Flachslanden

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Dieser Artikel behandelt die mittelfränkische Gemeinde. Zum Bürgermeister von Basel siehe Hans von Flachslanden.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Flachslanden
Flachslanden
Deutschlandkarte, Position des Marktes Flachslanden hervorgehoben
49.39805555555610.512777777778470Koordinaten: 49° 24′ N, 10° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 41 km²
Einwohner: 2357 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91604
Vorwahl: 09829
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 146
Marktgliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
91604 Flachslanden
Webpräsenz: www.flachslanden.de
Bürgermeister: Hans Henninger (Liste für Alle)
Lage des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-Ries Ansbach Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Landkreis Roth Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Unterer Wald Lehrberg Adelshofen (Mittelfranken) Bechhofen (Mittelfranken) Bruckberg (Mittelfranken) Buch am Wald Burk Colmberg Dentlein am Forst Diebach Dietenhofen Dinkelsbühl Dombühl Ehingen (Mittelfranken) Feuchtwangen Flachslanden Gebsattel Gerolfingen Geslau Heilsbronn Insingen Langfurth Leutershausen Lichtenau (Mittelfranken) Merkendorf (Mittelfranken) Mönchsroth Neuendettelsau Neusitz Oberdachstetten Ohrenbach Petersaurach Röckingen Rothenburg ob der Tauber Rügland Sachsen bei Ansbach Schillingsfürst Schnelldorf Schopfloch (Mittelfranken) Steinsfeld Unterschwaningen Wassertrüdingen Weidenbach (Mittelfranken) Weihenzell Weiltingen Wettringen (Mittelfranken) Wieseth Windelsbach Windsbach Wittelshofen Wörnitz (Gemeinde) Wolframs-Eschenbach Wilburgstetten Ornbau Mitteleschenbach Herrieden Dürrwangen Burgoberbach Aurach (Landkreis Ansbach) Arberg Baden-WürttembergKarte
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Flachslanden (ugs.: Flaksland[2]) ist ein Markt im Landkreis Ansbach, Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Flachslanden liegt nordwestlich der Stadt Ansbach, etwa in der Mitte zwischen Bad Windsheim und Ansbach im Naturpark Frankenhöhe. Tallandschaften von Fränkischer Rezat, Bibert, Mettlach und Zenn vermitteln dem Wanderer die typisch fränkischen Landschaftsbilder.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Obernzenn, Rügland, Lehrberg und Oberdachstetten.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat 19 Ortsteile[3]:

Geschichte[Bearbeiten]

Der Deutsche Orden hatte seit 1294 die Herrschaft im Ort inne und hier eine Kommende, eine untere Verwaltungsbehörde, eingerichtet, die zur Deutschordensballei Franken gehörte. Ab 1500 war diese Ballei ein Teil des Fränkischen Reichskreises. 1806 erfolgte die Übernahme durch das Königreich Bayern. Die 1818 entstandene politische Gemeinde Flachslanden besteht seit 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Neustetten, Kettenhöfstetten, Sondernohe und Virnsberg.

Der bedeutende Barock-Medailleur Georg Pfründt stammte aus Flachslanden. Der Schriftsteller Friedrich Wilhelm Güll, einer der ersten deutschen Kinderliederdichter, war in Flachslanden eine Zeit lang als Lehrer tätig.

1993 bis 1995 fanden vor dem Landgericht Ansbach die Flachslanden-Prozesse gegen 19 Personen aus der Umgebung von Flachslanden statt, die wegen massenhaften Kindesmissbrauchs angeklagt wurden.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Kettenhöfstetten und Neustetten eingegliedert.[4] Am 1. Mai 1978 kamen Sondernohe und Virnsberg hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Markt Flachslanden mit eingemeindeten Ortsteilen:

  • 1939: 1896
  • 1950: 2637
  • 1961: 2265[5]
  • 1970: 2287[5]
  • 1979: 2160
  • 2004: 2615
  • 2008: 2439

Markt Flachslanden ohne eingemeindete Ortsteile:

  • 1856: 0492
  • 1910: 0832[6]
  • 1933: 0836
  • 1939: 0876[7]
  • 1961: 1081[5]
  • 1963: 1122
  • 1970: 1186[5]

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Der Marktgemeinderat von Flachslanden besteht aus 14 Mitgliedern und dem hauptamtlichen Bürgermeister.

SPD CSU Liste für Alle Freie Wählerschaft Virnsberg und Sondernohe Gesamt
2002 5 5 2 2 14 Sitze
2008 3 4 4 3 14 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl 2008 löste Hans Henninger (Liste für Alle) die seit 1996 amtierende und nicht wieder angetretene Bürgermeisterin Renate Hermann (SPD) ab.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber eine eingeschweifte rote Spitze, darin ein silberner Ring; vorne eine blaue Flachsblüte, hinten ein schwebendes schwarzes Tatzenkreuz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde gehören die St.-Laurentius-Kirche aus dem 10. Jahrhundert und die Deutschordenskirche im Ortsteil Sondernohe im Übergangsstil vom Barock zum Frühklassizismus. Auch die Deutschordensburg im Ortsteil Virnsberg und das Heilige Grab sind sehenswert.

Liste der Baudenkmäler in Flachslanden

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Markt ist über die Bundesstraße 13 (Abfahrt zwischen Lehrberg und Oberdachstetten) sowie über die Staatsstraße von Ansbach nach Neustadt zu erreichen.

Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschule Flachslanden

Siehe auch[Bearbeiten]

Flaxlanden - elsässische Gemeinde

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart, R. A. Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 136ff.
  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, Erlangen 1955, S. 75f.
  • Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, Deutscher Kunstverlag München 1958, S. 93f.
  • Erich Meißner: 700 Jahre Flachslanden, Flachslanden 1994.
  • Wilhelm Christoph Schmid: Versuch einer statistisch-topographischen Beschreibung der königlich baierischen protestantischen immediat-Pfarrei Mt. Flachslanden im Rezatkreise, Ansbach 1819.
  • Kaspar Fr. Seckel: Flachslanden , Ansbach 1979.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. E. Fechter, S. 75.
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120225/162727&attr=OBJ&val=1337
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 420.
  5. a b c d e  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 703 und 707.
  6. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/ansbach.htm
  7. http://geschichte-on-demand.de/bay_ansbach.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flachslanden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien