Flettner Fl 265

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Flettner Fl 265
Fl 265 Modell
Typ: Versuchs-Hubschrauber
Entwurfsland: Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Hersteller: Flettner
Erstflug: 1939
Indienststellung: nicht in Dienst gestellt
Produktionszeit: nicht in Serie produziert
Stückzahl: 6

Die Flettner Fl 265 war ein Versuchs-Hubschrauber von Anton Flettner.

Entwickelt wurde der Hubschrauber im Jahre 1938 mit Unterstützung der Kriegsmarine. Mit der Fl 265 konnte erstmals problemlos im Flug vom Hubschrauberzustand zum Tragschrauberzustand und zurück gewechselt werden. Damit galt die Fl 265 als sicherster Hubschrauber seiner Zeit. Im Gegensatz zur Fl 185 besaß die Fl 265 zwei ineinanderkämmende Rotoren mit je 12 Metern Durchmesser. Als Antrieb wurde ein BMW-Bramo Sh 14 A mit 160 PS eingesetzt. Es wurden sechs Versuchsmuster gefertigt. In den Jahren 1940 und 1941 wurden auf dem Leichten Kreuzer Köln Erprobungen einer Flettner Fl 265 durchgeführt; dazu wurde eine Landeplattform auf dem Turm B errichtet. Der Chef-Testpilot von Flettner, Ludwig Hofmann, landete und startete mit der Fl 265 V4 mehrmals auf der Plattform.[1] Diese Flugmanöver waren Teil einer Vorführung vor hochrangigen Offizieren des Reichsluftfahrtministeriums und des Oberkommandos der Marine, unter anderem Generalluftzeugmeister Ernst Udet und Admiral Otto Schniewind.[2] Der Luftfahrthistoriker Steve Coates schreibt: „Bei weiteren Erprobungen konnte Hofmann das Seerettungspotenzial der Fl 265 vorführen: Es wurden Schlauchboote an Land gezogen und Puppen an Land geflogen.“[3] Admiral Schniewind drängte daraufhin auf die Weiterentwicklung der Fl 265. Eine Serienfertigung wurde jedoch zugunsten des Flettner Fl 282 zurückgezogen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kyrill von Gersdorff, Kurt Knobling: Hubschrauber und Tragschrauber. Entwicklungsgeschichte der deutschen Drehflügler von den Anfängen bis zu den internationalen Gemeinschaftsentwicklungen. Bernard & Graeffe Verlag, München 1982, ISBN 3-7637-5273-0.
  • Heinz J. Nowarra: Die Deutsche Luftrüstung 1933–1945. Bernard & Graefe, Koblenz 1993, ISBN 3-7637-5464-4.
  • Erich Gröner: Die Deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 1, Bernard & Graefe, Bonn 1998, ISBN 3-7637-4800-8.
  • Steve Coates: Deutsche Hubschrauber 1930–1945. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-02379-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kyrill von Gersdorff, Kurt Knobling: Hubschrauber und Tragschrauber. Entwicklungsgeschichte der deutschen Drehflügler von den Anfängen bis zu den internationalen Gemeinschaftsentwicklungen. München 1982, S. 50.
  2. Steve Coates: Deutsche Hubschrauber 1930–1945. Stuttgart 2004, S. 48–49.
  3. Steve Coates: Deutsche Hubschrauber 1930–1945. Stuttgart 2004, S. 48.