Fingerknacken
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Fingerknacken beschreibt das Überdehnen der Fingergelenke durch Ziehen an den Fingern oder durch Durchdrücken der Fingergelenke in Begleitung von knackenden Geräuschen.
Im Gelenk werden die glatten Knorpelflächen durch einen dünnen Film aus sogenannter Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit) voneinander getrennt. Wenn man das Gelenk dehnt, wird in der Gelenkkapsel ein Unterdruck erzeugt. Dabei werden schlagartig in der Flüssigkeit gelöste Gase (überwiegend Kohlendioxid) frei (Kavitation). Es dauert einige Minuten, bis das Gas wieder gelöst ist und der Vorgang wiederholt werden kann.
Die meisten Fachleute sind der Ansicht, dass das nervöse „Fingerknacken“ mancher Menschen eine harmlose Angewohnheit sei.
[Bearbeiten] Quellen
- Unsworth A, Dowson D, Wright V: Cracking joints. A bioengineering study of cavitation in the metacarpophalangeal joint. Ann Rheum Dis. 1971 (30): 348–358. PMID 5557778 Volltext
- Brodeur R: The audible release associated with joint manipulation. J Manipulative Physiol Ther 1995 (3):155-64. PMID 7790795
- Protopapas MG, Cymet TC: Joint cracking and popping: understanding noises that accompany articular release. J Am Osteopath Assoc 2002 (102):283-7. PMID 12033758 Volltext (PDF)

