Fischbach (Pegnitz)

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Fischbach
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Fischbach, Steinernes Wehr

Fischbach, Steinernes Wehr

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Mittelfranken,Bayern, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Goldbach → Pegnitz → Regnitz → Main → Rhein → Nordsee
Quelle östlich des Nürnberger Stadtteils Fischbach
49° 25′ 14″ N, 11° 14′ 33″ O49.42055555555611.2425375
Quellhöhe ca. 375 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
oberirdisches Ende an der Nürnberger Stadtgrenze zwischen Dutzendteich und Valznerweiher49.43305555555611.130555555556320Koordinaten: 49° 25′ 59″ N, 11° 7′ 50″ O
49° 25′ 59″ N, 11° 7′ 50″ O49.43305555555611.130555555556320
Mündungshöhe ca. 320 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 55 m

Der Fischbach ist ein kleines ganzjähriges Fließgewässer im Lorenzer Reichswald südöstlich von Nürnberg und kann zu den Landgräben in Nürnberg gezählt werden.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Fischbach entspringt östlich des Nürnberger Stadtteils Fischbach im gemeindefreien Gebiet Fischbach des Nürnberger Landes im Wald und fließt nach Westen durch die Vogelherdsweiher, unter der A 9 hindurch und in den Ort Fischbach hinein. Dort fließt er am Pellerschloss vorbei, dessen Wassergraben er früher speiste. Im Westen Fischbachs fließt er wieder in den Wald und staut sich zum Eisweiher, der früher im Winter zur Eisproduktion für die Kühlung von Bier genutzt wurde.

Der Eisweiher, 2013

Einen Kilometer weiter bildet der Bach den Holzweiher, kurz dahinter erstreckt sich ein Erlenbruchwald.

Der Holzweiher, 2013

Der Fischbach fließt nördlich an der Russenwiese, einer Waldwiese, vorbei. Am Steinernen Wehr kann das Wasser zum Dutzendteich oder zum Valznerweiher geleitet werden. An der Nürnberger Stadtgrenze wird der Bach zum einen unterirdisch zum Dutzendteich geleitet und fließt dann über den Fischbachumleitungskanal zum Valznerweiher und Goldbach.

Ursprünglich floss der Bach durch Zerzabelshof und Tullnau in die Pegnitz. 1496 wurde sein Lauf geändert: Er durchströmte den Dutzendteich, überquerte den südlichen Teil der Nürnberger Stadtmauer, floss am Weißen Turm und der Almosmühle vorbei und mündete beim Henkersteg in die Pegnitz. 1813 wurde er in der Altstadt verdolt und zwischen 1875 und 1881 überbaut.

Im Mittelalter gab es gescheiterte Bauversuche den nahen Röthenbach in den Fischbach zu leiten. Reste des Gefüttertern Graben sind heute noch sichtbar.

In den Fischbach münden vor dem Eisweiher der Augraben, bei der Russenwiese der Schwarze Graben und der Tiefe Graben.

Gewässergüte[Bearbeiten]

Zur Gewässergüte (Stand 2006)[1]:

  • am Oberlauf bis zum Eisweiher: überwiegend Güteklasse II (mäßig belastet)
  • ab dem Eisweiher bis zum Großen Dutzendteich: Güteklasse II–III (kritisch belastet)
  • ab dem Großen Dutzendteich (Fischbachumleitungskanal) (Güteklasse II–III)

Russenwiese[Bearbeiten]

Zwischen der Regensburger Straße und dem Fischbach wurde im Ersten Weltkrieg ein Lager für russische Kriegsgefangene errichtet. Die dortige Lichtung wurde danach Russenwiese genannt. Im Zweiten Weltkrieg befand sich hier vom Oktober 1942 bis August 1943 ein beschönigend "Arbeitserziehungslager" (AEL) bezeichnetes Straflager, das von der Gestapo betrieben wurde. Die Haftbedingungen waren mit denen in den Konzentrationslagern der SS vergleichbar. Nach der Zerstörung durch einen Luftangriff im August 1943 wurde das Lager nach Langenzenn im Landkreis Fürth verlegt.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (Hrsg.): Fischbach. In: Zustand kleiner Fließgewässer in Nürnberg. 2006, S. 24 (PDF 1 MB).
  2. http://www.zwangsarbeit.nuernberg.de/ueberblick/ueberblick6.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fischbach (Fluss im Nürnberger Land) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien