Flóamanna saga

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Die Flóamanna saga („Geschichte der Leute aus Floi“) oder auch Þorgils saga Örrabeinsfóstra ist eine Isländersaga des vermutlich frühen 14. Jahrhunderts.

Die Saga ist in zwei Fassungen überliefert, wobei die längere (AM 515,4° ; 516,4°) vermutlich die ältere, ursprünglichere Version ist. Diese ist im Gegensatz zur Kürzeren unvollständig erhalten. Stofflich wird Bezug zu älteren Vorbildern wie der Eiríks saga rauða und der Grænlendinga saga genommen. Weiters ist der Einfluss der zeitgenössischen hagiographischen Literaturen feststellbar.

Handlung[Bearbeiten]

Die zentrale Figur der Handlung ist Þorgil, der nach einer Reise in Norwegen das Christentum annimmt und heimkehrt. Dort, und bei weiteren Fahrten nach Grönland, wird er vom Gott Thor belästigt, bleibt aber seinem neu gewonnenen Glauben treu.

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Leute aus Floi. In: Grönländer und Färinger Geschichten. Übertragen von Erich Mendelssohn. Jena: Eugen Diederichs Verlag, 1912 (Sammlung Thule - Altnordische Dichtung und Prosa. Thule, Band 13.)
  • Kurt Schier: Sagaliteratur. Sammlung Metzler, Bd. 78 Realienbücher für Germanisten. Metzler, Stuttgart 1970.
  • Rudolf Simek, Hermann Palsson: Lexikon der Altnordischen Literatur. Kröner, Stuttgart 1987.