Flo & Eddie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Flo & Eddie (gegründet 1970) ist der Name eines Duos zweier Rockmusiker, bestehend aus Howard Kaylan und Mark Volman – den ursprünglichen Leadsängern der erfolgreichen Popband The Turtles.

Werdegang[Bearbeiten]

Der Name Flo & Eddie entstand nach Auflösen der Gruppe The Turtles. Die bisherige Plattenfirma hatte die beiden ihr abhandengekommenen Musiker unter Druck setzen wollen. Also verweigerte sie ihnen nicht nur, künftig den Namen The Turtles zu verwenden, sondern reklamierte außerdem noch die Rechte an den Familiennamen Howard Kaylan und Mark Volman für sich. Es folgte ein Rechtsstreit, der sich bis zum Jahr 1985 hinzog.

Zunächst noch als Phlorescent Leech and Eddie stiegen die beiden bei Frank Zappa und seinen Mothers of Invention ein. Schon bald änderte sich der Name des Duos in Flo & Eddie. Bei Zappa kultivierten sie geradezu, was sich schon bei den Turtles angedeutet hatte, im Rocklexikon des Jahres 1973 aber noch als „Verirrung“ bezeichnet wurde: „parodistisch eingesetzte Elemente“ und Satirisches in der Musik sowie ironischer Spott in den Texten. Ergebnis dieser „fruchtbaren Zusammenarbeit“ (H. Kaylan) waren zum einen vier Alben. Zappa schätzte neben den gesanglichen Qualitäten der beiden ehemaligen Turtles-Leadsänger vor allem deren komödiantische Talente, die man in dem Musikfilm 200 Motels gut nachvollziehen kann.

Nach der Zeit mit Zappa arbeiteten Kaylan und Volman als Flo & Eddie weiter. Anfang der 1980er Jahre war das Duo während einer Clubtour in Deutschland live zu sehen und bot manchem Musikkritiker damaliger Tage „die verrückteste und perfekteste Pop-/Rock-Satire, die uns bislang zu Ohren gekommen ist“. Kaylan und Volman produzierten die Alben einiger anderer Bands, traten jedoch vor allem als Backgroundsänger für viele namhafte Künstler in Erscheinung – darunter unter anderem T. Rex, Blondie, Duran Duran, Bruce Springsteen oder John Lennon.

Außerdem schrieben Kaylan/Volman die (für den Grammy nominierten) Filmmusiken zu zwei erfolgreichen amerikanischen Trickfilmserien für Kinder, hatten als Autoren regelmäßige Kolumnen in den Publikationen Creem, Phonograph Record Magazine und L.A. Free Press. Und selbst im Radio ließen sie aufhorchen mit eigenen Shows bei den Sendern KMET, KROQ (beide Los Angeles) und K-ROCK in New York.

In den frühen 1990er Jahren kam es zum Revival von The Turtles. Seither tritt diese Band oft auf, gibt durchschnittlich über 70 Konzerte pro Jahr – und das oft mit dem Zusatz „featuring Flo & Eddie“.

Siehe auch[Bearbeiten]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Flo & Eddie: The Phlorescent Leech and Eddie – 1972
  • Flo & Eddie: Flo & Eddie – 1973
  • Flo & Eddie: Illegal, Immoral and Fattening – 1974
  • Flo & Eddie: Moving Targets – 1976
  • Flo & Eddie: Rock Steady – 1981
  • Flo & Eddie: The History of Flo & Eddie and the Turtles - 1983
  • Flo & Eddie: Best of Flo & Eddie – 1987
  • Crossfires: Out of Control – 1981
  • T.Rex: T.Rex – 1970
  • T.Rex: Electric Warrior – 1971
  • T.Rex: The Slider – 1972
  • T.Rex: Tanx - 1973
  • T.Rex: Light of Love – 1974
  • T.Rex: Futuristic Dragon – 1976
  • T.Rex: T.Rextasy: The Best of – 1985
  • David Cassidy: Higher They Climb the Harder They Fall – 1975
  • David Cassidy: Home Is Where the Heart Is – 1976
  • Alice Cooper: From the Inside – 1978
  • Alice Cooper: Flush the Fashion – 1980
  • Alice Cooper: Zipper Catches Skin – 1982
  • Bruce Springsteen: The River – 1980
  • Bruce Springsteen: Live – 1991
  • Bruce Springsteen: Greatest Hits – 1993
  • Blondie: Autoamerican – 1980
  • California Dreaming (Soundtrack) – 1979
  • Duran Duran: Thank You – 1995
  • Sammy Hagar: Full Moon – 1982
  • Albert Hammond: Your World & My World – 1980
  • Jefferson Airplane: Jefferson Airplane – 1989
  • Paul Kantner: Planet Earth R'n'R Orchestra – 1983
  • The Knack: Round Trip – 1981
  • John Lennon: Plastic Ono Band – 1972
  • Ray Manzarek: The Whole Thing Started with Rock'n'Roll – 1975
  • Roger McGuinn: Peace on You – 1973
  • Keith Moon: Two Sides of the Moon – 1975
  • Psychedelic Furs: Forever Now – 1982
  • Ramones: Mondo Bizarro – 1992
  • Steely Dan: Citizen Steely Dan – 1993
  • Al Stewart: Live/Indian Summer – 1981
  • Stephen Stills: Illegal Stills – 1976
  • Yoko Ono: Ono Box – 1992

Filmografie[Bearbeiten]

  • 200 Motels – 1971
  • Dirty Duck – 1975
  • Loose Shoes – 1980
  • The True Story of 200 Motels – 1989

Weblinks[Bearbeiten]