Fischersche Indolsynthese

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Die Fischer-Indolsynthese ist eine Namensreaktion der Organischen Chemie, die zuerst 1883 von Emil Fischer beschrieben wurde.[1] Die Fischer-Indolsynthese dient zur Herstellung von Indolen. Dies geschieht durch das Erhitzen von Hydrazinen und Ketonen (oder Aldehyden) in Gegenwart eines sauren Katalysators:

Übersicht der Fischer-Indol-Synthese

Reaktionsmechanismus[Bearbeiten]

Der Mechanismus, der zuerst von G. M. Robinson und R. Robinson beschrieben wurde, besteht aus mehreren Schritten. Im ersten Schritt reagiert Phenylhydrazin 1 mit einem Keton (bzw. Aldehyd). Dabei bildet sich das Phenylhydrazon 6 unter Wasserabspaltung. 6 und das Enamin 7 stehen in einem tautomeren Gleichgewicht. Es folgt darauf eine [3,3]-sigmatrope Umlagerung. Dieses bewirkt die Knüpfung einer C-C-Bindung unter Bildung der chinoiden Verbindung 8. Dann folgt die Rearomatisierung, wobei ein aromatisches Amin 9 entsteht. Nach einem internen, nucleophilen Angriff bildet sich ein Aminal 10. Nach der säurekatalytischen Abspaltung von Ammoniak und einer Deprotonierung, entsteht dann das gewünschte Indol 13.[2]

Mechanismus der Fischer-Indol-Synthese

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. László Kürti, Barbara Czakó: Strategic Applications of Named Reactions in Organic Synthesis; Elsevier Academic Press, Burlington-San Diego-London 2005, 1. Edition; ISBN 0-12-369483-3.
  2. J. Clayden, N. Greeves, S. Warren, P. Wothers: Organic Chemistry, Oxford University Press, 2001.

Weblinks[Bearbeiten]