Flockungsmittel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Flockungsmittel (Koagulant) dient der Zusammenlagerung (Flockung) von kleinsten, kolloiden Schmutzpartikeln in Flüssigkeiten.

Verwendung finden Flockungsmittel unter anderem in Kläranlagen zur Abwasserreinigung, in der Trinkwasseraufbereitung zur Entfärbung (Entfernung von Huminstoffen), in Schwimmbädern, Papierfabriken und in industriellen Prozessen. Als Flockungsmittel werden zumeist dreiwertige Metallsalze wie Eisen(III)-Salze und Aluminiumsalze, aber auch andere Hydroxid-Bildner wie Kalkmilch, Soda oder Natriumaluminat verwendet.[1] Flockungsmittel bilden aus den Kolloiden größere Mikroflocken, die sich bereits gut durch Filtration entfernen lassen. Ist eine Feststoffentfernung durch Sedimentation oder Flotation gewünscht, kommt zusätzlich zum Flockungsmittel ein Flockungshilfsmittel zum Einsatz, das aus den Mikroflocken größere Makroflocken bildet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 424.