Firestone 600

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Firestone 550)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Firestone 600
Statistik
Name: True Value 500 (1997–1998)
Longhorn 500 (1999)
Casino Magic 500 (2000–2001)
Boomtown 500 (2002)
Bombardier 500 (2003–2004)
Bombardier Learjet 500 (2005–2006)
Bombardier Learjet 550 (2007–2009)
Firestone 550K (2010)
Firestone Twin 275s (2011)
Firestone 550 (2012–2013)
Firestone 600 (2014)
Rennserie: Indy Racing League (1997–2002)
IndyCar Series (seit 2003)
Rennstrecken: USA-TexasTexas Texas Motor Speedway
Letztes Rennen
Firestone 600
Saison: 2014
Rennstrecke: Texas Motor Speedway
Rennlänge: 598,676 km in 248 Runden à 2,414 km
Sieger: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ed Carpenter (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ed Carpenter Racing)
Pole-Position: AustralienAustralien Will Power (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Team Penske)
Schnellste Runde: BrasilienBrasilien Tony Kanaan (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Target Chip Ganassi Racing)
Rekorde
Die meisten Siege: BrasilienBrasilien Hélio Castroneves (3)
Die meisten Poles: SudafrikaSüdafrika Tomas Scheckter (3)

Das Firestone 600 ist ein Automobilrennen in Fort Worth, Texas, Vereinigte Staaten. Es ist seit 1997 im Rennkalender der IndyCar Series (ehemals Indy Racing League). Es wird jährlich im Juni auf dem Texas Motor Speedway ausgetragen.

Mit dem Firestone Firehawk 600 (CART) und dem Chevy 500 (IndyCar Series) gab es zwei weitere Rennen der höchsten Kategorie im American Championship Car Racing auf dem Texas Motor Speedway.

Geschichte[Bearbeiten]

Das True Value 500 1997 war das erste texanische Rennen im American Championship Car Racing seit 1979. Das Rennen ging mit einem Wertungsfehler in die Geschichte ein. Billy Boat wurde als Sieger abgewinkt. Allerdings gab es ein technisches Problem bei der Zeitnahme, sodass Arie Luyendyk, der eigentlich in Führung lag, nicht als Sieger gewertet wurde. Luyendyk zweifelte an der offiziellen Zeitnahme und es kam in der Victory Lane zu Handgreiflichkeiten zwischen Luyendyk und A. J. Foyt, dem Teamchef von Boat. Einen Tag später bestätigte die USAC, dass es einen Wertungsfehler gab und Luyendyk wurde zum Sieger erklärt.[1]

Das Rennen wurde in den nächsten Jahren mehrfach umbenannt.

2011 führte man mit den Firestone Twin 275s einmalig eine Veranstaltung mit zwei aufeinander folgenden Rennen durch. Die Renndistanz und die Meisterschaftspunkte für die einzelnen Läufe wurde halbiert. Die Startaufstellung für das erste Rennen wurde durch ein Qualifying ermittelt, fürs zweite Rennen entschied das Los über die Startpositionen. Mehrere Fahrer kritisierten dieses Verfahren mit deutlichen Worten.[2]

Weitere ACCR-Rennen auf dem Texas Motor Speedway[Bearbeiten]

Von 1998 bis 2004 gab es mit dem Chevy 500 ein weiteres Rennen der IndyCar Series auf dem Texas Motor Speedway. Dieses wurde traditionell im Herbst ausgetragen. Zudem hätte mit dem Firestone Firehawk 600 2001 auch ein Rennen der CART-Serie auf dieser Strecke stattfinden sollen. Das Rennen wurde jedoch nicht gestartet, da fast alle Piloten nach dem Training aufgrund der hohen g-Kräfte über Schwindel geklagt hatten.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Auflage Jahr Serie Sieger Zweiter Dritter Pole-Position Schnellste Runde
01 1997 Indy Racing League NiederlandeNiederlande Arie Luyendyk (G-Force-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Billy Boat (G-Force-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Davey Hamilton (G-Force-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tony Stewart (G-Force-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tony Stewart (G-Force-Oldsmobile)
02 1998 Indy Racing League Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Billy Boat (Dallara-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Greg Ray (Dallara-Oldsmobile) SchwedenSchweden Kenny Bräck (Dallara-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tony Stewart (Dallara-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tony Stewart (Dallara-Oldsmobile)
03 1999 Indy Racing League KanadaKanada Scott Goodyear (G-Force-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Greg Ray (Dallara-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sam Schmidt (G-Force-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Dismore (Dallara-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sam Schmidt (G-Force-Oldsmobile)
04 2000 Indy Racing League Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Sharp (Dallara-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robby McGehee (G-Force-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Unser jr. (G-Force-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Buddy Lazier (Dallara-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eddie Cheever (Dallara-Nissan)
05 2001 Indy Racing League Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Sharp (Dallara-Oldsmobile) BrasilienBrasilien Felipe Giaffone (G-Force-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sam Hornish jr. (Dallara-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Dismore (Dallara-Oldsmobile) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eddie Cheever (Dallara-Nissan)
06 2002 Indy Racing League Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Ward (G-Force-Chevrolet) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Unser jr. (Dallara-Chevrolet) BrasilienBrasilien Airton Daré (Dallara-Chevrolet) SudafrikaSüdafrika Tomas Scheckter (Dallara-Nissan) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eddie Cheever (Dallara-Nissan)
07 2003 IndyCar Series Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Unser jr. (Dallara-Toyota) BrasilienBrasilien Tony Kanaan (Dallara-Honda) JapanJapan Tora Takagi (G-Force-Toyota) SudafrikaSüdafrika Tomas Scheckter (G-Force-Toyota) BrasilienBrasilien Felipe Giaffone (G-Force-Toyota)
08 2004 IndyCar Series BrasilienBrasilien Tony Kanaan (Dallara-Honda) Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dario Franchitti (Dallara-Honda) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alex Barron (Dallara-Chevrolet) Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dario Franchitti (Dallara-Honda) BrasilienBrasilien Vitor Meira (G-Force-Honda)
09 2005 IndyCar Series SudafrikaSüdafrika Tomas Scheckter (Dallara-Chevrolet) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sam Hornish jr. (Dallara-Toyota) BrasilienBrasilien Tony Kanaan (Dallara-Honda) SudafrikaSüdafrika Tomas Scheckter (Dallara-Chevrolet) TschechienTschechien Tomáš Enge (Dallara-Chevrolet)
10 2006 IndyCar Series BrasilienBrasilien Hélio Castroneves (Dallara-Honda) NeuseelandNeuseeland Scott Dixon (Dallara-Honda) Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dan Wheldon (Dallara-Honda) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sam Hornish jr. (Dallara-Honda) Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dan Wheldon (Dallara-Honda)
11 2007 IndyCar Series Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sam Hornish jr. (Dallara-Honda) BrasilienBrasilien Tony Kanaan (Dallara-Honda) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Danica Patrick (Dallara-Honda) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Sharp (Dallara-Honda) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Marco Andretti (Dallara-Honda)
12 2008 IndyCar Series NeuseelandNeuseeland Scott Dixon (Dallara-Honda) BrasilienBrasilien Hélio Castroneves (Dallara-Honda) AustralienAustralien Ryan Briscoe (Dallara-Honda) NeuseelandNeuseeland Scott Dixon (Dallara-Honda) Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dan Wheldon (Dallara-Honda)
13 2009 IndyCar Series BrasilienBrasilien Hélio Castroneves (Dallara-Honda) AustralienAustralien Ryan Briscoe (Dallara-Honda) NeuseelandNeuseeland Scott Dixon (Dallara-Honda) Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dario Franchitti (Dallara-Honda) AustralienAustralien Ryan Briscoe (Dallara-Honda)
14 2010 IndyCar Series AustralienAustralien Ryan Briscoe (Dallara-Honda) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Danica Patrick (Dallara-Honda) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Marco Andretti (Dallara-Honda) AustralienAustralien Ryan Briscoe (Dallara-Honda) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ryan Hunter-Reay (Dallara-Honda)
15 2011 IndyCar Series Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dario Franchitti (Dallara-Honda) NeuseelandNeuseeland Scott Dixon (Dallara-Honda) AustralienAustralien Will Power (Dallara-Honda) KanadaKanada Alex Tagliani (Dallara-Honda) VenezuelaVenezuela E. J. Viso (Dallara-Honda)
16 AustralienAustralien Will Power (Dallara-Honda) NeuseelandNeuseeland Scott Dixon (Dallara-Honda) AustralienAustralien Ryan Briscoe (Dallara-Honda) BrasilienBrasilien Tony Kanaan[# 1] (Dallara-Honda) NeuseelandNeuseeland Scott Dixon (Dallara-Honda)
17 2012 IndyCar Series Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Justin Wilson (Dallara-Honda) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Graham Rahal (Dallara-Honda) AustralienAustralien Ryan Briscoe (Dallara-Chevrolet) KanadaKanada Alex Tagliani (Dallara-Honda) AustralienAustralien Ryan Briscoe (Dallara-Chevrolet)
18 2013 IndyCar Series BrasilienBrasilien Hélio Castroneves (Dallara-Chevrolet) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ryan Hunter-Reay (Dallara-Chevrolet) BrasilienBrasilien Tony Kanaan (Dallara-Chevrolet) AustralienAustralien Will Power (Dallara-Chevrolet) BrasilienBrasilien Tony Kanaan (Dallara-Chevrolet)
19 2014 IndyCar Series Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ed Carpenter (Dallara-Chevrolet) AustralienAustralien Will Power (Dallara-Chevrolet) KolumbienKolumbien Juan Pablo Montoya (Dallara-Chevrolet) AustralienAustralien Will Power (Dallara-Chevrolet) BrasilienBrasilien Tony Kanaan (Dallara-Chevrolet)
Anmerkungen
  1. Die Startaufstellung wurde ausgelost.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. “USAC Calls Luyendyk Winner of the True Value 500, Releases Revised Results”. theautochannel.com, 9. Juni 1997, abgerufen am 8. Juni 2012.
  2. Pete Fink: „Texas 2: Powers erster Oval-Sieg - Franchitti stinksauer“. Motorsport-Total.com, 12. Juni 2011, abgerufen am 8. Juni 2012.

Weblinks[Bearbeiten]