Finmeccanica

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Finmeccanica S.p.A.
Finmeccanica Logo.svg
Rechtsform S.p.A. (Aktiengesellschaft)
ISIN IT0003856405
Gründung 1948
Sitz Rom
Leitung Giuseppe Orsi
Mitarbeiter 75.197 (31. Dezember 2010)
Umsatz 18,695 Mrd. EUR (2010)
Branche Rüstung, Flugzeugbau, Eisenbahnwesen
Website www.finmeccanica.it
Alenia/Selex-Radar MRCS403 der österreichischen Goldhaube

Die Finmeccanica S.p.A. ist einer der größten Industriekonzerne Italiens. In die ehemalige Staatsholding wurden in den 1990er Jahren fast alle italienischen Rüstungs-, Luft- und Raumfahrtunternehmen eingegliedert. Der Konzern beschäftigt ca. 75.000 Mitarbeiter, davon die Mehrheit in Italien. Weitere bedeutende Standorte befinden sich in den USA, in Großbritannien, Frankreich, Polen und Deutschland. Der Hauptsitz des Konzerns ist in Rom.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschäftsfelder

Die Unternehmen des Finmeccanica-Konzernverbundes entwickeln und bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Satelliten, Raketen und Raumfahrtkomponenten, Geräte für die Kommunikations- und Informationstechnik, Panzerfahrzeuge, Torpedos und Schiffsgeschütze, sowie Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen und Trambahnen. 2010 belief sich der Konzernumsatz auf 18,695 Mrd. Euro, der EBIT auf 1,232 Mrd. Euro.

[Bearbeiten] Unternehmen

Nachstehende Liste der Konzernunternehmen ist nicht vollständig. Sind keine prozentualen Angaben über Beteiligungen gemacht, befinden sich die Unternehmen zu 100 Prozent im Eigentum von Finmeccanica.

[Bearbeiten] Luft- und Raumfahrt

[Bearbeiten] Rüstungsunternehmen

[Bearbeiten] Informationstechnik

[Bearbeiten] Maschinenbau

[Bearbeiten] Geschichte

Finmeccanica wurde im Jahr 1948 als eine Unterholding der staatlichen IRI gegründet und kontrollierte zunächst Maschinen- und Fahrzeugbauunternehmen wie Alfa Romeo und Ansaldo. Im Luftfahrtsektor war Finmeccanica nur über Aeritalia vertreten, die anderen Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen wie Agusta, Aermacchi, Breda oder Selenia blieben privat oder gehörten zu anderen IRI-Holdings wie Efim oder Stet. Ende der 1980er Jahre leitete Finmeccanica eine Konzentration der verschiedenen Luft- und Raumfahrtunternehmen, der Elektronik- und Waffenhersteller ein, ein Prozess, der sich in den 1990er Jahren im Zug von Rationalisierungs- und Privatisierungsmaßnahmen in der staatlich kontrollierten Industrie noch wesentlich verstärkte. Finmeccanica war neben Fincantieri die einzige ehemalige Staatsholding, die aus den Wirtschafts- und Finanzkrisen der 1990er Jahre gestärkt hervorging und sich danach als bedeutendster italienischer Technologiekonzern auf dem Weltmarkt etablieren konnte. 2004 übernahm der Konzern den britischen Hubschrauberhersteller Westland, 2008 für über 5 Mrd. Dollar das US-Rüstungsunternehmen DRS Technologies. Für die italienische Regierung hat Finmeccanica strategische Bedeutung. Aus diesem Grund hält sie weiterhin 30 Prozent der Aktien.

Am 23. November 2011 kündigte der italienische Ministerpräsident Mario Monti eine Intensivierung der seit einem Jahr laufen Untersuchungen zu einer Korruptionsaffäre mit Finmeccanica im Zentrum an. In dem Zusammenhang wurden der Chef der italienischen Flugsicherung ENAV, Guido Pugliesi, der Verkaufsleiter der Finmeccanica-Tochter Selex Sistemi Integrati, Manlio Fiore, und ein Buchhalter, Marco Iannilli, wegen Steuerbetrug und Geldwäsche festgenommen. Auch gegen den Anfang Dezember 2011 zurückgetretenen Präsidenten von Finmeccanica, Pier Francesco Guarguaglini, läuft ein Verfahren wegen Schwarzgeldkonten im Ausland und Bestechung.[1]

[Bearbeiten] Aktionäre

(Stand: Juni 2009[2])

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ermittlungen beim Rüstungskonzern Finmeccanica. In: Neue Zürcher Zeitung. 24. November 2011, abgerufen am 24. November 2011 (deutsch).
  2. Shareholding Structure
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