Final Cut Pro

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Final Cut Pro
Entwickler Apple Inc.
Aktuelle Version 10.1.4
(02. Dezember 2014)
Betriebssystem Mac OS X
Kategorie Videoschnitt
Lizenz Proprietär
Deutschsprachig ja
Final Cut Pro

Final Cut Pro (kurz „FCP“) ist ein kommerzielles Video- und Filmschnittprogramm des US-amerikanischen Unternehmens Apple. Es wird ausschließlich für das eigene Betriebssystem Mac OS X vertrieben. Die Software bietet den Import unterschiedlicher Videoquellen, den digitalen nichtlinearen Videoschnitt, native Unterstützung für zahlreiche Videoformate sowie Erweiterungsmöglichkeiten und Interoperabilität auf professionellem Niveau.

Das Programm wurde ursprünglich 1998 von Randy Ubillos für das US-amerikanischen Unternehmen Macromedia unter dem Namen Keygrip als Schnittsystem für das Betriebssystem Microsoft Windows entwickelt.

Entwicklung und Funktionen[Bearbeiten]

Die Programmversion Final Cut Pro bot Schnittmöglichkeiten für viele analoge und digitale Videoformate, von DV bis HD. Auch die Verarbeitung weiterer SD-Videoformate war möglich. So konnte man mit zusätzlicher Videohardware externe Videospieler wie Betacam SP oder Digital Betacam anschließen.

Seit der Version 4.5 (Final Cut Pro HD) kann DVCPRO-HD-Videomaterial mit Hilfe des integrierten Firewire-Anschlusses an einem entsprechend ausgestatteten Power Mac ohne zusätzliche Spezialausrüstung aufgenommen, bearbeitet und ausgegeben werden. Zu den bisherigen Standard-Videoformaten wie z. B. PAL, NTSC (wahlweise 10 oder 8 Bit unkomprimiert), DV, DVCPRO 25, DVCPRO 50, Serial Digital Interface kommen die neuen High-Definition-Formate im progressiven Vollbildformat (25p) oder in verschiedenen Halbbildformaten (interlaced) dazu. Final Cut Pro 4.5 „HD“ unterstützt nativ DVCPRO-HD-Medien sowie sämtliche HDTV-Standards (720p, 1080i, 1080p).

Im Juni 2005 erschien die Version 5 unter dem Namen „Final Cut Pro 5“, ohne den Zusatz „HD“. Dieser war 2005 schon zum Standard für Final Cut Pro geworden. Neu aufgekommene Videoformate wurden integriert, z. B. Panasonic P2, HDV oder XDCAM des japanischen Unternehmens Sony. Diese Formate können direkt über Final Cut Pro importiert bzw. mit Erweiterungen wie „XDCAM Transfer“ der Anbieter importiert werden. Dabei kann eine XDCAM wahlweise über SDI oder Firewire 400 angesteuert werden. Sie verhält sich dann entweder wie eine Festplatte oder ein Rekorder.

Final Cut Pro ist seit der Messe National Association of Broadcasters im Jahr 2006 nicht mehr einzeln erhältlich, sondern ist Bestandteil des Final-Cut-Studio-Paketes. Am 15. April 2007 veröffentlichte Apple die Version Final Cut Studio 2. Neben Final Cut Pro 6 selbst sind auch noch das DVD-Authoring-Programm DVD Studio Pro 4.2, das Audiobearbeitungsprogramm Apple Soundtrack, der Titelgenerator LiveType, die Encodier-Software Apple Compressor, das Motion-Graphics-Programm Apple Motion 3, die Negativschnitt-Software Cinema Tools (für echten Filmschnitt von 16 mm, 35 mm oder 70 mm), das High-End-Farbkorrektursystem Color sowie Apples High-End-Quicktime Pro 7 enthalten.

Final Cut Pro 6 unterstützt den Red Digital Cinema Camera Company oder kurz RED-Codec nicht nativ, kann diesen aber als Proxy direkt oder als gewandelte YUV-Sequenz importieren. Das Bearbeiten von (RED)-RAW-Dateien, 10- oder 12-bit-RGB444 oder von für Kameras wie die Red verwendeten Auflösungen wie 4520 × 2160 beherrscht FCP nicht. Daher wird FCP oft als Offline-Schnittsystem eingesetzt, von dem aus dann Schnitt per EDL an onlinefähige >4K-, >12bit-RGB-Systeme übergeben werden.

Am 23. Juli 2009 veröffentlichte Apple Final Cut Pro 7, das in Final Cut Studio 3 enthalten ist. Final Cut Studio bietet in Version 3 nun auch rudimentäre BD-AV-Unterstützung – während der komplette Blu-ray-Standard, der unter anderem auch BD-Java, BD-Menü, 3D, DRM und anderes voraussetzt, vom Programm zugunsten von iTunes nicht unterstützt wird.

Final Cut Express[Bearbeiten]

2003 veröffentlichte Apple mit Final Cut Express eine kostengünstigere Version von Final Cut Pro, mit derselben Oberfläche, allerdings ohne gewisse Pro-Funktionen. Im Januar 2005 kamen die Pro-Tools Soundtrack und LiveType zu FCE hinzu, ebenso neue HDV-Funktionen. Zwecks Funktionsvereinheitlichung wurde FCE im Juni 2011 eingestellt – zugunsten von Final Cut Pro X.

Final Cut Pro X[Bearbeiten]

Am 21. Juni 2011 veröffentlichte der Hersteller Final Cut Pro X. Das Programm wurde komplett neu geschrieben, um vollständig 64-bit-kompatibel zu sein sowie OpenCL und Grand Central Dispatch zu unterstützen. Die Version basiert im Aussehen stark auf iMovie. Mit der Version Final Cut Pro X wurde die Suite Final Cut Studio abgelöst.

Das Farbkorrektursystem Color wurde ersatzlos eingestellt, ebenso das Authoringsystem DVD Studio Pro. Die vormals beinhalteten Programme Final Apple Motion und Apple Compressor werden jetzt einzeln vertrieben oder sind nur stark eingeschränkt im Schnittprogramm nutzbar. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich über die hauseigene Ladenkette Mac App Store und auch nicht auf DVD.

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Wegen dieser Punkte und wegen des Fehlens von Funktionen wie Multicam-Schnitt, dem Importieren von Schnittlisten und der Unterstützung externer Bildschirme gab es Kritik aus professionellen Kreisen. In späteren Updates reagierte Apple darauf und reichte einige der fehlenden Funktionen nach, beispielsweise Multicam-Schnitt und Unterstützung des REDCODE-RAW-Formates. Letzteres kommt bei professionellen Kameras der Firma RED zum Einsatz.

Im Vergleich zu dem eingestellten Final Cut Pro fehlen jedoch zahlreiche für professionelle Anwender relevante Funktionen. Entsprechend der neuen Ausrichtung auf die zahlreicheren Nutzer aus dem Amateur- und semi-professionellen Bereich wurde weiterhin der Preis von Final Cut Pro X um rund 70 Prozent gesenkt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]