Filtertheorie der Aufmerksamkeit

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Die Filtertheorie der Aufmerksamkeit wurde im Jahr 1958 vom britischen Psychologen Donald Eric Broadbent entwickelt, u. a. um die experimentellen Befunde zum dichotischen Hören zu erklären. Hierbei erhält die Versuchsperson zwei verschiedene Texte per Kopfhörer dargeboten, sie soll aber ihre Aufmerksamkeit nur auf eine fokussieren. Dabei werden die Inhalte des Textes im nicht zu beachtenden Kanal (z. B. Ohr) in aller Regel nicht wahrgenommen, lediglich ein Wechsel von männlichem zu weiblichem Sprecher oder ein Wechsel von Text zu Tönen wurde bemerkt.

Das beschriebene Modell hat theoretisch folgenden funktionellen Aufbau: Alle Wahrnehmungen gelangen zunächst in einen sensorischen Speicher, der die Sinneseindrücke für Sekundenbruchteile festhält. Dann wird auf Basis physikalischer Charakteristika wie z. B. der Stimmlage, und nicht etwa dem Inhalt, darüber entschieden, welche Informationen weiterverarbeitet werden. Alle anderen Informationen werden herausfiltriert. Erst danach werden die Daten in wahrnehmbare Information verwandelt, also z. B. Wörtererkennung geleistet. Die erkannten Informationen gelangen anschließend in das Kurzzeitgedächtnis. Sie stellt somit eine Theorie der frühen Auswahl dar. Da sie viele experimentelle Befunde, wie z. B. den Cocktail-Party-Effekt, nicht erklären kann, gilt sie heute als veraltet.[1]

Quellen[Bearbeiten]

  1. M. Eysenck, M. Keane: Cognitive Psychology. Psychology Press, Hove (UK), 2000

Literatur[Bearbeiten]

  • John R. Anderson, Kognitive Psychologie, 3. Auflage