Flensburg

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Dieser Artikel befasst sich mit der deutschen Stadt Flensburg; zu anderen gleichnamigen Begriffen siehe Flensburg (Begriffsklärung) sowie Flensborg (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Flensburg
Flensburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Flensburg hervorgehoben
54.7819444444449.436666666666712Koordinaten: 54° 47′ N, 9° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 56,38 km²
Einwohner: 83.971 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1489 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 24937–24944
Vorwahl: 0461
Kfz-Kennzeichen: FL
Gemeindeschlüssel: 01 0 01 000
Stadtgliederung: 13 Stadtteile,
38 statistische Bezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
24937 Flensburg
Webpräsenz: www.flensburg.de
Oberbürgermeister: Simon Faber (SSW)
Lage der Stadt Flensburg in Schleswig-Holstein
Bremerhaven (zu Freie Hansestadt Bremen) Niedersachsen Freie und Hansestadt Hamburg Freie und Hansestadt Hamburg Mecklenburg-Vorpommern Helgoland (zu Kreis Pinneberg) Königreich Dänemark Kreis Nordfriesland Flensburg Kiel Neumünster Lübeck Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Stormarn Kreis Segeberg Kreis Ostholstein Kreis Pinneberg Kreis Steinburg Kreis Dithmarschen Kreis Schleswig-Flensburg Kreis Plön Kreis Rendsburg-EckernfördeKarte
Über dieses Bild

Flensburg (dänisch und niederdeutsch: Flensborg, nordfriesisch: Flansborj, Flensborag, südjütisch: Flensborre) ist eine kreisfreie Stadt im Norden Schleswig-Holsteins. Nach Kiel und Lübeck ist Flensburg die drittgrößte Stadt des Landes, die größte im Landesteil Schleswig und die nördlichste kreisfreie Stadt Deutschlands. Flensburg liegt am Ende der Flensburger Förde und an der nördlichen Grenze der Halbinsel Angeln. Es ist das Zentrum der dänischen Minderheit in Südschleswig und mit mehr als 8600 Studierenden zudem ein bedeutender Hochschulstandort in der Region.

Luftbild mit dem Zentrum der Stadt Flensburg

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Engelsby Friesischer Berg Fruerlund Innenstadt Jürgensby Mürwik Neustadt Nordstadt Sandberg Südstadt Tarup Weiche Westliche Höhe
Lage Flensburgs an der Flensburger Förde mit Stadtteilen und Nachbargemeinden (anklickbare Grafik)

Flensburg befindet sich im äußersten Norden des Bundeslandes Schleswig-Holstein, jedoch nicht direkt an der deutsch-dänischen Grenze, da die Gemeinde Harrislee zwischen Flensburg und dem Königreich Dänemark liegt. Nach der Flensburger Nachbarstadt Glücksburg ist sie die zweitnördlichste Stadt in Deutschland, wobei die Wegstrecke von Flensburg an die dänische Grenze kürzer ist und die Glücksburger über Flensburg fahren müssen, um den kürzesten Weg nach Dänemark zu nehmen, weshalb häufig Flensburg als nördlichste Stadt genannt wird, obwohl dies wie erwähnt so nicht wirklich richtig ist.[2] Flensburg liegt im inneren Winkel der Flensburger Förde, einer Ausbuchtung der Ostsee, teils in einem Tal, teils auf umliegenden Höhen wie dem Friesischen Berg und dem Marienberg. Das Ostufer Flensburgs wird bereits zur Halbinsel Angeln gerechnet.

Die Stadt liegt etwa 20 m ü. NN. Die sich in einem Tal befindende Altstadt liegt bei 12 m und der höchste Punkt der Stadt bei 63,7 m ü. NN. Die Stadtgrenze ist 32,0 km lang. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Norden nach Süden 7,6 km und von Osten nach Westen 9,6 km.

Stadtteile[Bearbeiten]

Die Stadt Flensburg teilt sich in 13 Stadtteile, die sich wiederum in insgesamt 38 statistische Bezirke gliedern,[3] wobei die Grenzen der Stadtteile und Stadtbezirke dabei nur selten den Grenzen der früheren Landgemeinden bzw. den historischen Kirchspielgrenzen auf dem alten Stadtfeld genau entsprechen.

Nr. Stadtteil
(dänischer Name)
Lage Einwohner
Stand 2012
Ausländische
Bevölkerung
(% in der Gesamtstadt)
Stand 2012
Heutige Stadtbezirke Weitere (ehemalige)
Ortschaften und Kirchspiele
Sammlung von Bildern
1 Altstadt (Innenstadt)
(Indre By)
Lage54.7861111111119.4336111111111 3.342 467 (7,0 %) St. Nikolai (Sankt Nikolaj), St. Marien (Sankt Mariæ) und Nordertor (Gertrudenviertel/Ramsharde) (Nørreport)
2 Neustadt
(Nystaden)
Lage54.79759.4261111111111 4.045 559 (8,4 %) Duburg (Duborg), (Neustadt) Nord
3 Nordstadt
(Nordstaden)
Lage54.8005555555569.4211111111111 10.708 1614 (24,2 %) (Harrisleer) Kreuz (Kors), Galwik (Galvig), Klues (Klus) Ostseebad (Østersøbadet)
4 Westliche Höhe
(Vestlig Høj)
Lage54.7880555555569.4277777777778 7.845 619 (9,3 %) Stadtpark (Byparken/Øvelgønne), Marienhölzung (Frueskov), St. Gertrud, (Mühlen) Friedhof (Møllekirkegård)
5 Friesischer Berg
(Friserbjerg)
Lage54.7802777777789.4236111111111 6.662 520 (7,8 %) Exe (Eksercerløkke), Museumsberg, Friedenshügel (Fredshøj)
6 Weiche
(Sporskifte)
Lage54.7552777777789.4022222222222 6.837 316 (4,7 %) Sophienhof (Sophiegård), Schäferhaus (Skæferhus)
7 Südstadt
(Sydstaden)
Lage54.7759.435 3.950 267 (4,0 %) Martinsberg (Martinsbjerg), Rude, Peelwatt (Pælevad)
8 Sandberg
(Sandbjerg)
Lage54.7816666666679.4533333333333 6.095 398 (6,0 %) Achter de Möhl (Fiskergården), Adelbylund, Sünderup (Sønderup)
9 Jürgensby
(Jørgensby)
Lage54.7894444444449.4561111111111 7.703 453 (6,8 %) Johannesviertel (Sankt Hans), St. Jürgen (Sankt Jørgen), Jürgensgaard (Jørgensgaard), Sender Hohlwege (Hulvejene)
10 Fruerlund
(Fruerlund)
Lage54.8030555555569.4588888888889 6.316 272 (4,1 %) Blasberg (Blæsbjerg), Bohlberg (Bolsbjerg), (Fruerlund) Hof (Fruerlundgård) Kielseng (Kilseng)
11 Mürwik
(Mørvig)
Lage54.8108333333339.4613888888889 14.491 714 (10,7 %) Stützpunkt (Sonwik), Osbek (Osbæk), Wasserloos (Vandløs), Friedheim, Solitüde (Solitude) Blocksberg (Bloksbjerg), Engelsby Dorf, Fahrensodde (Farnæsodde), Kauslund (Kavslund), Twedterholz (Tvedskov), Waldsiedlung Tremmerup, Twedter Feld
12 Engelsby
(Engelsby)
Lage54.7913888888899.4769444444444 7.803 Engelsby Süd (Engelsby syd), Vogelsang (Fuglsang) Trögelsby (Troelsby), Twedt (Tved), Windloch (Vejrgab)
13 Tarup
(Tarup)
Lage54.7813888888899.4763888888889 4.197 106 (1,5 %) Tarup Adelby

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Gemeinden des Kreises Schleswig-Flensburg und der Region Syddanmark grenzen an die Stadt Flensburg (sie werden im Uhrzeigersinn – beginnend im Nordosten – genannt): Glücksburg (Amtsfreie Stadt), Wees (Amt Langballig), Maasbüll, Hürup, Tastrup und Freienwill (alle Amt Hürup), Handewitt (Amtsfreie Gemeinde), Harrislee (Amtsfreie Gemeinde) und Kommune Aabenraa (dt. Apenrade) auf dänischer Seite der Flensburger Förde.

Dabei gelten vor allem das größere Harrislee, mit dem zugehörigen Wassersleben und Kupfermühle, sowie Wees und Tastrup als Vororte von Flensburg, da sie schon dicht mit der Stadt verwachsen sind und zum Teil auch auf die Infrastruktur der Stadt zurückgreifen. Da die städtlische Buslinie schon seit vielen Jahren auch nahtlos durch Wassersleben fährt, wird insbesondere dieser Teil der Gemeinde Harrislee von vielen Flensburgern als Ortsteil wahrgenommen. Zudem gehen auch viele junge Harrisleer auf weiterführende Schulen in Flensburg. Auch nehmen beispielsweise ganz selbstverständlich Harrisleer Künstler am Flensburger Neujahrsempfang teil.[4] Dennoch beharrt, trotz wiederholten Vorschlags der Stadt Flensburg seit den 1970er Jahren, die Gemeinde Harrislee auf ihre forcierte Eigenständigkeit.[5] Tastrup wiederum ist der letzte Rest der ehemaligen Gemeinde Adelby, welche schrittweise eingemeindet wurde. Durch den stetigen Ausbau des Ortsteils Sünderup wächst Flensburg immer deutlicher an Tastrup heran.[6] Ähnlich verhält es sich mit Wees, wo die an der Nordstraße gelegenen Flensburger Ortsteile Wasserloos und Kauslund durch Neubauten wachsen. Ein weitere Siedlung, die schon seit vielen Jahren nahtlos mit Flensburg verwachsen ist, ist Meierwik, welches aber dennoch zu Glücksburg gehört. Ebenfalls schon recht stark an Flensburg herangewachsen ist Handewitt, welches sich an dem Flensburger Flughafen anschmiegt und nicht weit entfernt vom Flensburger Stadtteil Weiche liegt. Auch wird die Zusammengehörigkeit durch die seit 1990 bestehende Spielgemeinschaft Flensburg-Handewitt bestärkt. Des Weiteren gilt zuweilen auch Maasbüll als ein ländlicher Vorort von Flensburg, wobei das Dorf aber nicht mit Flensburg verwachsen ist und beim kaum bebauten Gebiet Vogelsang liegt, welches der Naherholung und der Landwirtschaft dient.

Nachbarstädte[Bearbeiten]

Mit Flensburgs Nachbarstädten findet neben einer Verwaltungsgemeinschaft mit Glücksburg (rund 5700 Einwohner) auch eine Zusammenarbeit innerhalb der 1997 gegründeten Europaregion Sønderjylland-Schleswig statt, darunter auf deutscher Seite mit den Kreisstädten Husum (22.000 Einwohner) im Kreis Nordfriesland und Schleswig (23.600 Einwohner) im Kreis Schleswig-Flensburg, ehemalige Hauptstadt des Herzogtums Schleswig, sowie auf dänischer Seite mit Tønder (deutsch Tondern, 7500 Einwohner) in der Tønder Kommune, Aabenraa (Apenrade, 15.700 Einwohner) in der Aabenraa Kommune, Haderslev (Hadersleben, 21.400 Einwohner) in der Haderslev Kommune und Sønderborg (Sonderburg, 27.300 Einwohner) in der Sønderborg Kommune. Nach einigen dieser Städte sind historische Ausfallstraßen benannt, ebenso wie nach Leck (7600 Einwohner), Kappeln (8700 Einwohner) und Eckernförde (21.700 Einwohner). Im Rahmen des INTERREG-geförderten Projektes Grenzdreieck (dänisch: Grænsetrekanten), ein 1.494,2 km² großes Gebiet mit rund 240.000 Einwohnern, kooperiert die Stadt Flensburg zudem mit den Kommunen Aabenraa und Sønderborg. Die Zusammenarbeit umfasst die Bereiche Infrastruktur, Tourismus, Beschäftigung, Regionalplanung und Kultur.[7][8]

Nahegelegene Großstädte sind Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel (239.800 Einwohner) sowie in Dänemark Odense (170.300 Einwohner) und Aarhus (256.000 Einwohner); nächstgelegene Millionenstadt ist das rund 160 km entfernte Hamburg (1,75 Mio. Einwohner) im Süden. Arnis, die nach der Einwohnerzahl (300 Einwohner) und nach der Fläche kleinste Stadt Deutschlands (0,45 km²), liegt rund 47 km von Flensburg entfernt.

Esbjerg (118 km)
Ribe (87 km)
Tønder (49 km)
Aarhus (185 km)
Kolding (86 km)
Aabenraa (33 km)
Odense (155 km)
Sønderborg (39 km)
Glücksburg (10 km)
Leck (34 km)
Niebüll (46 km)
Nachbargemeinden
Husum (46 km) Schleswig (39 km)
Rendsburg (64 km)
Hamburg (158 km)
Kappeln (45 km)
Arnis (47 km)
Eckernförde (58 km)
Kiel (85 km)

Klima[Bearbeiten]

Winter in Flensburg: Blick auf den Hafen, die Förde und den Stadtteil Jürgensby (Januar 2013)
Monatsmittelwerte von Flensburg 1961–1990
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2 2 6 10 15 18 20 20 16 11 7 4 Ø 11
Min. Temperatur (°C) 0 −1 1 3 7 11 12 12 10 7 3 1 Ø 5,5
Temperatur (°C) 0,6 0,7 2,7 6,3 11,3 14,9 16,0 15,9 13,0 9,6 5,2 2,2 Ø 8,2
Niederschlag (mm) 74,2 47,6 62,4 50,5 61,8 66,1 83,9 98,6 89,7 87,8 105,3 90,9 Σ 918,8
Sonnenstunden (h/d) 1,11 1,94 3,39 5,23 6,96 7,48 6,45 6,26 4,52 2,89 1,57 1,51 Ø 4,1
Regentage (d) 19 14 21 20 20 20 21 21 22 22 22 21 Σ 243
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74,2
47,6
62,4
50,5
61,8
66,1
83,9
98,6
89,7
87,8
105,3
90,9
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: DWD: Klimadaten Deutschland, Mittelwerte 30-jähriger Perioden sowie weatherbase: Flensburg, Germany

Natur- und Landschaftsschutzgebiete[Bearbeiten]

Das seit 2003 erste und einzige Naturschutzgebiet Flensburgs, das Twedter Feld (89 ha), liegt im Stadtteil Mürwik. Weiterhin sind 14 Areale als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, darunter im Osten der Landschaftsteil Vogelsang (ca. 278 ha) und das Osbektal (62 ha), im Westen das Marienautal (137 ha) und das größte Waldgebiet der Stadt, die Marienhölzung (250 ha), sowie im Nordwesten das Klusrieser Gehölz (106 ha).[9]

Geschichte[Bearbeiten]

Name[Bearbeiten]

Die Herkunft des erstmals 1248 erwähnten Stadtnamens Flensburg konnte noch nicht geklärt werden. Einer Sage nach gab Herzog Knud Lavard einem Ritter Fleno den Auftrag, am Ende der Förde eine Burg zu errichten. Diese Fleno-Burg soll der Stadt ihren Namen gegeben haben.[10] Eine neue Theorie besagt, dass sich der Name von einer kleinen Turmfestung ableite, deren Fundamente in der Nähe der Marienkirche gefunden wurden und die auf einer kleinen Insel lag.[11]

Anfänge[Bearbeiten]

Spätestens Mitte des 12. Jahrhunderts[12] entstanden am inneren Teil der Flensburger Förde Handels- und Fischersiedlungen um die späteren Kirchen Sankt Johannis, Sankt Nikolai, Sankt Marien und Sankt Gertrud. Die erstgenannte und wohl älteste Siedlung war ein jüngerer Teil der Husbyharde in Angeln. Die übrigens befanden sich westlich der Förde und des hier einmündenden Bachs Scherrebek und lagen so in der Wiesharde. Das gesamte Gebiet gehörte damals zum Königreich Dänemark. Historiker nehmen an, dass es mehrere Gründe für die Wahl dieses Standortes gab. Der Ort galt als sicherer Hafen in der Förde mit Schutz vor heftigen Winden. Zudem kreuzen sich in Flensburg zwei bedeutende Handelstraßen: der durch Jütland führende Ochsenweg als auch die Handelsstraße zwischen Nordfriesland und Angeln (Angelbowege). Ein weiterer Grund war das große Vorkommen von Heringen.

Nach der Vernichtung der wendischen Land- und Seeherrschaft durch die Dänen unter Waldemar I. und die Sachsen unter Heinrich dem Löwen erlangten die kleinen Handelsniederlassungen größere Bedeutung und wuchsen immer mehr zusammen. Zu dieser Zeit existierte bereits die Knudsgilde, die schon damals mit Vorrechten ausgestattet war und in der Folge auf das Stadtregiment Einfluss ausüben konnte.

Nachdem Flensburg in den Kämpfen 1248 zwischen dem dänischen König Erik Plovpenning und seinem Bruder und Nachfolger Abel zerstört worden war, förderte Abel den Wiederaufbau.

Die Stadtrechtsurkunde Flensburgs aus dem Jahr 1284

1284 wurde dem neuen Ort das Stadtrecht, dessen Inhalt auf einen sehr regen Handelsverkehr schließen lässt, vom dänischen König Erik Glipping verliehen und von Herzog Waldemar IV. von Schleswig bestätigt. Flensburg wurde rasch die bedeutendste Stadt des Herzogtums Schleswig. Das Herzogtum Schleswig war ein dänisches Lehen mit dem dänischen König als Lehnsherrn und gehörte im Gegensatz zum südlich angrenzenden Holstein nicht zum Heiligen Römischen Reich. Wie andere schleswigsche Städte war Flensburg auch nicht Mitglied der Hanse. Dennoch bestanden enge Handelskontakte zu deutschen und europäischen Hansestädten. Ein bedeutendes Handelsgut jener Zeit waren in Salz eingelegte Heringe. Sie wurden in viele europäische Länder verschickt. Die bestimmende Macht in Flensburg war noch bis in die Reformation die Knudsgilde, die aus wohlhabenden Kaufleuten bestand.

Vermutlich 1263 oder früher wurde das Minoritenkloster erbaut.

Die Handelsstadt im Mittelalter und in der frühen Neuzeit[Bearbeiten]

Ab 1409 begannen die Auseinandersetzungen zwischen Holsteinern und Dänen um die Vormacht in Schleswig (siehe auch Sønderjylland). 1411 erreichte Königin Margarethe I. im Vertrag von Kolding die Abtretung großer Teile des Herzogtums Schleswig an Dänemark. Im selben Jahr wurde die Duburg auf dem Marienberg errichtet.

Am 28. Oktober 1412 starb Margarethe I. an Bord eines Schiffes im Hafen von Flensburg an der Pest. Die Pest und andere infektiöse Krankheiten waren für mittelalterliche Städte ein großes Problem. In gewissen Abständen rafften Pocken, die vom Rattenfloh (Xenopsylla cheopis) verursachte Beulenpest, die Rote Ruhr oder andere Seuchen große Teile der Flensburger Bevölkerung dahin. Leprakranke wurden im St.-Jürgen-Hospital (vor 1290 errichtet) isoliert, das vor den Toren der Stadt (heute: St.-Jürgen-Kirche) lag. Um 1500 wurde die Syphilis eingeschleppt. Das kirchliche Hospital Zum Heiligen Geist (heute: Heiliggeistkirche) steht in der Großen Straße (heute Flensburger Fußgängerzone).

Der Alltag der Flensburger war hart, die Verkehrswege waren schlecht. Die Hauptstraßen waren nicht gepflastert und unbeleuchtet. Teilweise waren die Bürger verpflichtet, die von Viehdung durchtränkten Wege mit Holzstegen passierbar zu machen. Fenster hatten nur wenige Patrizierhäuser. Jeder Bürgerhaushalt hielt Vieh im Haus und Hof. Bürger hatten zudem eigene Kuh- und Schweinehirten, die das Vieh tagsüber außerhalb der Stadt hüteten.

1485 kam es in Flensburg zu einem Großbrand. Auch von Sturmfluten blieb die Stadt nicht verschont. Am Kompagnietor lassen sich heute noch die Wasserstände früherer Sturmfluten ablesen.

Ab 1526 fasste die lutherische Lehre in Flensburg Fuß. Damals predigte der Husumer Reformator Hermann Tast in der Stadt. Unterstützt vom jungen Herzog Christian trieb der ehemalige Dominikanermönch Gerd Slewert die Reformation voran. In der Folge öffnete sich Flensburg immer mehr der deutschen Kultur und Sprache, während das Umland dänisch geprägt blieb.

Nach dem Niedergang der Hanse im 16. Jahrhundert galt Flensburg als eine der bedeutendsten Handelsstädte im skandinavischen Raum. Selbst bis ins Mittelmeer, nach Grönland und in die Karibik reichten die Handelsbeziehungen der Flensburger Kaufleute. Die wichtigsten Handelswaren waren neben den Heringen zunächst Zucker und Tran, der auf der so genannten Grönlandfahrt durch Walfang gewonnen wurde. Erst der Dreißigjährige Krieg beendete die Blütezeit. Der Einfall der Kaiserlichen unter Wallenstein 1627 und 1628 wie auch die dänisch-schwedischen Kriege 1643–1645 und 1657–1660 schlugen dem Wohlstand der Stadt erhebliche Wunden.

Wiederaufschwung als Rumstadt im 18./19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Ansicht von Flensburg (um 1830)

Im 18. Jahrhundert erlebte Flensburg dank des Rumhandels eine zweite Blüte. Der Rohrzucker wurde aus Dänisch-Westindien importiert und in Flensburg raffiniert, vermutlich im Rahmen des Dreieckshandels. Erst im 19. Jahrhundert, im Zuge der Industrialisierung, konnten sich die Flensburger Zuckerraffinerien nicht mehr gegen die Konkurrenz der benachbarten Metropolen Kopenhagen und Hamburg behaupten.

Der in Flensburg verschnittene Rum war dann ein Ausweichgeschäft im Westindienhandel, von wo er eingeführt und als Rum-Verschnitt in ganz Europa vertrieben wurde. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 wurde das Zuckerrohr statt aus Dänisch-Westindien aus dem damals britischen Jamaika bezogen. Von einst weit über 20 Rumhäusern (unter anderem Hansen, Pott, Sonnberg, Asmussen und Detleffsen), die die Stadt geprägt haben, besteht heute noch das Rumhaus A. H. Johannsen in der Marienstraße.

Die Stadt begann im 18. Jahrhundert zudem über die Stadtmauer hinaus zu wachsen. Es entstand der Stadtteil Neustadt[13] und mit dem Hafermarkt zudem ein weiter Marktplatz nahe St. Johannis.[14] Zwischen 1460 und 1864 war Flensburg nach Kopenhagen der zweitgrößte Hafen im Dänischen Gesamtstaat und außerhalb des Königreiches Dänemark sogar der größte. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg (1864) kam die Stadt zu Preußen, und deutsche Sprache und Kultur, die bereits seit der Reformation zunehmend Fuß im Flensburger Bürgertum gefasst hatten, prägten nun immer stärker das Leben der Stadt. Dennoch zählt sich bis heute eine große Minderheit der Flensburger zur dänischen Volksgruppe.

Der Arzt Peter Henningsen gründete 1875 mit Kaufleuten zusammen die Ostseebadgesellschaft und versuchte ein Freibad mit Kurbetrieb an der Flensburger Förde zu etablieren. Von den Plänen verblieb das Strandbad Ostseebad.[15][16]

Am 1. April 1889 wurde Flensburg ein eigenständiger Stadtkreis (kreisfreie Stadt) innerhalb der Provinz Schleswig-Holstein, blieb aber Sitz des Landkreises Flensburg.

Volksabstimmung in Schleswig[Bearbeiten]

Bei der Volksabstimmung in Schleswig 1920 votierten in Flensburg drei Viertel der Wähler für den Verbleib im Deutschen Reich. Infolgedessen wurde Flensburg zu einer Grenzstadt.

1920 wurde nach Beschluss des Völkerbundes über den Grenzverlauf in Schleswig (Südjütland) abgestimmt. In Nordschleswig wurde en bloc abgestimmt. Es entschieden sich dort 75 % der gesamten Bevölkerung für Dänemark, wohingegen die zahlenmäßig unterlegene Bevölkerung der südlich gelegenen Städte in diesem Gebiet für Deutschland stimmte und so von der nördlichen Landbevölkerung überstimmt wurden. So gingen die Städte Tondern (mit 76 % Stimmen für Deutschland), Hoyer (mit 73 % Stimmen für Deutschland), Tingleff (mit 64 % Stimmen für Deutschland), das östlicher gelegene Sonderburg (mit 55 % Stimmen für Deutschland) und das schon etwas nördlicher gelegene Apenrade (mit 54 % Stimmen für Deutschland) sowie die südlichen Gebiete des Abstimmungsgebietes, in welchen ungefähr 40–59 %, teilweise sogar mehr der Befragten für Deutschland stimmten, an Dänemark. Das gemeindeweise abstimmende Südschleswig mitsamt Flensburg votierte mit großer Mehrheit für den Verbleib bei Deutschland. Die Hoffnung der dänischen Seite, die eine oder andere Gemeinde auf Grund des kleineren Zuschnittes in diesem Bereich zu gewinnen, erfüllte sich somit nicht. Nur in drei Gemeinden der ansonsten mehrheitlich für Deutschland votierenden Inseln Sylt und Föhr ergab sich eine schwache dänische Mehrheit.[17] Infolge der im Versailler Vertrag definierten Zuschnitte der Abstimmungszonen und Abstimmungsmodalitäten fielen somit große Teile des Umlandes, insbesondere des Landkreises Flensburg, der Kollunder Wald an Dänemark; Flensburg wurde Grenzstadt.[18]

Die Stadt Flensburg erhielt von der deutschen Reichsregierung als Dank für das pro-deutsche Stimmverhalten das Deutsche Haus. Borgerforeningen und Flensborghus entwickelten sich zu Zentren der dänischen Flensburger.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Es fehlt eine Darstellung des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen in Flensburg. Auch in Flensburg gab es Willkür wie Verfolgung Unschuldiger, Judenverfolgung und Verfolgung von Demokraten.

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Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde die Stadtverwaltung auch in Flensburg gleichgeschaltet und mit Wilhelm Sievers ein langjähriges NSDAP-Mitglied zum Oberbürgermeister ernannt. Dieser wurde nach einer parteiinternen Intrige Ende 1935 durch Ernst Kracht ersetzt. Im Zuge der Aufrüstung wuchs Flensburgs Bedeutung als Marinestützpunkt und Heeresgarnison. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Stadt dennoch nur punktuell Kriegsschäden durch 41 Bombenabwürfe, die insgesamt 176 Tote forderten und die Stadt zu 4,7 % zerstörten.[19] Am 19. Mai 1943 starben allerdings 15 Kinder und 2 Mitarbeiter eines dänischen Kindergartens, als der Luftschutzkeller an der nahe bei Werft und Kraftwerk gelegenen Batteriestraße einen Volltreffer erhielt. Durch die 41 Luftangriffe auf Flensburg wurden rund 1000 Wohnungen völlig zerstört.[20] Kurz nach dem Krieg forderte die Explosion eines Munitionslagers zahlreiche Opfer.

Sitz der letzten Reichsregierung

1945 war Flensburg für einige Wochen Sitz der letzten Reichsregierung unter Admiral Karl Dönitz, die nach dem Suizid Adolf Hitlers am 30. April 1945 und der Eroberung von Berlin Quartier in der Marineschule Mürwik nahm. Dort wurden ihre Mitglieder am 23. Mai 1945 von britischen Truppen abgesetzt und verhaftet.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Flensburg zur Britischen Besatzungszone. Die britische Militärverwaltung richtete in Flensburg zwei DP-Lager zur Unterbringung so genannter Displaced Persons ein. Die Mehrzahl von ihnen waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen, der Ukraine, dem Baltikum und Jugoslawien.

In der Zeit nach dem Krieg gelangten viele Vertriebene in die Stadt, so dass die Einwohnerzahl 100.000 überschritt und Flensburg für einige Jahre Großstadt war. Wie im übrigen Landesteil Schleswig entwickelte sich nach 1945 auch in Flensburg eine relativ starke prodänische Bewegung, die an die Ideen der Eiderdänen anknüpfte. Ziel vieler Anhänger war der Anschluss der Stadt an Dänemark. Flensburg hatte so noch einige Jahre nach 1945 Bürgermeister aus der dänischen Minderheit.

Am ehemaligen Marinestützpunkt befindet sich heute mit Sonwik ein neuer Stadtteil mit modernen Wasserhäusern am neuen Yachthafen. (2007)

Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland profitierte Flensburg zunehmend von der Ansiedlung militärischer Einrichtungen, die auch die wirtschaftlichen Nachteile der Randlage der Stadt kompensieren sollten. Seit der deutschen Wiedervereinigung nahm die Zahl der Soldaten jedoch wieder um über 8000 ab, da Militäreinrichtungen abgebaut oder in die östlichen Bundesländer verlagert wurden. Insbesondere die größeren schwimmenden Einheiten wurden zusammen mit den landgestützten Versorgungseinrichtungen nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt. So entfiel auch der zeitaufwändige Marsch der Flotteneinheiten durch die Flensburger Förde in ihre Einsatzgebiete in der Ostsee. Heute werden die ehemaligen Hafenanlagen der Bundesmarine durch Sportboote zivil genutzt (Marina Sonwik).

Eine große Rolle spielt bis heute der deutsch-dänische Grenzhandel. Einige dänische Unternehmen wie Danfoss siedelten sich aus steuerlichen Gründen direkt südlich der Grenze in Flensburg und seinen Nachbargemeinden an.

1970 wurde der Kreis Flensburg-Land um die Gemeinden des Amtes Medelby im Kreis Südtondern erweitert und 1974 mit dem Kreis Schleswig zum neuen Kreis Schleswig-Flensburg vereinigt, dessen Kreissitz die Stadt Schleswig wurde. Damit verlor Flensburg seine Funktion als Kreisstadt, blieb selbst aber eine kreisfreie Stadt.

Während der Schneekatastrophe in Norddeutschland zum Jahresende 1978 war Flensburg von der Außenwelt abgeschnitten. Selbst Bergungspanzern der Bundeswehr gelangt es nicht, die Autobahn 7 freizuräumen und der Zugverkehr nach Kiel war lahmgelegt. Begleitet wurde die Katastrophe von einem Hochwasser, das mit 1,60 m ü. NHN die Hafenstraßen überschwemmte.[21]

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Heute ist Flensburg die größte Stadt im Landesteil Schleswig und Zentrum des deutsch-dänischen Grenzlandes. Die Stadt ist Universitäts- und Fachhochschulsitz und bis heute geprägt von Marine, Grenzhandel sowie ihrer Geschichte als Rumstadt. Aufgrund der schlechten Finanzlage der Stadt beschloss der Rat im Jahr 2006 den Verkauf des Kollunder Waldes an eine Privatperson.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts umfasste das Stadtgebiet von Flensburg eine Fläche von insgesamt 2639 Hektar. Im Laufe der Zeit wurden folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen in die Stadt Flensburg eingegliedert:

Jahr Orte Zuwachs in ha
1398 Rude[22]
24. Februar 1874 Süder- und Norder-St. Jürgen 36,58
27. Juni 1875 Achter de Möhl 3,58
27. Juli 1875 Duburg 10,58
27. Juli 1875 Hohlwege 5,58
01. Dezember 1900 Jürgensgaard 205,58
01. April 1909 Klues 19,58
01. April 1910 Twedt, Twedterholz/Fruerlund und Engelsby 1458,58
26. April 1916 Teil des Kluesrieser Forstes (incl. Wasserfläche) 146,58
26. April 1970 Adelbylund (Gemeinde Adelby) 132,58
01. November 1971[23] Ausgemeindung des Strandes von Wassersleben 147,58
24. März 1974[23] Sünderup und Tarup (Gemeinde Adelby) 494,58
2007 Flächenübernahme von der Gemeinde Tastrup[22]

Bevölkerung und Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte in Flensburg ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Lebten in der Stadt 1835 etwa 12.000 Menschen, so waren es 1900 bereits rund 50.000. Im Jahr 1945 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Flensburg die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1949 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt mit 108.585 (mit Flüchtlingen) ihren historischen Höchststand. 1952 sank die Zahl wieder unter die Grenze von 100.000 und ist seitdem weiter gefallen.

Am 31. Dezember 2012 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ nach Fortschreibung des Statistischen Amtes Hamburg und Schleswig-Holstein 83.462 Einwohner. Davon stellen die Dänen mit 2178 Personen (Stand: 30. Dezember 2011) den größten Anteil an der ausländischen Bevölkerung, gefolgt von Türken (952), Polen (469), Griechen (255) und Russen (236).[24]

In der Agglomeration Flensburg leben etwa 108.000 Einwohner (Stand Ende 2012). Neben Flensburg gehören zu diesem 170,28 km² großen Siedlungsgebiet die Gemeinden Harrislee (11.000 Einwohner), Handewitt (10.800 Einw.), Tastrup (knapp 400 Einw.) und Wees (2200 Einw.). Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 634,2 Einw./km².[25]

Sprachen[Bearbeiten]

In Flensburg werden verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen: hauptsächlich hochsprachliches Deutsch (Standarddeutsch) aber auch der heimische niederdeutsche (plattdeutsche) Dialekt des Nordniedersächsischen (Schleswigsche Variante) sowie Dänisch und Sønderjysk (Plattdänisch). Nur wenige der aus Nordfriesland zugewanderten Friesen sprechen heute noch ihr Nordfriesisch. Die Herkunft der weit verbreiteten Begrüßungsanrede Moin Moin wird unter anderem in der niederdeutschen und ostfriesischen Sprache vermutet.[26]

Eine Besonderheit ist das Flensburger Petuh. Petuh verbindet Elemente von hochsprachlichem Deutsch, Niederdeutsch und Dänisch. Diese Mundart wird nur noch von wenigen Flensburgern gesprochen.

Religion[Bearbeiten]

Seit der Eingemeindung von Tarup ist die Adelbyer Johanniskirche aus dem 11. Jahrhundert die älteste Kirche Flensburgs. (2007)

Christentum und Kirchen[Bearbeiten]

Evangelisch-lutherische Kirchen

Flensburgs Evangelisch-Lutherische Gemeinden sind Teil der Nordelbischen Landeskirche oder der Dänischen Kirche in Südschleswig. Zudem besteht eine kleine Gemeinde der altkonfessionellen Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche.

Die Stadt und das Umland war traditionell Teil des bereits im Jahr 948 gegründeten Bistum Schleswig. 1526 wurde mit der ersten lutherischen Predigt in Sankt Nikolai die Reformation eingeführt. 1540 entstand in den Herzogtümern schließlich die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holstein, die sich im Jahre 1977 mit den Landeskirchen in Lübeck und Hamburg zur Nordelbischen Kirche vereinigte.

Flensburg ist Sitz[27] des am 1. Mai 2009 aus einer Fusion der bisherigen Kirchenkreise Flensburg, Schleswig und Angeln entstandenen Kirchenkreises Schleswig-Flensburg[28] innerhalb des Sprengels Schleswig und Holstein. Dem neuen Kirchenkreis Schleswig-Flensburg gehören 24 Kirchengemeinden innerhalb der Stadt Flensburg und im Kreis Schleswig-Flensburg an.

Parallel zur deutschen Landeskirche entstand 1920 die Dänische Kirche in Südschleswig, die die kirchliche Arbeit innerhalb der dänischen Minderheit bündelt. Deren Hauptkirche ist die Heiliggeistkirche in der Altstadt. Die übrigen Kirchen der Altstadt (Sankt Nikolai, Sankt Marien und Sankt Johannes) gehören der Nordkirche an.[29]


Römisch-Katholische Kirche

Im 19. Jahrhundert siedelten wieder Katholiken in der Stadt. Im Jahre 1899 wurde die katholische Pfarrkirche St. Marien in der Flensburger Innenstadt erbaut. Da das Bistum Schleswig seit der Reformation nicht mehr existierte, gehörten die katholischen Gemeinden Flensburgs zum Apostolischen Vikariat der Nordischen Missionen. 1930 wurde das Gebiet Schleswig-Holsteins auf Grund des Preußischen Konkordats von 1929 dem Bistum Osnabrück eingegliedert. Aus den nördlichen Gebieten dieses Bistums entstand 1993 das neue Erzbistum Hamburg. Innerhalb des Erzbistums Hamburg gehören zum Dekanat Flensburg die fünf Pfarrgemeinden St. Marien Schmerzhafte Mutter (in der Flensburger Innenstadt), St. Ansgar (in Mürwik) sowie St. Anna (im Vorort Harrislee), St. Laurentius (in Glücksburg) und St. Martin (in Tarp).[30]

Evangelische Freikirchen

Neben den genannten Kirchen bestehen in Flensburg auch Gemeinden evangelischer Freikirchen. Diese sind Baptisten, Methodistische und Wesleyanische Kirchen, Siebenten-Tags-Adventisten, Die Freie Christengemeinde Flensburg und die Arche – Evangelische Freikirche in Flensburg-Weiche.

Sonstige Kirchen

An sonstigen Kirchen sind in Flensburg vertreten: seit 1899 die Neuapostolische Kirche mit zwei Gemeinden, Die Christengemeinschaft, die Urchristliche Gemeinde, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und die Zeugen Jehovas mit zwei Gemeinden

Weitere Religionen[Bearbeiten]

  • Seit einigen Jahren besteht wieder eine kleine jüdische Gemeinde in der Stadt.
  • In Flensburg gibt es zwei islamische Gemeinden, die über eigene Hinterhofmoscheen verfügen.

Politik[Bearbeiten]

Politische Gremien[Bearbeiten]

An der Spitze der Stadt Flensburg stand seit Jahrhunderten der Rat, mit zwei Bürgermeistern, je einer für die Nordstadt (Sankt Marien) und einer für die Südstadt (Sankt Nikolai und Sankt Johannis). Die Mitglieder des Rates und die Bürgermeister wurden vom Rat selbst bestimmt. Schieden Ratsmitglieder aus, wurden von den verbliebenen Ratsherren Nachfolger bestimmt, wobei jede der beiden Stadthälften gleich viele Mitglieder im Rat hatte. Die Ratsherren trugen meist den Titel „Senator“.

Der Rat bestand in Flensburg bis 1742, dann wurde der „Bürgermeister des Nordens“ zum „Dirigierenden Bürgermeister“ und wurde vom Landesherrn, also dem König von Dänemark, ernannt. Aus diesem „Dirigierenden Bürgermeister“ wurde später der „Erste Bürgermeister“. Der „Zweite Bürgermeister“ trug lediglich den Titel „Bürgermeister“. Nach dem Übergang der Stadt an Preußen wurden ab 1870 die Bürgermeister von den Bürgern der Stadt gewählt, wobei der Erste Bürgermeister meist den Titel „Oberbürgermeister“ erhielt. Während der Zeit des Nationalsozialismus erfolgte die Ernennung des Stadtoberhauptes direkt durch die NSDAP.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde nach britischem Vorbild eine zweiteilige Verwaltungsspitze eingeführt. An der Spitze der Stadt stand zunächst als Vorsitzender des Rates und des Magistrats der vom Rat gewählte Oberbürgermeister. Daneben gab es als Leiter der Verwaltung einen „Oberstadtdirektor“. 1950 trat die neue schleswig-holsteinische Gemeindeordnung in Kraft. Danach wurde der Titel „Oberbürgermeister“ (wieder) auf den Leiter der Verwaltung übertragen. Er wurde zunächst weiterhin vom Rat gewählt. Der Vorsitzende des Rates trägt seither den Titel „Stadtpräsident“. Dieser wird ebenfalls nach jeder Kommunalwahl vom Rat gewählt. Seit 1999 wird der Oberbürgermeister jedoch wieder von der Bevölkerung direkt gewählt.

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Der erste direkt gewählte Oberbürgermeister Hermann Stell verstarb am 4. Mai 2004, nachdem er zwei Tage zuvor vor dem Finalspiel des DHB-Pokals einen Schlaganfall erlitten hatte.[31] Zu seinem Nachfolger wurde mit 59 Prozent der Stimmen am 14. November 2004 der parteilose, von der CDU vorgeschlagene Klaus Tscheuschner gewählt. Dieser konzentrierte sich auf Sparmaßnahmen, Infrastrukturprojekte wie den Abschluss der Osttangente und die Entbürokratisierung der Verwaltung.

Im Oktober 2010 wurde ein neuer Oberbürgermeister in Flensburg gewählt. Bei der Wahl am 31. Oktober 2010 traten insgesamt neun Kandidaten an.[32] Dabei qualifizierten sich Elfi Heesch (mit 25,1 Prozent, CDU/Grüne) und Simon Faber (19,4 Prozent, SSW) für die Stichwahl am 21. November 2010. In dieser siegte Faber mit 54,8 Prozent über Heesch (45,2 Prozent).

Ratsversammlung[Bearbeiten]

Wahl zur Ratsversammlung 2013
Wahlbeteiligung: 35,9 %
 %
30
20
10
0
22,1
20,7
19,0
15,0
12,5
4,1
3,7
2,9
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+1,6
+4,8
-3,0
-7,3
+5,2
-0,5
-3,6
+2,8
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d WIR in Flensburg
Sitzverteilung in der Ratsversammlung
2
9
5
8
1
6
2
10
10 
Von 43 Sitzen entfallen auf:

Die Ratsversammlung ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Flensburg. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre. Die letzte Wahl fand am 26. Mai 2013 statt.

Rathaus[Bearbeiten]

Das ursprüngliche Rathaus der Stadt befand sich auf dem ehemaligen Thingplatz in der Nähe des jetzigen Stadttheaters in der Rathausstraße. Später wurde der ehemalige Regierungshof am Holm als provisorisches Rathaus genutzt. Beide Gebäude stehen heute nicht mehr, das letztere wich in den 1960er Jahren einem größeren Kaufhausbau. 1964 erfolgte der Einzug der Stadtverwaltung in das von Carl-Friedrich Fischer entworfenen neue Rathaus, einem 17-stöckigen, grauen Betonbau, der Mitte der 1990er Jahre für rund 50 Mio. Mark saniert wurde. In direkter Nachbarschaft zum Rathaus am Pferdewasser steht an der Ecke zur Friesischen Straße die Besenbruchvilla, in der das Standesamt untergebracht ist.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold über blauem Wellenschildfuß ein sechseckiger roter Turm mit blauem Spitzdach, aus dem übereinander zwei herschauende, rot gezungte blaue Löwen hervorbrechen; oben ein roter Schild mit silbernem Nesselblatt.“[33]

Die beiden Schleswigschen Löwen symbolisieren Schleswig. Das Nesselblatt steht für Holstein und wurde erstmals während der Pfandherrschaft der Schauenburger Grafen über Schleswig im 15. Jahrhundert eingeführt, doch erst in der Kaiserzeit wieder als fester Bestandteil des Wappens übernommen. Der Turm weist auf die alten Stadtrechte Flensburgs und auf die frühere Burg hin, die der Stadt ihren Namen gab. Die Wellen deuten auf die Lage der Stadt an der Flensburger Förde hin.

Das Wappen wurde durch König Wilhelm II. von Preußen im Jahre 1901 verliehen und in einer überarbeiteten Form am 19. Januar 1937 durch den Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein neu genehmigt.

Flagge[Bearbeiten]

Blasonierung: „Auf blauem Flaggentuch das Stadtwappen, etwas zur Stange hin verschoben.“[33]

Hymne[Bearbeiten]

Neben diesen Hoheitszeichen existiert auch noch das Flensburg-Lied, welches mit den Wortlaut: „Stadt im Tal, umkränzt von Hügeln“ beginnt. Das Lied wurde 1909 von der Lehrerin Ida Marquardsen (1868–1941), die an der Auguste-Viktoria-Schule lehrte, geschrieben. Im Jahr 1993 wurde der Text des Liedes aktualisiert. Die Strophe „Treu das Deutschtum hoch zu halten“ wurde gegen die Strophe „Auch die Freundschaft zu den Dänen sei Dir eine heilge Pflicht“ ersetzt. Bei dieser Aktualisierung wurde auch die Passage „Schlank und stark, gleich jungen Buchen“, welche sich auf die Frauen Flensburgs bezog, modernisiert.[34][35]

Im Jahre 2009 versuchten sich die Musiker Andreas Fahnert, Frank Weiner und Michael Backens an einer größtenteils in deutscher Sprache gehaltenen Neukomposition, die auch zwei dänische Liedzeilen enthält. Themen ihres Liedes sind das Zu-Hause-Sein, die Hügel der Stadt, die Größe Flensburgs sowie Handball und Baden, Sex und Verkehr, Rum und Bier, deutsche und dänische Sprache. Die Komposition traf auf ein geteiltes Echo.[35][34]

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten]

Flensburg führt seit dem 1. Januar 2008 im Rahmen einer Verwaltungsgemeinschaft die Verwaltungsgeschäfte von Glücksburg.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Flensburg unterhält Städtepartnerschaften mit Carlisle in England (seit 1961), mit Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern (seit 1987) und mit Słupsk, dt. Stolp, in Polen (seit 1988). Carlisle, Flensburg und Słupsk bilden eine Dreieckspartnerschaft. Nach der englischen Partnerstadt ist 1988 der Carlisle-Park, ein Hektar großer Bahnhofsvorplatz, benannt worden.[36] Im Mai 2014 wurde abermals ein Park nach einer Partnerstadt benannt, wobei der in Fruerlund gelegene Slupsk-Park im Gegensatz zur polnischen Stadt Słupsk [ˈswupsk] vereinfacht mit dem Buchstaben l und nicht mit ł geschrieben wird.[37]

Zur namensgleichen Kleinstadt Flensburg im US-Bundesstaat Minnesota unterhält die Stadt Flensburg keine offiziellen Kontakte.[38]

Dänisches Generalkonsulat[Bearbeiten]

Dänemark unterhält neben der Botschaft in Berlin, einem Konsulat in München und zwölf weiteren honorarkonsularischen Auslandsvertretungen in Deutschland am Nordergraben ein Generalkonsulat, das Kongelig Dansk Generalkonsulat (Königlich Dänisches Generalkonsulat).[39] Bereits rund einen Monat nach der Volksabstimmung in Schleswig richtete der dänische Staat im Juli 1920 ein Büro für Pass- und Visaangelegenheiten in der Rathausstraße ein, wo im Oktober 1920 der Obergerichtsanwalt Neergaard-Møller die Stelle als erster Konsul wahrnahm. Im März 1922 zog die Vertretung in die 1883/1884 erbaute Villa Burg Schöneck (1990/1991 umbebaut), das seit 1987 den Status eines Generalkonsulats innehat[40] und in der sich fünf Mitarbeiter um die Belange der dänischen Minderheit im etwa Südschleswig umfassenden Konsularbezirk kümmern.[41]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Flensburg stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Theater[Bearbeiten]

Das Stadttheater ist Spielstätte des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters und Sinfonieorchesters (2009).
Das Porticus von 1740, älteste Kneipe der Stadt, mit dem kleinen Orpheus Theater im Obergeschoss
Das Deutsche Haus, eine Versammlungs- und Veranstaltungshalle von 1930, beherbergt u.a. auch das Kino 51 Stufen und ein Puppentheater (Foto von 2007)
Vorläufer

Vorläufer des Theaterlebens in Flensburg waren, abgesehen von fahrenden Leuten wie Gauklern und Pupenspielern, Aufführungen der evangelischen Lateinschule, heute Altes Gymnasium, die bisweilen den lateinischen Stücken auch deutschsprachige Schulkomödien beifügte. Ab 1732 erteilte der Magistrat Konzessionen an umherreisende Schauspielertruppen, deren Theaterstätte sich bis 1795 zumeist im ersten Saal des Alten Rathauses (1445–1883) an der Westseite des Straßenzuges Holm-Große Straße befand. Im Rathaushof an der Stelle des heutigen Stadttheaters öffnete am 17. September 1795 Flensburgs erstes eigenes Theatergebäude, das Schauspielhaus, seine Pforten, in dem am Anfang vor allem die Hofschauspielergesellschaft aus Gottorf Gastspiele gab. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden zwei weitere Theaterunternehmungen, deren Stücke ausschließlich im Sommer aufgeführt wurden und deren Namen sich am Vorbild des Tivolis in Kopenhagen orientierten: für das erste, alte Tivoli errichtete der Graveur Andresen neben einem zweistöckigen Wohnhaus an der Friesischen Straße 97 auch eine offene Bühne; für das zweite, das Neue Tivoli, erschufen Flensburger Geschäftsleute am oberen Südergraben einen Bühnenanbau in Nölcks Biergarten, einem beliebten Ausflugslokal, das 1877 um eine gewaltige Sängerhalle erweitert wurde. Bis die Halle 1906 durch ein Feuer zerstört wurde, fanden dort neben Theateraufführungen auch Großkonzerte statt. Zuvor, im Jahr 1883, entschied sich die Stadt für den Abriss des Schauspielhauses, welches elf Jahre später an gleicher Stelle durch das Stadttheater ersetzt wurde. Sein erster Intendant, Emil Fritzsche, eröffnete am 23. September 1894 mit einem Festakt das im Stil der italienischen Renaissance errichtete Gebäude und etablierte ein festes Theaterensemble.[42]

Gegenwart

Die Flensburger Theaterszene spiegelt die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Stadt wider und umfasst rund ein halbes Dutzend Theater mit fester Spielstätte, allesamt zentrumsnah in historischen Gebäuden einquartiert. Die Bühne des Stadttheaters in der Rathausstraße ist eines der Aufführungsorte des 1974 gegründeten Schleswig-Holsteinischen Landestheaters und Sinfonieorchesters, der größten Landesbühne Deutschlands, dessen Stücke sich den drei Sparten Oper, Schauspiel und Ballett widmen.[43]:140–141 Theater in plattdeutscher Sprache (in Trägerschaft eines Vereins) spielt das in den 1920er Jahren entstandene Ensemble der Niederdeutschen Bühne Flensburg, welches seit 1982 in einem Studio mit rund 100 Sitzplätzen in der Augustastraße 3–5 ansässig ist.[43]:169 Freies, professionelles Theater im Programm bietet seit den 1980er Jahren die Theaterwerkstatt Pilkentafel, die sich seit 1998 in einem Haus von 1771 in der gleichnamigen Straße (Pilkentafel 2) am Ostufer in Jürgensby befindet.[43]:185–186 Theaterstücke, Kabarett, Konzerte und Lesungen im Repertoire hat das 1992 gegründete Orpheus Theater, das mit 60 Sitzplätzen zu den kleinsten Theatern Deutschlands zählt. Untergebracht ist es in einem alten Fachwerkhaus an der Ecke Große Straße/Marienstraße oberhalb Flensburgs ältester Kneipe, dem Porticus von 1740.[43]:178 Unweit davon, in der Marienstraße 20, liegt Det lille Teater (Hjemmet), ein dänischsprachiges Amateurtheater und feste Institution seit 1966, in dessen Räumen rund 80 Zuschauer Platz finden.[43]:144 Ein weiteres kleines Theater mit Raum für 60 Gäste ist das Krimmelmokel Puppentheater, das im November 2011 Unterschlupf im Deutschen Haus fand und sich an Kinder im Vorschul- und Schulalter wendet.[44]

Kinos[Bearbeiten]

Geschichte

Im Jahr 1896 nahm die Geschichte des Kinos in Flensburg ihren Anfang, als in der Großen Straße 1 Filmbetrachter von Edison, sogenannte Kinetoskope, ausgestellt wurden. Erste Kurzfilme lockten noch im selben Jahr Besucher in verschiedene Varietés: zunächst ab dem 5. Dezember 1896 ins Colosseum, einen Tag später ins Tivoli und in darauffolgender Zeit in den Nordischen Hof (Norderstraße 76) sowie in die Harmonie in der Toosbüystraße 21.[45]

Am 8. September 1906 eröffnete das erste feste Kino der Stadt, das Kosmorama in der Nikolaistraße 10 mit 123 Sitzplätzen. Zahlreiche weitere Kinoeröffnungen folgten, darunter die des Palast-Theaters mit 230 Plätzen im Holm 35 und des Lichtspielhauses Opera, des ersten Kino-Neubaus, das später als Germania und Central-Tonfilmtheater von 1911 bis 1969 fast 60 Jahre lang bestand. Nach dem Ersten Weltkrieg eröffneten das Edens (später Corso) im Holm 19/21, das Colosseum in der Großen Straße 12 (mit rund 1000 Plätzen das größte Kino der Stadt), das Gloria (später Kammerlichtspiele bzw. Roxy, Abriss 2008) und 1929 das Schauenburg (später Capitol) in der Neustadt 50.[45]

Am 4. März 1930 präsentierte der Gloria-Palast mit Atlantis von E. A. Duponts erstmals einen Tonfilm in Flensburg. Zu Zeiten des Dritten Reiches bestimmten überwiegend Propagandafilme das Programm, die vor allem im Colosseum aufgeführt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg gaben viele Kinobetreiber auf. Die, die sich gegenüber dem Fernsehen behaupten konnten, waren neben dem Colosseum (bis 1984) die Mürwiker Lichtspiele (später Pali), welches bis 1980 im Hotel Seewarte in der Mürwiker Straße untergebracht war, das Palast-Theater am Adelbyer Kirchenweg, welches als neugebautes Kino von 1955 bis 2003 bestand, das Odeon, welches bis 1986 als Programmkino ein Quartier im Flensburger Bahnhof fand, und das City in der Toosbüystraße 21, das sich von 1984 bis 2001 hielt.[45]

Gegenwart

Die heute einzig verbliebenen Kinos sind das 1986 eröffnete Programmkino 51 Stufen im alten Musiksaal des Deutschen Haus (120 Sitzplätze), zugleich Spielstätte der Flensburger Kurzfilmtage, und seit 2000 das Flensburger Kino am ZOB[45], welches sich zunächst im Besitz der Kinobetreiberkette Kinopolis befand und nach dieser benannt war. 2004 wurde das Kino von der Kette Kinoplex übernommen, weshalb seit dem das Kino den Namen dieser neuen Kinobetreiberkette trug.[46] Nach einer weiteren Übernahme, nämlich durch die UCI Kinowelt, wurde der Name abermals gegen den Namen des neuen Betreibers ausgetauscht. Das Kino ist mit knapp 2000 Sitzplätzen in acht Sälen das größte der Stadt.

Flensburg als Filmkulisse[Bearbeiten]

Seit 1986, dem Beginn der Dreharbeiten zur Serie Der Landarzt, dient Flensburg der Serie als Kulisse für Außen- und Stadtaufnahmen. Teile des Kinofilms Werner – Beinhart! (1990) wurden ebenfalls in Flensburg gedreht. Die Serie Da kommt Kalle spielt dagegen sogar überwiegend in Flensburg, häufig dient hier der Hafen, aber auch viele andere Bereiche von Flensburg, als Drehort. 2005 drehte der in Flensburg geborene Regisseur Till Franzen seinen ersten abendfüllenden Spielfilm Die blaue Grenze in Flensburg und in der angrenzenden Region Syddanmark. Auch wurden Teile des Films Nimmermeer (2006) in Flensburg gedreht.

Archive und Bibliotheken[Bearbeiten]

Shoefiti (Hängende Schuhe) vor der Dänischen Zentralbibliothek für Südschleswig in der Norderstraße

Flensburg ist Sitz mehrerer Bibliotheken und Archive: Das Stadtarchiv Flensburg, das seit 1964 im Untergeschoss des Rathauses am Pferdewasser untergebracht ist, besitzt umfangreiche Sammlungen zur Geschichte Flensburgs. Die Stadtbibliothek Flensburg in der obersten Etage des Einkaufszentrums Flensburg Galerie verfügt über 120.000 Medien. Mit Hilfe der Leihverkehrs- und Ergänzungsbibliothek (LEB) (ehemals Landeszentralbibliothek Flensburg) in der Waitzstraße können Bücher über Fernleihe beschafft werden. An der dänischen Minderheit interessierten Lesern steht die Dänische Zentralbibliothek für Südschleswig in der Norderstraße offen. Dort hält die Schleswigsche Sammlung (Den Slesvigske Samling) Literatur zur Geschichte Nord- und Südschleswigs in den Sprachen Deutsch, Dänisch, Niederdeutsch, Friesisch und Petuh bereit. Eine eigene Bibliothek haben die Studenten der Flensburger Hochschulen, die zu Studienzwecken wissenschaftliche Literatur in der Zentralen Hochschulbibliothek Flensburg (ZHB) ausleihen können.

Museen und Historischer Hafen[Bearbeiten]

Museumsberg

In der Flensburger Museumslandschaft spielen zwei Ausstellungskomplexe eine entscheidende Rolle für den Tourismus der Stadt. Ein erster Komplex ist der westlich an die Innenstadt angrenzende Museumsberg. Die Ausstellungen des 1876 gegründeten städtischen Museums befassen sich in zwei Gebäuden mit der schleswigschen Kunst- und Kulturgeschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Das Spektrum reicht von Bauernstuben wie Döns und Pesel über Werke aus der Jugendstilära bis hin zu Malereien von Emil Nolde und Erich Heckel.[47] Im Erdgeschoss des Heinrich-Sauermann-Hauses ist seit 2001 zudem das Naturwissenschaftliche Museum untergebracht, das die Tier- und Pflanzenwelt des nördlichen Schleswig-Holsteins veranschaulicht. In dem ebenfalls vom Museum getragenen Christiansenpark befindet sich in einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude von 1920 das Eiszeit-Haus, das Sammlungen zur Erdgeschichte beherbergt. Zum Museumsareal gehört auch der Alte Friedhof, auf dem der Idstedt-Löwe von 1862 an vergangene Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Dänen erinnert. Als Zeichen der Versöhnung kehrte das Denkmal nach einer Odyssee über Berlin (ab 1868) und Kopenhagen (ab 1945) im Jahr 2011 an seinen ursprünglichen Standort zurück.

Historischer Hafen
Der Salondampfer Alexandra, maritimes Wahrzeichen Flensburgs, mit der Jürgenskirche und dem Kapitänsviertel, im Stadtteil Jürgensby gelegen, im Hintergrund (2007)

Ein zweiter Komplex und bedeutsamer Tourismusfaktor ist der Historische Hafen auf der Westseite der Förde am Flensburger Hafen, vor allem im Sommer ein Besuchermagnet und zugleich Ort regelmäßiger Veranstaltungen. 1984 eröffnete hier in einem ehemaligen Zollpackhaus das Schifffahrtsmuseum, das sich wie der Museumsberg in städtischer Hand befindet und das 2012 nach knapp zweijähriger Umbauphase neu eröffnet wurde. Seitdem ist auch das ehemalige Zollamtsgebäude im Museumshof Bestandteil des Schifffahrtsmuseums. Hier dokumentiert Deutschlands einziges Rum-Museum die jahrhundertelange Geschichte des Flensburger Rumhandels, inklusive des Sklavenhandels.[48] Gegenüber wird seit 1979 in Vereinsarbeit der Museumshafen von Flensburg betrieben, in dem sich entlang eines Holzstegs eine Vielzahl historischer Berufssegler aneinanderreiht. Ständiger Gast ist hier der 1931 erbaute Haikutter Dagmar Aaen, mit dem Arved Fuchs die Nordost- und die Nordwestpassage durchfahren hat. Am Ende des Stegs wurde 1991 ein Nachbau des Flensburger Hafenkrans errichtet, der von 1726 bis 1889 bestand. Auf der Landseite erhalten Besucher der Museumswerft seit 2001 einen Einblick in den Segelschiffbau vergangener Zeiten. Ein Stück weiter südlich in Höhe des Kompagnietors hat der Salondampfer Alexandra von 1908 seinen ständigen Liegeplatz mit eigener Brücke und Pavillon. Deutschlands letzter seegehender Passagierdampfer gilt als maritimes Wahrzeichen Flensburgs. Der Dampferbrücke schließt sich seit 2006 eine Sammlung klassischer Yachten an, die von gelben Holzhütten flankiert wird.

Weitere Museen

Touristisch vermarktet werden die Attraktionen des Historischen Hafens über den fiktiven Flensburger Kapitänsweg, ein kultureller Rundgang, der an weiteren Sehenswürdigkeiten in der Flensburger Innenstadt vorbeiführt.[49] Station des Weges ist auch der alte Fischereihafen am Ostufer, in dem das winzige Fischereimuseum Zeugnis über den einst so geschäftigen Fangbetrieb ablegt, der zu seinen Hochzeiten rund 150 Familien ernährte. Es entstand auf Initiative des 1872 gegründeten Flensburger Fischerei-Vereins, in dem die heute noch 80 verbliebenen Nebenerwerbsfischer organisiert sind (Stand 2012).[50]

In modernem Gewand gibt sich die Phänomenta, ein Science Center der Universität Flensburg, das seit Mitte der 1990er Jahre Natur und Technik erleb- und begreifbar macht. Ein umstrittener Erweiterungsbau sorgt seit seiner Eröffnung im Jahr 2008 für einen scharfen Kontrast zum angrenzenden Nordertor.

Weiter nördlich steht auf einem Hügel die denkmalgeschützte Bergmühle von 1792. Die letzte von einst 30 mahlfähigen Windmühlen der Stadt[51] öffnet mehrmals im Jahr ihre Pforten.

Im Stadtteil Mürwik besteht einmal wöchentlich Zugang zum Wehrgeschichtlichen Ausbildungszentrum, das in seiner Lehrsammlung seit 1991 anderthalb Jahrhunderte Marinegeschichte präsentiert. Es liegt auf dem Gelände der Marineschule Mürwik, das in der Regel Zivilisten verschlossen bleibt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Ende des 16. Jh. erbaute Nordertor, ein Rest der Flensburger Stadtbefestigung am Ende der Norderstraße, gilt als Wahrzeichen der Stadt. (2006)
Das Kompagnietor von 1602 ist eine der ältesten Profanbauten der Stadt. (2007)

Altstadt[Bearbeiten]

Flensburg verfügt über eine gut erhaltene Altstadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten früherer Jahrhunderte. Charakteristisch ist die Lage parallel zum Wasser. Drei der vier Altstadtkerne erstrecken sich entlang dieser Nord-Süd-Achse an der Förde. Der Bauboom der Kaiserzeit führte zwar zu einer teilweisen Verbauung der Altstadt, aber ohne deren Struktur zu zerstören, und führte bemerkenswerte Stadterweiterungen mit sich. Im Zweiten Weltkrieg fast unzerstört geblieben, setzte sich in Flensburg wie andernorts nach dem Zweiten Weltkrieg eine Baupolitik durch, die sich von den altstädtischen Strukturen lösen und die Innenstadt im Stil der Zeit neu gestalten und mit überdimensionierten Verkehrsbauten überziehen wollte. Dies konnte zwar wegen Geldmangels verhindert werden, doch führte die Planungsunsicherheit zum Verfall insbesondere der nördlichen und der östlichen Altstadt. Zahlreiche Altbauten verschwanden und wurden durch unangepasste Neubauten ersetzt. Dieser Trend wurde erst gegen Ende der 1970er Jahre gestoppt. Trotz erheblicher Verluste bietet Flensburg immer noch das Bild einer weitgehend geschlossen erhaltenen Altstadt im Tal, an die sich die Erweiterungen der Gründerzeit auf den Anhöhen gut anfügen.

Erhaltene Bauten[Bearbeiten]

Gefährdete Bauten[Bearbeiten]

Verlorene Bauten[Bearbeiten]

  • Duburg, Stadtburg aus dem 15. Jahrhundert
  • Eddeboe, Burganlage aus dem Mittelalter, von der jedoch noch einige Wallreste existieren
  • Gertrudenkirche, Kirche der Ramsharde, nach Reformation eingegangen, Friedhof bis 1822 erhalten
  • Jürgen-Hospital, nach Reformation aufgegeben, heute steht dort die neue St. Jürgen-Kirche
  • Duburg Kaserne, erste Kasernenanlage der Stadt von 1872/76 bis 1987/95
  • Altes Rathaus, entstand im 15. Jahrhundert auf dem Thingplatz, 1883 abgerissen
  • Regierungshof, 1851–64 politisches Zentrum des Herzogtums Schleswig, als solches mit Ständehaus ausgestattet. Ab 1882 provisorisches Rathaus; 1964 einem Kaufhausneubau gewichen
  • Speicher des Margarethenhofes in der Johannisstraße 78, 1945 durch Bombe zerstört
  • Margarethenburg, prachtvolle Villa des Weinhändlers Jens Stadsholt aus dem Jahr 1873. Nach mehrfacher Brandstiftung im Jahre 1984 abgerissen.[56]
  • große Teile der Stadtbefestigung wie beispielsweise das Rote Tor oder das Friesische Tor
  • Bismarckbrunnen, Südermarkt (1903–1937)
  • Indigohof, Angelburger Straße, heute C&A, abgebrochen in den 1970er Jahren
  • Kattsund, Bebauung östlich und südlich der Nikolaikirche, abgebrochen um 1905
  • Englischer Bahnhof und Preußischer Staatsbahnhof auf dem Gelände des heutigen ZOB

Bedeutende Denkmale[Bearbeiten]

  • Idstedt-Löwe, auch Flensburger Löwe, Denkmal auf dem Alten Friedhof, 1862 enthüllt, 1867 nach Berlin abtransportiert, von 1945–2011 in Kopenhagen, seit September 2011 wieder in Flensburg auf dem alten Friedhof. Am Heckeshorn in Berlin-Wannsee steht eine Zinkkopie aus dem Jahr 1873.[57]
  • Zwischen 2003 und 2013 sind insgesamt 23 Stolpersteine in Flensburg verlegt worden,[58][59] die meisten in der Innenstadt.

Parks, Grünanlagen und Strände[Bearbeiten]

Insgesamt 197 Hektar sind in Flensburg als Erholungsflächen ausgewiesen, das entspricht 3,5 % der Gesamtfläche der Stadt, davon machen 129 Hektar (2,3 %) Grünanlagen aus (Stand 2011).[60]

Größte Parkanlage ist mit 75 Hektar der Volkspark, der 1925 oberhalb des östlichen Fördehangs eröffnet wurde.[61] Weitere Parks sind unter anderem der 1797 angelegte Christiansenpark (4,2 ha), der ein Überrest eines großen Landschaftsparks ist, der Stadtpark (2,2 ha) von 1903, der nach der englischen Partnerstadt benannte Carlisle-Park (1 ha) und der Collundtspark (1 ha), eine wie der Rummelsgang und der Lutherpark versteckt liegende grüne Oase am Westhang.[62]

Größter Wald ist die Marienhölzung, im Westen der Stadt gelegen, in der Überreste der Burganlage Eddeboe zu finden sind. Der Klueser Wald, ebenfalls im Westen, verläuft bis nach Wassersleben. Als eine der ältesten, heute noch erhaltenen kommunalen Begräbnisstätten Nordeuropas gilt der Alte Friedhof, heute eine Parkanlage, die bemerkenswerte Grabdenkmäler des 19. Jahrhunderts aufweist. Aus Platzmangel wurde 1872 ein neuer, der Mühlenfriedhof, angelegt, der heute 11 Hektar misst. Größter Friedhof der Stadt ist jedoch der Friedhof Friedenshügel, der 1911 eröffnet wurde und dessen Gestaltung an einem Seiteneingang auch auf islamische und jüdische Bestattungstraditionen zugeschnitten ist.

In Flensburg gibt es drei Strände: das Ostseebad, ein 1873 angelgtes Strandbad am nordwestlichen Fördeufer, das später angelegte Strandbad Solitüde von 1924, welches am nordöstlichen Fördeufer liegt, und – von dort aus erreichbar – Fahrensodde, ein kleinerer Strandabschnitt beim gleichnamigen Yachthafen. Als beliebte Naherholungsziele außerhalb der Stadt werden aber auch die Strände von Kollund und Wassersleben sowie Glücksburg und Langballigau genutzt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Rum-Regatta im Jahr 2008
Flensburger Regatta 1855 am 28. September 2013
Hafenfeste und Regatten

Einen zentralen Platz regelmäßiger Veranstaltungen nimmt der Flensburger Hafen ein, hierbei vor allem die Promenade am Westufer, die sich vom Volksbad über den historischen Hafen bis zur Hafenspitze erstreckt. Größtes Hafenfest sind – mit rund 400.000 Besuchern allein im Jahr 2010[63] – die Flensburg Nautics, ein internationales Großseglertreffen, das seit 2004 alle zwei Jahre im August veranstaltet wird.[64][65] Ein weiteres Großereignis ist das seit 1993 in ungeraden Jahren stattfindende DampfRundum, auf dem z. B. 2009 etwa 350.000 Besucher gezählt wurden[66]. Bei Europas größtem Treffen von Dampfschiffen und -lokomotiven (nach PS) fungiert der heimische Salondampfer Alexandra als Gastgeberschiff.[67][43]:46, 106

Alljährlich zum Himmelfahrtswochenende wird vom Flensburger Museumshafen aus die Rum-Regatta ausgerichtet, der die Zubringer-Regatta Flensburg-Fjord-Regatta vorausgeht. Mit rund 120 teilnehmenden Schiffen (2012)[68] gilt die 1980 initiierte Rum-Regatta als größtes Gaffelseglertreffen in Nordeuropa.[69][43]:199 Daneben gibt es noch einige kleinere Regatten, wie beispielsweise die Flensburger Regatta 1855, heute durchgeführt vom Verein Klassische Yachten Flensburg. Die erste Regatta von 1855 begründete den organisierten internationalen Regattasport in der westlichen Ostsee.[70] Vom Verein des Museumshafens werden außerdem die eher beschauliche Apfelfahrt im Oktober (seit 1980) und der Grogtörn, eine winterliche Regatta am 2. Weihnachtstag, organisiert.[71]

Der Innenhafen ist zudem regelmäßig Schauplatz des Drachenbootcups im August (seit 2004), dem 2011 mehrere Dutzend Mannschaften und rund 12.000 Zuschauer beiwohnten,[72] sowie eines Entenrennens im darauffolgenden Monat, an dem im selben Jahr fast 5.000 Kunststoffenten teilnahmen.[73]

Volksfeste und Märkte

Flensburgs größtes Altstadtfest ist das von mehreren Hunderttausend besuchte Tummelum, dessen Name sich aus der Mischsprache Petuh herleitet und etwa „Unruhe“ bedeutet. Das dreitägige Fest entsprang dem 700jährigen Stadtjubiläum im Jahr 1984 und wird alle zwei Jahre im Frühjahr/Sommer von der IG Flensburg Innenstadt organisiert.[74][43]:235 Im November/Dezember wird in der Innenstadt der Weihnachtsmarkt abgehalten. Vom Südermarkt über Holm, Große Straße bis zum Nordermarkt säumen eine Reihe von – auch Punsch feilbietenden – Glühweinständen den Weg, weshalb der Volksmund dem Abschnitt den Namen „Punschmeile“ gab.[43]:188 Die Exe (Kurzform von „Exerzierplatz“) im Stadtteil Friesischer Berg ist Standort des zweimal jährlich stattfindenden Jahrmarkts. Auf dem sonst als Großparkplatz genutzten Gelände wurden bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts Viehmärkte und ab 1880 Krammärkte abgehalten.[43]:57 Ferner organisierte die Fremdenverkehrsgesellschaft der Stadt, Flensburg Fjord Tourismus, bis 2013 den Flensburger Fischmarkt, dessen 60 Verkaufsstände von März bis Oktober an jedem zweiten Sonntag im Monat Besucher an die Hafenpromenade lockte.[75][76]

Kulturveranstaltungen

Zu den nennenswerten Kulturveranstaltungen der Stadt zählen das internationale Folkfestival Folkbaltica im April/Mai (seit 2005), an dem sich auch dänische Minderheitsinstitutionen beteiligen,[43]:75 und die Flensburger Hofkultur im Spätsommer. Bei dem 1995 gegründeten Kulturfestival dienen die Kaufmannshöfe der Altstadt als Kulisse für Veranstaltungen unterschiedlichster Art.[43]:109 Live-Musik wird außerdem bei Flensburg unplugged im März und in Flensburg seit 1999 auf dem Kneipenfestival Honky Tonk im September gespielt.[43]:111 An Filmliebhaber richten sich die Flensburger Kurzfilmtage (seit 2000), die zusammen mit dem Animationsfestival tricky (seit 2005) jedes Jahr im Oktober veranstaltet werden. Gemeinsame Spielstätte ist das Programmkino 51 Stufen im Deutschen Haus.[43]:139 Eine Zusammenarbeit von Deutschen und Dänen ist das 2010 ins Leben gerufene, internationale Literaturfestival litteraturfest.nu, zu dem bekannte Autoren aus den nordischen Ländern eingeladen werden.[77]

Die dänische Minderheit versammelt sich im Mai/Juni auf dem Årsmøde (Jahrestreffen). Der Südschleswigsche Verein (dän. Sydslesvigsk Forening) ist Veranstalter des alljährlichen Treffens, das in Flensburg erstmals ein Jahr nach der Volksabstimmung von 1920 ausgerichtet wurde.[43]:17

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Unter den kulinarischen Spezialitäten Flensburgs finden sich überwiegend Gerichte wieder, die in der norddeutschen, insbesondere der Schleswig-Holsteinischen aber auch der dänischen Küche beheimatet sind, darunter Labskaus, Grünkohl, dänische Hotdogs, Rote Grütze, Schnüsch und Schwarzsauer. Getrunken wird „ Flens, berühmt wegen seines „Plopps“ und aus den ersten Werner-Comics, oder selbstgebrautes Bier des am Hafen gelegenen Gasthauses Hansens Brauerei. Ebenso gehören Rum und Punsch dazu, da die Stadt eine lange Tradition als führende Rumhandelsstadt aufweist, exemplarisch seien die (ehemals) in Flensburg produzierten Marken Pott oder Hansen Präsident des Rumhandelshauses Hansen Rum genannt. Nach dem Niedergang Flensburgs als Rumstadt Ende des 20. Jahrhunderts verblieben in der Stadt von den einst 200 Rumhäusern heute neben dem Wein- und Rumhaus Braasch in der Roten Straße nur noch das Rumhaus Johannsen Rum in der Marienstraße. Als geographischer „Anlieger“ zur Landschaft Angeln steht zudem Angler Muck, ein Mischgetränk aus Wasser und Rum oder Korn, auf der Speisekarte. Der Kümmelbranntwein Bommerlunder, dem die Düsseldorfer Punkband Die Toten Hosen mit dem Trinklied Eisgekühlter Bommerlunder ein Denkmal setzten, wurde bis 2000 in Flensburg produziert.

Subkultur[Bearbeiten]

Die subkulturelleSzene“ trifft sich zu Veranstaltungen an mehreren Orten, häufig über eine Basisförderung von der Stadt Flensburg ermöglicht.[78] Vertreter der linksalternativen Szene, die sich 1981 zum Verein zur Förderung der Kultur und Kommunikation in Flensburg e.V. zusammengeschlossen haben, präsentieren im Anfang des 20. Jahrhunderts erbauten Volksbad Kulturevents verschiedenster Art, darunter Konzerte und Tanzveranstaltungen.[79] Ein ähnliches Kulturprogramm stellt der Verein Kulturwerkstatt Kühlhaus e.V. auf die Beine. Seinen Sitz hat der Verein im 1994 zum Kulturzentrum umfunktionierten Kühlhaus, einem ehemaligen Obst- und Kühllager am Flensburger Güterbahnhof. Zum Auftakt eröffnete der Verein das Haus mit einem Konzert der damals noch Flensburger Band Fischmob.[80] Das 1990 nach einer Hausbesetzung entstandene Wohn- und Kulturprojekt Hafermarkt, Treffpunkt der hiesigen Punkerszene, veranstaltet in erster Linie Punk-Konzerte.[78] Der alternative Jugendverband Fördebande nennt seit 2001 Pauls Eck, einen 110 m² großen Laden in der Norderstraße, sein Eigen und nutzt die Räumlichkeiten zu Info-Treffs und Feiern.[81] Künstler des Kunst- und Kultur-Initiativen-Laboratoriums (KKI Laboratorium) nutz(t)en seit 2006 zwischenzeitlich ein altes Schulgebäude in der Duburger Straße, um dort Projekte und Ausstellungen durchzuführen.[82][83] Neuestes Alternativprojekt ist die Luftschlossfabrik, das 2013 eine Investitionsruine am Harniskai im Flensburger Industriehafen in Beschlag nahm, um dort Kunst-, Kultur und Gemeinschaftsprojekte wie z.B. einer Volxküche zu verwirklichen.[84][85][86]

Programmhinweise zur subkulturellen Szene Flensburgs werden in Zeitschriften wie Die Grenzgäng oder Partout veröffentlicht.[78]

Sport[Bearbeiten]

Sportvereine[Bearbeiten]

Siegesfeier der SG Flensburg-Handewitt auf dem Südermarkt (2014)

Im Jahr 2012 waren über 22.500 Mitglieder in 76 Sportvereinen angemeldet, zu den mitgliederstärksten Sportarten zählt(e) dabei in erster Linie das Turnen (acht Vereine), dann Fußball (11) sowie Segeln (8), Handball (6), Tennis (6) und der Schwimmsport (3).[87] Größter Sportverein der Stadt und im Landesteil Schleswig ist mit über 4500 Mitgliedern der TSB Flensburg (Stand 2013),[88] der zusammen mit dem Handewitter SV 1990 die SG Flensburg-Handewitt, ein Nachfolger der SG Weiche-Handewitt, gründete. Die Handball-Herrenmannschaft der SG, bekannteste Sportmannschaft Flensburgs, welche seine Heimspiele in der Mehrzweckhalle Flens-Arena (6500 Zuschauer) austrägt, ist mehrfacher deutscher und europäischer Pokalsieger, erreichte 2004 in der Handball-Bundesliga die Deutsche Meisterschaft und gewann 2014 die EHF Champions League. Weitere Sportvereine mit über 1000 Mitgliedern sind neben dem TSB der SV Adelby, der PSV Flensburg und die Flensburger Betriebssportgemeinschaft.

Sportstätten[Bearbeiten]

Größte Sportstätte ist das 1927 eingeweihte Flensburger Stadion im Volkspark, in dem 10.000 Zuschauer Platz finden, davon hat es 1000 Sitzplätze.[89] Das 2010 eröffnete Campusbad auf dem Sandberg, ein Sport- und Freizeitbad mit 50-Meter-Becken, welches mit der Fördeland Therme (25-Meter-Becken) in Glücksburg konkurriert, verzeichnete 2013 über 200.000 Badegäste.[90]

Eissport[Bearbeiten]

Wintersport wird begrenzt in Flensburg angeboten. Möglich wird dies durch die Eissporthalle Gletscher in der Nachbargemeinde Harrislee. Hier kann man in den Wintermonaten Schlittschuhlaufen. Deutschlands nördlichster Eishockeyclub, der Flensburger EC, existiert derzeit nur auf dem Papier, Eisstockturniere werden alljährlich durchgeführt; Eisstockschießen wird beim SV Adelby angeboten.[91] Damit ist Flensburg die nördlichste Stadt Deutschlands, die Winter- bzw. Eissport anbietet.

Medien[Bearbeiten]

Printmedien[Bearbeiten]

Flensburg ist Sitz des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (kurz sh:z), bei dem auch das Flensburger Tageblatt (Auflage über 30.000 Exemplare) erscheint. In der Petuhsprache ist es als Tante Maaß bekannt, benannt nach dem früheren Inhaber[92][93]. Zweite Tageszeitung ist die überwiegend dänischsprachige Flensborg Avis (Auflage 5.200), Sprachrohr der dänischen Minderheit, das zu einem Drittel auch in Deutsch veröffentlicht. Daneben gibt es das Monatsmagazin Flensburg Journal (Auflage 42.000)[94] sowie die Anzeigenblätter Die Wochenschau der sh:z und die MoinMoin, ein 1977 entstandenes Wochenblatt, das zusammen mit den Wochenblättern Nordfriesland Palette und Anzeiger mittlerweile eine wöchentliche Gesamtauflage von 225.000 Exemplaren erreicht.[95]

Rundfunk und Onlinemedien[Bearbeiten]

Das NDR-Studio in Flensburg (2011)

Mit dem Offenen Kanal Flensburg gibt es in der Stadt auch ein Bürgerfernsehen. Der Norddeutsche Rundfunk betreibt zudem im ehemaligen Musikpavillon des Deutschen Hauses ein Studio für Hörfunk (seit 1950) und Fernsehen (seit 2000) mit rund einem Dutzend Mitarbeitern. Hier im Studio Flensburg in der Friedrich-Ebert-Straße 1 entstehen werktags Regionalnachrichten und Reportagen, die zum Beispiel für NDR 1 Welle Nord oder das Schleswig-Holstein Magazin produziert werden. Vom seit 2007 denkmalgeschützten Gebäude übertrug der NWDR bereits am 23. Dezember 1950 als erstes Studio nördlich von Hamburg seine erste Sendung und der Standort blieb bis zur Eröffnung des Kieler Studios 1965 die zentrale Rundfunkstation für Schleswig-Holstein.[96]

Von 1990 bis 1996 sendete Förde Fetz Radio jeden Freitagabend ein Programm mit Rockmusik und Szeneberichten aus Flensburg. Ausgestrahlt wurde es über ein Lokalradio im dänischen Gravenstein.[97] Über dieselbe Station sendete von 1993 bis 1996 Radio Flensburg etwa drei Stunden am Tag. Ziel war, ein Stadtradio zu etablieren.[98] Das Projekt musste jedoch aufgrund finanzieller Probleme des dänischen Senders wieder eingestellt werden. Seit dem 1. Oktober 2006 sendet Radio Flensburg als Internetradio und seit März 2011 läuft das 24-Stunden-Musikprogramm von Foerde Radio.[99]

Zu den nennenswerten Online-Magazinen mit Nachrichten aus der Region zählen Fördeschnack[100], Flensburger Stadtanzeiger[101] und seit 2004 Flensburg-Szene[102] sowie Flensburg-online, ein 1996 gestartetes Angebot der Stadtbuch-Redaktion Flensburg.[103]

Sendemasten[Bearbeiten]

Auf dem Fuchsberg in Flensburg-Engelsby betreibt der NDR den Sender Flensburg, eine Sendeanlage für UKW, TV und Mittelwelle. Daneben existiert in Freienwill (rund 4 km südlich von Flensburg) der Fernmeldeturm Freienwill, von dem Flensburg und Umgebung versorgt werden. Darüber hinaus senden vom nahen Sender Wassersleben einige Programme für Flensburg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Grenzhandel[Bearbeiten]

Grenzhandel nahe der dänischen Grenze: Scandinavian Park an der A7 in Handewitt, Luftbild (2010)

Die Wirtschaft profitiert vom Grenzhandel und vom Waren- und Dienstleistungsexport in das Nachbarland Dänemark. Dadurch konnte sich die Stadt 2006 den Titel Exportmeister Schleswig-Holsteins sichern. Das Technologiezentrum in Flensburg-Rude trägt seinen Teil dazu bei, indem es studierten Jungunternehmern Räumlichkeiten und Labors zur Entwicklung von Innovationen bereitstellt.

Zahlreiche Geschäfte beraten ihre Kunden auf dänisch; skandinavische Unternehmen eröffnen Niederlassungen an der Förde. Beliebt bei den Dänen sind die ortsansässigen Grenzshops, in denen es eine Vielfalt an dänischen Produkten zu günstigeren deutschen Preisen gibt. Auch einheimische Kunden besuchen gerne den Grenzhandel.[104]

Tourismus[Bearbeiten]

Die Stadt Flensburg, bisher über die Flensburg Fjord Tourismus GmbH vermarktet, kooperiert ab 2015 in einer Lokalen Tourismus-Organisation (LTO) mit den Nachbargemeinden Glücksburg, Harrislee und Langablligau.[105] Dazu standen in Flensburg 2013 in 20 Beherbergungsstätten, darunter Hotels, Gasthöfe, Pensionen und die Jugendherberge im Volkspark, für Gäste insgesamt 1450 Betten bereit, die für über 230.000 Übernachtungen genutzt wurden, wobei die durchschnittliche Verweildauer 1,8 Tage betrug.[106]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Kraftfahrt-Bundesamt (auch als „Verkehrssünderkartei“ bekannt) an der Fördestraße (2006)

Weithin bekannt ist das Fahreignungsregister, die sogenannte Flensburger Verkehrssünderdatei, die vom Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg geführt wird. Weitere Einrichtungen und Körperschaften des öffentlichen Rechts mit Sitz in Flensburg sind das Europäische Zentrum für Minderheitenfragen im Kompagnietor, das 1996 von den Regierungen Deutschlands, Dänemarks und Schleswig-Holsteins gegründet wurde, die Industrie- und Handelskammer Flensburg in der Heinrichstraße, welches zuständig für rund 44.000 Mitgliedsunternehmen im Norden und Westen Schleswig-Holsteins ist und Geschäftsstellen in Heide, Husum und Schleswig unterhält, sowie die Handwerkskammer Flensburg, die in ihrem Kammerbezirk über 10.000 Handwerksbetriebe betreut.

Eines von vier Landgerichten (LG) im Bezirk des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichtes ist das Landgericht Flensburg am Südergraben. Deutschlands nördlichstes Landgericht ist im selben Gebäude wie das Amtsgericht Flensburg, die Staatsanwaltschaft und eines Justizmuseums untergebracht. Zu dessen Bezirk gehört die angrenzende Justizvollzugsanstalt Flensburg von 1882. Im Bezirk des Kieler Landesarbeitsgerichtes (LAG) Schleswig-Holstein befindet sich das gegenüber liegende Arbeitsgericht Flensburg, zu dem eine Nebenstelle in Husum zählt.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Flensburg ist Sitz mehrerer Krankenhäuser wie des Diakonissenkrankenhauses Flensburg und des Malteser Krankenhauses Sankt Franziskus, beide in der Nähe des Burgplatzes. Den dänischen Flensburgern steht der Dänische Gesundheitsdienst für Südschleswig zur Verfügung.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Einer der größten Arbeitgeber der Stadt ist die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft mit der weithin sichtbaren Werfthalle

Bildung[Bearbeiten]

Hochschulen[Bearbeiten]

  • Die Europa-Universität Flensburg mit rund 4600 Studenten, gegründet 1946 als Pädagogische Hochschule, wurde 1994 zur Universität erhoben.
  • Die Fachhochschule Flensburg mit mehr als 4000 Studenten: 1886 entstand eine Königliche Seedampf-Maschinisten-Schule, aus welcher sich eine Schiffsingenieurschule entwickelte. Aus dieser wiederum ging die Fachhochschule für Technik hervor, die 1973 in die Fachhochschule Flensburg umgewandelt wurde, nachdem auch der Fachbereich Wirtschaft gegründet worden war.
  • Die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein mit ihrem Hauptsitz in Kiel unterhält einen Standort in Flensburg in den Pekohöfen. Hier wird neben vielen beruflichen Weiterbildungen auch die theoretische Ausbildung der Flensburger Studenten der Berufsakademie durchgeführt.

Gymnasien[Bearbeiten]

  • Abendgymnasium Flensburg (Unterabteilung des Fördegymnasiums Flensburg)
  • Altes Gymnasium, humanistisches Gymnasium, ältestes Gymnasium Flensburgs, 1566 vom König Frederik II. als Gymnasium trilingue (Latein, Altgriechisch, Hebräisch) gegründet; das jetzige Gebäude wurde 1912–1914 erbaut
  • Auguste-Viktoria-Schule, benannt nach der letzten deutschen Kaiserin Auguste Viktoria
  • Duborg-Skolen, dänisches Gymnasium
  • Fördegymnasium in Mürwik
  • Goethe-Schule, Gymnasium in der Bismarckstraße 41 in Jürgensby

Gemeinschaftsschulen[Bearbeiten]

  • Kurt-Tucholsky-Schule, Gemeinschaftsschule und Europaschule in Flensburg-Tarup
  • Fridtjof-Nansen-Schule, (Ganztagsschule) in Mürwik
  • Gemeinschaftsschule Flensburg-West
  • Jens Jessen-Skolen, Mürwik
  • Gustav Johannsen-Skolen
  • Cornelius Hansen-Skolen, Nordstadt
  • Comenius-Schule, Nordstadt
  • Jørgensby-Skole, Jürgensby
  • Schule am Campus, Sandberg
  • Käte-Lassen-Schule Flensburg in Jürgensby, 1951 gegründet

Berufsbildende Schulen[Bearbeiten]

  • Städtische Handelslehranstalt Flensburg (Kaufmännische Berufsbildende Schule)
  • Hannah-Arendt Schule (Flensburg) (Berufsbildende Schule mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Soziales)
  • Eckener-Schule (Flensburg) (Berufsfachschule Technik)

Schulen der Bundeswehr[Bearbeiten]

An der Marineschule Mürwik werden seit 1907 Offiziere ausgebildet. Das Rote Schloss am Meer ist der Marienburg bei Danzig nachempfunden (2006)

Volkshochschulen[Bearbeiten]

  • Die Volkshochschule Flensburg bietet wie in anderen Städten ein breites Spektrum an Kursen innerhalb der Erwachsenenbildung an.
  • Voksenundervisning (zu deutsch Erwachsenenbildung) ist das Bildungsangebot der dänischen Volksgruppe und wird vom dänischen Schulverein für Südschleswig getragen.

Private und andere Schulen[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Das Gebäude des heutigen Flensburger (Haupt)bahnhofs wurde 1928 gebaut. (2007)

Vom südlich der Altstadt liegenden Bahnhof bestehen Intercity-Express-Verbindungen von Aarhus nach Hamburg, sowie InterCity-Verbindungen an Freitagen und Sonntagen nach Köln und Berlin. Täglich verkehren außerdem Intercity-Züge der Dänischen Staatsbahnen im Zwei-Stunden-Takt zwischen Kopenhagen bzw. Fredericia und Flensburg. Zusätzlich verbindet eine Nachtzug-Verbindung die Städte Prag, Basel und Amsterdam über Flensburg mit Kopenhagen.

Regionalzüge fahren nach Kiel und Neumünster, Letztere auch mit Halt in Flensburg-Weiche. Ein RegionalExpress mit der Bezeichnung Schleswig-Holstein Express fährt nach Hamburg Hauptbahnhof. Als Ersatz für die früheren Eisenbahnstrecken nach Niebüll und nach Husum und die früheren Strecken der Flensburger Kreisbahn nach Kappeln und Satrup fahren Schnellbusse.

Flensburger ZOB, seit 1927 Deutschlands erster Busbahnhof (2007)

Der Nahverkehr wird nach Stilllegung der letzten Linie der ehemaligen „Städtischen Straßenbahn Flensburg“ (elektrisch ab 1907, zuvor seit 1881 private Pferdebahn) am 2. Juni 1973 mit Bussen der Gesellschaften Aktiv Bus GmbH (früher Stadtwerke Flensburg), der AFAG und anderer Verkehrsunternehmen wie der Autokraft realisiert. Sie sind in der Verkehrsgemeinschaft Flensburg zusammengeschlossen.

Schifffahrt[Bearbeiten]

Die Fördeschifffahrt hat stark an Bedeutung verloren, da die früher häufig durchgeführten Butterfahrten mit ihren preisgünstigen Einkaufsmöglichkeiten an Bord der Ausflugsschiffe aufgrund von EU-Beschlüssen entfallen sind. Regelmäßige Schiffsverbindungen bestehen in den Sommermonaten unter anderem nach Glücksburg und rund um die Ochseninseln.

Die Bedeutung des Flensburger Hafens geht weiter zurück: 2011 wurden mit 319 Seeschiffen rund 510.000 Tonnen Güter umgeschlagen,[108] 2012 waren es bei 287 Schiffen (553.900 BRZ) nur noch 466.501 Tonnen. Wenn das Flensburger Futtermittelwerk im Sommer 2013 geschlossen werden soll, wird mit einem weiteren starken Rückgang gerechnet, weil damit ein Viertel des Ladungsaufkommen verbunden ist.[109] So wurden 2013 nur noch 398.229 Tonnen umgeschlagen; 227 Schiffe liefen den Flensburger Hafen an.[110]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Im Westen von Flensburg passiert die Bundesautobahn 7, die in Dänemark als Europastraße 45 weitergeführt wird. Ferner führen die Bundesstraßen B 199 und B 200 (Westtangente) durch das Stadtgebiet. An die Abfahrt Flensburg-Süd der B 200 schließt die nach langer und zeitweise heftig umstrittener Planung 2006 eingeweihte Osttangente (B 199) an, welche am Schnittpunkt der Stadtteile Jürgensby, Fruerlund und Engelsby in die Nordstraße mündet.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Im Westen der Stadt liegt der Flugplatz Flensburg-Schäferhaus, von dem aus Geschäfts-, Privat- sowie Rund- und Fotoflüge angeboten werden. Vom Wasserlandeplatz in Sonwik starten zudem Maschinen des Unternehmens Clipper Aviation, das auch eine Flugschule betreibt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Auswahl[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg – Geschichte einer Grenzstadt. Flensburg 1966.
  •  Dieter Pust: Flensburg – eine Stadt vor 100 Jahren. Weiland, Lübeck 1999 1999, ISBN 3-87890-088-0.
  •  Uwe Carstens: Strohsack und Kekssuppe. Flüchtlinge und Vertriebene in Flensburg. In: Stadtarchiv Flensburg in Zusammenarbeit mit der Universität Flensburg (Hrsg.): Lange Schatten. Ende der NS-Diktatur und frühe Nachkriegsjahre in Flensburg. Flensburg 2000, ISBN 3-931913-05-8.
  •  Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg! 1. Auflage. Büro Oeding, Agentur Sturm, Gesellschaft für Flensburger Stadtarchiv e. V., Flensburg 2009, ISBN 978-3-925856-61-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flensburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Themenportal Flensburg – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Flensburg – Reiseführer
 Wiktionary: Flensburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Vgl. beispielsweise Die Flensburger Förde - Paradies am Wasser. Norddeutscher Rundfunk, abgerufen am 24. Juni 2014.
  3. Zahlenspiegel Teil 3: Stadtteile. Stadt Flensburg, abgerufen am 6. Januar 2013.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNeujahrsempfang der Stadt Flensburg. In: Flensburger Tageblatt. 9. Januar 2014, abgerufen am 1. März 2014.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFelicitas Gloyer: Harrislees einziger Ehrenbürger gestorben. In: Flensburger Tageblatt. 5. Mai 2012, abgerufen am 1. März 2014.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNeue Wohngebiete, Flensburger Puzzle der Bauflächen. In: Flensburger Tageblatt. 28. Februar 2011, abgerufen am 17. März 2014.
  7. Ein Statement für die Zukunft. In: www.graensetrekanten.dk. Grænsetrekanten/Grenzdreieck » Aabenraa – Flensburg – Sønderborg, abgerufen am 17. September 2014.
  8. Grenzdreieck – eine Region mit Profil. In: www.graensetrekanten.dk. Grænsetrekanten/Grenzdreieck » Aabenraa – Flensburg – Sønderborg, abgerufen am 17. September 2014.
  9. Stadtverordnung über das Landschaftsschutzgebiet in der Stadt Flensburg vom 14.03.2001. Stadt Flensburg, abgerufen am 24. April 2014.
  10. Horst-Dieter Landeck: Flensburg. Boyens, Heide 2006, S. 8.
  11. Flensburgs Anfänge (abgerufen am 3. September 2010; PDF; 1,4 MB)
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJoachim Pohl: Seesperre in der Förde – Eingetaucht in die Anfänge Flensburgs. In: Flensburger Tageblatt. 1. September 2011, abgerufen am 10. Juli 2014.
  13. Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte e.V. Nr. 6., Ein altes Bauverbot und seine Folgen; abgerufen am: 30. März 2014
  14. Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg in Geschichte und Gegenwart. Flensburg 1972, S. 439
  15. Fördebäder. Stadt Flensburg, abgerufen am 1. März 2014.
  16. Vgl. Falk-Verlag: Stadtplan Flensburg + Umgebungskarte, 2013; dort ist Ostseebad eingetragen als Strandbad
  17. Flensburg Atlas, Flensburg 1978, Karte Nr. 5 und Beiheft zum Flensburg-Atlas, Flensburg 1986
  18. Peter Wulf: Revolution, schwache Demokratie und Sieg in der Nordmark – Schleswig-Holstein in der Weimarer Republik. In Ulrich Lange (Hrsg.): Geschichte Schleswig-Holsteins. Wachholtz, Neumünster 1996, ISBN 3-529-02440-6, S. 522.
  19. Karl Baedeker: Flensburg. Verlag Karl Baedeker, Ostfildern 1977, S. 7
  20. Deutscher Städtetag: Statistisches Jahrbuch deutscher Gemeinden. Braunschweig 1952, S. 376
  21.  Helmut Sethe: Der große Schnee. Der Katastrophenwinter 1978/79 in Schleswig-Holstein. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1979, ISBN 3-88042-074-2, Die Lage in Flensburg-Schleswig, S. 15–20.
  22. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGerhard Nowc: Engelsby, Mürwik, Jürgensby – Stadtgeschichte vor der Haustür. In: Flensburger Tageblatt. 5. Februar 2009, abgerufen am 10. Juli 2014. sowie Falk-Stadtpläne-Vergleich
  23. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 181.
  24. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAusländer in der Stadt Flensburg. Stadt Flensburg, Fachbereich Entwicklung und Innovation, Stadtentwicklung/Statistikstelle, 31. Dezember 2011, abgerufen am 6. Januar 2013 (PDF; 42 kB).
  25. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatThomas Brinkhoff: Flensburg (Agglomeration, Agglomerationen). In: City Population. 23. September 2014, abgerufen am 1. Oktober 2014 (Basiert auf Einwohnerzahlen vom Statistischen Bundesamt Deutschland).
  26. moin (moin), Moin, (Moin). In: Duden. Abgerufen am 24. Juni 2014.
  27. Kirchen in Flensburg (abgerufen am 10. September 2010)
  28. Ev.-Luth. Kirchenkreis Schleswig-Flensburg
  29. Dansk Kirke i Sydslesvig: Flensborg-menigheder
  30. Reinhard Bassus: Flensburg erleben: Kirche erleben. Abgerufen am 9. Juli 2014.
  31. Tod nach Schlaganfall. Flensburgs Oberbürgermeister stirbt vor Handballspiel. RP Digital GmbH, 5. Mai 2004, abgerufen am 29. Oktober 2013.
  32. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatCarlo Jolly: Sie alle wollen den OB ablösen. In: Flensburger Tageblatt. 14. September 2010, abgerufen am 10. Juli 2014.
  33. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  34. a b Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg! Flensburg 2009, Artikel Flensburg-Lied
  35. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGerhard Nowc: Flensburg-Lied: 100 Jahre und unvergessen. In: Flensburger Tageblatt. 23. Januar 2009, abgerufen am 10. Juli 2014.
  36.  Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. Flexikon 2009, Carlisle-Park, S. 41–42.
  37. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBeschluss der Flensburger Ratsversammlung zur Benennung einer Parkanlage in Fruerlund. Stadt Flensburg, 26. Mai 2014, abgerufen am 17. August 2014.
  38. Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg! Flensburg 2009, Artikel Flensburg Minnesota
  39. Dänische Vertretungen in Deutschland. Dänische Botschaft, abgerufen am 24. Juni 2014.
  40. Geschichte. Das dänische Generalkonsulat in Flensburg ist ein Kind der Grenzziehung von 1920. Dänische Botschaft, abgerufen am 24. Juni 2014.
  41. Organisation. Dänische Botschaft, abgerufen am 24. Juni 2014.
  42.  Klaus Witt: Flensburger Theaterleben vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart (= Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte. Nr. 8). Flensburg 1953.
  43. a b c d e f g h i j k l m n o  Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg! Flensburg 2009.
  44. Krimmelmokel Puppentheater, abgerufen am 28. Februar 2014]
  45. a b c d  Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg! Flensburg 2009, Kino, S. 124–125.
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  47. Webpräsenz des Museumsberg Flensburg, abgerufen am 30. November 2012
  48. Thomas Overdick: Leinen los! Hafenblatt Nr. 33, Mai 2012, S. 14–17.
  49. Webpräsenz des Historischen Hafens, abgerufen am 30. November 2012
  50. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDie letzten Gallier des Fischereivereins. shz.de, 22. August 2012, abgerufen am 30. November 2012.
  51. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKristin Stancikas: Flensburgs letzte Windmühle feiert runden Geburtstag. shz.de, 23. Mai 2012, abgerufen am 30. November 2012.
  52. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHans-E. Henningsen: Deutschlands älteste Gleisanlage: Geburtstagsgrüße / Tillykke med dagen. In: Flensburg Journal. 26. September 2014, abgerufen am 30. September 2014.
  53. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJoachim Pohl: Neues Hotel in Flensburg – Ein Schandfleck soll verschwinden. In: Flensburger Tageblatt. 15. Juni 2013, abgerufen am 15. April 2014.
  54. Flensburger Tageblatt: SPD und SSW wollen Autos vom Schiffbrückkai verbannen, vom: 23. August 2014; im Artikel fordert Helmut Trost die Beseitigung der Parkplätze von der Schiffbrücke und zugleich ein Parkhaus beim Herrenstall. Zudem ist der Herrenstall beim Neubau um den Kaysershof offenbar betroffen (Siehe dort).
  55. Rahmenplan RV 13.02.2014 (PDF); abgerufen am: 22. Oktober 2014
  56. Flensburger Tageblatt: In Liebe gewidmet – die Margarethenburg, vom 31. Juli 2013; abgerufen am 24. August 2014
  57. http://www.zehlendorf.de/ort/flensburger-loewe
  58. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatCarlo Jolly: Stadtwanderung auf den Spuren der Verfolgung. In: Flensburger Tageblatt. 27. Juni 2013, abgerufen am 23. Juni 2014.
  59. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEine Erfolgsgeschichte geht weiter: Antifaschistische Stadtwanderung in Flensburg. VVN BdA Kreisverband Flensburg, 11. März 2014, abgerufen am 23. Juni 2014.
  60. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBodenflächen in Hamburg und Schleswig-Holstein am 31.12.2011. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein, 15. November 2012, abgerufen am 23. Juni 2014.
  61. Gärten & Parks. Stadt Flensburg, abgerufen am 23. Juni 2014.
  62. Gärten & Parks. Stadt Flensburg, abgerufen am 1. Oktober 2014.
  63. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGunnar Dommasch: Nautics: Volkszählung im Minutentakt. In: Flensburger Tageblatt. 16. August 2010, abgerufen am 10. Juli 2014.
  64. Flensburg Nautics: Das große Treffen der Segelschiffe. Hans-Jürgen Edelhoff, abgerufen am 10. Juli 2014.
  65. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSegelschiffe: „Flensburg Nautics“ mit Glasperlenspiel und Loona. In: Flensburger Tageblatt. 8. Juli 2014, abgerufen am 10. Juli 2014.
  66. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJanna Wilke: Die „Festmacher“ des Dampf-Rundum. In: Flensburger Tageblatt. 28. Juli 2009, abgerufen am 10. Juli 2014.
  67. Flensburger Dampf Rundum Juli 2015. Flensburg Fjord Tourismus, abgerufen am 10. Juli 2014.
  68. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEin Hafen voller Gaffelsegler. In: Flensburger Tageblatt. 21. Mai 2012, abgerufen am 10. Juli 2014.
  69. Webpräsenz der Rum-Regatta. Museumshafen Flensburg e.V., abgerufen am 10. Juli 2014.
  70. Flensburger Regatta 1855. Klassische Yachten Flensburg e.V., abgerufen am 10. Juli 2014.
  71. Veranstaltungen. Museumshafen Flensburg e.V., abgerufen am 10. Juli 2014.
  72. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRainer Wilken: Und wieder schäumte die Förde. In: Flensburger Tageblatt. 29. August 2011, abgerufen am 10. Juli 2014.
  73. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLeif Klang, Mike Thomsen: 5000 Renn-Enten in den Startlöchern. In: Flensburger Tageblatt. 5. September 2012, abgerufen am 10. Juli 2014.
  74. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDie Wiedergeburt des Tummelum. In: Flensburger Tageblatt. 17. März 2012, abgerufen am 10. Juli 2014.
  75. Flensburger Fischmarkt. Flensburg Fjord Tourismus, abgerufen am 6. Januar 2013.
  76. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAusgehökert: Kein Fischmarkt, kein Flohmarkt. In: Flensburger Tageblatt. 31. März 2014, abgerufen am 10. Juli 2014.
  77. Webpräsenz des litteraturfest.nu, abgerufen am 24. September 2012
  78. a b c Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 2009, S. 227 (Subkulturelle Szene)
  79. Location/Geschichte. Verein zur Förderung der Kultur und Kommunikation in Flensburg e.V., abgerufen am 21. Juni 2014.
  80. Kühlhaus Geschichte. Kulturwerkstatt Kühlhaus e.V., abgerufen am 21. Juni 2014.
  81. ...Pauls Eck. Fördebande/Pauls Eck, abgerufen am 21. Juni 2014.
  82. KKI Laboratorium. Kunst und Kultur Initiativen Laboratorium, abgerufen am 21. Juni 2014.
  83. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAntje Walther: Alte Schule Duburger Straße: Kunst bleibt in der Neustadt. In: Flensburger Tageblatt. 17. Dezember 2013, abgerufen am 21. Juni 2014.
  84. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAn der Harniskaispitze öffnet die „Luftschlossfabrik“. In: Flensburger Tageblatt. 26. August 2013, abgerufen am 10. Oktober 2014.
  85. Die Luftschlossfabrik: Idee. 2014, abgerufen am 10. Oktober 2014.
  86. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHolger Ohlsen: Zu Besuch in der urbanen Wildnis. In: Flensburger Tageblatt. 24. Februar 2014, abgerufen am 10. Oktober 2014.
  87. Mitgliederentwicklung. Sportverband Flensburg e.V., abgerufen am 24. Juni 2014.
  88. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDer TSB präsentiert sich in der Fördehalle. In: Flensburger Tageblatt. 7. März 2013, abgerufen am 23. Juni 2014.
  89.  Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. Flensburg 2009, Stadion, S. 219–220.
  90. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAntje Walther: Konsolidierung: Campusbad: 10 000 Besucher mehr. In: Flensburger Tageblatt. 23. Dezember 2013, abgerufen am 24. Juni 2014.
  91. Herzlich Willkommen beim Sportverein Adelby. Sportverein Adelby 1950 e.V., abgerufen am 24. Juni 2014.
  92.  W. L. Christiansen: Petuh ABC. 1 Auflage. Mohland Verlag, Goldebek 2003, ISBN 3-936120-46-3, S. 85.
  93.  Renate Delfs: Ohaueha was'n Aggewars. oder wie ein ' zusieht un sprechen as die Petuhtanten. Schleswiger Druck- und Verlagshaus, Schleswig 1979, ISBN 3-88242-048-0, S. 59.
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  105. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFlensburger Förde: TAFF: Tourismus mit vier Buchstaben. In: Flensburger Tageblatt. 5. Juni 2014, abgerufen am 10. Juli 2014.
  106. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBeherbergung im Reiseverkehr in Schleswig-Holstein. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein, 4. März 2014, abgerufen am 10. Juli 2014.
  107. a b c d Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatArbeitgeber: Die 100 größten Unternehmen in SH. In: shz.de. 21. Dezember 2013, abgerufen am 10. Juli 2014.
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  109. Weniger Güterumschlag in Flensburg – Hafen schlägt 2012 rund 466.000 Tonnen um – Sieben Prozent Rückgang – Weiterer Einbruch droht. In: Täglicher Hafenbericht vom 24. Januar 2013, S. 4
  110. Eckhard-Herbert Arndt: Weniger Seegüter-Umschlag – Der Flensburger Hafen hat 2013 über 14 Prozent Ladung verloren. In: Täglicher Hafenbericht vom 22. Januar 2014, S. 15