Finkenbach-Gersweiler
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Donnersbergkreis | |
| Verbandsgemeinde: | Alsenz-Obermoschel | |
| Höhe: | 190–230 m ü. NN | |
| Fläche: | 7,73 km² | |
| Einwohner: | 346 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 45 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 67822 | |
| Vorwahl: | 06362 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KIB | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 33 021 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Schulstraße 16 67821 Alsenz |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Willi Becker | |
Finkenbach-Gersweiler ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Sie gehört der Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel an.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Gemeinde Finkenbach-Gersweiler liegt im mittleren Moscheltal im Westen des Donnersbergkreis (Rheinland-Pfalz). Die Talsenke wird von den Höhen des Nordpfälzer Berglandes umschlossen. Die Ortslage wird von Mischwäldern bedeckten Bergen, Ackerland, Wiesen und Streuobstflächen beherrscht. Der bereits 1384 belegte Weinbau kam in den siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts zum Erliegen. Auch ist nur noch ein Vollerwerbslandwirt übrig geblieben.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Geschichte bis zur Vereinigung
Das 1190 erstmals erwähnte Gersweiler und das am 25. Februar 1236 erstmals erwähnte Finkenbach sind fränkische Gründungen der Aufbauzeit des 6. bis 7. Jahrhunderts. Im Frühmittelalter gehörten die Orte zum Nahegau, später zum Stammesherzogtum Franken. Ihre Geschichte ist zum größten Teil gemeinschaftlich. Sehr prägend war die Zugehörigkeit zur freien Reichsherrschaft Hohenfels-Reipoltskirchen von 1304-1602. Neben mehreren Gerichtssitzen besaß die, ringsum von kurpfälzischem und veldenzischem Hoheitsgebiet umgebene reipoltskirchische Enklave bereits um 1300 Marktrechte. Dass Finkenbach auch kirchlich schon im frühen Mittelalter eine nicht unbedeutende Rolle spielte, zeigt der wuchtige Trutzbau der 1304 erstmals erwähnten ehemaligen Wehrkirche. 1409 wurde diese Wallfahrtskirche für Quatembermessen.
Nach dem Aussterben der Dynastie Reipoltskirchen (1602) erbte die Tochter des Grafen Johann III. von Dhaun-Falkenstein die Orte. Doch bereits 1603 fallen Finkenbach und Gersweiler wieder durch Testament an die Grafen Johann Casimir und Steino von Löwenhaupt. Nun wurde die Hälfte, ein anderes Mal ein Viertel der Gemeinde verkauft oder vererbt. Im Jahre 1611 gehen beide Dörfer in den Besitz der Fürstin Karoline von Isenburg und der Gräfin Charlotte von Hillesheim über. In deren Eigentum bleiben sie bis zur französischen Revolution. Wegen dieser Frauenherrschaften werden die Bewohner noch heute als „Isenburger“ gezeugt. Nach dem Zusammenbruch der feudalen Herrschaften mit der Eroberung durch französische Revolutionstruppen 1792 erfolgte 1797 der faktische Anschluss der Pfalz an Frankreich.
[Bearbeiten] Finkenbach-Gersweiler
1798 wurden Finkenbach und Gersweiler ohne Rücksicht auf die Meinung der Bevölkerung zu einer Gemeinde vereinigt. Sie war Bestandteil des Kantons Rockenhausen im „Departement Du Mont Tonnerre“ (Departement Donnersberg) und ab 1800 auch des „Arrondissement Kaiserslautern.“ Am 20. April 1798 wurde Adam Goedel gemeinschaftlicher Adjunkt (Ortsbürgermeister) der Gemeinde „Finkenbach et Gersweiler.“ Der Rückzug der Franzosen hatte zunächst die gemeinsame Verwaltung der Pfalz durch Österreich und Bayern (1814-1816) und danach gemäß dem Wiener Kongress ihre Angliederung an das Königreich Bayern zur Folge. 1818 dem Landkommissariat (seit 1862 Bezirksamt) Kirchheimbolanden zugeordnet, wurde Finkenbach-Gersweiler 1900 Gemeinde des neuentstandenen Bezirksamtes Rockenhausen, welches im 1946 errichteten Bundesland Rheinland-Pfalz als Landkreis aufging.
Im Rahmen der Verwaltungsreform vereinigten sich 1969 die beiden Landkreise Rockenhausen und Kirchheimbolanden zum Donnersbergkreis. Nach Auflösung der Bürgermeisterei Bisterschied (gegründet 1802) kam Finkenbach-Gersweiler 1972 zur Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel. So hat die Nordpfalzgemeinde bis heute insgesamt zwölf Mal die Herrschaft gewechselt.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Das Ortsbild prägen Bauerngehöfte und kleine Taglöhnerhäuser aus der Zeit zwischen 1750 und 1900, sowie die Sandsteinvilla des ehemaligen Steinbruchbesitzers Werrmann (1908, die Turnhalle von 1925 und das Pfarrhaus von 1830 mit angrenzendem Pfarrhof. Als Fachwerkbauten sind lediglich zwei Anwesen erhalten geblieben. Am Ortseingang von Gersweiler richtet sich der Blick auf die schloßartige Dreiflügelanlage des Viktoriastiftes (1919-21). Der Ortskern von Finkenbach, mit dem Lindenplatz als Mittelpunkt, ist als Denkmalzone erfasst. Als besonderes Kleinod gilt die historische Wehrkirche von Finkenbach mit ihren spätgotischen Wandmalereien der Passion Christi und der Stumm-Orgel.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
Das höchste Fest im Jahr ist die traditionelle Kerwe am ersten Wochenende im September. Auch das Rinderschlachtfest und Erntedankfest des Gesangvereins erfreut sich jährlich einer Schar von Besucher. Turnusgemäß findet auch ein Dorffest in der Lindenstraße statt. Die Kirchengemeinde veranstaltet in Zusammenarbeit mit Vereinen und Gemeinde einen Laternenumzug, eine Altenfeier sowie Adventskonzerte. Der TuS Finkenbach-Waldgrehweiler veranstaltet eine Nikolausfeier, eine Kinderfastnacht und den Kerwetanz. Die Gemeinde richtet einen Lumpenball am Fastnachtdienstag aus. Ein großer Anziehungsmagnet ist auch das Weideabtriebsfest der Familie Becker, am letzten Samstag im Oktober.Es findet auch zwei mal im Jahr einen Plattenparty in der Turnhalle statt die die Feuerwehr Finkenbach auf die Beine stellt.Die Termine sind immer am ersten Samstag im Januar und an Ostersonntag.
[Bearbeiten] Weblinks
- http://www.swr.de/hierzuland-rp/archiv/2002/10/25/index.html
- http://www.hefersweiler-berzweiler.de/html/chronik/finkenbach/finkenbach.html
- http://www.bilderbuchkirchen.de/index.php/Finkenbach-Gersweiler_%28PLZ_67822%29
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