Fips Fleischer

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Fips Fleischer 1954

Fips Fleischer (* 2. Mai 1923 in Hohenfichte; † 25. Juni 2002 in Chemnitz; eigentlich Hanns-Joachim Fleischer) war ein deutscher Jazzmusiker und Komponist. Er leitete seine Big Band, das Orchester Fips Fleischer, spielte auf zahlreichen Galas in Ost- und Westdeutschland und tourte durch Europa, Asien und Afrika. Fleischer komponierte den Pinguin Mambo.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Zwischen 1937 und 1941 studierte er an der Musikschule Zschopau Oboe, Schlagzeug und Klavier. Dann wirkte er als Schlagzeuger in diversen Jazz-Combos, etwa bei Ernst van’t Hoff. Von 1947 bis 1957 war er Schlagzeuger und Komponist beim Tanzorchester des Rundfunksenders Leipzig, wo er nach eigenen Angaben ein Angebot ablehnte, den damaligen Bandleader Kurt Henkels abzulösen.

Ab 1957 leitete er sein eigenes Orchester, welches mit Musikern wie Hubert Katzenbeier und Werner Pfüller zahlreiche Auftritte national und (bis zum Bau der Berliner Mauer vorwiegend) international hatte. 1961 schrieb er die Filmmusik zu Eine Handvoll Noten der DEFA. Zunächst spielte er in den ersten Fernsehshow von Lou van Burg; dann (ab 1961) bis 1971 war er mit seinem Orchester festangestellt beim Deutschen Fernsehfunk (DFF) und auch später bei unzähligen Unterhaltungssendungen im DDR-Fernsehen präsent. 1962 erschien der Fernsehfilm Hallo Fips. Von 1970 bis 1988 war er Leiter der Abteilung Tanz- und Unterhaltungsmusik der Hochschule für Musik Leipzig. Von 1978 bis 1995 leitete er seine nächste Big Band; deren Leitung er sich ab 1996 mit seinem 1. Trompeter Joachim Wessel teilte.

Fleischer, der mit Louis Armstrong befreundet war, begleitete Interpreten wie Katja Ebstein, Caterina Valente, Jürgen Marcus, Rex Gildo. Die Zirkusgala Menschen-Tiere-Sensationen in der Berliner Deutschlandhalle wurde viele Jahre durch den Sound seiner Band geprägt. Ab 1990 wurden seine Auftritte seltener.

Fips Fleischer starb im Alter von 79 Jahren an Herzversagen.[1] Seine Grabstelle befindet sich auf dem Friedhof von Leubsdorf, Landkreis Mittelsachsen.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Lexikalische Einträge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fips Fleischer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. nmz.de: Band-Leader Fips Fleischer ist tot Artikel vom 26. Juni 2002
  2. knerger.de: Das Grab von Fips Fleischer