Fledermausfische

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Fledermausfische
Langflossen-Fledermausfische (Platax teira)

Langflossen-Fledermausfische (Platax teira)

Systematik
Acanthomorphata
Stachelflosser (Euacanthomorphacea)
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ordnung: Ephippiformes
Familie: Spatenfische (Ephippidae)
Gattung: Fledermausfische
Wissenschaftlicher Name
Platax
Cuvier, 1816

Fledermausfische (Platax) sind im Indopazifik und im Roten Meer beheimatet. Die Jungtiere halten sich vorzugsweise in der Nähe von Riffen auf. Ausgewachsene Fledermausfische sind hingegen auch im offenen Meer anzutreffen.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Sie haben einen flachen Körper, ein kleines Maul mit kleinen, borstenähnlichen Zähnen und kleine Schuppen. Charakteristisch sind für sie dunkel gefärbte senkrechte Bänder über Augen und Seitenflossen. Die Jungtiere unterscheiden sich von den Alttieren durch ihre imposant ausgezogenen Bauch-, Rücken- und Afterflossen.

Ernährung und Verhalten[Bearbeiten]

Die Nahrung der Fledermausfische besteht hauptsächlich aus Würmern, Krabben und Quallen.

Fledermausfische sind sehr neugierig. Es wurde häufiger beobachtet, dass sie Tauchern nachschwimmen und an deren Ausrüstung oder den Fingern knabbern. Sie probieren auch gerne die von Tauchern aufsteigenden Luftblasen zu schnappen.

Über die Fortpflanzung der Tiere ist wenig bekannt.

Arten[Bearbeiten]

Batavia-Fledermausfisch (Platax batavianus), juvenil

Fossilbefund[Bearbeiten]

Zwei fossile Fledermausfische, Eoplatax papilio[1] und Platax altissimus[2] sind aus dem mittleren Eozän der norditalienische Monte Bolca-Formation, die aus Ablagerungen der Tethys entstand, bekannt.

Sonstiges[Bearbeiten]

Junge Fledermausfische sehen mit ihren an Skalaren erinnernden hohen Flossen sehr attraktiv aus und werden manchmal als Zierfische für Seewasseraquarianer verkauft. Sie wachsen jedoch sehr schnell, die Farben verblassen und die eleganten hohen Flossen verschwinden. Aufgrund der Größe ausgewachsener Tiere (normalerweise bis 40 cm, in Ausnahmefällen bis zu 60 cm) sind Fledermausfische nicht für die private Aquarienhaltung geeignet, jedoch imposante Tiere für große, öffentliche Schau- und Zooaquarien.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Karl Albert Frickhinger: Fossilien Atlas Fische, Mergus-Verlag, Melle, 1999, ISBN 3-88244-018-X
  2. Arno Hermann Müller: Lehrbuch der Paläozoologie. Band III, Vertebraten, Teil 1. Seite 371, Gustav Fischer Verlag, 1985

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fledermausfische – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien