Fissura Sylvii

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Fissura Sylvii (Sulcus lateralis) und Operculum
Fissura Sylvii (rot markiert)

Die Fissura Sylvii – auch Sylvische Fissur, Sylvische Furche, Fissura lateralis oder Sulcus lateralis [1] genannt – ist eine ausgedehnte seitliche Furche des Gehirns.

Sie wurde 1641 erstmals von Franciscus de la Boe Sylvius beschrieben und ist seitdem nach ihm benannt.

Sie trennt den Scheitel- vom Schläfenlappen. Sie ist in beiden Hirnhälften zu finden, jedoch in der linken länger. Ihr liegt das Operculum an; in ihrer Tiefe befindet sich die Inselrinde. Sie enthält die Gyri temporales transversi, die Teil des auditiven Cortex sind. Die Ausbildung der Fissura Sylvii am Menschen erfolgt bereits in der 14. Schwangerschaftswoche. Damit gehört sie neben u. a. der Fissura longitudinalis zu den sich am frühesten entwickelnden Sulci.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Federative Committee on Anatomical Terminology (1998). Terminologia Anatomica. Stuttgart: Thieme
  2. Je G Chi, Elizabeth C Dooling, Floyd H. Gilles: Gyral development of the human brain. In: Annals of Neurology. 1, 1977, S. 86–93, doi:10.1002/ana.410010109, PMID 560818.