Flechtwerkwand

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Flechtwerkwand mit unterschiedlichen Designs (Bajuwarenhof Kirchheim)

Die Flechtwerkwand ist eine der ursprünglichsten Formen einer Wand. Sie gab der Wand allgemein den Namen. Der Begriff Wand kommt ursprünglich von winden („flechten“). Die bautechnische Weiterentwicklung der Flechtwerkwand ist das Fachwerk.

Für den Bau einer Flechtwerkwand braucht man vier Pfosten, eine Pfette, Weidenruten, Lehm, Sand, Kuhdung, Stroh und Schnur oder Waldreben.

Die Pfosten werden eingegraben und dann verbindet man sie mit der Pfette zu einem Rechteck. Man bindet diese mit Schnur oder Waldreben zusammen. Die Gabelung an den oberen Enden der Pfosten sollte ungefähr 90° betragen. Danach flicht man Weidenruten um die Pfosten und zwar so, als wenn man einen Korb flicht. Die Zwischenräume werden nun mit Stroh ausgestopft. Um die Flechtwand abzudichten, wird sie mit einem Gemisch aus Lehm, Sand und Kuhmist beworfen. Der Sand wird nur gebraucht, wenn der Lehm zu fett ist. Nun muss man die Flechtwerkwand trocknen lassen.