Filmakademie Baden-Württemberg

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Filmakademie Baden-Württemberg
Logo
Gründung 1991
Trägerschaft Private Akademie in Form einer GmbH finanziert durch das Land Baden-Württemberg
Ort Ludwigsburg
Bundesland Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Geschäftsführer Thomas Schadt
Website www.filmakademie.de

Die Filmakademie Baden-Württemberg ist eine 1991 gegründete, private Filmhochschule in Ludwigsburg. Die Filmakademie zählt zu den renommiertesten deutschen Filmhochschulen, die auch international einen exzellenten Ruf genießt. Seit 2005 ist Thomas Schadt der Geschäftsführer. Die Filmakademie Baden-Württemberg ist in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH organisiert und wird durch das Land Baden-Württemberg finanziert.

Thomas Schadt, Geschäftsführer und Direktor der Filmakademie B.W. (2011)

2010 setzte die renommierte Fachzeitschrift The Hollywood Reporter die Filmakademie als einzige deutsche Einrichtung auf die Liste der besten Filmhochschulen weltweit.[1] Im Focus-Ranking (22/2006) der deutschen Filmhochschulen steht die Filmakademie Baden-Württemberg mit 78 von 100 Punkten an erster Stelle – gefolgt von der dffb in Berlin, der ifs Köln, der KHM Köln und der HFF Potsdam. Bewertungskriterien waren neben der Reputation der Hochschule, die Betreuungssituation der Studierenden, die technische Ausstattung und die Zahl der gewonnenen Preise.[2] 2003 kürte der Art Directors Club die Filmakademie zur kreativsten Hochschule Deutschlands.[3]

Studium[Bearbeiten]

Studiengänge[Bearbeiten]

Die Filmakademie Baden-Württemberg bietet Diplom-Studiengänge als vierjähriges Vollstudium an, welches sich in ein zweijähriges Grundstudium und ein zweijähriges Projektstudium gliedert. Für Bewerber mit Bachelor oder Vordiplom ist ein Quereinstieg in Diplom-Projektstudiengänge (Quereinstieg) grundsätzlich möglich.

Diplom-Studiengänge (Vollstudium)
Studiengang Film + Medien
  • Drehbuch
    • Szenischer Film
    • Serienformate
  • Regie
    • Fernsehjournalismus – Kultur Bildung Wissenschaft
    • Szenischer Film
    • Dokumentarfilm
    • Werbefilm
  • Bildgestaltung/Kamera
  • Montage/Schnitt
  • Interaktive Medien
    • Transmedia/Games Directing (Konzeption)
    • Transmedia/Games Artist (Gestaltung)
    • Transmedia/Games Producing (Produktion)
  • Animation
    • Konzept & Design
    • Character Animation
    • Visual Effects
Studiengang Produktion
  • Creative Producing
  • International Producing
  • Serien Producing
  • Werbefilm Producing
Diplom-Projektstudiengänge (Quereinstieg)
Studiengang Film + Medien
  • Drehbuch
    • Szenischer Film
    • Serienformate
  • Regie
    • Fernsehjournalismus – Kultur Bildung Wissenschaft
    • Dokumentarfilm
    • Werbefilm
  • Bildgestaltung/Kamera
  • Montage/Schnitt
  • Motion-Design
  • Interaktive Medien
    • Transmedia/Games Directing (Konzeption)
    • Transmedia/Games Artist (Gestaltung)
    • Transmedia/Games Producing (Produktion)
  • Szenenbild
  • Animation
    • Technical Director
    • Konzept & Design
    • Character Animation
    • Visual Effects
    • Animation/Effects Producing
Studiengang Filmmusik + Sounddesign
  • Filmton/Sounddesign
  • Filmmusik

Atelier Ludwigsburg-Paris[Bearbeiten]

Das Atelier Ludwigsburg-Paris ist eine einjährige Postgraduiertenausbildung für den Bereich Filmproduktion und Filmverleih. Es wird gemeinsam von der Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg, und der französischen Filmhochschule La fémis, Paris, sowie in Kooperation mit der National Film and Television School, London, veranstaltet. Studienleiter sind Gerhard Meixner und Roman Paul auf deutscher sowie Marc Nicolas und Christine Ghazarian auf französischer Seite.

Filmschauspiel[Bearbeiten]

Der Filmschauspiel-Workshop der Filmakademie findet in Kooperation mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg statt, die sich auf dem gemeinsamen Campus mit der Filmakademie befindet. Der Workshop richtet sich an junge Talente, die ihre klassisch abgeschlossene Schauspielausbildung um das Fach Filmschauspiel erweitern möchten.

Animationsinstitut[Bearbeiten]

Zur Filmakademie gehört das Institut für Animation, Visual Effects und digitale Postproduktion, ein international renommiertes Animationsinstitut.[4]

Es ist zuständig für die Ausbildung in den Studienschwerpunkten Animation und Interaktive Medien innerhalb des Studiengangs Film & Medien. Das Studium dauert viereinhalb Jahre und beinhaltet eine Grundausbildung in den Bereichen Drehbuch, Kamera, Regie, Filmgestaltung und Schnitt, bevor im Hauptstudium die Bereiche Digitale Effekte, Compositing, Zeichentrick, Puppentrick, 3D-Animation und Digital Content erlernt werden können.

Darüber hinaus ist das Institut zuständig für die digitale Postproduktion (Online-Editing, Grading, Mastering) aller studentischen Projekte der Filmakademie, ist aktiv im Bereich Forschung & Entwicklung und veranstaltet die FMX Conference on Animation, Effects, Games and Interactive Media.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Eine Reihe erfolgreicher Filme sind im Rahmen des Studiums an der Filmakademie und am Animationsinstitut entstanden, die auf nationalen sowie internationalen Festivals wichtige Preise erhielten.[5]

Zu den zahlreichen Preisen und Auszeichnungen für Produktionen der Filmakademie zählen die Studenten-Oscars 1998 für „Rochade“ (Regie: Thorsten Schmidt), 2007 für „Nimmermeer“ (Regie: Toke Constantin Hebbeln) und 2012 für „Von Hunden und Pferden“ (Regie: Thomas Stuber), die Deutschen Kurzfilmpreise 2003 für „Einfach so bleiben“ (Regie: Sven Taddicken), 2011 für „Von Hunden und Pferden“ (Regie: Thomas Stuber) und 2013 für „Sunny“ (Regie: Barbara Ott) sowie die Grimme-Preise 1999 für „Der Peitschenmeister“ (Regie: Daniel Nocke), 2009 für „Sonbol“ (Regie: Niko Apel) sowie 2010 für „Der innere Krieg“ (Regie: Astrid Schult) und für „Nacht vor Augen“ (Regie: Brigitte Bertele).

Das Animationsinstitut wurde ebenfalls mit den wichtigsten Preisen der Branche ausgezeichnet, darunter bei der SIGGRAPH 2006 für „458 nm“ (Regie: Jan Bitzer, Ilija Brunck & Tom Weber), 2010 für „Loom“ (Regie: Jan Bitzer, Ilija Brunck und Csaba Letay), 2012 für „Globosome“ (Regie: Sascha Geddert) und „Herr Hoppe und der Atommüll“ (Regie: Jan Lachauer und Thorsten Löffler), 2013 für „Rollin' Safari“ (Regie: Kyra Buschor, Constantin Päplow und Ännie Habermehl) und für „Harald“ (Regie: Moritz Schneider) sowie 2014 für „Wrapped“ (Regie: Roman Kälin, Falko Paeper und Florian Wittmann)

Zahlreiche Filme aus Ludwigsburg gewannen den wichtigsten deutschen Nachwuchsfilmpreis, die First Steps. Zwischen 2005 und 2009 gingen neun von insgesamt 25 Auszeichnungen an Studenten der Filmakademie.

Bewerbung[Bearbeiten]

Bei Bewerbern wird Abitur sowie mindestens ein Jahr praktische Erfahrung im Film- oder Medienbereich vorausgesetzt (für das Produktions-Studium zwei Jahre). Bewerber für die Aufbaustudiengänge müssen außerdem ein Vordiplom bestimmter Fachrichtungen nachweisen. Die Aufnahmeprüfung findet im April/Mai statt und stellt hohe Ansprüche.

Quellen[Bearbeiten]

  1. „The best film schools in the world“ The Hollywood Reporter, 08/2010
  2. Ranking der Filmhochschulen Focus, Ausgabe 22/2006
  3. Artikel über Ranking des Art Director Clubs
  4. Filmakademie Baden-Württemberg auf Platz 2 in der 3D World 98’s CGI Ivy League table (MS Excel; 29 kB), 3D World, Issue 98 of 3D World, 1. November 2007
  5. Die wichtigsten Preise und Auszeichnungen bis April 2011 (PDF; 169 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

48.8936111111119.1908333333333Koordinaten: 48° 53′ 37″ N, 9° 11′ 27″ O