578 waren für Fiersbach (Vierspach) 13 Zehntpflichtige, vermutlich im Wesentlichen einzelne Häuser oder Höfe, eingetragen.

Die Ortsteile Kriegershof und Dickten sind wahrscheinlich später als das Dorf Fiersbach aus Einzelhöfen entstanden. Die ersten Erwähnung von Dickten ist von 1625 überliefert, als einquartierte Soldaten einem Theis aus Dickten ein Pferd konfiszierten. 1744 werden in Fiersbach 16 Räuche (= Häuser, Höfe, Haushalte) gezählt. Die Bewohner gehörten alle dem reformierten Bekenntnis an.

1790 und in den Folgejahren hatte der Ort unter den französischen Revolutionskriegen, hierbei durchziehenden und quartiernehmenden Truppen so zu leiden, dass der preußische Staat den Ortsbewohnern später ein Darlehen für Wiederaufbau und Unterhalt gewährte. 1801 werden in Fiersbach und Dickten 99 Einwohner gezählt, 45 männlich und 54 weibliche, und Katholiken und Juden sind nach wie vor nicht als Einwohner vertreten. 1931 erhielt Fiersbach eine eigene Poststelle der Klasse II im Bezirk des Postamts Asbach.[2]

Die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts forderten auch in Fiersbach ihre Opfer unter zur Armee eingezogenen Einwohnern und Zivilbevölkerung. 1945 wurden die Hälfte der Häuser von sich vorkämpfenden amerikanischen Truppen in Brand geschossen.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Fiersbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 118
1835 153
1871 176
1905 145
1939 135
1950 150
Jahr Einwohner
1961 136
1970 147
1987 159
1997 175
2005 274
2012 250

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Fiersbach besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Neben einigen kleineren Gewerbe- und Handelsbetrieben bewirtschaften sechs Landwirtschaftsbetriebe, darunter zwei im Vollerwerb, etwa 83 Hektar Fläche (Stand 2005)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fiersbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Theo Winterscheid: Aus der Geschichte der Post im Windhagener Raum. In: Windhagen – Ein Heimatbuch, Economica Verlag, Bonn 1994, S. 113.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen