Filet Wellington

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filet Wellington mit Sauce und geschmorten Schwarzwurzeln

Das Filet Wellington ist ein Fleischgericht, das angeblich von dem Schweizer Küchenchef Charles Senn anlässlich der Zürcher Internationalen Kochkunstausstellung (ZIKA) 1930 kreiert wurde. Da es aber bereits um 1900 Rezepte dafür in mehreren deutschsprachigen Kochbüchern gab, ist diese Theorie widerlegt. Es ist vielmehr eine Abwandlung des älteren französischen Gerichts Filet de boeuf en croute.[1] Beim Filet Wellington handelt es sich um ein Rinderfilet mit einer Ummantelung mit Duxelles (einem Püree aus gehackten Champignons, teils auch mit pâté de foie gras) im Blätterteigmantel. Klassisch wurde es mit einer Demiglace und u. a. geschmorten Schwarzwurzeln serviert; heute sind unterschiedliche Beilagen sowie meist eine Madeira- oder Trüffelsauce anzutreffen.

Namensgebung[Bearbeiten]

Arthur Wellesleys wird aufgrund seines Sieges in der Schlacht bei Waterloo über Napoleon Bonaparte zum ersten Herzog von Wellington ernannt und lässt sich, so der Legende nach, gleich nach der Schlacht das Filet servieren. Auch wird vermutet, der Name komme daher, dass das Fleisch der Farbe von Wellingtons Reitstiefeln ähnelt. [2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Petra Foede: Wie Bismarck auf den Hering kam. Kulinarische Legenden. Kein & Aber, Zürich 2009, ISBN 978-3-03-695268-0, S. 70.
  2. Ein Gericht und seine Geschichte: Filet Wellington in: P.M. History. August 2013, S. 9.