Finkenberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Finkenberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Finkenberg
Wappen von Finkenberg
Finkenberg (Österreich)
Finkenberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Schwaz
Kfz-Kennzeichen: SZ
Fläche: 171,53 km²
Koordinaten: 47° 9′ N, 11° 49′ O47.15388888888911.824861111111839Koordinaten: 47° 9′ 14″ N, 11° 49′ 29″ O
Höhe: 839 m ü. A.
Einwohner: 1.441 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 8,4 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6292
Vorwahl: 05285
Gemeindekennziffer: 7 09 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 140
6292 Finkenberg
Website: www.finkenberg.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Mathias Eberl (Heimatliste Finkenberg)
Gemeinderat: (2010)
(13 Mitglieder)
3 Heimatliste Finkenberg,
3 Zukunft für Finkenberg,
3 Frischer Wind

1 Liste Dornauberg
3 Finkenberg bewegt

Lage der Gemeinde Finkenberg im Bezirk Schwaz
Achenkirch Aschau im Zillertal Brandberg Bruck am Ziller Buch in Tirol Eben am Achensee Finkenberg Fügen Fügenberg Gallzein Gerlos Gerlosberg Hainzenberg Hart im Zillertal Hippach Jenbach Kaltenbach Mayrhofen Pill Ramsau im Zillertal Ried im Zillertal Rohrberg Schlitters Schwaz Schwendau Stans Steinberg am Rofan Strass im Zillertal Stumm Stummerberg Terfens Tux Uderns Vomp Weer Weerberg Wiesing Zell am Ziller Zellberg TirolLage der Gemeinde Finkenberg im Bezirk Schwaz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Finkenberg ist eine Gemeinde mit 1441 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Zillertal und gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Zell am Ziller.

Geografie[Bearbeiten]

Finkenberg liegt etwa drei Kilometer südwestlich von Mayrhofen, am Eingang zum Tuxertal, zwischen den Ausläufern des Penken und des Grünbergs. Es ist nach Mayrhofen die flächenmäßig zweitgrößte Gemeinde des Zillertals. Das Gemeindegebiet umfasst u.a. das Zemmtal westlich vom Zemmbach, einen Teil des Zemmgrunds, den Zamser Grund, der Schlegeisgrund mit dem Schlegeisspeicher, die Grenze zu Südtirol mit dem Schwarzenstein (3368 m), Großer Möseler (3480 m), dem Hochfeiler (3509 m), die Hohe Wand (3289 m) und an der Gemeindegrenze zu Schmirn der Olperer (3476 m). Im Gemeindegebiet befinden sich mehrere Kees (Gletscher).

Zur Gemeinde gehören die Weiler und Höfe Altenstall, Astegg, Au, Bösdornau, Brunnhaus, Dorf, Dornau, Enntal, Freithof, Grent, Gschößwand, Gstan, Hochsteg, Innerberg, Kohlstatt, Lindtal, Mooslau, Persal, Stein, Tal, Tiefental, Tuxegg und Zellberger.

Dornauberg-Ginzling hat ein für Tirol besonderes Statut: der Ortsteil Dornauberg links des Zemmbachs gehört zu Finkenberg, während Ginzling rechts des Zemmbachs zu Mayrhofen gehört. Ginzling hat einen eigenen Ortsvorsteher. Der Zemmbach bildet auch die Grenze zwischen der Diözese Innsbruck westlich davon und der Erzdiözese Salzburg östlich.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Ahrntal (I), Mayrhofen, Mühlwald (I), Pfitsch (I), Schmirn, Schwendau, Tux, Vals.

Geschichte[Bearbeiten]

Aus dem hinteren Zillertal liegen bisher keine vor- oder frühgeschichtlichen Funde vor, dennoch lassen die Ortsnamen auf eine vorchristliche Besiedelung schließen. Recht zahlreich sind die von den Rätoromanern geprägten Ortsnamen, sie haben schon in vorgeschichtlicher Zeit ihre Viehherden von Süden her über das Pfitscher Joch auf die Almen der Zillergründe und des Tuxertals getrieben.

Mit dem Eindringen der Bajuwaren begann eine rege Rodungstätigkeit, die eine dichtere Besiedlung des Gebiets zur Folge hatte. Die erste urkundliche Erwähnung des Namens Finkenberg "Vinkenperg" war im Jahre 1389. Im 15. Jahrhundert wurde in Finkenberg Kupfer- und Silberbergbau betrieben. Bis ins 19. Jahrhundert war es eine Bauerngemeinde, erst mit dem einsetzenden Tourismus änderte sich die Situation.

Durch den Friedensvertrag von St. Germain wurde der Schlegeisgrund von der Gemeinde St. Jakob in Pfitsch der Gemeinde Finkenberg zugeschlagen (dieses Gebiet dient den Bauern von St. Jakob noch heute als Alm- und Weidegebiet). Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich Finkenberg zu einer nahezu rein vom Tourismus bestimmten Gemeinde entwickelt, dazu trug auch der 1987 fertiggestellte Neubau der Finkenberger Almbahn auf den Penken bei.

Ein berühmter Sohn der Gemeinde ist der ehemalige Skirennläufer Leonhard Stock.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Finkenberg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten]

Finkenberg ist mit dem Skigebiet Penken (Zillertal 3000) stark touristisch geprägt. Ginzling positioniert sich für Bergsteiger als Alternative für sanften Tourismus. In den hinteren Gründen dominiert die Almwirtschaft und die Energiewirtschaft (Speicher Schlegeis).

Verkehr[Bearbeiten]

Finkenberg ist über die Zillertalstraße erreichbar. Die Zillertalbahn verkehrt bis Mayrhofen, von dort aus besteht Busverkehr. Die Straße dorthin ist extrem verkehrsbelastet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]


Panoramaansicht von Finkenberg aus gesehen

Weblinks[Bearbeiten]