Fingerknacken

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Person beim Durchdrücken der Fingergelenke

Fingerknacken beschreibt das Überdehnen der Fingergelenke durch Ziehen an den Fingern oder durch Durchdrücken der Fingergelenke in Begleitung von knackenden Geräuschen. Im Gelenk werden die glatten Knorpelflächen durch einen dünnen Film aus sogenannter Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit) voneinander getrennt. Wenn man das Gelenk dehnt, wird in der Gelenkkapsel ein Unterdruck erzeugt. Dabei werden schlagartig in der Flüssigkeit gelöste Gase (überwiegend Kohlendioxid) frei (Kavitation). Es dauert einige Minuten, bis das Gas wieder gelöst ist und der Vorgang wiederholt werden kann.

Die meisten Fachleute sind der Ansicht, dass das „Fingerknacken“ mancher Menschen auch über viele Jahrzehnte eine harmlose Angewohnheit sei. Auch die verbreitete Ansicht, dass dies zu Arthritis führt, konnte bisher nicht belegt werden.[1] .[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. D. L. Unger: Does Knuckle Cracking Lead to Arthritis of the Fingers? In: Arthritis and Rheumatism. Band 41, 1998. S. 949–950. PMID 9588755 (Ig-Nobelpreis 2009)
  2. J. Castellanos, D. Axelrod: Effect of habitual knuckle cracking on hand function. In: Annals of the Rheumatic Diseases. Band 49, 1990, S. 308–309. doi:10.1136/ard.49.5.308. PMC: 1004074 (freier Volltext).

Weblinks[Bearbeiten]

  • A. Unsworth, D. Dowson, V. Wright: Cracking joints. A bioengineering study of cavitation in the metacarpophalangeal joint. In: Annals of Rheumatic Diseases. 1971 (30). S. 348–358. PMID 5557778, PMC 1005793 (freier Volltext)
  • R. Brodeur: The audible release associated with joint manipulation. J Manipulative Physiol Ther 1995 (3):155-164. PMID 7790795
  • M. G. Protopapas, T. C. Cymet: Joint cracking and popping: understanding noises that accompany articular release. In: Journal of American Osteopathic Association. Band 102, 2002. S. 283-287. PMID 12033758 Volltext (PDF; 42 kB)
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