Flemming Povlsen

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Flemming Povlsen

Flemming Povlsen, Juni 2011

Spielerinformationen
Voller Name Flemming Søgaard Povlsen
Geburtstag 3. Dezember 1966
Geburtsort BrabrandDänemark
Größe 182 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
bis 1983 Viby IF
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1983–1986
1986–1987
1987–1989
1989–1990
1990–1995
1998–2004
Aarhus GF
Castilla CF
1. FC Köln
PSV Eindhoven
Borussia Dortmund
Brabrand IF
35 (13)
40 0(8)
71 (19)
29 (10)
116 (20)
40 (15)
Nationalmannschaft
1984–1985
1985–1987
1987–1994
Dänemark U-19
Dänemark U-21
Dänemark
11 0(1)
9 0(2)
62 (21)
Stationen als Trainer
2001–2002
2005–2009
2009
2010–2011
Aarhus Fremad (Sportdirektor)
AC Horsens (Co-Trainer)
Randers FC (Co-Trainer)
Silkeborg IF (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Flemming Søgaard Povlsen (* 3. Dezember 1966 in Brabrand) ist ein ehemaliger dänischer Fußballspieler und jetziger -trainer.

Karriere[Bearbeiten]

Vereinsspieler[Bearbeiten]

Der Stürmer Flemming Povlsen begann seine Karriere 1983 bei Aarhus GF, 1985 wurde er zum „Jugendspieler des Jahres 1985 in Dänemark“ gewählt.[1] Spanische Talentspäher holten ihn 1986 zu Real Madrid, wo er eine Saison in der zweiten Mannschaft namens Castilla CF spielte. Seinen Durchbruch erlebte er 1987, als er gemeinsam mit Morten Olsen bis 1989 beim 1. FC Köln spielte. Der torgefährliche schnelle Däne wurde hier zu einem der beliebtesten Spieler. Weniger glücklich war er ab 1989 beim PSV Eindhoven und so wechselte er nach nur einer Saison zurück in die Fußball-Bundesliga zu Borussia Dortmund. Bei den Dortmundern erlebte er seine erfolgreichste Zeit und wurde aufgrund seiner intensiven Spielweise schnell zu einem absoluten Publikumsliebling.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Mit der dänischen Nationalmannschaft wurde er bei der Fußball-Europameisterschaft 1992 in Schweden überraschend Europameister. Povlsen spielte in sämtlichen fünf Spielen für Dänemark in diesem Turnier und erzielte im Halbfinale im Elfmeterschießen gegen die Niederlande einen Treffer gegen den niederländischen Torwart Hans van Breukelen, Povlsens ehemaligen Teamkollegen von PSV Eindhoven. Er war ein ständiger Teil der dänischen Fußball-Nationalmannschaft, von seinem Debüt im Jahr 1987 bis zu seinem Rückzug. Dabei erzielte er 21 Tore in seinen 62 Länderspielen, und spielte bei den Europameisterschaften 1988 sowie 1992.

Karriereende[Bearbeiten]

Im April 1993 erlitt er in einem Spiel des BVB gegen den 1. FC Köln seinen ersten Kreuzbandriss, dem im Oktober des gleichen Jahres im Spiel gegen SG Wattenscheid 09 das Comeback folgte. Im Oktober 1994 zog er sich im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern einen Kreuzbandriss im anderen Knie zu, nach dem er zwar im Frühjahr 1995 noch zu einem Kurzeinsatz gegen Eintracht Frankfurt kam, dann aber Sportinvalide wurde. Zum Schluss der Saison beendete er verletzungsbedingt seine Karriere, wurde aber mit Borussia Dortmund Deutscher Fußballmeister 1995.

Trainer-Karriere[Bearbeiten]

Nach seinem Ausscheiden wurde Flemming Povlsen im Dezember 2001 Sportdirektor beim dänischen Erstligisten Aarhus Fremad. Als der Club sich einem Sparprogramm im November 2002 unterzog, bot Povlsen seinen Rücktritt an, was der Verein akzeptierte. Er spielte dann in einer niedrigeren Liga in Brabrand Fußball und wurde später geholt, um das alte Jugend-Team seiner Kindheit Aarhus GF zu trainieren. Im März 2005 wurde er Teil des Trainerstabs im dänischen Superliga-Klub AC Horsens. Im Juli 2009 wechselte er als Assistenztrainer zu Randers FC, trat aber am 6. Oktober 2009 zurück, als Manager John Jensen entlassen wurde. Er unterrichtet Kinder im Teenageralter in einer Fußballschule namens Hessel Gods Fodboldkostskole in Jütland, die mit Brøndby IF zusammenarbeitet. Povlsen besitzt die UEFA-A-Trainerlizenz.[2]

Privates[Bearbeiten]

Povlsen ist als Experte für das dänische Fernsehen bei Länderspielen tätig. Nach der gewonnenen Europameisterschaft änderte Povlsen sein privates Türschild für einige Jahre von „Povlsen“ auf „Europameister“.[3]

Erfolge[Bearbeiten]

  • 1989 Deutscher Vize-Meister
  • 1990 Niederländischer Vize-Meister
  • 1992 Europameister
  • 1992 Deutscher Vize-Meister
  • 1993 UEFA-Pokal-Finale
  • 1995 Deutscher Meister

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hinweis bei agf.dk Abgerufen am 7. März 2012
  2. Homepage der HGF Abgerufen am 7. März 2012
  3. Hinweise in: Echt-Das Stadionmagazin, Heft47, 3.November 2012, S. 21