Fleury-la-Montagne

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Fleury-la-Montagne
Fleury-la-Montagne (Frankreich)
Fleury-la-Montagne
Region Burgund
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Charolles
Kanton Semur-en-Brionnais
Gemeindeverband Communauté de communes du Canton de Semur-en-Brionnais.
Koordinaten 46° 12′ N, 4° 7′ O46.2054.1205555555556405Koordinaten: 46° 12′ N, 4° 7′ O
Höhe 304–445 m
Fläche 8,75 km²
Einwohner 645 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 74 Einw./km²
Postleitzahl 71340
INSEE-Code

Fleury-la-Montagne – Tympanon der Kirche

Fleury-la-Montagne ist eine französische Gemeinde mit 645 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Saône-et-Loire in der Region Burgund.

Lage[Bearbeiten]

Fleury-la-Montagne liegt etwa einen Kilometer östlich der Loire in einer Höhe von etwa 400 Metern ü. d. M. in der alten Kulturlandschaft des Brionnais im Süden Burgunds. Der Ort befindet sich etwa 43 Kilometer (Fahrtstrecke) südwestlich von Charolles und etwa 72 Kilometer westlich von Mâcon. Die sehenswerten Orte Saint-Julien-de-Jonzy und Charlieu liegen nur acht Kilometer nordöstlich bzw. südwestlich. Der Ort Marcigny befindet sich etwa 13 Kilometer nordwestlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 394 415 430 526 587 561 608

Im 19. Jahrhundert hatte der Ort zeitweise über 800 Einwohner, so dass die Pfarrkirche vergrößert werden musste.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die hügelige Umgebung von Fleury-la-Montagne war schon immer in hohem Maße landwirtschaftlich geprägt, wobei bis ins 19. Jahrhundert hinein der Weinbau eine große Rolle spielte, aber nach Phylloxera-Krise weitgehend aufgegeben wurde. Heute ist die Viehzucht (Charolais-Rinder) weitaus wichtiger. Der Ort selbst fungierte bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein als Handwerks-, Handels- und Dienstleistungszentrum für mehrere Weiler und Einzelgehöfte in der Umgebung.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet des Ortes Fleury-sur-Loire (so lautete der alte Name des Ortes) befand sich einst ein Landgut (villa rustica) aus gallorömischer Zeit. Im Jahr 1119 übertrug der damalige Grundherr (seigneur) den Ort und die Kirche an die Abtei von Cluny.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Fleury – Anbetung der Könige (Detail)
  • Nur die Apsis, der Vierungsturm und das romanische Portal der Pfarrkirche (Église Saint-Barthélemy) stammen noch aus dem 12. Jahrhundert; das dreischiffige Langhaus der ursprünglich nur einschiffigen Kirche, von der noch zwei stark beschädigte Kapitelle existieren, wurde im 19. Jahrhundert in neoromanischen Formen erbaut. Das während der Französischen Revolution stark beschädigte Tympanonfeld des Portals zeigt Christus in einer Mandorla; zu seinen Seiten befinden sich eine stehende und eine sitzende Person, über deren Identität Unklarheit besteht. Im darunter befindlichen Architrav findet sich die Darstellung einer Anbetung der Könige. Die beiden äußeren Rundfelder sind im Innern mit einem ungewöhnlichen, kreisförmig angeordneten, Klötzchenmuster geschmückt. Das Portal der Kirche ist bereits seit 1926 als Monument historique unter Denkmalschutz gestellt.[1]
  • Die beiden beschädigten romanischen Kapitelle werden im Pfarrhaus aufbewahrt. Sie sind ebenfalls denkmalgeschützt.[2]
  • Auch die hölzerne Kanzel (Chaire á prêcher) der Kirche aus dem beginnenden 19. Jahrhundert ist als schützenswert eingestuft worden[3].
  • Eine kleine Kapelle (Chapelle de la Barnaudière) steht am Ortsrand. Der aus behauenen, aber nicht geglätteten Natursteinen gemauerte Turm ist durchaus sehenswert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fleury-la-Montagne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Église Saint-Barthélemy, Fleury-la-Montagne in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Chapiteaux, Fleury-la-Montagne in der Palissy-Datenbank des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. Chaire á prêcher, Fleury-la-Montagne in der Palissy-Datenbank des französischen Kulturministeriums (französisch)