Flüssigei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Flüssigei wird aus Eiern für die industrielle Lebensmittelproduktion hergestellt. Es ist ein wichtiger Bestandteil von Nudeln und Backwaren. Um mikrobielle Risiken zu verringern wird Flüssigei pasteurisiert oder mit sonst einer keimtötenden Methode (Zusatz von Kochsalz oder Konservierungsstoffen: Benzoesäure, Sorbinsäure) behandelt. Dabei werden auch die resistenten Salmonellen (Salmonella paratyphi) inaktiviert.

[Bearbeiten] Vorteile

Flüssigei wird in der Back- und Teigwarenindustrie sowie zur Herstellung von Mayonnaisen (Eigelb) verwendet. Vorteil gegenüber dem Frischei sind die bessere Teilbarkeit, Haltbarkeit, ein niedrigerer Preis und der geringere Arbeitsaufwand. Das Flüssigei wird entweder getrennt in Eigelb und Eiweiß, oder als Vollei produziert. Die üblichen Liefermengen reichen vom 1-Liter-Tetrapak über Kanister bis zu Tankwagen. Flüssigei kann bis zu sechs Wochen bei 4 °C gelagert werden.[1]

[Bearbeiten] Flüssigei-Skandal

Der Flüssigei-Skandal im Jahr 1985 führte zu einer Krise bei deutschen Nudelherstellern.[2] Das Stuttgarter Regierungspräsidium warnte damals vor „mikrobiell verseuchten“ Produkten. Der Skandal traf unter anderem den deutschen Nudelhersteller Birkel, der vor Gericht auf Schadenersatz klagte.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1.  Ternes, Täufel, Tunger, Zobel: Lebensmittel-Lexikon. Behr’s Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-89947-165-2.
  2. http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1016187_0_9223_-vor-20-jahren-der-schwaebische-fluessigei-skandal.html
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge