Flechtwerkwand

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Flechtwerkwand mit unterschiedlichen Designs (Bajuwarenhof Kirchheim)

Die Flechtwerkwand ist eine der ursprünglichsten Formen einer Wand. Sie gab der Wand allgemein den Namen. Der Begriff Wand kommt ursprünglich von winden („flechten“).
Da Flechtwerke als Witterungsschutz oder als raumbildendes Element (d.h. als Bestandteile eines Gebäudes) üblicherweise durch einen umlaufenden Rahmen ausgesteift werden, kann das Fachwerk als die bautechnische Weiterentwicklung der Flechtwerkwand angesehen werden. In Regionen in denen Holz nicht in beliebiger Menge zur Verfügung stand, wurden Wände bzw Gefache früher Fachwerk- und Pfostenhäuser meist mit Flechtwerk verschlossen.

Eine Flechtwerkwand besteht meist aus senkrechten Pfosten, waagerechten Riegeln, der Grobstruktur aus Staken, Knüppeln oder Ästen, der Feinstruktur aus Weidenruten, Waldreben, Rattan oder jedem anderen biegsamen Material sowie gegebenenfalls einer plastischen Masse wie Lehm, um Luftdichtigkeit, Schall-, Wärme- und Brandschutz durch Bewurf und Verstrich zu erreichen.