Floating Production Storage and Offloading Unit

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Das FPSO-Schiff Firenze – Besitzer AGIP, Eigentümer Saipem – 2007 bei Hellenic Shipyards
Funktionen eines FPSO-Schiffs in der Offshore-Industrie

Eine Floating Production Storage and Offloading Unit (FPSO) (deutsch: Produktions- und Lagereinheit) ist ein Schiff, das bei Offshore-Gewinnung mit Hilfe einer oder mehrerer Bohrplattformen zur Förderung, Lagerung und Verladung von Erdöl und Erdgas eingesetzt wird.

Als FPSOs werden ehemalige Tanker und zu diesem Zweck gebaute Neukonstruktionen verwendet, die mittels Unterwasser-Rohrleitungstransport die Fördermengen der Plattformen aufnehmen und lagern, um sie später zur Verschiffung oder – in seltenen Fällen – zum Weitertransport mittels Pipelines wieder abzupumpen.

Im Offshore-Betrieb werden gewöhnlich FPSOs deshalb eingesetzt, weil sich durch sie der Aufbau einer aufwändigen und teureren Pipelines-Infrastruktur am Ort der Förderung erübrigt.

Beispiele für noch tätige Einheiten im Atlantik sind die für Husky Energy und Petro-Canada vor Neufundland arbeitende SeaRose FPSO sowie (2010) als weltgrößte die Kizomba A, gebaut von Hyundai für ExxonMobil, 320 Kilometer vor Angola, die ein Fassungsvermögen von 2,2 Millionen Barrel oder 350.000 m³ hat.

FSO und FSU[Bearbeiten]

Als Floating Storage and Offloading vessel (FSO) werden Schiffe bezeichnet, die als Lager- und Umschlagstationen dienen. Der größte und längste Tanker der Welt, die Jahre Viking, erhielt als FSO den Namen Knock Nevis. FSO Asia und FSO Africa sind Schwesterschiffe der derzeit größten Schiffe der Welt (2013). Ihr Fassungsvermögen übertrifft die FPSO bei weitem.

Schiffe, die lediglich der Lagerung dienen, wie beispielsweise die Belokamenka in der Kolabucht, werden als Floating Storage Unit (FSU) bezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Floating Production Storage and Offloading – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien