Flemlingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Flemlingen
Flemlingen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Flemlingen hervorgehoben
49.2458.0961111111111196Koordinaten: 49° 15′ N, 8° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Edenkoben
Höhe: 196 m ü. NHN
Fläche: 3,87 km²
Einwohner: 413 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76835
Vorwahl: 06323
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 025
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 23
67480 Edenkoben
Webpräsenz: www.flemlingen.de
Ortsbürgermeister: Peter Henrich
Lage der Ortsgemeinde Flemlingen im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild

Flemlingen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Edenkoben an.

Geographie[Bearbeiten]

Der Weinbauort liegt 8 km südlich von Edenkoben zwischen dem Biosphärenreservat Pfälzerwald und dem Rhein.

Nachbargemeinden sind - im Uhrzeigersinn - Hainfeld, Roschbach, Walsheim, Böchingen und Burrweiler.

Geschichte[Bearbeiten]

767 wird Flemlingen erstmals im Lorscher Codex erwähnt. Im 13. Jahrhundert war die Ortschaft Bestandteil der Herrschaft Geisburg. Ab 1279 gehörte der Ort als kaiserliches Lehen einem Ritter von Tan (Dahn). Nach dem Aussterben des Taner Geschlechts kam Flemlingen 1603 an die Herren von Schönenburg und dreißig Jahre später 1633 kam der Besitz an die Grafen von Trautmansdorf. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort wie so viele andere schwer verwüstet. Flemlingen gelang 1675 an die Edlen von der Leyen, die den Ort von nun an als Grafen von der Leyen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts besaßen.

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Region besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte das Dorf zum französischen Departement Donnersberg und war dem Kanton Edenkoben zugeordnet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region 1816 zum Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Burrweiler dem Landkommissariat Landau im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Landau zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Landau hervorging. Seit 1972 gehört Flemlingen der damals neu gebildeten Verbandsgemeinde Edenkoben an sowie seit 1978 zum Landkreis Südliche Weinstraße.

Ortsname

Flemlingen hieß 767 Flameringen und 1250 Vlemeringen oder auch Vlameringen. 1313 wird der Ort Flemirkeim genannt und 1334 taucht es als Flemeringen auf. Seit 1825 heißt es offiziell Flemlingen.[2]

Religion[Bearbeiten]

2013 waren 64,8 Prozent der Einwohner katholisch und 15,0 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Flemlingen besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Geteilt und oben gespalten, oben rechts in Rot ein silberner Adler, oben links in Blau ein silberner Pfahl, unten in Silber ein mit den Stollen abwärts gekehrtes blaues Hufeisen“.

Es wurde 1951 vom Mainzer Innenministerium genehmigt. Das Hufeisen ist das Ortszeichen von Flemlingen. Der Adler erinnert an die Herren von Dahn. Anschließend gehörte der Ort zum Amt Burrweiler der von der Leyen, worauf der silberne Pfahl verweist.[5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flemlingen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Quelle: Gemeindearchiv
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3