Findelgletscher

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Sicht vom Stockhornpass auf den Findelgletscher nahe der Teilung vom Gornergletscher.

Der Findelgletscher (teilweise auch Findelngletscher und Findelengletscher genannt) ist ein Talgletscher im Monte-Rosa-Massiv östlich von Zermatt, im Süden des Kantons Wallis. Der Eisstrom mit ausgeprägter Zunge war im Jahr 1973 bei eine Fläche von 17,4 km² etwa 7,8 km lang. Bis 2010 hat sich seitdem, unterbrochen von einem Vorstoss in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts, seine Länge um mehr als einen halben Kilometer Meter verkürzt.[1] Der westexponierte Gletscher reicht von 3'800 auf etwa 2'500 m ü. M. hinunter, seine durchschnittliche Neigung wird mit 18 % (10°) angegeben.[2] Über das Firnfeld des Schwarzberg-Weisstores ist er mit dem Schwarzberggletscher verbunden.

Seinen Ausgangspunkt nimmt der Findelgletscher am durchgehend vergletscherten Weissgrat (in der Cima di Jazzi 3'803 m ü. M.), über den die Landesgrenze zwischen der Schweiz und Italien verläuft. Im nördlichen Bereich des Nährgebiets befindet sich ein nicht direkt mit den anderen Eismassen verbundener Gletscherteil, welcher jedoch zum Akkumulationsgebiet des Findelgletschers gezählt wird und eine maximale Höhe von 3'900 m erreicht. Der Gletscher fliesst mit ziemlich gleichmässiger Neigung nach Westen entlang dem Südfuss von Strahlhorn (4'190 m ü. M.) und Rimpfischhorn (4'199 m ü. M.), im Süden flankiert vom Stockhorn (3'532 m ü. M.). Die Gletscherzunge befindet sich auf 2'560 m. Der Gletscher speist den Findelbach, der sich im Talkessel von Zermatt mit der Gornera und dem Zmuttbach zur Matter Vispa vereinigt und durch das Mattertal zur Rhône fliesst.[3]

Seit dem Hochstadium der Kleinen Eiszeit Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich der Findelgletscher um über 2,5 km zurückgezogen. Damals reichte die Gletscherzunge bis auf 2'100 m hinunter und lag unterhalb der Waldgrenze nahe beim Alpweiler Findeln. Auch die Verbindung mit dem 3 km langen Adlergletscher, einem Hanggletscher zwischen Rimpfischhorn und Strahlhorn, ist heute unterbrochen.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) der ETH Zürich (Hrsg.): Findelgletscher. In: Schweizerisches Gletschermessnetz. (online, auch als PDF, abgerufen am 16. November 2012).
  2. Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) der ETH Zürich: Findelgletscher. In: Naturgefahren Gletscher. (online, auch als PDF, abgerufen am 16. November 2012).
  3. www.swisstopo.ch: Swisstopo-Geodatenviewer, Stand November 2012

46.0091666666677.8422222222222Koordinaten: 46° 0′ 33″ N, 7° 50′ 32″ O; CH1903: 631261 / 95371