Flexibles Fertigungssystem

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älteres Flexibles Fertigungssystem mit zwei Bearbeitungsstationen und Paletten-Regalspeicher

Flexible Fertigungssysteme sind Mehrmaschinensysteme zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken. Die einzelnen Bearbeitungsstationen sind meist handelsübliche Bearbeitungszentren. Über Verkettungseinrichtungen sind diese verbunden um den automatisierten Werkstückfluss zu ermöglichen. Flexible Fertigungssysteme in der Endausbaustufe haben zusätzlich zu den Bearbeitungsstationen je ein Werkstück- und Werkzeuglager mit den entsprechenden Übergabestationen.

Die Steuerung aller Komponenten erfolgt über einen zentralen Leitrechner, an den die einzelnen Zellenrechner (Flexible Fertigungszelle) gekoppelt sind. Die Bearbeitungsstationen können einen oder auch mehrere Bearbeitungsschritte übernehmen.

Eingesetzt wird es für komplexe Produktionsaufgaben, wie die Herstellung von Autos, in der synchron unterschiedliche Abläufe koordiniert werden müssen. Diese Fertigungssysteme sind auch leicht veränderbar und optimierbar (flexibel). Dies ist vor allem dann nötig, wenn ein neues oder überarbeitetes Produkt in derselben Fertigungsstraße produziert werden soll. Die Eigenschaft flexibel bezieht sich auch auf die optionale Möglichkeit, lernende Algorithmen zu benutzen, um mit der Zeit eine optimale, möglichst fehlerfreie Produktion gewährleisten zu können.

Literatur[Bearbeiten]

  • Horst Tempelmeier, Heinrich Kuhn: Flexible Fertigungssysteme : Entscheidungsunterstützung für Konfiguration und Betrieb. Springer, Berlin 1993, ISBN 3-540-56905-7

Siehe auch[Bearbeiten]